Im Rahmen der Arbeit soll die Wettbewerbssituation im Online-Handel mithilfe ausgesuchter Teilbereiche der Branchenstrukturanalyse am Beispiel des Internet-Versandhändlers „Amazon“ durchgeleuchtet werden. Das Ziel der Branchenstrukturanalyse ist es, die Attraktivität und Zukunftsträchtigkeit von Internethandel auszuforschen und die Position des ausgewählten Online-Händlers zu analysieren. Geographisch wird die Untersuchung auf Deutschland beschränkt. Zusätzlich wird im Laufe dieser Arbeit mit dem B2C Geschäftsmodell – einer Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und einem privaten Endkunden – beschäftigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2. Die Branchenstrukturanalyse nach Porter
2.1 Theoretische Aspekte
2.1.1. Rivalität bestehender Wettbewerber
2.1.2. Gefahr des Eintritts neuer Wettbewerber
2.1.3. Gefahr durch Ersatzprodukte
2.1.4. Verhandlungsmacht der Lieferanten
2.1.5. Verhandlungsmacht der Abnehmer
2.2 Vorgehensweise bei einer Branchenstrukturanalyse
3. Die Handelsbranche
3.1 Attraktivität der Branche
3.2 Fallbeispiel Amazon
3.3 Ergebnisse der Branchenstrukturanalyse von Amazon
3.3.1 Verhandlungsmacht der Lieferanten
3.3.2 Substitution durch Ersatzprodukte oder Leistungen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wettbewerbssituation im deutschen Online-Handel, indem sie ausgewählte Teilbereiche der Branchenstrukturanalyse nach Porter auf den marktführenden E-Commerce-Anbieter Amazon anwendet. Das primäre Ziel ist es, die Attraktivität der Branche zu bewerten und die spezifische Marktposition von Amazon zu analysieren.
- Grundlagen und theoretische Aspekte des Fünf-Kräfte-Modells nach Porter
- Charakterisierung der Handelsbranche und des B2C-E-Commerce
- Analyse der Verhandlungsmacht von Lieferanten gegenüber Amazon
- Untersuchung der Substitutionsgefahr durch Ersatzprodukte und Leistungen
- Strategische Einordnung des Amazon-Ökosystems und der Prime-Mitgliedschaft
Auszug aus dem Buch
3.2 Fallbeispiel Amazon
Amazon gehört zu den Pionieren des Online-Handels. Als Jeff Bezos – der Gründer und CEO von Amazon – den Online-Shop 1995 eröffnet hat, beschränkte sich das Angebot nur auf Bücher. Doch bereits damals hatte Bezos, ein erfahrener Finanzmanager, eine klare Vision: Aus einem Online-Buchhandel sollte „ein Laden für alles“ werden. Heutzutage gehört Amazon zu den umsatzstärksten Online-Plattformen weltweit. Und das ist kein Zufall: Das Potenzial des Internets hatte Jeff Bezos bereits früh erkannt. Die genannte Kategorie – Bücher und Medienprodukte – hat er aus dem Grund gewählt, da diese mehr als andere Waren die Skalen-Effekte über Land- und Sprachengrenzen hinaus ermöglichen. Als weiterer wichtiger Punkt in der Erfolgsgeschichte ist die Standortwahl der Amazon-Warenhäuser. Die wurden in der Nähe von großen Distributoren platziert, die über 400.000 Titel auf dem Lager haben. Das hat ergeben, dass Amazon nur für die gängigsten Waren ein kleines Lager benötigte und dabei die Infrastruktur des großen Distributors für sich nutzen konnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel des Konsumverhaltens durch das Internet und definiert das Ziel der Arbeit, die Wettbewerbssituation von Amazon mittels der Branchenstrukturanalyse zu untersuchen.
2. Die Branchenstrukturanalyse nach Porter: Erläutert das theoretische Five-Forces-Modell und definiert die Vorgehensweise bei der Analyse der externen Umwelt eines Unternehmens.
3. Die Handelsbranche: Charakterisiert den E-Commerce Sektor, beleuchtet dessen Attraktivität und präsentiert Amazon als Fallbeispiel mit einer detaillierten Analyse der Lieferantenmacht und Substitutionsrisiken.
4. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Nutzwertanalysen zusammen und bewertet die Gesamtattraktivität der Branche aus der Perspektive von Amazon als überdurchschnittlich.
Schlüsselwörter
Branchenstrukturanalyse, Porter, Online-Handel, E-Commerce, Amazon, Five-Forces-Modell, Wettbewerbsstrategie, B2C, Marktplatz, Lieferantenmacht, Substitution, Prime, Kundenbindung, Wettbewerbsdynamik, Nutzwertanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der Wettbewerbsanalyse der deutschen Online-Handelsbranche unter besonderer Berücksichtigung des Unternehmens Amazon.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Branchenstrukturanalyse sowie deren praktische Anwendung auf die Handelsbranche und Amazon, insbesondere bezüglich Lieferantenbeziehungen und Substitutionsmöglichkeiten.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Es soll untersucht werden, wie attraktiv die Online-Handelsbranche ist und welche spezifische Marktposition der Online-Händler Amazon in diesem Umfeld einnimmt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Branchenstrukturanalyse (Five-Forces-Modell) nach Michael E. Porter als methodischen Rahmen, ergänzt durch eine Nutzwertanalyse der ausgewählten Kräfte.
Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Verhandlungsmacht der Lieferanten sowie der Substitution durch Ersatzprodukte oder Leistungen im Kontext von Amazon.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Branchenstrukturanalyse, E-Commerce, Amazon, Wettbewerbsstrategie, Lieferantenmacht und Kundenbindung.
Warum ist die Prime-Mitgliedschaft für Amazon strategisch so wichtig?
Das Prime-Modell dient als Ökosystem zur Kundenbindung, senkt die Wechselkosten für den Kunden durch ein Service-Gesamtpaket und erhöht die Kauffrequenz der Nutzer.
Welche Rolle spielen Drittanbieter für die Marktmacht von Amazon?
Obwohl viele Drittanbieter auf Amazon angewiesen sind, zeigt die Analyse, dass deren Verhandlungsmacht im Vergleich zu Amazon schwach ausgeprägt ist, da sie auf die Plattform als zentralen Absatzweg angewiesen sind.
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- Janina Zapara (Author), 2020, Branchenstrukturanalyse des Online-Handels. Das Fallbeispiel Amazon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979715