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"Das Heldenmädchen der Drei Zinnen" oder ein gefundenes Propagandamittel?

Darstellung der österreichischen Frontsoldatin Viktoria Savs in den Jahren 1917-1940 in deutschen Zeitungsartikeln

Titel: "Das Heldenmädchen der Drei Zinnen" oder ein gefundenes Propagandamittel?

Seminararbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nina Jantscher (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Proseminararbeit handelt von der Person Viktoria Savs, einer junge Frau, die als verkleideter Mann an der Front im 1. Weltkrieg kämpft. Frauen an der Front findet man in der Geschichte zwar, aber dennoch sind sie eine Seltenheit. Um die Thematik genauer zu analysieren wird der generelle Frauenaspekt im 1. Weltkrieg und ihre Dienste an der Front behandelt. Der Zweite Abschnitt behandelt das Leben von Viktoria Savs. Die Fragestellung, auf welcher diese Proseminararbeit zugrunde liegt, ist die, ob das Mädchen Savs als Kriegspropagandamittel genutzt wurde. Im Folgenden werden die Art und Weise dieser womöglichen Nutzung näher dargestellt. Der dritte Abschnitt handelt rein von der gesellschaftlichen Wahrnehmung bezüglich Savs im Einbezug der Zeitungen, die über sie geschrieben haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

Quellen und Quellenkritik

Frauen im 1. Weltkrieg

Frauen und der Dienst an der Front

Person Savs und der Kriegseintritt

Analyse der Zeitungsartikel

Propaganda

Zeitungsausschnitt: Meraner Zeitung, 27. Jänner 1917

Zeitungsausschnitt: Salzburger Volksblatt, 14. Februar 1917

Titelbild: Berliner Illustrirten Zeitung, 15. April 1917

Zeitungsausschnitt: Das interessante Blatt, 30. August 1917

Zeitungsausschnitt: Neuigkeits-Welt-Blatt, 1.November 1917

Zeitungsausschnitt: Wiener Zeitung, 17. April 1918

Zeitungsausschnitt: Der Landbote, 7. Dezember 1940

Analyse der Artikel im Gesamten

Résumé

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Darstellung der österreichischen Frontsoldatin Viktoria Savs während und nach dem Ersten Weltkrieg, um zu klären, ob ihre Inszenierung als „Heldenmädchen“ gezielt als Propagandamittel eingesetzt wurde.

  • Lebensweg und militärischer Einsatz von Viktoria Savs
  • Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg und an der Front
  • Kriegspropaganda und deren Konstruktion von Identität
  • Diskursive Analyse zeitgenössischer Presseberichterstattung
  • Viktoria Savs im Kontext nationalsozialistischer Ideologie

Auszug aus dem Buch

Person Savs und der Kriegseintritt

Viktoria Savs wurde am 27. Juni 1899 in Bad Reichenhall geboren. Sie hatte schon als kleines Mädchen nicht die stereotypischen Merkmale einer Tochter. Heute könnte man sie als „Tomboy“ beschreiben. Der Name kommt aus dem Englischen und wurde erstmals von William Shakespeare verwendet. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei diesem Begriff um eine junge Frau oder ein Mädchen mit Merkmalen eines Jungen. Sprich ein männliches Verhalten, welches die Präferenzen auf dieses auslegt und so auch das Aussehen dementsprechend gestaltet. Anders als Großteil, legt Viktoria ihr „Tomboy-Verhalten“ nach der Pubertät nicht ab. So existiert ein Bild von ihr mit männlicher Kopfbedeckung, Hose und nicht sauberen Schuhen.

Kurz gesagt fühlte sich Viktoria mehr wie ein Mann als eine Frau. Auch der heute gesellschaftlich akzeptierte Begriff von Transgender-Person, also einem Menschen, der im falschen Körper geboren wurde, trifft auf Viktoria zu. Sie Fräulein oder Viktoria zu nennen wollte sie nicht, vielmehr soll sie mit dem Namen „Vikerl“ angesprochen werden.

