Videos im Unterricht drehen? Ist dieses Vorgehen geeignet, um in der Schule Lernprozesse in Gang zu setzen? Es werden im Sinne didaktischer Überlegungen sieben Gründe zum Drehen von Videos erläutert, die eindeutig dafür sprechen. Im zweiten Teil wird ein kurzer Einblick in Praxiserfahrungen gegeben. Die Ausarbeitung ist für Lehramtsstudierende und Lehrkräfte in Ausbildung besonders geeignet, um Videoprojekte didaktisch fundiert zu begründen.
Inhaltsverzeichnis
Sieben Gründe, Videos im Unterricht zu drehen
Videos im Unterricht planen und aufnehmen
7 Gründe für das Drehen von Videos im Unterricht:
Zusammenfassung der 7 Gründe
Praxiserfahrung
Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die didaktische Eignung von Videoproduktionen im schulischen Kontext zu untersuchen und aufzuzeigen, wie durch das Erstellen von Erklärvideos Lernprozesse intensiviert und Kompetenzen gefördert werden können. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, inwiefern das Drehen von Videos als projektorientierte Methode den Anforderungen moderner Bildungsszenarien entspricht.
- Umsetzung des 4-K-Modells (Kommunikation, Kreativität, Kritisches Denken, Kollaboration)
- Steigerung der Anschaulichkeit und Mehrwert durch Digitalisierung gemäß SAMR-Modell
- Förderung individueller Lernprozesse und Medienkompetenz
- Erfahrungsbericht zur Anwendung in der beruflichen Bildung
Auszug aus dem Buch
7 Gründe für das Drehen von Videos im Unterricht:
Als erster Grund sei genannt, dass das 4–K–Modell zum Lernen im 21. Jahrhundert mit diesem Vorgehen umgesetzt werden kann. Das 4-K-Modell ist in einem amerikanischen Thinktank entwickelt worden. Als anzustrebende Kernkompetenzen zum Lernen im 21. Jahrhundert werden dort Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken und Kollaboration genannt. Drei der vier Ks können mit dem Drehen von Videos im Unterricht zu 100% entwickelt werden. Dem K für Kreativität sind beim Drehen von Videos keine Grenzen gesetzt. Kommunikation und Kollaboration sind nötig, da die Aufgabe, ein Video zu erstellen, so umfangreich ist, dass sie am besten gemeinsam bewältigt werden kann. Je besser die Kommunikation, desto besser wird das Ergebnis ausfallen. Intensive Zusammenarbeit, also „Kollaboration“ ist für ein gutes Video erforderlich. Inwiefern das K für Kritikfähigkeit entwickelt wird, kann pauschal nicht beantwortet werden, sondern hängt von der Art des Umgangs miteinander ab. Auch ist dafür entscheidend, welches Thema wie behandelt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Sieben Gründe, Videos im Unterricht zu drehen: Einleitung in die didaktische Relevanz des Videodrehens als Methode, um Lernprozesse in der Schule aktiv zu gestalten.
Videos im Unterricht planen und aufnehmen: Praktische Hinweise zur technischen Ausstattung und zur Aufgabenverteilung innerhalb von Schülergruppen bei der Videoproduktion.
7 Gründe für das Drehen von Videos im Unterricht: Detaillierte theoretische Begründung der Methode anhand des 4-K-Modells, des SAMR-Modells und pädagogischer Prinzipien wie Individualisierung.
Zusammenfassung der 7 Gründe: Eine verdichtete Darstellung der wesentlichen Vorteile der Methode, die die Vielseitigkeit und Effektivität des Videodrehens unterstreicht.
Praxiserfahrung: Konkretes Fallbeispiel aus einer Tischler-Mittelstufe, das den Ablauf von der Themenfindung bis zur Präsentation der Ergebnisse dokumentiert.
Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Erfahrungen, die den positiven Einfluss der Videoproduktion auf Lernmotivation und Kompetenzerwerb bestätigt.
Schlüsselwörter
Divideodaktik, Erklärvideo, 4-K-Modell, SAMR-Modell, Medienkompetenz, Individualisierung, Unterrichtsmethodik, Digitalisierung, Kollaboration, Kreativität, Selbstwirksamkeit, Videoproduktion, Berufsschulunterricht, Fachanforderungen, Legetechnik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den didaktischen Mehrwert der Videoproduktion durch Schülerinnen und Schüler als Methode zur Gestaltung moderner Lernprozesse.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Fokus stehen die theoretische Fundierung durch Kompetenzmodelle, die praktische Umsetzung im Unterricht und die Steigerung der Medienkompetenz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Drehen von Videos als projektorientierte Unterrichtsphase zur Förderung von Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts beiträgt.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Die Arbeit nutzt das 4-K-Modell (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität, Kritisches Denken) sowie das SAMR-Modell zur Einordnung des digitalen Mehrwerts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung von sieben Argumenten pro Videodreh und einen ausführlichen Praxisbericht aus dem Berufsschulbereich.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Divideodaktik, Medienkompetenz, Produktorientierung und schülerzentriertes Lernen beschreiben.
Wie unterscheidet sich die Legetechnik von der Stäbchentechnik?
Bei der Legetechnik werden Zeichnungen oder Karten auf einer Fläche verschoben, während bei der Stäbchentechnik physische Objekte mittels Stäben ins Bild bewegt werden.
Welche Erkenntnis lieferte die Auswertung der Praxiserfahrung?
Die Auswertung zeigte, dass der Spaßfaktor und die hohe Motivation durch die Produktorientierung überwiegen, während der fachliche Lernzuwachs bei der ersten Anwendung noch hinter der technischen Einarbeitung zurückblieb.
- Citation du texte
- Antje Beduhn (Auteur), 2021, Divideodaktik. Sieben Gründe Videos im Unterricht zu drehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984139