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Wie finanziert sich der Islamische Staat?

Die Finanzierungsformen der Terrororganisation und Möglichkeiten zur Verhinderung dieser

Titel: Wie finanziert sich der Islamische Staat?

Essay , 2017 , 5 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Spätestens seit den Terrorangriffen von Paris am 13. November 2015 und dem Absturz des russischen Passagierflugzeugs über der Sinai-Halbinsel ist die Bekämpfung des Islamischen Staates (IS) eines der wichtigsten politischen Themen auf der Agenda westlicher Regierungen, aber auch zum Beispiel Russlands und Chinas. Es gibt allerdings verschiedene Ansichten darüber, wie eine weitere Ausweitung des Herrschaftsgebiet der Terrororganisation verhindert werden kann. Eine Strategie könnte sein, den IS finanziell trockenzulegen, also seine Geldquellen zu kappen. Dazu muss allerdings zunächst einmal Klarheit darüber herrschen, wie der IS sich finanziert. Dieser Frage werde ich in dem vorliegenden Essay nachgehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erdölhandel als Einnahmequelle

3. Einnahmen aus Steuern, Zöllen und kriminellen Aktivitäten

4. Erlöse durch den Verkauf von Antiquitäten

5. Finanzierung durch private Spender

6. Einnahmen aus Lösegeldzahlungen

7. Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Finanzierungsströme des sogenannten Islamischen Staates (IS), um aufzuzeigen, wie die Organisation ihre wirtschaftliche Basis aufgebaut hat und durch welche Maßnahmen diese Geldquellen effektiv eingedämmt werden könnten.

  • Analyse der Erdölförderung und des illegalen Ölhandels.
  • Untersuchung von Erpressung, Steuern und Plünderungen in besetzten Gebieten.
  • Bewertung des Handels mit antiken Kunstobjekten als Erlösquelle.
  • Einfluss privater Spendenströme aus dem Ausland.
  • Betrachtung von Lösegeldzahlungen und deren geopolitischer Relevanz.

Auszug aus dem Buch

Erdölhandel als Einnahmequelle

Eine der wichtigsten Einnahmequellen der Organisation ist der Verkauf von Erdöl aus den eroberten Regionen in Syrien und im Irak. Einerseits benötigt der IS raffiniertes Öl für seine eigenen Zwecke, also etwa für seine Fahrzeuge oder aber für zivile Zwecke in den von ihm kontrollierten Gebieten. Andererseits stellt der Verkauf des Erdöls ins Ausland eine wichtige Geldquelle für den IS dar. (vgl. CRS, 2015, S. 5).

Dieser Export gestaltet sich jedoch schwierig: Der Islamische Staat kann nicht über die herkömmlichen Wege sein Erdöl veräußern, da ihm beispielsweise der Zugang zu Pipelines oder Seehäfen fehlt. Darüber hinaus hat der IS keinen direkten Zugang zum internationalen Erdölmarkt, da große Ölkonzerne mit ihm keine Geschäfte machen wollen oder dürfen. Aus diesen Gründen bleibt der Terrororganisation nur der Schmuggel per LKW an die Grenze zur Türkei. Hier kann sie ihr Erdöl an türkische Händler verkaufen, die sie ihn bar oder in Naturalien bezahlen. Aufgrund internationaler Handelsverbote muss der IS sein Erdöl allerdings deutlich unter dem Marktpreis verkaufen. Es gibt Berichte von Juli 2014, dass das IS-Öl an der türkischen Grenze für 18 US$ pro Barrel verkauft wird. Zu diesem Zeitpunkt lag der Brent, ein internationaler Referenzpreis bei 107US$ . Durch den gesunkenen Ölpreis der vergangenen Monate dürfte sich der Wert des IS-Öls weiter verringert haben. (vgl. CRS, 2015, S.5). Die Luftschläge von Frankreich, Großbritannien, den USA und Russland haben diesem Geschäftszweig des Islamischen Staates schwer geschadet. Bombardiert wurden nicht nur die Förderungs- und Raffinerieanlagen in Syrien und im Irak, sondern auch die Transportwege, die für den Verkauf des Öls sehr wichtig sind. Die Höhe der Einnahmen durch den Erdölverkauf werden von einem Terrorexperten des US-Finanzministeriums auf etwa 500 Millionen US$ pro Jahr geschätzt, andere Schätzungen gehen von jährlich lediglich 70 Millionen US$ aus. Dieser große Unterschied zeigt, wie schwierig die Datenlage hierzu ist. Zukünftig dürfte diese Einnahmequelle jedoch an Bedeutung verlieren, vor allem durch ihre vergleichsweise hohe Verwundbarkeit. (vgl. Spiegel Online, 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Relevanz der finanziellen Austrocknung der Terrororganisation.

