Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Anglaise - Littérature

Zum Problem der Geschlechterrollenzuweisung (Gendering) in den Dramen von Sarah Kanes

Titre: Zum Problem der Geschlechterrollenzuweisung (Gendering) in den Dramen von Sarah Kanes

Epreuve d'examen , 2003 , 137 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Kerstin Bommersbach (Auteur)

Philologie Anglaise - Littérature
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Theaterautorin Sarah Kane war eine kontroverse Vertreterin des britischen In-Yer-Face Theaters der 1990er Jahre. In der Arbeit wird ihr erstes Stück Blasted (Zerbombt) auf Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern hin untersucht. Dabei soll die Diskursanalyse Michel Foulcaults als Grundlage dienen, die Verstrickung von Diskurs und Macht und die Auswirkungen dessen auf Sexualität und Gender offenzulegen.

Im ersten Teil dieser Arbeit soll die Diskurstheorie Foucaults erläutert werden. Dabei wird zunächst die Problematik der literarischen Analyse im Foucaultschen Sinne der Ausgangspunkt sein. Daran schließt sich eine Erörterung der Zusammenhänge von Sexualität und Geschlecht, Wissen, Macht und Diskurs. Im dritten Teil der theoretischen Abhandlung wird auf die Verbindung der Theorie Foucaults und des Bereiches der Gender Studies näher eingegangen. In diesem Kontext soll auch der Bereich der Feminist Studies unter Bezugnahme auf Foucaultsche Aspekte beleuchtet werden und die Grundlage für mein weiteres Vorgehen darstellen.

Zu seinen Ausführungen über das Subjekt betont Foucault, dass Individuen nicht selbstbestimmend und frei handeln, sondern eingebunden in den Machtbeziehungen, sich „diskursgetreu“ verhalten. Dies schließt alle repressionshypothetischen Ansätze aus, bei denen die Frau als beherrscht und der Mann als herrschend dargestellt wird. Die Verschiebung der Konzentration auf die Frau als unterdrücktes Glied der Gesellschaft hin zu einer tiefer liegenden Unterdrückungsinstanz, die Frau und Mann zum Opfer werden lässt, dient als Überleitung zum nächsten Punkt der theoretischen Eingrenzung meiner Arbeit. Ausgehend von der Infragestellung des Subjekts und des damit eigenbestimmten menschlichen Handelns wird man direkt zum Britischen Drama der Nachkriegszeit geführt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Zur theoretischen Grundlage

1. Das Problem der Literaturanalyse in Anlehnung an Foucault

2. Grundlagen der Philosophie Foucaults

2.1 Diskurse und ihre Bedingungsfelder

2.1.1 Diskurs

2.1.2 Diskurs und Macht

2.1.3 Subversion des Diskurses

2.1.3.1 Subversion der Vernunft

2.1.3.2 Subversion der Wahrheit

2.1.3.3 Subversion des Verbotes

2.1.3.4 Subversion internalisierten Verhaltens

3. Sexueller Diskurs und Gender Studies

3.1 Sexualität und Diskurs

3.2 Foucault und Gender Studies

3.2.1 Jana Sawicki

3.2.2 Judith Butler

3.3 Gender im Britischen Theater der 90er

4. Zusammenfassung

III. Synthese der theoretischen Konzepte am Beispiel von Sarah Kanes Blasted

1. Die Subversion von Verboten – Das Ende des Tabus

1.1 Das Obszöne in Blasted

1.2 Die Vergewaltigung Cates

1.3 Die Vergewaltigung Ians

1.4 Die Rückkehr Cates

1.5 Zusammenfassung

2. Die Grenzen der Vernunft – Die Darstellung des Wahnsinns

2.1 Zum Problem der Hysterie

2.2 Cates Hysterie

2.3 Cates Hysterie und Ians Reaktion

2.4 Zum Problem der Sprache

2.5 Zusammenfassung

3. Die Grenzen der Wahrheit – Traum und Fantasie

3.1 Die Darstellung verschiedener Realitätsebenen

3.2 Dekonstruktion der Geschlechtsidentitäten

3.3 Zusammenfassung

4. Die Verflechtung von Institutionen

4.1 Medien und Militär

4.2 Zur Konstruktion von Ians Geschlechterrolle

4.3 Zusammentreffen von Medien und Krieg

4.4 Zusammenfassung

IV. Schlussfolgerung

V. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Geschlechterrollenzuweisung in den Dramen von Sarah Kane unter Verwendung der Diskurstheorie von Michel Foucault, um aufzuzeigen, wie Machtstrukturen im Theater subversiv dargestellt und dekonstruiert werden können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit theatralischer Mittel, bestehende sexuelle Diskurse zu durchbrechen.

  • Analyse der Diskurstheorie Foucaults (Wissen, Macht, Subjekt).
  • Verbindung von Machtverhältnissen und Gender Studies.
  • Untersuchung von Sarah Kanes Drama Blasted hinsichtlich Tabubrüchen und Realitätsebenen.
  • Betrachtung von Institutionen wie Medien und Militär in Bezug auf Geschlechterkonstruktionen.
  • Diskussion der Dekonstruktion von Geschlechtsidentitäten durch formale und inhaltliche Provokation.

