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Ressourcenorientierung und Empowerment im Case Management

Eine kurze Analyse

Titel: Ressourcenorientierung und Empowerment im Case Management

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Carina Deichmann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird zunächst näher auf das Case Management im Gesundheits- und Sozialwesen und dessen Grundlagen eingegangen. Weiterhin soll der Ansatz des Empowerments und der Ressourcenorientierung betrachtet werden sowie dessen Haltung, die nötigen Strukturen in der Klientenarbeit aufzeigen und mögliche Probleme, welche in der Praxis auftreten können. Abschließend wird diskutiert, was mit der „Illusion der selbstbestimmten Lebensführung“ innerhalb des Case Managements gemeint sein könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Case Management im Gesundheitswesen – Grundlagen & Konzepte

2.2 Case Management im Sozialwesen

2.2.1 Grundlagen und Rahmenbedingungen

2.2.2 Phasenmodell

2.3 Empowerment & Ressourcenorientierung

3. Empowerment im Case Management – Strukturen in der Klientenarbeit

4. Probleme in der Praxis und die „Illusion der selbstbestimmten Lebensführung“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration des Empowerment-Ansatzes innerhalb des Case Managements in der Sozialen Arbeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch eine ressourcenorientierte Haltung und entsprechende Strukturen in der Klientenarbeit eine effektive Unterstützung gelingen kann und welche praktischen Barrieren sowie ideellen Spannungsfelder – insbesondere im Hinblick auf die „Illusion der selbstbestimmten Lebensführung“ – dabei auftreten.

  • Grundlagen des Case Managements im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Methodik des Empowerment-Konzepts und Ressourcenorientierung
  • Strukturelle Voraussetzungen für eine gelingende Klientenarbeit
  • Diskussion von Praxisproblemen und Zwangskontexten
  • Analyse von Selbstbestimmung unter realen Versorgungsbedingungen

Auszug aus dem Buch

3. Empowerment im Case Management – Strukturen in der Klientenarbeit

Wie im vorherigen Kapitel bereits skizziert wurde, besteht die zentrale Säule und Aufgabe des Empowerments darin, Menschen in ihren Fähigkeiten zu bekräftigen und verborgene zu entdecken, um dadurch Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und ein Selbstbestimmtes Leben zu fördern. Da Case Management in der der Sozialen Arbeit Empowerment miteinbezieht, ergeben sich folgende Voraussetzungen und Strukturen für die Klientenarbeit, damit das Konzept hierbei gelebt werden kann. Case Management bildet in der Beratung eine Schnittstelle zwischen dem System der Versorgung und den Anliegen der Menschen. Es muss als Bindeglied fungieren und beide Interessen zusammenfügen. Entscheidend ist die Art der Interaktion innerhalb der Beratung. Wendt bezeichnet diese als „Sorgeberatung“, da der Case Manager sich nicht als Instruktor versteht, sondern als lösungsorientierter, wertschätzender Berater, welcher keine vorgefertigten Lösungen hervorbringt (vgl. Wendt, 2018, S.85). Im Rahmen eines stärkenorientierten Case Managements sollten offene Fragen formuliert werden, um dem Klienten komplexere Antwortmöglichkeiten zu geben. Es gilt durch verschiedene Methoden, Fragetechniken oder auch Visualisierungen die Stärken und Fähigkeiten zu erforschen, die selbst zunächst nichtmehr wahrgenommen wurden (vgl. Ehlers et. al., 2017, S. 86). Als Voraussetzung lässt sich feststellen, dass der Case Manger über Kompetenzen der Gesprächsführung und Beratung verfügen muss. Ebenfalls sollte beachtet werden, in welchen Bereichen Ressourcen und Kraftquellen zu finden sind, da diese sonst schwer konkret zu benennen sind. Diese Ressourcen lassen sich in Personen und Umweltressourcen unterscheiden. Personenressourcen meinen all die Kraftquellen, die aus lebensweltlicher Sicht genannt werden können: Handlungskompetenzen, Alltagsauseinandersetzung oder auch kritische Lebensereignisse. Umweltressourcen lassen sich aus Beziehungen, Familien und dem Freundesnetzwerk des Klienten herausarbeiten (vgl. Herriger, 2020, S. 95). Die Grundhaltung des Case Managers ist entscheidend: Die Selbstbestimmung des Klienten in jeder Phase des Case-Management Prozesses beachtend, ihren Ressourcen wertschätzend begegnen und die Fähigkeit zu differenzierten Denkweisen besitzend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass Menschen nach schweren Krisen oft auf Unterstützung angewiesen sind, und stellt das Case Management als lösungsorientiertes, ressourcenorientiertes Instrument vor.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Case Managements in Gesundheits- und Sozialwesen, erläutert das Phasenmodell und führt das Konzept des Empowerments als Leitlinie ein.

