Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema School Shootings. Es werden genauer die Aspekte des Schulklimas, das Erkennen von Risiko bringenden Schülern und Schülerinnen und insbesondere der Aspekt Prävention behandelt. Zunächst wird eine Studie zu einem typischen Peer Verhalten, dem Code of Silence, vorgestellt. Anschließend wird eine Studie zu einem Präventionsprogramm, dem NETWASS Programm, erörtert. Dies geschieht bei beiden Studien, indem die Fragestellung/Hypothese und der Kontext zusammengefasst, die Methode und Ergebnisse erläutert werden und anschließend die Diskussion durchleuchtet und reflektiert wird, in Hinblick darauf, welche Fragen offen bleiben für die zukünftige Forschung. Am Ende dieser Hausarbeit wird ein Fazit stehen, dass aus beiden Studien Schlussfolgerungen zieht und die wichtigsten Ergebnisse noch einmal vor Augen führt.
Die erste Studie beschäftigt sich nicht nur mit dem Code of Silence, sondern eher mit der Bereitschaft ihn zu brechen, wenn das Schulklima gut ist. Der Code of Silence ist das Schweigen unter Schüler und Schülerinnen, das Nicht Melden von
Drohungen oder auffälligen Verhalten von Mitschülern an Lehrer, Eltern oder andere Autoritätspersonen.
Die Gründe dafür sind verschieden. Die zweite Studie führte ein Quasi Experiment im Rahmen des Network Against School Shootings (NETWASS) Programm durch. Das NETWASS umfasst ein allgemeines Modell der Prävention von Notsituationen in Schulen. Dies geschieht durch frühzeitiges Eingreifen in persönlichen psychischen Krisen von Schülern und Schülerinnen, sowie der Schulung von Lehrern zur Erkennung von Warnzeichen für gezielte Interventionen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erste Studie: Syvertsen, A.; Flanagan, C.; Stout, M.
2.1 Zusammenfassung der Fragestellung, des Themas und dem thematischen Kontext
2.2 Methode
2.3 Ergebnisse
2.4 Diskussion
3. Zweite Studie: Scheithauer, H. et al.
3.1 Zusammenfassung der Fragestellung, des Themas und dem thematischen Kontext
3.2 Methode
3.3 Ergebnisse
3.4 Diskussion
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen von Amokläufen an Schulen durch die Analyse zweier spezifischer Studien. Dabei wird zum einen das soziale Umfeld und die Bereitschaft zur Intervention ("Code of Silence") thematisiert und zum anderen die Wirksamkeit eines strukturierten Präventionsprogramms (NETWASS) bei der Früherkennung psychosozialer Krisen evaluiert.
- Analyse des Einflusses des Schulklimas auf die Interventionsbereitschaft von Schülern
- Untersuchung der psychologischen Mechanismen hinter dem "Code of Silence"
- Evaluation des NETWASS-Präventionsmodells zur Früherkennung von Gewalt
- Bedeutung der strukturierten Risikobewertung durch das Schulpersonal
- Reflektion über institutionelle Rahmenbedingungen zur Gewaltprävention
Auszug aus dem Buch
Code of Silence: Students’ Perceptions of School Climate and Willingness to Intervene in a Peer’s Dangerous Plan
Im Folgenden wird die Studie von Syvertsen, A.; Flanagan, C.; Stout, M. aus dem Jahre 2009 vorgestellt. Die Studie beginnt mit der Aufführung eines Beispiel des Amoklaufes vom 5. März 2001, als Charles Williams in die Santana High School in Santee, Kalifornien ging und Schüsse eröffnete.
Einige Tote und mehrere Verletzte, sowie der Verlust eines Sicherheitsgefühls blieben zurück. Bis zu 20 Studierende waren in Williams' Absichten eingeweiht gewesen, doch dieses Datenmaterial wurden niemals an einen Erwachsenen weitergegeben. Die Tatsache, dass Gleichaltrige Bescheid wussten, allerdings nicht intervenierten ist kein Einzelfall.
Statistiken im Bericht der Safe School Initiative, finanziert vom US-Geheimdienst und des US-Bildungsministeriums, geben an, dass in 81% der Fälle von Schießereien an Schulen zwischen 1974 und 2000 der Angreifer weitestgehend jemandem von seinen Plänen berichtete. Doch jene junge Personen beschlossen, keine Autoritätsperson über den Angriff zu informieren. Während Fälle von tödlicher Gewalt in der Schule selten sind, gibt es trotz alledem Situationen, in denen Peers über die Pläne ihrer Mitschüler Bescheid wissen, seien sie gleichfalls nicht tödlich, nichtsdestominder indes gefährlich.
Das Ignorieren der gefährlichen Verhaltensweisen von Gleichaltrigen spielt sich jeden Tag in den Schulen ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema School Shootings ein, begründet die Relevanz der Prävention und skizziert den Aufbau der Hausarbeit anhand der zwei untersuchten Studien.
2. Erste Studie: Syvertsen, A.; Flanagan, C.; Stout, M.: Dieses Kapitel analysiert das Verhalten von Schülern in Bezug auf den "Code of Silence" und untersucht, wie das Schulklima die Bereitschaft zur Intervention bei gefährlichen Plänen von Mitschülern beeinflusst.
3. Zweite Studie: Scheithauer, H. et al.: Hier wird das NETWASS-Programm als Präventionsmodell für Schulen vorgestellt, dessen Ziel es ist, durch Früherkennung psychosozialer Krisen zielgerichtete Interventionsmöglichkeiten zu schaffen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse beider Studien zusammen und diskutiert die Bedeutung von Schulklima und systematischer Prävention für die Vermeidung von gezielter schulischer Gewalt.
Schlüsselwörter
School Shootings, Schulklima, Prävention, Code of Silence, NETWASS, psychosoziale Krisen, Gewaltprävention, Intervention, Jugendliche, Schulalltag, Risikofaktoren, Kriseninterventions-Team, Schulentwicklung, soziale Bindung, Gefahrenerkennung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von zwei wissenschaftlichen Studien zum Thema School Shootings und untersucht Strategien zur Gewaltprävention in Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Schulklima, die Interventionsbereitschaft von Schülern bei drohender Gewalt und die Implementierung von Präventionsprogrammen zur Früherkennung von Krisen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu verstehen, welche psychologischen und soziokulturellen Faktoren beeinflussen, ob Schüler oder Lehrkräfte bei Anzeichen von Gewalt oder psychischen Krisen eingreifen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und stellt Ergebnisse aus empirischen Studien vor, darunter Korrelationsanalysen im Rahmen des "Code of Silence" und Evaluationen des NETWASS-Programms.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Zuerst wird die Studie zum "Code of Silence" diskutiert, danach das NETWASS-Programm inklusive seiner Implementierung und Ergebnisse in deutschen Schulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind School Shootings, Schulklima, Prävention, Code of Silence, NETWASS, psychosoziale Krisen und Gewaltprävention.
Was bedeutet der Begriff "Code of Silence" im Kontext der Studie?
Er beschreibt das Phänomen, dass Schüler trotz Wissens um gefährliche Absichten von Mitschülern schweigen, anstatt Lehrer oder andere Autoritätspersonen zu informieren.
Welchen Zweck verfolgt das NETWASS-Programm?
Es dient als manuelles Präventionssystem, um Lehrpersonal zu befähigen, psychologische Krisen von Schülern frühzeitig zu identifizieren und angemessene Hilfsmaßnahmen einzuleiten.
- Quote paper
- Deniese Schulz (Author), 2020, School Shootings. Eine Analyse zweier amerikanischer Studien mit dem Fokus auf der Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983545