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Angstzunahme in der Generation Z? Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Entwicklung von Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen

Eine empirische Analyse

Titel: Angstzunahme in der Generation Z? Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Entwicklung von Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen

Bachelorarbeit , 2020 , 62 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nadine Fehr (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt die Fragestellung, welche Auswirkungen die SARS-CoV2-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen im Alter von 11-16 Jahren im Hinblick auf Angstsymptome hatte. Hierfür wurden in einer Kinderarztpraxis Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe zu ihrem aktuellen Angstempfinden im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie befragt. Dafür wurde ein Fragebogen eingesetzt, der Fragen zu Symptomen verschiedener Angststörungen beinhaltete.

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV2, dessen Gefährlichkeit nicht einzuschätzen war, zu verhindern, wurde in Deutschland eine Reihe von Maßnahmen angeordnet. Betriebe, Schulen und Kindergärten wurden zeitweise geschlossen, Spielplätze gesperrt und Kontaktverbote erlassen, sodass das soziale Leben weitestgehend zum Erliegen kam. Es entwickelte sich eine diffuse Bedrohungslage.

Bei Kindern ist in bestimmten Altersgruppen die Angst vor Krankheiten entwicklungsbedingt normgerecht. Durch diese ohnehin schon vorhandene Angst liegt die Vermutung nahe, dass Kinder und Jugendliche von der Ausbreitung des Virus und den angeordneten Maßnahmen in einer vulnerablen Phase im Hinblick auf das Ausbilden einer pathologischen Angststörung getroffen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Verlauf der SARS-CoV2-Pandemie von Januar bis Mai 2020 im Hinblick auf Kinder und Jugendliche von 11-16 Jahren in Baden-Württemberg

2.2 Situation von Kindern und Jugendlichen von 11-16 Jahren in der SARS-CoV2-Pandemie im Juni 2020 am Beispiel Baden Württemberg

2.3 Spezifische kognitive Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen

2.3.1 Einfluss des Entwicklungsstandes auf die Situationsbewertung

2.4 Angst

2.5 Entwicklungsspezifische Ängste

2.6 Angststörungen

2.6.1 Generalisierte Angststörungen

2.6.2 Soziale Angststörung

2.6.3 Trennungsangst

2.6.4 Phobische Störungen

2.6.5 Ätiologie und Pathogenese

2.6.6 Komorbiditäten

2.6.7 Prävention

3. Gegenwärtige Studienlage

4. Wissenschaftliche Hypothesenbildung

5. Methodisches Vorgehen

5.1 Zielgruppe

5.2 Fragebogenkonstruktion

5.3 Fragebogenentwurf

5.3.1 Pretest

6. Ergebnisse der Datenerhebung

6.1 Stichprobenbeschreibung

6.2 Mittelwerte

6.3 Überprüfung der Hypothesen

7. Interpretation der Ergebnisse

7.1 Diskussion

7.2 Reflexion der Forschungsmethodik

8. Zusammenfassung

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis besteht in der empirischen Untersuchung der Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen auf die Entwicklung von Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob und inwieweit das psychische Befinden dieser Altersgruppe durch die spezifische Ausnahmesituation beeinflusst wurde.

  • Theoretische Einordnung von Angst, Entwicklungsängsten und Angststörungen im Kindes- und Jugendalter.
  • Analyse der pandemiebedingten Lebenssituation und Maßnahmen in Baden-Württemberg.
  • Konstruktion und Einsatz eines Fragebogens zur Erfassung von Symptomen in den Bereichen generalisierte Angst, soziale Ängstlichkeit, Trennungsangst und Krankheitsphobie.
  • Statistische Auswertung der Daten hinsichtlich verschiedener soziodemographischer Faktoren.
  • Reflexion der methodischen Vorgehensweise und Diskussion der Ergebnisse im Kontext bestehender Studien.

Auszug aus dem Buch

2.4 Angst

Im Gegensatz zur Furcht, die sich als Basisemotion als eine Reaktion auf einen als Gefahr wahrgenommenen, konkreten Anlass zeigt, ist Angst eine komplexe Mischung aus verschiedenen Emotionen und Kognitionen, die sich sowohl auf aktuelle Umstände, als auch auf zukünftige Ereignisse beziehen können (vgl. Butcher; Mineka; Hooley,, 2009, S. 24). Ist die unspezifische Angst grundsätzlich vorhanden, kommt es demnach schneller zur spezifischen Furcht.

Sowohl Angst als auch Furcht können neben psychischen auch somatische Ursachen haben. So können etwa Störungen im endokrinen System, wie z.B. Schilddrüsen- oder Nebennierenrindenerkrankungen, Angst- und/ oder Furcht auslösen (vgl. Kasten, 2010, S. 17). In einer klinischen Diagnostik wäre demzufolge eine somatische Abklärung von Angstsymptomen durchzuführen. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird aber auf mögliche körperliche Ursachen nicht weiter eingegangen.

