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Der soziologische Ansatz. Eine Anwendung auf den Thüringer Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt I

Title: Der soziologische Ansatz. Eine Anwendung auf den Thüringer Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt I

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Ziel dieser Arbeit soll es sein, den makrosoziologischen Ansatz der Wahlforschung nach Lipset und Rokkan anzuwenden. Aufgrund des begrenzten Umfangs wird dabei lediglich die Entwicklung eines bestimmten Wahlkreises in den Jahren 1998 bis 2019 betrachtet. Auf dieser Grundlage lautet die Forschungsfrage dieser Arbeit wie folgt: Inwiefern lässt sich der soziologische Ansatz der Wahlforschung nach Lipset und Rokkan auf die Wahlergebnisse der Thüringer Landtagswahlen 2019 des Wahlkreises 028 Saalfeld-Rudolstadt I anwenden?

Für die Beantwortung der Fragestellung werden zunächst die Grundzüge des makrosoziologischen Ansatzes nach Lipset und Rokkan erläutert. Auf Grundlage der Theorie werden dann drei Hypothesen aufgestellt und im Anschluss daran soziodemografische Merkmale im Wahlkreis 028 untersucht. Im nächsten Abschnitt werden die anfangs aufgestellten Hypothesen geprüft. Abschließend sollen im Fazit die Forschungsfrage beantwortet und die Grenzen des Ansatzes aufgezeigt werden.

Im Gegensatz zu Judith Butlers Charakterisierung des "Wirs" als exklusiv bei gleichzeitigem Inklusivitätsanspruch, schließt der Ausruf vieler AfDSympathisant* innen "Wir sind das Volk" gewollt Menschengruppen, die per definitionem zum "Volk" gehören, aus. Die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Thüringen zeigen zudem: Nicht nur die AfD verzeichnete einen höheren Stimmenanteil, sondern auch DIE LINKE. Liegen den Ergebnissen Ost-West-Unterschieden zugrunde? Oder sozialer Deprivation? Welche Einflussfaktoren gibt es auf die Wahlentscheidung von Menschen? Bisher stehen die Sozialwissenschaften noch am Anfang der Findung passender Erklärungsansätze für den rapiden Aufstieg der ethnozentrischen Partei "Alternative für Deutschland". Nichtsdestotrotz gibt es eine Bandbreite an Ansätzen, die einer Erklärung zuträglich sein könnten.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der makrosoziologische Ansatz nach Lipset und Rokkan

III. Hypothesen

IV. Der Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt

V. Hypothesenprüfung

VI. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des makrosoziologischen Ansatzes der Wahlforschung nach Lipset und Rokkan auf die Wahlergebnisse der Thüringer Landtagswahl 2019 im Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt, um Einflussfaktoren auf das Wahlverhalten zu identifizieren.

  • Anwendung des makrosoziologischen Ansatzes (Cleavage-Theorie)
  • Analyse des Wahlkreises 028 Saalfeld-Rudolstadt
  • Überprüfung von drei spezifischen Hypothesen zur Wahlentscheidung
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen sozioökonomischem Status und Stimmabgabe
  • Diskussion der Grenzen des makrosoziologischen Ansatzes in der modernen Wahlforschung

Auszug aus dem Buch

II. Der makrosoziologische Ansatz nach Lipset und Rokkan

Der 1967 von den Politikwissenschaftlern Seymour Martin Lipset und Stein Rokkan entwickelte makrosoziologische Ansatz ist eine Theorie der Wahlforschung, die den Zusammenhang zwischen Sozialstruktur und Parteiensystem hervorhebt und das Stimmverhalten anhand von „gesellschaftlicher Konfliktstrukturen“ erklärt (vgl. Schoen 2014: 171). Zentral für den Ansatz ist die Annahme von ebendiesen existierenden Spaltungslinien, die sogenannten „Cleavages“, die sich im Laufe der Geschichte in westeuropäischen Gesellschaften herausbildeten (vgl. ebd.: 181). Cleavages sind als „politisierte soziale Spaltungslinien“ zu verstehen, die diese verschiedenen „objektiv identifizierbare[n]“ gesellschaftlichen Gruppen sozialstrukturell und kulturell voneinander trennen.

