Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Relations et Famille

Sozialisierung von Mädchen in der Gesellschaft der Minangkabau in Indonesien

Titre: Sozialisierung von Mädchen in der Gesellschaft der Minangkabau in Indonesien

Dossier / Travail , 2017 , 10 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Harieth Mielke (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der primären Sozialisation durch Eltern und Familie, und der sekundären Sozialisation durch die Schule bei den jungen weiblichen Mitgliedern (0-12 Jahre) der matrilinearen Gesellschaft der Minangkabau. Es soll die Frage beantwortet werden, welche Erziehungs- und Bildungsprozesse sich auf die Identität dieser jungen weiblichen Mitglieder auswirken. Im ersten Teil der Hausarbeit wird die Gesellschaft der Minangkabau vorgestellt und deren kulturspezifische Erziehungsmuster erläutert, und im zweiten Teil wird die Erziehung und Bildung in der Schule aufgeführt.

Als Sozialisation bezeichnet man den lebenslangen Erwerb von Werten, Normen, Verhaltensmustern und Einstellungen, der die Übernahme einer sozialen Rolle ermöglicht. Die Sozialisation hilft dem Individuum, sich in seiner Umgebung zurechtzufinden und seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Sozialisation findet in verschiedenen Phasen der Entwicklung sowie in unterschiedlichen Umgebungen statt. Aus diesem Grund wird die Sozialisation in die primäre Sozialisation, die sekundäre und die tertiäre Sozialisation unterschieden. Die primäre Sozialisation findet statt durch Eltern und Familie als Instanz, die sekundäre Sozialisation findet statt durch Kindergarten, Schule und Peergroup. Die tertiäre Sozialisation geschieht durch Erwachsene in Beruf, Hochschule, Militär und Unternehmen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kulturspezifische Erziehungsmuster

2.1. Das Prinzip des Ängstigens

2.2. Das Prinzip des Beschämens

2.3. Geschlechtsspezifische Elemente der Erziehung

3. Erziehung in der Schule

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die primären und sekundären Sozialisationsprozesse junger weiblicher Mitglieder (0-12 Jahre) in der matrilinearen Gesellschaft der Minangkabau in Indonesien. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich spezifische Erziehungs- und Bildungsprozesse auf die Identitätsbildung dieser Mädchen auswirken, insbesondere im Spannungsfeld zwischen traditionellen matrilinearen Strukturen und einer zunehmenden Islamisierung.

  • Traditionelle Erziehungsmuster wie das Prinzip des Ängstigens und Beschämens
  • Geschlechtsspezifische Sozialisation und Rollenbilder
  • Einfluss islamischer Werte auf Erziehung und Bildung
  • Strukturen des indonesischen Bildungswesens und islamischer Mädchenschulen
  • Identitätsentwicklung junger Mädchen in der matrilinearen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.1. Das Prinzip des Ängstigens

Ein kulturspezifisches Erziehungsmuster bei den Minangkabau ist das Prinzip des „Ängstigens“. Dieser Erziehungsmechanismus mit Angst zu disziplinieren wird vor allem bei Kindern zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr angewendet. Die Eltern sind der Meinung, die Kinder müssen „geängstigt“ werden, da sie dann sofort hören. Dem Wunsch der Kinder, im Dunkeln noch auf der Straße zu spielen, wird folgendermaßen begegnet: „Wenn Du im Dunkeln rausgehst, kommen Tiger und fressen Dich oder böse Geister kommen und nehmen Dich mit“.

Auch andere Beispiele zeigen, wie bei Ungehorsam diszipliniert wird: „Draußen sind verrückte Menschen! Geh nicht zu weit vom Haus weg, sonst beißen Dich die Hunde. Draußen sind Leute mit abgeschnittenem Kopf. Wenn Du jetzt nicht hörst, wirst Du auch so. Wenn Du nicht artig bist, bringe ich Dich zur Polizei. Wenn Du zu weit weggehst, schlagen Dich die Leute. Wenn Du böse bist, wirst Du später immer arm bleiben. Wenn Du weinst, hören Dich die Diebe, die draußen sind und holen Dich. Also sei besser ruhig!“

Das führt dazu, dass Kinder erste Unterscheidungen in Bezug auf Personen vornehmen, in ‘ernährende Mutter und nichternährende Andere‘ und in ‘Familienangehörige und Fremde‘. Durch diesen Erziehungsmechanismus erfahren Kinder Schutz, Liebe und Wärme im engsten Familienverband. Die Familie wird den Kindern als ein Schutzraum dargestellt, in dem sie Vertrauen und Geborgenheit erleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert Sozialisation in ihren verschiedenen Phasen und legt das Ziel der Hausarbeit fest, die primäre und sekundäre Sozialisation junger Mädchen bei den Minangkabau zu analysieren.

