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Die Bedeutung der Spiegelneurone im Hinblick auf unsere Empathiefähigkeit. Dein Schmerz ist auch mein Schmerz

Título: Die Bedeutung der Spiegelneurone im Hinblick auf unsere Empathiefähigkeit. Dein Schmerz ist auch mein Schmerz

Trabajo Escrito , 2020 , 11 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Vanessa Reich (Autor)

Psicología - General
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Diese Arbeit ist eine Literaturrecherche zum Thema Spiegelneuronen. Dabei soll besonders auf ihre Relevanz in Bezug auf die Empathiefähigkeit des Menschen eingegangen werden.

Spiegelneurone sind eine Entdeckung des späten 20. Jahrhunderts und seither ein beliebtes Forschungsobjekt in der Psychologie und Neurologie. Entdeckt wurden die Neurone zufällig bei einem Experiment an Affen, die die Bewegungen der Wissenschaftler intuitiv spiegelten. Anhand dieser Entdeckung geht die Forschung davon aus, dass Menschen mithilfe der Spiegelneurone ebenfalls dazu in der Lage sind, neben Bewegungen und Handlungen auch Mimik und Gefühle zu spiegeln. Die Gefühle eines anderen nachzuempfinden und sich in jemanden einfühlen zu können ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Miteinanders. Umgangssprachlich bezeichnet man diese Fähigkeit als Einfühlungsvermögen oder Empathie. Da das menschliche Gefühlsspektrum sehr weitreichend ist, bezieht sich diese Hausarbeit explizit auf die Emotion Schmerz.

Inwieweit sind also Spiegelneurone dafür verantwortlich, dass wir den Schmerz anderer nachempfinden? Zur Erforschung des Nachempfindens von Schmerz haben Wissenschaftler Experimente durchgeführt, bei denen die Versuchsperson zuerst selbst Schmerzen erlitt und im Anschluss bei einer weiteren Person die gleichen Schmerzen beobachten musste. Dabei haben sie entdeckt, dass sich bei den beobachtenden Versuchspersonen die gleichen Hirnareale aktivieren, wie zu dem Zeitpunkt, als sie den Schmerz selbst erlitten. Deshalb besteht die Annahme, dass Spiegelneurone für diese Aktivierung verantwortlich sein könnten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Spiegelneurone in Bezug auf Empathie

1.1 Begriffsbestimmung Empathie

1.2 Die Rolle der Spiegelneurone

1.3 Schmerznachempfindung

1.3.1 Funktion der Schmerznachempfindung

1.3.2 Experimente und aktueller Forschungsstand

2 Kritik an Spiegelneuronen

3 Methodisches Vorgehen bei der Literaturrecherche

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Bedeutung von Spiegelneuronen im Hinblick auf die menschliche Empathiefähigkeit, mit einem expliziten Fokus auf das Nachempfinden von Schmerz. Ziel ist es, durch eine wissenschaftliche Literaturanalyse zu klären, inwieweit neuronale Spiegelmechanismen für das Mitempfinden emotionaler Zustände bei Mitmenschen verantwortlich sind.

  • Neurobiologische Grundlagen der Spiegelneurone
  • Abgrenzung und Definition der Begriffe Empathie und Mitgefühl
  • Evolutionäre und funktionelle Bedeutung der Schmerznachempfindung
  • Kritische Würdigung der Forschungsmethodik und Interpretationsspielräume
  • Zusammenhang zwischen Empathie und sozialen Beziehungen

Auszug aus dem Buch

1.3.2 Experimente und aktueller Forschungsstand

Zur Erforschung der Schmerzempfindung und der daraus folgenden Nachempfindung haben die Experimente von W. Hutchison und T. Singer beigetragen.

William Hutchison und seine Kollegen untersuchten 1999 schmerzbezogene Neuronen im cingulären Kortex. Dabei wurde einem Patienten, der aufgrund einer epileptischen Erkrankung am Gehirn operiert werden musste, Schmerzen in Form eines Stiches am Finger zugefügt. Es war zu beobachten, dass sich Nervenzellen am Gyrus cinguli aktivierten. Im Nachgang fügte sich der Leiter des Experiments unter der Beobachtung vom Patienten die gleichen Schmerzen zu. Die Nervenzellen vom Patienten schlugen bei der Beobachtung genauso aus, wie zu dem Moment, als er den gleichen Schmerz erlebte. (Bauer, 2016, S. 51; zit. n. Hutchison, Davis, Lozano, Tasker & Dostrovsky, 1999). "Da der Gyrus cinguli das zentrale Emotionszentrum des Gehirns darstellt, sind die Spiegelneurone, die hier entdeckt worden waren, nicht mehr und nicht weniger als ein Nervenzellsystem für Mitgefühl und Empathie." (Bauer, 2016, S. 51). Diese Entdeckung ist besonders herausragend, da es klinisch meist nicht möglich ist, das Gehirn mit Elektroden zu verbinden. Die Aktivierung der Nervenzellen ist somit genauestens belegt.

