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Erzähltes Erzählen in der Kaiserchronik. Binnenerzählungen in der Kaiserchronik und die besondere Relevanz der Hirschfabel

Title: Erzähltes Erzählen in der Kaiserchronik. Binnenerzählungen in der Kaiserchronik und die besondere Relevanz der Hirschfabel

Scientific Essay , 2020 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alicia Kirchgäßner (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Die Kaiserchronik stellt eines der relevantesten frühmediävistischen Werke dar. Durch ihre literarische Komplexität und rhetorischen Besonderheiten sowie durch ihre historisch ausführliche Beschreibung bildet sie einen wichtigen Ausgangspunkt für die spätere Literatur. Eine der auffallendsten Besonderheiten innerhalb des Werkes stellt das erzählte Erzählen dar. Innerhalb der Grundhandlung fügen sich immer wieder, auf verschiedenen Ebenen, weitere Erzählungen ein. Während dieser Sachpunkt bereits literarisch als sehr wichtig gilt, gibt es eine Unterhandlung, die besonders interessant und dadurch auch literaturwissenschaftlich extrem relevant ist. Die Grundlagen des Werks, das Prinzip des erzählten Erzählens sowie eine genaue Aufschlüsselung der relevanten Textstelle sind Basis und Ziel dieser Arbeit. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den verschiedenen Erzählfunktionen, Interpretationen und Topoi sowie einem Vergleich mit anderen typischeren Untererzählungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen

1.1 Einleitung

1.2 Binnenerzählung

1.3 Die Fabel

1.4 Die Kaiserchronik

1.5 Severus und Adelger

2 Binnenerzählungen in der Kaiserchronik

2.1 Verschiedene Arten der Binnenerzählung in der Kaiserchronik

2.2 Fabel in Severus und Adelger

2.3 Vergleich mit anderen Binnenerzählungen in der Kaiserchronik

3 Fazit

3.1 Auswirkungen auf die Literatur der Neuzeit

3.2 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Prinzip des „erzählten Erzählens“ in der frühmittelhochdeutschen Kaiserchronik, mit einem besonderen Fokus auf die Funktion und Symbolik der Hirschfabel im Kapitel über Severus und Adelger.

  • Strukturelle Analyse der Binnenerzählungen auf verschiedenen narrativen Ebenen.
  • Untersuchung der Fabel als literarische Gattung im mittelalterlichen Kontext.
  • Interpretation der Hirschfabel unter Berücksichtigung ihrer korrelativen Funktion.
  • Symbolische Deutung der Charaktere und Schauplätze (Hirsch, Gärtner, Garten) im Kontext der Machtverhältnisse.
  • Vergleich der Hirschfabel mit anderen Binnenerzählungen und Einordnung in die genera narrationis.

Auszug aus dem Buch

2.2 Fabel in Severus und Adelger

Wie bereits erwähnt bildet die Binnenerzählung im Kapitel Severus und Adelger den literarisch wohl interessantesten Aspekt des Kapitels. Als ersten wichtigen Punkt muss man hierbei die Platzierung der Fabel betrachten. Nachdem Adelger den König erneut erzürnt hatte, wurde er von diesem zu Hofe gerufen. Aus Angst welches Schicksal ihn erwarten würde, lies er einen Boten nach Rom reisen, um mit seinem ehemaligen Ratgeber zu sprechen, in der Hoffnung zu erfahren welche Absichten der König habe. Adelgers ehemaliger Ratgeber, der allerdings nichtmehr unter Adelgers Einfluss steht, muss dem König treu bleiben. Ihm bleibt als einzige Möglichkeit die Botschaft in seinen Worten zu verstecken und so erzählt er die Fabel König Severus. Ebendiese Fabel lässt er, von dem unwissenden Boten, an Adelger weitergeben. Die Fabel dient – im. Vergleich zu den anderen Binnenerzählungen, nicht dazu dem Zuhörer des Textes Informationen zu vermitteln. Stattdessen sind die Informationen der Fabel wichtig für die Charaktere innerhalb des Kapitels. Durch ihre korrelative Funktion im Kontrast zu dutzenden kausalen Funktionen, ist ein genauer Einblick in die Erzählung besonders aufschlüssig