Dabei gibt es die folgenden vier Hauptkonflikte, die sich aus einer historischen Analyse ergeben: Die erste ist die zwischen Zentrum, in dem sich „nationalstaatliche Eliten“ befinden, und der Peripherie, die von „[...] ethnische[n], sprachliche[n] oder religiöse[n] Minderheiten [...]“ bewohnt wird. Die zweite Konfliktlinie besteht zwischen Kirche und Staat, die jeweils um Einflussbereiche und Werte kämpfen. Die Spaltung zwischen Stadt und Land stellt die dritte Konfliktlinie dar: die in der Stadt lebende Bevölkerung hat andere Interessen, als oftmals in der Landwirtschaft arbeitende Bevölkerung außerhalb der Städte, so die Annahme. Die vierte Konfliktlinie besteht im Ansatz zwischen den Merkmalen Kapital und Arbeit, die ungleich auf Bevölkerungsgruppen verteilt sind (vgl. ebd.: 181). Mit zunehmender Demokratisierung im 19. Jahrhundert bildeten sich entlang dieser Konfliktlinien Parteien heraus, die die Interessen verschiedener Gruppen vertraten (vgl. ebd.: 182).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik des Erstarkens der AfD dar und definiert die Forschungsfrage, inwiefern der makrosoziologische Ansatz von Lipset und Rokkan das Wahlverhalten im Wahlkreis Saalfeld-Rudolstadt 2019 erklären kann.

II. Der makrosoziologische Ansatz nach Lipset und Rokkan: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Cleavage-Theorie und die vier klassischen Hauptkonflikte, die das Parteiensystem in westlichen Demokratien historisch geprägt haben.

III. Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden drei spezifische Hypothesen für den Wahlkreis Saalfeld-Rudolstadt aufgestellt, die sich auf Parteiloyalität, die Stadt-Land-Spaltung und den sozioökonomischen Status beziehen.

IV. Der Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt: Hier werden die demografischen, sozialen und ökonomischen Rahmendaten des Wahlkreises sowie die Entwicklung der Wahlergebnisse der letzten Jahre präsentiert.

V. Hypothesenprüfung: In diesem Kapitel werden die aufgestellten Hypothesen anhand der Daten aus dem Wahlkreis und ergänzender Literatur kritisch geprüft und diskutiert.

VI. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, zeigt die Grenzen des makrosoziologischen Ansatzes auf und gibt einen Ausblick auf notwendige Ergänzungen durch mikrosoziologische Analysen.

Schlüsselwörter

Wahlforschung, Lipset und Rokkan, Cleavage-Theorie, Saalfeld-Rudolstadt, Landtagswahl 2019, Parteiloyalität, Stadt-Land-Konflikt, Sozioökonomischer Status, Sozialstruktur, Wahlergebnisse, Politische Soziologie, Parteiensystem, Demografischer Wandel, AfD, Wahlanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Wahlverhalten bei der Landtagswahl 2019 in Thüringen, fokussiert auf den Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt, unter Anwendung politikwissenschaftlicher Theorien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Anwendbarkeit der Cleavage-Theorie, der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Wahlverhalten und die Entwicklung politischer Parteien in Ostdeutschland.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwieweit der klassische makrosoziologische Ansatz der Wahlforschung nach Lipset und Rokkan zur Erklärung der Wahlergebnisse des Wahlkreises Saalfeld-Rudolstadt bei der Landtagswahl 2019 beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise: Auf Basis der Theorie werden Hypothesen gebildet, die anschließend anhand von empirischen demografischen Daten und Wahlergebnissen des Wahlkreises überprüft werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Cleavage-Theorie, die detaillierte Beschreibung des Wahlkreises, die Aufstellung der Hypothesen und deren empirische Prüfung anhand statistischer Daten und Kontextinformationen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Cleavage-Theorie, Wahlkreis-Analyse, Parteienwettbewerb, soziale Spaltungslinien und soziologische Wahlforschung.

Warum konnte die dritte Hypothese zum sozioökonomischen Status nicht bestätigt werden?

Die Daten zeigten, dass ein hoher AfD-Stimmenanteil nicht zwingend mit einem niedrigen sozioökonomischen Status der Wähler korreliert, was der Hypothese widerspricht.

Welche Rolle spielt die Parteiloyalität bei der Erklärung der Wahlergebnisse?

Parteiloyalität dient als Erklärungsansatz für die relative Stabilität der Wahlergebnisse der Partei DIE LINKE, trotz Veränderungen in der Zusammensetzung der Wählerschaft durch Zu- und Fortzüge.

Warum empfiehlt der Autor eine Kombination mit mikrosoziologischen Ansätzen?

Da der makrosoziologische Ansatz an seine Grenzen stößt, schlägt der Autor vor, mikrosoziologische Analysen zur politischen Sozialisation und individuellen Netzwerkbildung hinzuzuziehen, um moderne politische Phänomene besser zu verstehen.

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Details

Title
Der soziologische Ansatz. Eine Anwendung auf den Thüringer Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt I
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V980751
ISBN (eBook)
9783346334961
ISBN (Book)
9783346334978
Language
German
Tags
ansatz eine anwendung thüringer wahlkreis saalfeld-rudolstadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Der soziologische Ansatz. Eine Anwendung auf den Thüringer Wahlkreis 028 Saalfeld-Rudolstadt I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980751
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