3. Empowerment im Case Management – Strukturen in der Klientenarbeit: Hier werden die Voraussetzungen für eine empowernde Beratung dargelegt, wobei der Fokus auf der Interaktionsform der „Sorgeberatung“ und der Identifikation von Ressourcen liegt.

4. Probleme in der Praxis und die „Illusion der selbstbestimmten Lebensführung“: Dieses Kapitel diskutiert die Widersprüche zwischen Standardisierung und Einzelfallorientierung sowie die Problematik von Zwangskontexten in der Praxis.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz struktureller Grenzen das Case Management ein wesentliches Instrument für ein selbstbestimmteres Leben darstellt.

Schlüsselwörter

Case Management, Empowerment, Ressourcenorientierung, Soziale Arbeit, Klientenarbeit, Sorgeberatung, Selbstbestimmung, Fallsteuerung, Krisenintervention, Netzwerkarbeit, Sozialwesen, Gesundheitswesen, Persönliche Assistenz, Hilfeplanung, Systemisches Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Empowerment-Konzept als ressourcenorientierter Ansatz in das Case Management integriert werden kann, um Menschen in komplexen Lebenssituationen professionell zu begleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Case Managements, der Stärken- und Ressourcenorientierung, der Gestaltung der Beziehungsarbeit zwischen Case Manager und Klient sowie der kritischen Analyse von Praxisproblemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine wertschätzende Haltung und gezielte Strukturen die Eigenkräfte von Klienten gestärkt werden können, um eine weitgehend selbstbestimmte Lebensführung zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, ergänzt durch eine praxisbezogene Reflexion, die ein Beispiel aus der persönlichen Assistenz in der Behindertenhilfe nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Analyse der empowerment-orientierten Strukturen in der Klientenarbeit sowie die kritische Diskussion praktischer Herausforderungen wie Zwangskontexte und Finanzierungsfragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Case Management, Empowerment, Ressourcenorientierung, Sorgeberatung und Selbstbestimmung.

Wie unterscheidet sich die „Sorgeberatung“ vom klassischen Management?

Der Case Manager agiert hier nicht als instruierender Entscheider, sondern als lösungsorientierter Begleiter, der keine fertigen Lösungen vorgibt, sondern den Klienten bei der eigenen Lösungsfindung unterstützt.

Welche Rolle spielt die Freiwilligkeit im Case Management?

Freiwilligkeit wird als wichtige Voraussetzung für gelingende Empowerment-Prozesse angesehen; bei Zwangskontexten besteht die Herausforderung darin, den Klienten dennoch in eine aktive, verantwortungsübernehmende Rolle zu führen.

Warum wird von einer „Illusion der selbstbestimmten Lebensführung“ gesprochen?

Der Begriff thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Ideal der Selbstbestimmung und den realen, durch Finanzierungsträger und bürokratische Strukturen begrenzten Handlungsspielräumen in der Praxis.

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Details

Titel
Ressourcenorientierung und Empowerment im Case Management
Untertitel
Eine kurze Analyse
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Veranstaltung
Case Management im Gesundheits- und Sozialwesen
Note
1,7
Autor
Carina Deichmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V986059
ISBN (eBook)
9783346333957
ISBN (Buch)
9783346333964
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ressourcenorientierung empowerment case management eine analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carina Deichmann (Autor:in), 2020, Ressourcenorientierung und Empowerment im Case Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986059
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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