2. Erdölhandel als Einnahmequelle: Erläuterung der Bedeutung, der logistischen Hürden und der Preissituation beim illegalen Export von Rohöl durch den IS.

3. Einnahmen aus Steuern, Zöllen und kriminellen Aktivitäten: Analyse der Ausbeutung der lokalen Bevölkerung durch Zwangsabgaben, Plünderungen und die Erhebung von Religionssteuern.

4. Erlöse durch den Verkauf von Antiquitäten: Darstellung der Plünderung archäologischer Stätten und des illegalen Handels mit Kunstobjekten.

5. Finanzierung durch private Spender: Bewertung der Rolle privater Geldgeber aus Golfstaaten und Europa sowie der Verwendung von Bitcoin.

6. Einnahmen aus Lösegeldzahlungen: Diskussion über Entführungen und die unterschiedlichen politischen Strategien westlicher Nationen hinsichtlich Lösegeldzahlungen.

7. Fazit und Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur finanziellen Gesamtsituation und Notwendigkeit der Bekämpfungsstrategien.

Schlüsselwörter

Islamischer Staat, IS, Terrorfinanzierung, Erdölhandel, Lösegeld, Antiquitätenhandel, Steuern, Zwangsabgaben, Golfstaaten, Sanktionen, Geldwäsche, Wirtschaftsstrategie, Terrorismusbekämpfung, Bitcoin, Syrien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Einnahmequellen des Islamischen Staates (IS) und analysiert, wie sich die Organisation finanziert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen den Erdölhandel, die Ausbeutung der Zivilbevölkerung, den Handel mit Antiquitäten, externe Spenden und Lösegelderpressung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Klarheit über die Finanzierung des IS zu gewinnen, um Strategien zu identifizieren, wie diese Geldquellen durch die internationale Gemeinschaft trockengelegt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Berichten offizieller Stellen wie dem Congressional Research Service und Medienberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf Hauptfinanzquellen des IS einzeln analysiert, ihre Erlöspotenziale geschätzt und die Schwierigkeiten ihrer Unterbindung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Terrorfinanzierung, IS-Öl, Antiquitätenhandel, Lösegeld, Spendenströme und Wirtschaftsstrategie.

Warum ist der Verkauf von Erdöl für den IS schwierig?

Der IS hat keinen Zugang zu internationalen Ölpipelines oder Seehäfen und steht unter internationalen Handelsverboten, was ihn zum Schmuggel über LKW an die türkische Grenze zwingt.

Welche Rolle spielt die Religionssteuer (Jizyah) für den IS?

Sie dient als zusätzliche Einnahmequelle, die vor allem von christlichen Gemeinden unter Androhung von Gewalt eingezogen wird, während für andere Gruppen wie Jesiden andere Regeln gelten.

Wie unterscheiden sich die Ansätze zur Lösegeldzahlung im Westen?

Während Staaten wie die USA und Großbritannien eine Zahlung strikt ablehnen, zahlen andere europäische Nationen wie Frankreich teilweise Lösegelder zur Befreiung ihrer Staatsbürger.

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Details

Titel
Wie finanziert sich der Islamische Staat?
Untertitel
Die Finanzierungsformen der Terrororganisation und Möglichkeiten zur Verhinderung dieser
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
5
Katalognummer
V984766
ISBN (eBook)
9783346341174
Sprache
Deutsch
Schlagworte
islamische staat finanzierungsformen terrororganisation möglichkeiten verhinderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Wie finanziert sich der Islamische Staat?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984766
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Leseprobe aus  5  Seiten
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