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Lernmotivation und Lernerfolg von Pflichtteilnehmer*innen in der Ersten-Hilfe-Breitenausbildung

Title: Lernmotivation und Lernerfolg von Pflichtteilnehmer*innen in der Ersten-Hilfe-Breitenausbildung

Project Report , 2020 , 27 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Dr. Manuel Anhold (Author)

Medicine - General
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Die vorliegende Arbeit mit dem Titel "Lernmotivation von Führerscheinanwärter*innen in der Ersten Hilfe Breitenausbildung" entsteht im Rahmen des Online-Trainings "Lehrbeauftragter (FB Erste-Hilfe) (2020)" bzw. des Kurses "Lehrbeauftragte*r Erste Hilfe". Der Verfasser ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Internist und Geriater in der Funktion als Chefarzt Geriatrie ehrenamtlich für den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Berlin-Nordwest e.V. als Regionalverbandarzt sowie Fachberater Ausbildung tätig. Zusätzlich ist er seit 2007 als Ausbilder in der Ersten-Hilfe-Breitenausbildung für den ASB aktiv und später auch in der Ausbildung von Sanitäter*innen. Der Autor besitzt Lehrberechtigungen A1 – A4 und Qualifikationen zum Fachausbilder Erste Hilfe am Kind (FEK) sowie zum Mentor Breitenausbildung.

Die vorliegende Arbeit dient der Reflexion und Aktualisierung der eigenen Ausbildertätigkeit im Rahmen des Online-Trainings. Der Fokus liegt auf der besonderen Zielgruppe der Führerscheinanwärter*innen in der Ersten-Hilfe-Breitenausbildung, insbesondere unter Berücksichtigung motivationsrelevanter Aspekte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Erste Hilfe und Erste-Hilfe-Kurse

2.1.2 Ziele und Zielgruppen der Erste-Hilfe-Ausbildung

2.1.3 Pflichtteilnehmer Erste Hilfe

2.1.4 Motivation

2.2 Zielgruppenbetrachtung bezogen auf Pflicht zur Ersten Hilfe-Breitenausbildung

2.2.1 Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfer

2.2.2 Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

2.2.3 Betriebssanitäter

2.2.4 Führerscheinerwerb bzw. Zulassung gemäß § 68 Fahrerlaubnis-verordnung (FeV)

2.2.5 Zulassung gemäß § 5 Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) und Medizinstudium

2.2.6 Trainer, Übungs- und Jugendleiter

2.2.7 Lehrkräfte

2.2.8 Unfallkasse Bund

2.2.9 Luftfahrtbundesamt (LBA)

2.2.10 Freiwillige Feuerwehr

2.2.11 Rettungsschwimmer

2.3 Dimensionen von Lernmotivation in Zielgruppen der Ersten Hilfe

2.4 Lernerfolge sicherstellen in der Zielgruppe Pflichtteilnehmer

2.4.1 Physiologische und Sicherheitsbedürfnisse

2.4.2 Soziale Bedürfnisse

2.4.3 Individualbedürfnisse und Selbstverwirklichung

2.5 Konkrete Maßnahmen zur Motivationsförderung in Erste Hilfe-Schulungen

2.5.1 Zielgruppenorientierter Unterricht

2.5.2 Problemorientiertes Lernen und Kognitive Dissonanz

2.5.3 Medienkompetenz kommt Motivation und Lernerfolg zugute

2.5.4 Rollenbild und Teilnehmermotivation

2.5.5 Wertschätzung verbessert Lernleistung und intrinsische Motivation

3. Schluss, Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie bei Teilnehmern der Erste-Hilfe-Breitenausbildung, die primär aufgrund gesetzlicher oder beruflicher Verpflichtungen (sogenannte "Pflichtteilnehmende") an Kursen teilnehmen, eine höhere Lernmotivation geweckt und ein nachhaltiger Lernerfolg sichergestellt werden kann.

  • Analyse der spezifischen motivationalen Situation von Pflichtteilnehmenden.
  • Untersuchung von Motivationsfaktoren auf Basis der Bedürfnispyramide nach Maslow.
  • Einsatz von didaktisch-methodischen Maßnahmen wie problemorientiertem Lernen und AIDA-Modell.
  • Bedeutung der Trainerrolle und wertschätzender Feedbackkultur für den Lernerfolg.

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Zielgruppenorientierter Unterricht

Zur bestmöglichen Motivation muss der Trainer die Ausbildungsziele der Zielgruppe anpassen und deren Betroffenheit aktivieren. Methodisch geht es um die Definition von Zielen sowie deren Präsentation durch einfache Formulierung („KISS“-Formel auf: „Keep it simple and stupid“), Sowie den Einsatz von Mitteln zur Vermittlung (optische Darbietung, vokal, auditiv) [vgl. Holzner, 2020, o.S.].

Dabei stellt die Teilnehmerorientierung einen relevanten Erfolgsfaktor dar. Man darf davon ausgehen, dass abhängig von der Erreichung der Erwartungen der Gruppe die Wahrscheinlichkeit für nachhaltige Vermittlung von Botschaften, Fertigkeiten und Kenntnissen ist [vgl. Holzner, 2020, o.S.]. Dabei sind die Pflichtteilnehmenden als Gruppe häufig bezogen auf ihre Merkmale bekannt, da hierfür Erfahrungswerte existieren.