Singer und ihre Kollegen (2004, S. 1157) hingegen führten ihr Experiment mit 16 Paaren mithilfe der funktionellen Bildgebung durch. Die Probanden erlitten den Schmerz in diesem Fall über eine Elektrode auf dem Handrücken in Form eines Stromstoßes. Während die Männer nur den schmerzhaften Stimulus erhielten, mussten die Frauen sowohl den Schmerz erfahren als auch diesen bei ihrem Partner beobachten. Es zeigte sich, dass sich bei der Beobachtung die Insula, der cinguläre Kortex, der Hirnstamm und das Kleinhirn analog zum eigenen Schmerzempfinden aktivierten. Die Aktivierung der Gehirnareale findet somit auf affektiver Ebene statt. Singer postuliert, dass die Repräsentation in den Hirnarealen eine Doppelfunktion haben. Zum einen geben sie uns ein Bewusstsein für die Auswirkungen von emotionalen Stimuli für den eigenen Körper. Zum anderen lassen sie uns Reize, die eine andere Person empfängt, verstehen, deuten und die damit verbundenen Folgen vorausahnen. (Singer et al., 2004, S. 1157).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Spiegelneurone als Entdeckung des späten 20. Jahrhunderts ein und erläutert die Relevanz für das soziale Miteinander und die Emotionspsychologie.

1 Spiegelneurone in Bezug auf Empathie: Dieses Kapitel erläutert die neurophysiologischen Grundlagen der Spiegelneurone und definiert Empathie als affektive und kognitive Bezugnahme auf andere Personen.

2 Kritik an Spiegelneuronen: Hier wird kritisch beleuchtet, dass Spiegelneurone nicht das gesamte Konzept der Empathie erklären und dass der empirische Nachweis sowie die Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen limitiert sind.

3 Methodisches Vorgehen bei der Literaturrecherche: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Literaturfindung, die genutzten Datenbanken wie PubPsych sowie die Kriterien der Literaturauswahl.

Fazit: Das Fazit reflektiert den Arbeitsprozess, diskutiert die Herausforderungen bei der Eingrenzung des Themas und zieht ein Resümee über die gewonnenen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Spiegelneurone, Empathie, Schmerz, Schmerznachempfindung, Neurologie, Psychologie, Gyrus cinguli, Soziales Miteinander, Emotionspsychologie, Lernpsychologie, Neurophysiologie, Mitgefühl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der neurobiologischen Grundlage von Empathie, speziell mit der Rolle von Spiegelneuronen beim Nachempfinden von Schmerz bei anderen Personen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Funktionen von Spiegelneuronen, die Definition von Empathie, klinische Forschungsexperimente zur Schmerznachempfindung sowie eine methodische Auseinandersetzung mit der Literaturrecherche ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie neuronale Prozesse in unserem Gehirn das Mitempfinden von Emotionen, konkret Schmerz, ermöglichen und welche Bedeutung dies für das soziale Zusammenleben hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine systematische Literaturanalyse durch, bei der bestehende wissenschaftliche Publikationen und Studien kritisch ausgewertet und zusammengefasst werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Spiegelneurone und Empathie, detaillierte Ausführungen zu Experimenten (u.a. von Hutchison und Singer) sowie eine kritische Reflexion des aktuellen Forschungsstandes.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Die wesentlichen Begriffe sind Spiegelneurone, Empathie, Schmerznachempfindung, Emotionspsychologie und die spezifischen Hirnareale wie der Gyrus cinguli.

Warum ist das Mitgefühl gegenüber Fremden geringer als gegenüber Nahestehenden?

Die Arbeit erläutert, dass laut Forschung bei unbekannten oder unbeliebten Personen das empathische Nachempfinden des Schmerzes deutlich seltener auftritt, da das Spiegeln von Gefühlen bei einem guten Verhältnis wahrscheinlicher ist.

Welche Rolle spielt die Methodenkritik in der Arbeit?

Die Autorin betont, dass die aktuellen bildgebenden Verfahren methodisch begrenzt sind und die Übertragbarkeit der an Makaken gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen kritisch hinterfragt werden muss.

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Detalles

Título
Die Bedeutung der Spiegelneurone im Hinblick auf unsere Empathiefähigkeit. Dein Schmerz ist auch mein Schmerz
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Calificación
1,3
Autor
Vanessa Reich (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
11
No. de catálogo
V983549
ISBN (Ebook)
9783346339812
Idioma
Alemán
Etiqueta
Spiegelneurone Spiegelneuronen Empathie Empathiefähigkeit Allgemeine Psychologie Schmerz Schmerempfindung Schmerznachempfindung Literaturrecherche Rizzolatti Keysers Singer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vanessa Reich (Autor), 2020, Die Bedeutung der Spiegelneurone im Hinblick auf unsere Empathiefähigkeit. Dein Schmerz ist auch mein Schmerz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983549
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