In der Arbeit wird die Frage gestellt, inwieweit der Film für den Unterricht geeignet ist. Ist das Bild, das die Kinder nach dem Schauen dieses Filmes vom Mittelalter haben, angemessen? Dient der Film zum besseren Verständnis dieser lange zurückliegenden Zeit, die von Kindern in der Regel als Glanzzeit der Geschichte betrachtet wird?
Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen, die die Verwendung dieses Mediums im Schulunterricht mit sich bringt. Der Schwerpunkt liegt auf dem historischen Lernen im Sachunterricht, auch wenn einige der Vor- und Nachteile sicher auf andere Bereiche des Sachunterrichts übertragbar sind. In dem zweiten Teil geht es dann um den Film „Die Maus im Mittelalter“, der im Sachunterricht Verwendung finden könnte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Vorzüge des Filmeinsatzes im Unterrichts
3. Die Nachteile des Filmeinsatzes im Unterricht
4. Filmanalyse „Die Maus im Mittelalter“
4. 1 Einleitung
4. 2 Hildesheim
4. 3 Bischof Bernhardt
4. 4 Leben im Kloster
4. 5 Handwerker und Kaufmann auf dem Markt
4. 6 Bauer und Bäuerin
4. 7 Ernährung
4. 8 Feldarbeit
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Einsatz von Filmen als Medium im Sachunterricht der Grundschule mit einem besonderen Fokus auf historisches Lernen. Ziel ist es, die didaktische Eignung der „Sendung mit der Maus“-Folge „Die Maus im Mittelalter“ zu analysieren und zu prüfen, ob sie ein realistisches Geschichtsbild bei Kindern fördern kann.
- Vor- und Nachteile des Filmeinsatzes im Unterricht
- Didaktische Potenziale für historisches Lernen
- Analyse filmischer Darstellung des Mittelalters
- Realitätsbezug und Identifikationsmöglichkeiten für Grundschulkinder
- Methodische Anregungen für den Unterricht
Auszug aus dem Buch
4. 3 Bischof Bernhardt
Zu sehen ist nun ein Denkmal des Bischofs und Christoph, der davor steht und es betrachtet. Christoph hat einen Menschen vor sich, der vor tausend Jahren gelebt hat. Doch der Bischof sah gar nicht so aus, wie er auf dem Denkmal dargestellt ist, denn es ist gerade hundert Jahre alt.
Hinter das Denkmal des Bischofs wird eine weiße Leinwand gespannt und es wird genauer hingeschaut, was es vor tausend Jahren schon gab und was nicht. Die Bischofsmütze gab es damals noch nicht, also verschwindet sie von dem Denkmal. Auch das Gewand des Bischofs entspricht nicht der damaligen Mode und kommt weg, ebenso wie sein Gesicht, denn man weiß nicht, wie der Bischof ausgesehen hat. Wie die Schuhe damals aussahen, weiß man heute auch nicht mehr. Der Bischof hatte wahrscheinlich einen Bischofsstab, doch ein anderes Modell, also muss auch dieser verschwinden. Am Ende bleiben von dem Bischof nur noch die Handschuhe übrig.
Die einzelnen Gegenstände „verschwinden“ nach und nach und die Kinder können nachvollziehen, weshalb der Bischof nicht so ausgesehen hat, wie ihn das Denkmal zeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema des Filmeinsatzes im Sachunterricht sowie die Fragestellung zur Eignung des Films „Die Maus im Mittelalter“.
2. Die Vorzüge des Filmeinsatzes im Unterrichts: Erörterung der Vorteile von Filmen, insbesondere der Veranschaulichung, Identifikationsmöglichkeiten und der Förderung von Sehgewohnheiten.
3. Die Nachteile des Filmeinsatzes im Unterricht: Diskussion potenzieller Risiken wie der Gefahr einer subjektiven oder verfälschten Wirklichkeitsdarstellung und der Tendenz zum lehrerzentrierten Unterricht.
4. Filmanalyse „Die Maus im Mittelalter“: Detaillierte Betrachtung einzelner Sequenzen des Films, von der Einführung des Themas über Stadtmodelle bis hin zu Alltag und Arbeit im Mittelalter.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Filmeignung für den Unterricht unter Berücksichtigung der vermittelten Informationen und der kindgerechten Aufarbeitung.
Schlüsselwörter
Sachunterricht, Film, historisches Lernen, Mittelalter, Die Sendung mit der Maus, Grundschule, Mediendidaktik, Geschichte, Unterrichtsvorbereitung, Veranschaulichung, Realitätsnähe, Geschichtsbewusstsein, Quellenarbeit, Lernmedium, Identifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den didaktischen Chancen und Risiken, die beim Einsatz des Mediums Film im Sachunterricht der Grundschule auftreten.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Der Schwerpunkt liegt auf dem historischen Lernen, wobei die Vor- und Nachteile der Filmnutzung allgemein und am konkreten Beispiel „Die Maus im Mittelalter“ analysiert werden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll überprüft werden, ob der Film „Die Maus im Mittelalter“ für den Unterricht geeignet ist und ob er Kindern ein angemessenes und realistisches Bild der historischen Epoche vermittelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer filmdidaktischen Analyse und dem Vergleich mit fachdidaktischer Literatur zum historischen Lernen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Nach einer theoretischen Reflexion über den Filmeinsatz folgt eine strukturierte Analyse der einzelnen Filmsequenzen (Hildesheim, Kloster, Handwerk, Landwirtschaft etc.).
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Sachunterricht, historisches Lernen, Mediendidaktik und Filmanalyse charakterisieren.
Warum spielt die Person Christoph im Film eine zentrale Rolle?
Christoph fungiert als Identifikationsfigur für die Kinder, die durch seine Handlungen und Nachahmungen der Geschichte einen lebensnahen Zugang zum Thema erhält.
Wie bewertet der Autor die Vermittlung des Begriffs „Mittelalter“ im Film?
Der Autor lobt, dass der Film statt einer abstrakten Epochenbezeichnung meist die Formulierung „vor tausend Jahren“ verwendet, was für Kinder greifbarer ist.
Warum wird im Film das Denkmal des Bischofs Bernhardt dekonstruiert?
Um den Kindern kritische Quellenarbeit näherzubringen und zu verdeutlichen, dass Denkmäler nicht zwangsläufig das historische Aussehen von Personen widerspiegeln.
- Citation du texte
- Anna Dück (Auteur), 2007, Der Film als Medium im Sachunterricht. Das Beispiel der "Die Maus im Mittelalter", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984040