Besagte Fabel handelt von einem Hirsch, der wiederholt in den Garten eines Mannes eindringt und dessen Gemüse frisst, bis der Garten vollkommen verwüstet war. Der Mann, dessen ganzer Stolz in diesem Garten lag, beschloss etwas gegen den Hirsch zu unternehmen. Als der Hirsch eines Tages den Garten verlassen wollte, hieb der Mann ihm ein Ohr ab. Der Hirsch konnte zwar fliehen, musste aber außer seinem Ohr, noch seinen halben Schwanz gegen den Mann einbüßen. Doch als die Wunden des Hirsches verheilt waren, kehrte dieser zurück in den Garten und wurde schnell entdeckt. Der Mann umzäunte den Garten mit Fallnetzen und als der Hirsch den Garten verlassen wollte, verfing er sich in diesen. Der Mann erstach ihn daraufhin mit seinem Speer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlagen: Einführung in die Relevanz der Kaiserchronik, Definition der Binnenerzählung und der Fabel sowie historische Einordnung der Charaktere Severus und Adelger.

2 Binnenerzählungen in der Kaiserchronik: Analyse der verschiedenen narrativen Ebenen in der Kaiserchronik mit Fokus auf die Hirschfabel und deren Vergleich mit anderen Erzählformen.

3 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der literarischen Bedeutung der Kaiserchronik und ihres Einflusses auf die spätere Literaturgeschichte.

Schlüsselwörter

Kaiserchronik, Binnenerzählung, Hirschfabel, Severus und Adelger, frühmittelhochdeutsche Literatur, translatio imperii, Fabel, Narratologie, Literaturwissenschaft, Mittelalter, Symbolik, genera narrationis, Exempel, historische Chronik, mittelalterliche Erzähltechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das erzähltechnische Konzept der Binnenerzählung innerhalb der frühmittelhochdeutschen Kaiserchronik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die narrativen Strukturen, die Gattungsgeschichte der Fabel sowie die spezifische Funktion der Hirschfabel im Kontext des Kapitels „Severus und Adelger“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Aufschlüsselung der Erzählfunktionen und die Interpretation der Hirschfabel als komplexe Binnenerzählung, die über eine bloße Informationsebene hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt literaturwissenschaftliche Methoden, insbesondere die Narratologie, sowie einen Vergleich der im Text vorkommenden Erzählweisen basierend auf den genera narrationis (historia, argumentum, fabula).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ebenen des Erzählens in der Kaiserchronik, die Platzierung der Hirschfabel und deren symbolische Bedeutung für die Protagonisten Severus und Adelger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Kaiserchronik“, „Binnenerzählung“, „Hirschfabel“, „Narratologie“ und „translatio imperii“ charakterisieren.

Warum wird die Hirschfabel als besonders relevant für das Werk eingestuft?

Sie gilt als die erste deutschsprachige Fabel und zeichnet sich durch eine komplexe Verknüpfung von historia, argumentum und fabula aus, die sie von anderen Binnenerzählungen abhebt.

Inwiefern beeinflusste die Kaiserchronik die spätere Literatur?

Die Arbeit argumentiert, dass die Kaiserchronik mit ihren innovativen Erzählformen einen Grundstein für spätere Werke und die Entwicklung der deutschen Literatur legte.

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Details

Title
Erzähltes Erzählen in der Kaiserchronik. Binnenerzählungen in der Kaiserchronik und die besondere Relevanz der Hirschfabel
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Grade
1,7
Author
Alicia Kirchgäßner (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V981186
ISBN (eBook)
9783346356659
ISBN (Book)
9783346356666
Language
German
Tags
Kaiserchronik Fabel Severus und Adelger Adelger Severus Hirschfabel Mediävistik Geschichte ältere deutsche Literatur Kaiser Chronik Binnenerzählung Chronisktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alicia Kirchgäßner (Author), 2020, Erzähltes Erzählen in der Kaiserchronik. Binnenerzählungen in der Kaiserchronik und die besondere Relevanz der Hirschfabel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/981186
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