Hierbei geht es insbesondere darum, neben dem pflichtgemäßen reinen Erscheinen bei einem Erste Hilfe Training, darüberhinausgehende Lernmotivation und mittel- bis langfristige Effekte zu erzielen, nämlich Erste Hilfe im Alltag auch umzusetzen. Dabei sind Handlungssicherheit zu vermitteln und Ängste abzubauen.

Ebendies kann durch Anwendung der AIDA-Formel erreicht werden. In diesem englischen Akronym steht A für attention und bezieht sich auf das Erzeugen von Aufmerksamkeit bei den Zuhörenden. Hierbei soll es für die Teilnehmer lohnenswert sein, dem Erste Hilfe Training aktiv zu folgen. Methodisch kann dies geschehen, indem konkrete Beispiele aus dem Alltag der Zielgruppe genannt werden. Für Führerscheinanwärter könnte beispielsweise ein Verkehrsunfall thematisiert und ein unverhofftes Unfallereignis exemplarisch „durchgespielt“ und damit antizipiert werden. Das I steht für interest und beinhaltet die Fähigkeit neue Inhalte als spannend und interessant darzustellen. Hierbei spielen Trainer-Geschichten, Beispiel-auswahl, Praxisnähe, Methodeneinsatz und Begeisterungsfähigkeit eine große Rolle. Im AIDA-Modell steht D für desire, was den Wunsch meint mehr über ein Thema erfahren zu wollen. Das zweit A (action) beinhaltet das Auslösen von Handlung und hat zum Ziel die Bereitschaft zum Mitwirken seitens der Teilnehmer zu unterstützen [vgl. Holzner, 2020, o.S.; vgl. Riedl, 1992, S. 285–295].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen wahrgenommenem Schulungsbedarf in der Bevölkerung und der tatsächlichen Kompetenz sowie die Herausforderung, Pflichtteilnehmer in Erste-Hilfe-Kursen zu motivieren.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt definiert zentrale Begriffe, analysiert verschiedene Zielgruppen mit Teilnahmepflicht, beleuchtet theoretische Modelle der Lernmotivation und leitet daraus konkrete didaktische Handlungsempfehlungen für Erste-Hilfe-Trainer ab.

3. Schluss, Diskussion und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass durch aktiven Einbezug, praxisnahe Methoden und die Reflexion der Trainerrolle die Lernmotivation und Handlungssicherheit auch bei Pflichtteilnehmern nachhaltig gesteigert werden kann.

Schlüsselwörter

Erste Hilfe, Breitenausbildung, Lernmotivation, Pflichtteilnehmende, Didaktik, Medieneinsatz, Führerscheinanwärter, Maslowsche Bedürfnispyramide, Problemorientiertes Lernen, Handlungssicherheit, Trainerrolle, Wertschätzung, Ausbildungsqualität, Wissensvermittlung, Notfallmedizin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Teilnehmer in Erste-Hilfe-Kursen, die lediglich aufgrund gesetzlicher oder beruflicher Verpflichtungen ("Pflichtteilnehmende") anwesend sind, erfolgreich zu schulen und zu motivieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen Zielgruppenanalysen, die psychologischen Dimensionen von Motivation, die Anwendung von Lernmodellen wie der Bedürfnispyramide nach Maslow sowie methodische Ansätze zur Gestaltung lebendiger Erste-Hilfe-Seminare.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Erste-Hilfe-Ausbilder die Lernmotivation bei Teilnehmern ohne intrinsisches Interesse steigern und deren Lernerfolg sowie die Bereitschaft zu späteren Wiederholungskursen sichern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu didaktischen Modellen, wertet gesetzliche Rahmenbedingungen aus und reflektiert diese aus der professionellen Perspektive eines erfahrenen Lehrbeauftragten für Erste Hilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, eine detaillierte Betrachtung verschiedener Pflicht-Zielgruppen (wie Führerscheinanwärter oder betriebliche Ersthelfer), eine theoretische Fundierung der Motivation und praxisnahe Methoden zur Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erste-Hilfe-Ausbildung, Pflichtteilnehmende, Lernmotivation, Didaktik, Praxisnähe, Handlungssicherheit und Trainer-Rollenverständnis charakterisiert.

Welche Rolle spielt die AIDA-Formel in der Ausbildung?

Die AIDA-Formel dient als methodisches Werkzeug, um die Aufmerksamkeit (Attention), das Interesse (Interest), den Wunsch nach Wissen (Desire) und die Bereitschaft zur Handlung (Action) bei den Kursteilnehmern gezielt zu fördern.

Wie kann ein Trainer die kognitive Dissonanz nutzen?

Indem der Trainer gezielt Wissenslücken aufzeigt oder Widersprüche in bestehenden Haltungen thematisiert, wird ein Impuls für aktives, problemorientiertes Lernen gesetzt, was Unsicherheit als motivierendes Lernelement nutzbar macht.

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Details

Title
Lernmotivation und Lernerfolg von Pflichtteilnehmer*innen in der Ersten-Hilfe-Breitenausbildung
Grade
Sehr gut
Author
Dr. Manuel Anhold (Author)
Publication Year
2020
Pages
27
Catalog Number
V979494
ISBN (eBook)
9783346330475
ISBN (Book)
9783346330482
Language
German
Tags
Erste Hilfe Motivation Medienkompetenz Fühererschein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Manuel Anhold (Author), 2020, Lernmotivation und Lernerfolg von Pflichtteilnehmer*innen in der Ersten-Hilfe-Breitenausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979494
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