Diese kurze Arbeit befasst sich mit der Forschungsfrage: "Welche nationalen Aspekte von Österreich vermitteln ein Gefühl der Kontinuität?" Dabei spielen die essentielle Kontinuität, welche Aspekte in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bestand haben, und die soziale Identität, Österreicher als homogene Gruppe, eine wichtige Rolle.
Die Identität einer jeden Person ist die Idee, die diese Person von sich selbst hat. Identität im psychologischen Sinne beantwortet die Frage nach den Bedingungen, die eine lebensgeschichtliche und situationsübergreifende Gleichheit in der Wahrnehmung der eigenen Person möglich machen - innere Einheitlichkeit trotz äußerer Wandlungen.
Ein Leben lang konstruiert und restrukturiert sie ihre Gedanken, ihre Emotionen, ihre Verhaltensweisen, ihre Kommunikation. Dies macht deutlich, dass die Identität keine objektive Wahrheit über eine Person sein kann, sondern vielmehr die subjektive Wahrnehmung der Person von sich selbst ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung:
2. Methode:
3. Ergebnis:
4. Diskussion:
5. Literatur:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der sozialpsychologischen Identitätstheorie, welche spezifischen nationalen Aspekte Österreichs bei den Befragten ein Gefühl von Kontinuität über die Zeit hinweg vermitteln.
- Sozialpsychologische Identitätsmotive und das Kontinuität-Motiv
- Soziale Identität und Identifikation mit der Gruppe der Österreicher
- Empirische Erhebung zu persönlichen Wunschvorstellungen für die Zukunft Österreichs
- Identifikation relevanter Kategorien für nationale Kontinuität (Natur, Politik, Werte etc.)
- Bedeutung der Natur als zentraler Identitätsanker im Salzburger Raum
Auszug aus dem Buch
Einleitung:
Die Identität einer jeden Person ist die Idee, die diese Person von sich selbst hat. Identität im psychologischen Sinne beantwortet die Frage nach den Bedingungen, die eine lebensgeschichtliche und situationsübergreifende Gleichheit in der Wahrnehmung der eigenen Person möglich machen - innere Einheitlichkeit trotz äußerer Wandlungen (Keupp, 2000). Ein Leben lang konstruiert und restrukturiert sie ihre Gedanken, ihre Emotionen, ihre Verhaltensweisen, ihre Kommunikation. Dies macht deutlich, dass die Identität keine objektive Wahrheit über eine Person sein kann, sondern vielmehr die subjektive Wahrnehmung der Person von sich selbst ist (Vignoles, 2011).
Die persönliche und soziale Identität der Person wird immer wieder, laut Vignoles et al. (2011), neu anhand von bestimmten Motiven entwickelt. Das erste Motiv ist das Selbstwert-Motiv (Cast & Burke 2002), das zweite das Sinn-Motiv, das dritte das Kontroll-Motiv, das vierte das Zugehörigkeit-Motiv, das fünfte das Kontinuität-Motiv und das sechste das Distinktheit-Motiv. Für diese Arbeit werde lediglich auf das Kontinuität-Motiv eingehen. Das Kontinuität-Motiv beschreibt das Bedürfnis nach Zusammenhang und Kongruenz zwischen dem Selbst der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die psychologische Identitätstheorie ein, fokussiert auf das Kontinuität-Motiv nach Vignoles und definiert die Forschungsfrage bezüglich nationaler Aspekte Österreichs.
Methode: Die Autoren beschreiben das qualitative Studiendesign, bei dem 13 Personen mittels einer Zeitmaschinen-Analogie nach ihren Wünschen für die Zukunft Österreichs befragt und die Antworten in sieben Kategorien codiert wurden.
Ergebnis: Das Kapitel präsentiert die quantitativen Auswertungen der Befragung, wobei die Natur als mit Abstand meistgenannter Aspekt der nationalen Kontinuität hervorgeht.
Diskussion: Hier werden die Ergebnisse interpretiert und die hohe Bedeutung der Natur für die soziale Identität der Österreicher sowie deren ökonomische und psychologische Relevanz diskutiert.
Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und theoretischen Grundlagen auf.
Schlüsselwörter
Identität, Kontinuität-Motiv, soziale Identität, nationale Aspekte, Österreich, Natur, Sozialpsychologie, Identitätskrise, Distinktheit, Gruppenzugehörigkeit, Werte, Kultur, empirische Untersuchung, Selbstbild, Heimat.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit?
Die Arbeit untersucht sozialpsychologische Motive, die Menschen helfen, ein Gefühl von Kontinuität zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufrechtzuerhalten, angewandt auf den nationalen Kontext Österreichs.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder sind die Identitätstheorie nach Vignoles, das Konzept der sozialen Identität sowie die empirische Erhebung nationaler Identitätsanker.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu identifizieren, welche Aspekte Österreichs – wie beispielsweise Natur, Politik oder Kulinarik – von den Befragten als essenziell angesehen werden, um eine zeitliche Kontinuität der nationalen Identität zu wahren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es wurde eine qualitative Umfrage mit 13 Probanden durchgeführt, bei der diese mittels einer Zeitmaschinen-Fragestellung zur Zukunft Österreichs befragt und die Antworten anschließend in Kategorien codiert wurden.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Vorgehensweise der Kategorienbildung und der anschließenden Präsentation der empirischen Ergebnisse sowie deren theoretischer Einordnung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Identität, Kontinuität-Motiv, soziale Identität und nationale Aspekte.
Warum wird die Natur als der wichtigste Aspekt der Kontinuität identifiziert?
Die Diskussion legt nahe, dass die intakte Natur für Österreicher einen unverzichtbaren Teil ihrer sozialen Identität darstellt, dessen Verlust eine Identitätskrise auslösen könnte.
Welche Rolle spielt die Region Salzburg in der Studie?
Die geografische Nähe zu den Alpen und die Bedeutung des Tourismus im Salzburger Land beeinflussen die Wahrnehmung der Befragten und verstärken die Bedeutung der Natur als Identitätsanker.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2018, Nationale Aspekte, die ein Gefühl von Kontinuität vermitteln. Wir, ich und die Anderen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980995