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Aggressionsmanagement in der Akutpsychiatrie

Title: Aggressionsmanagement in der Akutpsychiatrie

Term Paper , 2017 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Petra Schindler-Torlutter (Author)

Medicine - Neurology, Psychiatry, Addiction
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In dieser Arbeit wird die Frage "Wie können psychiatrisch Pflegende in Deutschland auf Akut psychiatrischen Stationen Konflikte zwischen Patient und Personal vermeiden?" betrachtet und beleuchtet. Es werden verschiedene Modell betrachtet und gegenüber gestellt.

Aggressionen und Gewalt tragen dazu bei, dass das Gesundheitswesen ein schwieriges Berufsfeld ist. Sie wirken sich nicht nur auf die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Organisation aus, sondern haben auch einen wesentlichen Einfluss auf die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Patient. Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Arbeit ist eine sichere Arbeitsumgebung. Doch leider lassen sich Aggressive Übergriffe nicht immer vermeiden. Diese kann man aber durch präventive Verhaltensweisen frühzeitig erkennen und abfangen. Daher ist eine genaue Situations- und Problemanalyse nötig sowie die Implementierung von neuen Handlungsansätzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problembeschreibung

1.2 Fragestellung

2. Begriffsklärung

3. Methodik, Forschungstagebuch

4. Theorien und Modelle für Aggressionen und Gewalt

4.1 Formen von Aggressionen

4.2 Phasen der Aggressionsentstehung

4.3 Gewaltbegünstigende Faktoren bei psychisch kranken Menschen

5. Die Rolle von Zwangsmaßnahmen in Bezug auf die Entstehung von Aggressionen

5.1 Rechtliche Grundlagen einer Zwangsbehandlung

5.2 Medikamentöse Zwangsmaßnahmen

5.3 Fixierungen und Isolierungen

5.4 Vergleiche zu anderen Ländern

6. Techniken und Strategien zur Vermeidung von Aggressionen und Gewalt

6.1 Deeskalation

6.2 Psychosoziale Interventionen bei Deeskalation

6.3 Weitere Interventionen

7. Möglichkeiten für ein Konfliktmanagement

7.1 Safewards Modell

7.2 Arbeitsmodell nach Bowers

7.3 Bauliche Maßnahmen

7.4 Personelle Ressourcen

7.5 Ziele und Mitarbeiterverhalten in Bezug auf das 9-Phasen-Modell

8. Zusammenfassung

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Strategien für psychiatrisch Pflegende in Deutschland, um Konflikte und Aggressionen auf Akutstationen präventiv zu vermeiden und die Sicherheit für Patienten und Personal zu erhöhen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie können psychiatrisch Pflegende in Deutschland auf Akut psychiatrischen Stationen Konflikte zwischen Patient und Personal vermeiden?“

  • Theorien und Modelle zur Entstehung von Aggressionen und Gewalt
  • Rechtliche und ethische Aspekte von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie
  • Deeskalationsstrategien und psychosoziale Interventionen in Krisensituationen
  • Implementierung von Konfliktmanagement-Systemen wie dem Safewards-Modell
  • Bedeutung der Mitarbeiterkompetenz und kontinuierlicher Schulungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Phasen der Aggressionsentstehung

Leadbetter und Paterson konzipierten, als Prozessmodell der Deeskalation, das 7-Phasen-Modell. Dies ist Grundlage für das 9-Phasen-Modell. Dieses Modell soll den typischen Verlauf einer Aggressionssituation aufzeigen.

In der Phase Ox, auch relativ normale Phase genannt, zeigt der Patient sein eigentlich normales Verhalten. Dies gibt den Mitarbeitern Ausschluss darüber, wie sich der Patient üblicherweise Verhält. Die Phase 1 ist die Auslösephase, in dieser Phase zeigt der Patient Züge, die vom normalen Verhalten abweichen. Der Patient wirkt angespannter. In dieser Phase ist der verbale Austausch noch gut möglich.

DIe Phase 2, erste Übergangsphase genannt, führt praktisch direkt zum aggressiven Verhalten. Der Patient spürt in seinem Handeln selbst zunehmende Aggressionen. Anfangs zieht sich der Patient noch stärker zurück, um dann seinen Emotionen nachdrücklicher freien Lauf zu lassen. In dieser Phase werden verbale Kommunikationsversuche oft missverstanden.

Phase 3 ist die sogenannte Krisenphase. In dieser Phase wird der Ärger vornehmlich gegen die unmittelbare Umgebung abgesetzt. Die Problemlösefähigkeit ist deutlich herabgesetzt, sowie die Aufmerksamkeit- und Konzentrationsfähigkeit. Das Aggressive Verhalten verdichtet sich und kann schnell zu aggressiven Übergriffen führen.

Die destruktive Phase ist die Phase 4. In dieser Phase ist von leichter bis schwerer körperlicher Gewalt die Rede, der Patient verliert immer mehr die Selbstkontrolle. In der Wiederherstellungs- oder Abkühlungsphase (Phase 5) klingt das aggressive Verhalten immer mehr ab. Es bleibt aber weiterhin bestimmend, da die Situation nachempfunden wird. Die Mitverantwortung an der Situation wird vom Patienten noch nicht erkannt und geleugnet.

Die Phase 6 ist erneut die Übergangsphase, aber nun absteigend. In dieser Phase ist der Patient für Gespräche und eine eventuelle Behandlung zugänglich. Es geht keine Gefahr mehr von ihm aus. In dieser Phase benötigt der Patienten, aber dennoch eine klare Kommunikation mit kurzen Sätzen.

Die Auflösungsphase (Phase 7) bedeutet, dass die Erregung und Anspannung soweit abgebaut ist, dass ein ausführlicher verbaler Austausch möglich ist. In dieser Phase verspürt der Pat. auch das erste Mal Reue und Schuldgefühle. Manchmal kann es beim Patient zu depressiver Verstimmtheit kommen, weshalb die Situation am besten nachbesprochen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die hohe Relevanz von Aggressionsereignissen in der deutschen Psychiatrie und formuliert das Ziel der Konfliktprävention.

2. Begriffsklärung: Definiert zentrale Fachbegriffe wie Aggression, Gewalt, Krise, Zwangsmaßnahmen und Deeskalation.

3. Methodik, Forschungstagebuch: Erläutert das Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Auswahl der verwendeten Quellen.

4. Theorien und Modelle für Aggressionen und Gewalt: Stellt verschiedene wissenschaftliche Erklärungsansätze für die Entstehung aggressiven Verhaltens und die Phasen der Eskalation vor.

5. Die Rolle von Zwangsmaßnahmen in Bezug auf die Entstehung von Aggressionen: Analysiert rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen von Zwang, Fixierung und Isolierung auf den Patienten.

6. Techniken und Strategien zur Vermeidung von Aggressionen und Gewalt: Diskutiert präventive Maßnahmen wie Teamschulungen, professionelle Umgangsformen und spezifische Deeskalationsmethoden.

7. Möglichkeiten für ein Konfliktmanagement: Präsentiert moderne Ansätze zur Konfliktlösung, insbesondere das Safewards-Modell, sowie bauliche und personelle Voraussetzungen.

8. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse hinsichtlich der Notwendigkeit kontinuierlicher Schulungen und therapeutischer Arbeitsbeziehungen zusammen.

9. Fazit: Zieht das Resümee, dass konsequente Schulungen und eine Standardisierung von Interventionen die Sicherheit signifikant erhöhen können.

Schlüsselwörter

Aggressionsmanagement, Psychiatrische Pflege, Deeskalation, Gewaltprävention, Safewards Modell, Zwangsmaßnahmen, Konfliktmanagement, Krisenintervention, Patientensicherheit, Arbeitsbeziehung, Kommunikation, stationäre Psychiatrie, Mitarbeiterverhalten, Risikoeinschätzung, Pflegeplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das komplexe Thema des professionellen Umgangs mit Aggressionen und Gewalt im klinischen Alltag der Akutpsychiatrie und wie diese durch gezielte Strategien reduziert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Aggressionsentstehung, rechtliche Rahmenbedingungen für Zwangsmaßnahmen, praktische Deeskalationsstrategien und moderne Konfliktmanagement-Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie psychiatrisch Pflegende durch fachliche Kompetenz, klare Strukturen und gezielte Interventionen Konflikte zwischen Patient und Personal vermeiden oder deeskalieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?

Es handelt sich um eine Facharbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und dem Vergleich unterschiedlicher Modelle und nationaler Standards basiert.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Aggressionsmodellen, die Darstellung von Zwangsmaßnahmen und deren Auswirkungen sowie die Vorstellung konkreter Interventionsstrategien, wie z.B. das Safewards-Modell.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Aggressionsmanagement, Deeskalation, Safewards-Modell, Gewaltprävention und Zwangsmaßnahmen definiert.

Welche Bedeutung hat das Safewards-Modell in diesem Kontext?

Das Safewards-Modell dient als theoretischer und praktischer Rahmen, um durch zehn spezifische Interventionen Konflikte zwischen Personal und Patienten frühzeitig zu reduzieren und die Station als sicheren Ort zu etablieren.

Warum spielt die Mitarbeiterkompetenz eine so wichtige Rolle?

Die Autorin betont, dass eine hohe Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle und Sicherheit im Handeln des Pflegepersonals essenziell sind, um deeskalierend einzuwirken und eine therapeutische Arbeitsbeziehung nach Konflikten wiederherzustellen.

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Details

Title
Aggressionsmanagement in der Akutpsychiatrie
Course
Psychiatrische Pflege
Grade
1,3
Author
Petra Schindler-Torlutter (Author)
Publication Year
2017
Pages
28
Catalog Number
V983789
ISBN (eBook)
9783346339874
ISBN (Book)
9783346339881
Language
German
Tags
Deeskalation Fixierung Isolierung Aggression geschlossen Strategien Skills Akutaufnahme Psychose Manie psychiatrische Pflege Safewards Pflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Schindler-Torlutter (Author), 2017, Aggressionsmanagement in der Akutpsychiatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983789
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