In der vorliegenden schriftlichen Ausarbeitung wird für die Branche Holzverarbeitung der Arbeitsplatz des Anlagenführers betrachtet. Alle wesentlichen Aspekte des technischen sowie organisatorischen Arbeitsschutzes stehen bei dieser Bewertung Vordergrund. Des Weiteren werden Inhalte des ASiG´s und der DGUV 2 dargestellt und mit ihren Aufgaben betitelt. Für die erstellte Gefährdungsbeurteilung wird der Anlagenführer bei seiner Tätigkeit betrachtet und analysiert. Zusätzlich wird abseits von der GB noch die Berechnung der Einsatzzeiten für die Sifa und den Betriebsarzt für den o. g. Betrieb durchgeführt.
Der betriebliche Gesundheitsschutz im Unternehmen befasst sich mit dem Schutz des seelischen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens der Mitarbeiter vor schädigenden Außeneinflüssen durch die Arbeit. Hierbei steht die Prävention (vorbeugend) von Berufskrankheiten sowie von akuten Erkrankungen im Vordergrund. Damit die Ziele erreicht werden, müssen technische sowie organisatorische Maßnahmen im Unternehmen getroffen werden. Des Weiteren müssen entsprechende Pflichten und Aufgaben verteilt werden.
Das wichtigste Instrument für den technischen sowie organisatorischen Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist eine Gefährdungsbeurteilung.
In dem vorliegenden schriftlichen Vortrag wird auf die Erstellung sowie weitere Kernpunkte einer Gefährdungsbeurteilung eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gesetzliche Vorlagen
2.1 Arbeitsschutzgesetz
2.2 Arbeitssicherheitsgesetz / Aufgabenverteilung
2.3 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
3. Anforderung an den Arbeits- und Gesundheitsschutz
4. Gefährdungsbeurteilung
5. Beispiele einer Gefährdungsbeurteilung
6. Berechnung der Einsatzzeiten für die Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt
6.1. Grundbetreuung
6.2. Betriebsspezifische Betreuung
7. Unterschiede sicherheitstechnischen - betriebsärztlichen Betreuung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die technischen und organisatorischen Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz in einem mittelständischen Unternehmen der Holzverarbeitung zu analysieren und als zentrales Instrument die Gefährdungsbeurteilung sowie die Berechnung der Betreuungszeiten zu erläutern.
- Grundlagen des Arbeitsschutzes und einschlägige Gesetze (ArbSchG, ASiG)
- Methodik der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung
- Einsatz von technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip)
- Berechnung der Einsatzzeiten für Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte
- Differenzierung der betrieblichen Betreuungsmodelle
Auszug aus dem Buch
3. Anforderung an den Arbeits- und Gesundheitsschutz
Mit Steigerung der Fertigungsleistung in einem Industrie Betrieb folgt eine immer größer werdende Fertigungsanlage, die diese Leistung erbringen kann. Die Anforderungen an die Maschinen werden somit immer größer, welche durch immer weniger Mitarbeiter Vorort bedient werden soll.
Durch diese Leistungssteigerung steigt auch das Gefahrenpotenzial im Unternehmen, welche von unterschiedlichen Anlage ausgehen können. Die geringe Personal Besetzung, das zum bedienen solcher Anlagen zuständig ist, ist oft mit den umfangreichen Anlagenprozessen nicht gut genug vertraut oder qualifiziert genug.
Die Rolle des technischen und organisatorischen Arbeitsschutzes spielt in solchen Fällen eine immer größer werdende Rolle. Vorrangig, ganz nach dem „STOP“ - Prinzip 1. Substitution 2. Technische Maßnahmen 3. Organisatorische Maßnahmen 4. Persönliche Schutzmaßnahmen, die Abschirmung der Gefahr von dem Menschen durch technische Maßnahmen umzusetzen. Vorausgesetzt das die Gefahrenquellen sich nicht verhindern durch eine Alternative, welche weniger oder keine Gefahr mit sich bringt (Substitutionsgebot).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert Arbeitsschutz als Risikominimierung und gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit sowie die betrachtete Branche der Holzverarbeitung.
2 Gesetzliche Vorlagen: Erläutert die rechtlichen Grundlagen des Arbeitsschutzes, insbesondere das Arbeitsschutzgesetz, das Arbeitssicherheitsgesetz und die DGUV Vorschrift 2.
3. Anforderung an den Arbeits- und Gesundheitsschutz: Beschreibt das Gefahrenpotenzial durch Leistungssteigerungen in Industriebetrieben und führt das STOP-Prinzip als Schutzmaßnahme ein.
4. Gefährdungsbeurteilung: Detailliert den Prozess der Gefährdungsermittlung, von der Einstufung des Schweregrades bis zur Risikomatrix.
5. Beispiele einer Gefährdungsbeurteilung: Zeigt praktische Anwendungsbeispiele auf, wie Gefährdungsbeurteilungen tabellarisch erfasst und dokumentiert werden.
6. Berechnung der Einsatzzeiten für die Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt: Erklärt die Berechnungsgrundlagen für Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung gemäß DGUV V 2.
7. Unterschiede sicherheitstechnischen - betriebsärztlichen Betreuung: Vergleicht verschiedene Betreuungsmodelle und ihre Eignung für unterschiedlich große Unternehmen.
Schlüsselwörter
Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitssicherheitsgesetz, DGUV V 2, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit, STOP-Prinzip, Risikomanagement, Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Betriebliche Prävention, Anlagenführer, Holzverarbeitung, Betreuungsmodell.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die technischen und organisatorischen Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in mittelständischen Betrieben, fokussiert auf die Gefährdungsbeurteilung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Arbeitsschutzvorgaben, die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und die korrekte Ermittlung der gesetzlich vorgeschriebenen Betreuungszeiten durch Fachpersonal.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, für einen Beispielbetrieb der Holzverarbeitung aufzuzeigen, wie Sicherheit am Arbeitsplatz methodisch analysiert, bewertet und durch Betreuungszeiten organisatorisch abgesichert wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Anwendung rechtlicher Normen (ASiG, DGUV) und die tabellarische Analyse von Gefährdungspotenzialen mittels einer Risikomatrix sowie mathematischer Summenformeln für Betreuungszeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die gesetzliche Einordnung, die Anwendung des STOP-Prinzips, die detaillierte Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie Berechnungsbeispiele für die Sifa und den Betriebsarzt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilung, DGUV Vorschrift 2, Risikominimierung und betriebliche Betreuungsmodelle beschreiben.
Welche Bedeutung hat das "STOP-Prinzip" in diesem Dokument?
Es dient als hierarchische Rangfolge für Schutzmaßnahmen, wobei technische Lösungen Vorrang vor organisatorischen oder persönlichen Maßnahmen haben.
Wie wird in der Arbeit mit der Berechnung von Einsatzzeiten für Kleinbetriebe umgegangen?
Für kleine Betriebe werden Modelle wie das Unternehmermodell oder eine abgestufte Regelbetreuung diskutiert, die auf die geringere Mitarbeiterzahl und spezifische Qualifikationsanforderungen an den Unternehmer eingehen.
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- B. A. Daniel Steffen (Author), 2020, Technische und organisatorische Anforderungen im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz (Branche Holzverarbeitung), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978800