Auszug aus dem Buch

Die Subversion von Verboten – Das Ende des Tabus

The violation of boundaries in the theatre is as old as its dedication to Dionysos and to excess. Such transgression can adopt forms as diverse as the infringement of moral or juridical norms, the violation of taboos, the profanation of the sacred, the subversion of ideologies or the negation of values. Yet rejecting the norm affirms the norm. For a limit is meaningless if its transgression is impossible.

Wie zuvor festgestellt wurde, ist ein erster Schritt in Richtung Subversion das Brechen von Tabus. Im Theater kann dies sowohl in Sprache, Darstellung, Thema als auch Form geschehen. Der Effekt ist wohl bei allen Arten des Tabubruchs zunächst einmal als ‚Schock’ zu bezeichnen. Nach Sierz stehen Tabubrüche und somit Schock am Anfang der Subversion, um das Publikum zunächst einmal aufzuwecken und es darauf vorzubereiten, dass etwas Dringendes gesagt werden muss. Schock steht am Anfang und bereitet die Rezipienten darauf vor, eine subversive Erfahrung von tiefer liegender Bedeutung zu machen, da die Grenzen im britischen ‚Erlebnis Theater’ genau so überschritten werden wie die der offensichtlichen gesellschaftlichen Tabus.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Geschlechterrollenzuweisung ein und begründet die methodische Wahl von Michel Foucaults Diskurstheorie für die Analyse von Sarah Kanes Dramen.

II. Zur theoretischen Grundlage: Dieser Abschnitt erläutert Foucaults Philosophie, insbesondere die Konzepte Diskurs, Macht, Wissen und Subjekt, und verbindet diese mit den Gender Studies sowie der Rolle des Theaters.

III. Synthese der theoretischen Konzepte am Beispiel von Sarah Kanes Blasted: Der praktische Teil exemplifiziert die theoretischen Grundlagen anhand von Sarah Kanes Stück, indem Tabubrüche, Wahnsinn, Realitätsebenen und Institutionen analysiert werden.

IV. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung resümiert, dass Kane keine einfachen Antworten bietet, sondern Machtstrukturen und Geschlechterrollen durch subversive Mittel radikal hinterfragt.

V. Ausblick: Der Ausblick schlägt weitere Forschungsfelder vor, etwa eine vertiefte Untersuchung der Interdependenz von Medien und Krieg sowie die spezifische Rolle der Frau in diesem Kontext.

Schlüsselwörter

Sarah Kane, Blasted, Michel Foucault, Diskurstheorie, Macht, Geschlechterrollen, Gender Studies, Wahnsinn, Hysterie, Subversion, Institutionen, Medien, Theater, Postmoderne, Männlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen der Geschlechterrollenzuweisung in Sarah Kanes Theaterstücken, primär anhand des Dramas Blasted, unter Zuhilfenahme der machtkritischen Diskurstheorie von Michel Foucault.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verflechtung von Macht und Wissen, die Konstruktion von Geschlecht (Gender), die Rolle von Institutionen (wie Medien und Militär) und die subversive Funktion von Literatur und Theater.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwiefern Sarah Kanes Theater die bestehenden gender-bezogenen Machtverhältnisse durch eine Umkehrung oder Subversion der sexuellen Diskurse freilegen und somit verändern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf die Diskursanalyse von Michel Foucault, ergänzt durch Ansätze der Gender Studies, der Dekonstruktion und der Surrealismus-Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte (Diskurs, Macht, Hysterie) konkret auf das Drama Blasted angewandt, wobei Themen wie Tabubrüche, Wahnsinn, Realitätsebenen und die Rolle der Institutionen im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sarah Kane, Diskurstheorie, Foucault, Gender Studies, Subversion, Macht, Geschlechterrollen, Hysterie.

Inwiefern spielt der Wahnsinn eine Rolle in der Analyse von 'Blasted'?

Der Wahnsinn wird als ein dramatisches Mittel interpretiert, das der rationalen männlichen Weltsicht gegenübersteht und es ermöglicht, aus den restriktiven Diskursen der Gesellschaft auszubrechen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Medien in Kanes Werk?

Die Medien werden als Institution begriffen, die Ians Weltbild und sein internalisiertes Männlichkeitsverständnis prägen, wodurch er – trotz seiner Täterrolle – zugleich als passives Opfer dieser gesellschaftlichen Machtstrukturen dargestellt wird.

Fin de l'extrait de 137 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Zum Problem der Geschlechterrollenzuweisung (Gendering) in den Dramen von Sarah Kanes
Université
University of Koblenz-Landau  (Anglistik)
Note
1,3
Auteur
Kerstin Bommersbach (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
137
N° de catalogue
V984054
ISBN (ebook)
9783346342560
ISBN (Livre)
9783346342577
Langue
allemand
mots-clé
Sarah Kane In-Yer-Face Theatre Blasted Gender Studies Feminismus Foucault Macht Diskurs Jana Sawicki Judith Butler
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kerstin Bommersbach (Auteur), 2003, Zum Problem der Geschlechterrollenzuweisung (Gendering) in den Dramen von Sarah Kanes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984054
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  137  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint