Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, wie Konflikten in der Sozialen Arbeit professionell begegnet werden kann. Dazu werden im ersten Kapitel des Hauptteils Definitionen des Begriffs „Konflikt“ erörtert und dargestellt, wie es zu Eskalationen von Konflikten kommen kann. Im zweiten Kapitel des Hauptteils wird dann darauf eingegangen, wie man Konflikte mittels des Mediationsverfahrens bearbeiten kann. Abschließend werden die Ergebnisse dieser Hausarbeit in einer Abschlussdiskussion zusammengefasst und diese in einem letzten Schritt reflektierend betrachtet.
Bei der Reflexion werde ich mich vor allem auch mit der Frage beschäftigen, was die Auseinandersetzung mit Konflikt und Mediation für mich in meinem zukünftigen Alltag als Sozialarbeiterin bedeutet. Konflikte sind in unserem Leben allgegenwärtig, in jedem Bereich unseres Lebens und in dem Leben unserer Adressat*innen. In jeder Lebenslage können Probleme auftreten, sei es im Berufsleben oder im privaten Alltag. Doch Konflikte sind nicht immer ausschließlich negativ zu bewerten. Sie sind „eine unvermeidbare und für den sozialen Wandel notwendige Begleiterscheinung des Zusammenlebens in allen Gesellschaften". Der Soziale Wandel geht fast immer mit Konflikten einher, deswegen würde eine systematische Vermeidung von Konflikten sich eher kontraproduktiv auswirken, da sie gesellschaftliche Veränderungsprozesse verhindern würde.
Das Ziel im Alltag der Professionellen der Sozialen Arbeit ist es, dass Konflikte gewaltfrei und möglichst konstruktiv ausgetragen werden können, damit von ihnen produktive Lern- und Veränderungsimpulse für alle Konfliktparteien ausgehen. Im beruflichen Alltag eines Sozialarbeiters/einer Sozialarbeiterin ist es wichtig, Konfliktsituationen rechtzeitig zu erkennen und diese mit den Adressat*innen bzw. mit den Konfliktparteien zu erörtern. Denn werden die betroffenen Parteien sich nicht rechtzeitig eines entstehenden Konflikts bewusst oder reagieren auf die ersten Anzeichen unangemessen, droht eine Eskalation des Konflikts. Dies gilt es zu vermeiden. Die Adressat*innen bzw. die betroffenen Konfliktparteien könnten den Konflikt zunächst verdrängen, sich in eine Abwehrhaltung begeben oder mit einem verbalen Angriff und Schuldzuweisungen beginnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konflikte in der Sozialen Arbeit
2.1 Was ist ein Konflikt?
2.2 Entstehung und Eskalation von Konflikten
3. Das Handlungskonzept „Mediation“
3.1 Definition und Prinzipien der Mediation
3.2 Der Ablauf des Mediationsverfahrens
3.3 Chancen und Grenzen der Mediation
4. Der Zusammenhang von Mediation und Sozialer Arbeit
5. Reflexion
6. Abschlussdiskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Forschungsfrage, wie Konflikten in der Sozialen Arbeit professionell begegnet werden kann. Dabei wird das Mediationsverfahren als konstruktive Methode analysiert, um Konflikte in verschiedenen Handlungsfeldern gewaltfrei und lösungsorientiert zu bearbeiten.
- Grundlagen und Definitionen des Konfliktbegriffs
- Phasen der Konfliktentstehung und -eskalation
- Strukturmodell und Merkmale der Mediation
- Eignung der Mediation als Methode in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
3.2 Der Ablauf des Mediationsverfahrens
„Die Mediation läuft nach einem klar strukturierten Phasenmodell ab“ (Proksch, 2018, S. 7). Dieses dient als nützliches Gerüst zur Konfliktbearbeitung, denn es gibt den Konfliktparteien Orientierung und Sicherheit. Sie wissen, wo sie im Moment stehen und welche Phase als nächstes bearbeitet wird. Es gibt fünf Phasen während eines Mediationsverfahrens. Hinzu kommen des Weiteren noch die Vorbereitungs- und die Nachbereitungsphase. Während der fünf Phasen sind alle Konfliktparteien anwesend (ebd.). Im Folgenden wird detailliert auf die einzelnen Phasen und die Vor- und Nachbereitung eingegangen:
1) Vorbereitung: Die Vorbereitung dient den Konfliktparteien und dem Mediator/der Mediatorin dazu, sich gegenseitig kennenzulernen (ebd.). „Zu diesem Zweck findet ein Vorbereitungsgespräch mit jeder Konfliktpartei separat statt“ (Simon, 2010, S. 116). Innerhalb dieses Treffens können die Konfliktparteien Fragen an den Mediator/die Mediatorin stellen und sich so einen Überblick über den Arbeitsstil des Mediators/der Mediatorin und der Vorgehensweise machen. Damit soll die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit geschaffen werden. Der Mediator/die Mediatorin kann sich während dieses ersten Treffens einen Überblick über die Konfliktsituation verschaffen. Des Weiteren werden die beteiligten Personen und deren Einbeziehung in das Mediationsverfahren festgelegt und die Bereitschaft der einzelnen Konfliktparteien zur Mediation eingeschätzt. Ist diese Bereitschaft nicht vorhanden, so fehlt eine Voraussetzung für ein Mediationsverfahren. Tritt dieser Fall ein, so hilft der Mediator/die Mediatorin bei der Auswahl eines anderen Verfahrens zur Konfliktbearbeitung (Proksch, 2018, S. 9).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, wie Sozialarbeiter professionell auf Konflikte reagieren können, und begründet die Relevanz des Themas.
2. Konflikte in der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel definiert verschiedene Konfliktarten und analysiert die Dynamik und Phasen der Konflikteskalation.
3. Das Handlungskonzept „Mediation“: Hier werden die Merkmale, der strukturierte Ablauf sowie die Chancen und Grenzen des Mediationsverfahrens erläutert.
4. Der Zusammenhang von Mediation und Sozialer Arbeit: Das Kapitel verknüpft die Mediation mit den allgemeinen Anforderungen der Sozialen Arbeit und hebt deren methodische Bedeutung hervor.
5. Reflexion: Der Autor reflektiert die Bedeutung von Konfliktlösungskompetenzen für die eigene zukünftige Tätigkeit als Sozialarbeiterin.
6. Abschlussdiskussion: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Konfliktdynamik und dem Nutzen der Mediation in der Praxis.
Schlüsselwörter
Mediation, Konflikt, Konfliktbearbeitung, Soziale Arbeit, Eskalation, Konfliktparteien, Phasenmodell, professionelles Handeln, Klärung, Kommunikation, Lösungsfindung, systemisch, Interaktion, Beratung, Sozialpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Bearbeitung von Konflikten im Berufsalltag der Sozialen Arbeit.
Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?
Die Arbeit konzentriert sich auf Definitionen von Konflikten, Phasenmodelle der Eskalation und das Mediationsverfahren als Lösungsstrategie.
Was ist das zentrale Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen fundierten Einblick in das Handlungsfeld Konfliktlösung zu geben und aufzuzeigen, wie Mediation als Methode in der Sozialen Arbeit genutzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um Begriffe zu klären und das Mediationsverfahren methodisch zu fundieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit Konfliktarten und Eskalationsstufen sowie eine detaillierte Darstellung der Phasen der Mediation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Konfliktkompetenz, Mediation, soziale Interaktion, Phasenmodell und berufliche Professionalität.
Warum wird Mediation als besonders relevant für die Soziale Arbeit bezeichnet?
Weil sie lebensweltorientiert ist und durch die interdisziplinäre Ausbildung von Sozialarbeitern eine ideale Methode zur konstruktiven Begleitung von Konfliktparteien darstellt.
Gibt es Grenzen für das Mediationsverfahren?
Ja, Mediation ist laut Arbeit nicht geeignet, wenn ein starkes Machtgefälle besteht, Rechtsfragen zu klären sind oder unter großem Zeitdruck Entscheidungen getroffen werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Miriam Komar (Autor:in), 2020, Konflikte in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978830