Grundsätzlich zu unterscheiden sind Angst als Zustand (state anxiety) und Angst als Eigenschaft (trait anxiety) (vgl. Walitzka; Melissen, 2019, S. 266):

Angst als Zustand wird definiert als eine vorübergehende Emotion als Reaktion auf eine als Gefahr wahrgenommene Situation; durch Anpassungs- und Lernprozesse kann das Maß der individuell tolerierten Angst verändert werden.

Angst als Eigenschaft bezeichnet eine Disposition zur Ängstlichkeit im Sinne einer Persönlichkeitseigenschaft, die dazu führt, dass Umstände ohne objektive Bedrohung subjektiv als Bedrohung wahrgenommen werden.

Ängste bewirken Reaktionen auf vier Ebenen (vgl. Pinquart; Schwarzer; Zimmermann, 201, S. 300); die Ausprägungen der Reaktionen auf der jeweiligen Ebene werden auch zur Abgrenzung zwischen noch entwicklungsbedingten, nicht behandlungsbedürftigen Ängsten und pathologischen Angststörungen herangezogen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darlegung der Relevanz des Themas im Kontext der Corona-Pandemie und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der Auswirkungen auf Angstsymptome bei Kindern und Jugendlichen.

2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung des Verlaufs der Pandemie, relevanter entwicklungspsychologischer Aspekte, Grundlagen der Angst und verschiedener Angststörungen.

3. Gegenwärtige Studienlage: Überblick über existierende Forschungsergebnisse zu den psychischen Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche.

4. Wissenschaftliche Hypothesenbildung: Ableitung spezifischer Forschungshypothesen basierend auf der theoretischen Grundlage und bestehender Studien.

5. Methodisches Vorgehen: Beschreibung der Zielgruppe, der Konstruktion des Fragebogens sowie des Ablaufs der Datenerhebung inklusive Pretest.

6. Ergebnisse der Datenerhebung: Deskriptive Darstellung der Stichprobe, Präsentation der Mittelwerte und statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

7. Interpretation der Ergebnisse: Einordnung und kritische Diskussion der erhobenen Daten sowie Reflexion der Forschungsmethodik.

8. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, Ableitung von Empfehlungen für zukünftige Erhebungen und Fazit.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

SARS-CoV-2, Corona-Pandemie, Kinder und Jugendliche, Angst, Angstsymptome, Angststörung, Generalisierte Angststörung, Soziale Angststörung, Trennungsangst, Krankheitsphobie, Psychische Gesundheit, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Fragebogen, Empirische Analyse, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Bachelor-Thesis untersucht empirisch, wie sich die Maßnahmen zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie auf das psychische Befinden, insbesondere die Entwicklung von Angstsymptomen, bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren ausgewirkt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft theoretische Grundlagen zu Angst, Angststörungen und entwicklungspsychologischen Aspekten mit der konkreten Situation der Pandemie in Baden-Württemberg sowie aktuellen Forschungserkenntnissen zu diesem Thema.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob eine Zunahme von Angstsymptomen in der untersuchten Altersgruppe feststellbar ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative Querschnittstudie mittels eines standardisierten Fragebogens in einer Kinderarztpraxis durchgeführt, wobei die Daten anschließend statistisch ausgewertet wurden.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in den theoretischen Hintergrund, die Darstellung der aktuellen Studienlage, die Hypothesenbildung, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und deren anschließende Diskussion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind SARS-CoV-2, Angst, Angstsymptome, verschiedene Angststörungen (generalisiert, sozial, Trennungsangst, Phobie) sowie der methodische Fokus auf die empirische Fragebogenerhebung.

Warum wurde eine Kinderarztpraxis als Ort der Datenerhebung gewählt?

Die Wahl fiel auf eine Kinderarztpraxis, um eine ausreichende Datenmenge im Rahmen des laufenden Praxisbetriebs (Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen) innerhalb des begrenzten Zeitrahmens einer Bachelor-Thesis zu generieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Ergebnisse?

Die Ergebnisse sind heterogen und deuten nur auf eine geringe Zunahme von Angstsymptomen hin, wobei die statistische Signifikanz bei vielen Hypothesen nicht bestätigt werden konnte; zudem wird auf die Bedeutung individueller Bewältigungsstrategien und die methodischen Limitationen der Studie hingewiesen.

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Angstzunahme in der Generation Z? Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Entwicklung von Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen
Untertitel
Eine empirische Analyse
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Note
1,7
Autor
Nadine Fehr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
62
Katalognummer
V980330
ISBN (eBook)
9783346334534
ISBN (Buch)
9783346334541
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corona Kinder und Jugendliche Angststörungen Pandemie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Fehr (Autor:in), 2020, Angstzunahme in der Generation Z? Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Entwicklung von Angstsymptomen bei Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980330
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Leseprobe aus  62  Seiten
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