Ob die Jungenhaftigkeit alleine von ihr aus, oder ihren Vater, der sich sehnlichst einen Sohn wünschte, kam, ist fraglich. Einerseits kann man davon ausgehen, dass ihr Vater die Tatsache aus Viktoria einen Viktor zu machen, verstärke. Andererseits war ihr Vater dagegen, dass sie als Mann an der Front kämpfte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Person Viktoria Savs und beschreibt die methodische Vorgehensweise sowie die Herausforderungen bei der Quellenrecherche unter Pandemiebedingungen.

Frauen im 1. Weltkrieg: Dieses Kapitel thematisiert den gesellschaftlichen Wandel der Frauenrollen während des Krieges und den Einsatz von Frauen in kriegswichtigen Industriebereichen sowie an der Front.

Person Savs und der Kriegseintritt: Hier werden die biografischen Hintergründe von Viktoria Savs sowie ihre Motivation und der Weg zur Front im Jahr 1915 detailliert dargestellt.

Analyse der Zeitungsartikel: In diesem Hauptteil wird eine chronologische Untersuchung verschiedener Presseberichte zwischen 1917 und 1940 vorgenommen, um die medialen Erzählstrukturen aufzudecken.

Analyse der Artikel im Gesamten: Die Analyse führt die Ergebnisse der einzelnen Zeitungsberichte zusammen und interpretiert die Rolle von Viktoria Savs als mediale Projektionsfläche und Identifikationsfigur.

Résumé: Das Resümee reflektiert die Ambivalenz zwischen dem Individuum Viktoria Savs und ihrer Instrumentalisierung durch die Kriegspropaganda und später das NS-Regime.

Bibliographie: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf.

Schlüsselwörter

Viktoria Savs, Erster Weltkrieg, Kriegspropaganda, Frauen an der Front, Zeitungsanalyse, Identitätskonstruktion, Soldatenrolle, Heldentum, Geschlechterrollen, Nationalsozialismus, Mediale Darstellung, Transgender-Aspekte, Propaganda-Mittel, Frontsoldatin, Historische Quellenkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Lebensgeschichte der österreichischen Frontsoldatin Viktoria Savs und deren medialer Aufarbeitung in Zeitungsartikeln über mehrere Jahrzehnte hinweg.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg, der Funktion von Kriegspropaganda und der medialen Konstruktion weiblicher Identitäten im militärischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu ergründen, ob Viktoria Savs als Person authentisch wahrgenommen wurde oder ob sie gezielt als Propagandamittel zur Mobilisierung der Gesellschaft genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse von digitalisierten zeitgenössischen Zeitungsartikeln angewandt, ergänzt durch eine historische Einordnung ihrer Biografie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Zeitungsberichte zwischen 1917 und 1940, die den Wandel von der "heldenhaften Frontsoldatin" bis hin zur späteren Vereinnahmung im NS-Kontext nachzeichnen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Kriegspropaganda, Viktoria Savs, Frauenrollen im 1. Weltkrieg, Frontsoldatin, mediale Inszenierung und Geschlechterkonstruktion sind die zentralen Begriffe.

Wie war die Haltung der Zeitungen gegenüber Viktoria Savs während des Krieges?

Sie wurde primär als "Heldenmädchen" idealisiert, wobei ihr transsexuelles Selbstverständnis oder ihr "Vikerl"-Sein in den offiziellen Berichten zugunsten des Helden-Mythos weitgehend ausgeblendet wurde.

Welchen Einfluss hatte der Zweite Weltkrieg auf die Rezeption von Viktoria Savs?

Das Kapitel über den Zeitungsartikel von 1940 zeigt, dass Savs auch im NS-Regime instrumentalisiert wurde, um ein spezifisches Bild weiblicher Kriegsbeteiligung und Treue zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Das Heldenmädchen der Drei Zinnen" oder ein gefundenes Propagandamittel?
Untertitel
Darstellung der österreichischen Frontsoldatin Viktoria Savs in den Jahren 1917-1940 in deutschen Zeitungsartikeln
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Geschichte)
Note
2
Autor
Nina Jantscher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V980912
ISBN (eBook)
9783346333896
ISBN (Buch)
9783346333902
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heldenmädchen drei zinnen propagandamittel darstellung frontsoldatin viktoria savs jahren zeitungsartikeln
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Jantscher (Autor:in), 2020, "Das Heldenmädchen der Drei Zinnen" oder ein gefundenes Propagandamittel?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980912
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Leseprobe aus  22  Seiten
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