2. Kulturspezifische Erziehungsmuster: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der Minangkabau-Gesellschaft und stellt Methoden zur Disziplinierung durch Angst, Scham sowie die frühe Vermittlung geschlechtsspezifischer Rollen vor.

3. Erziehung in der Schule: Dieses Kapitel beschreibt das nationale Bildungssystem in Indonesien und beleuchtet die Vorbereitung von Mädchen auf ihre zukünftigen Rollen als Ehefrau und Mutter durch staatliche sowie islamisch geprägte Bildungseinrichtungen.

4. Zusammenfassung: Dieses Fazit resümiert das Paradox einer islamisch geprägten Gesellschaft mit matrilinearen Wurzeln und stellt fest, dass traditionelle Erziehungsmuster zunehmend durch islamische Bildungsprozesse in den Hintergrund gedrängt werden.

Schlüsselwörter

Minangkabau, Sozialisation, Mädchen, Matrilinearität, Erziehungsmuster, Islamisierung, Identitätsbildung, Familienkonzept, Beschämen, Ängstigen, Geschlechterrollen, Bildungssystem, Grundschule, Indoniesien, West Sumatra

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Sozialisationsbedingungen für junge Mädchen in der matrilinearen Gesellschaft der Minangkabau in Indonesien und untersucht, wie Erziehung in Familie und Schule deren Identität formt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die traditionelle Erziehung in der Familie, spezifische kulturelle Erziehungsmechanismen sowie die Rolle des staatlichen und religiösen Bildungssystems.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen von Erziehungs- und Bildungsprozessen auf die Identitätsbildung junger weiblicher Mitglieder der Minangkabau im Alter von 0 bis 12 Jahren zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Analyse gewählt?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um kulturspezifische Erziehungsmuster bei den Minangkabau sowie den Einfluss nationaler und islamischer Bildungsprogramme darzustellen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Publikation im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Minangkabau-Gesellschaft, die Beschreibung kulturspezifischer Erziehungsmethoden (Ängstigen, Beschämen) und die Analyse der Schulerziehung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Matrilinearität, Minangkabau, Islamisierung und geschlechtsspezifische Erziehung.

Welche spezifische Rolle spielt das Prinzip des "Ängstigens" bei den Minangkabau?

Es dient als Erziehungsmechanismus, der vor allem bei Kleinkindern eingesetzt wird, um durch die Darstellung der Außenwelt als bedrohlich die Bindung an die Familie und das Vertrauen in den Schutzraum „Familie“ zu stärken.

Wie verändert sich die Erziehung von Mädchen während der Pubertät laut Text?

In der Pubertät wird der Handlungsspielraum der Mädchen stark eingeschränkt; sie werden durch Vermeidungsgebote stärker an das Haus gebunden und stehen unter strengerer familiärer Aufsicht.

Wie beeinflusst das nationale Bildungsprogramm das traditionelle Rollenverständnis?

Das staatliche Bildungssystem bereitet Mädchen durch die Betonung von Gehorsam und religiöser Disziplin gezielt auf ihre zukünftigen Aufgaben als Ehefrauen, Hausfrauen und Mütter vor, was sich in das islamische Modell einfügt.

Fin de l'extrait de 10 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Sozialisierung von Mädchen in der Gesellschaft der Minangkabau in Indonesien
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,7
Auteur
Harieth Mielke (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
10
N° de catalogue
V981315
ISBN (ebook)
9783346333681
Langue
allemand
mots-clé
Matriarchat Sozialisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Harieth Mielke (Auteur), 2017, Sozialisierung von Mädchen in der Gesellschaft der Minangkabau in Indonesien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/981315
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint