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Die Gyges Geschichte. Ist die Gerechtigkeit ein Gut oder ein Übel?

Title: Die Gyges Geschichte. Ist die Gerechtigkeit ein Gut oder ein Übel?

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Madeleine Friedrich (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Gerechtigkeit ist ein Thema, über das nicht nur in der heutigen Zeit diskutiert wird, sondern auch schon die antiken Philosophen diskutierten über die Gerechtigkeit. In dieser Hausarbeit konzentriert sich die Autorin auf die antiken Philosophen Platon, Herodot und Epikur.

Platon schrieb in seinem Werk Politeia unter anderem aus der Sicht des Sokrates und des Glaukons. Glaukon erzählt die Geschichte des Gyges, ein bekannter lydischer König. Zunächst werden Informationen über den historischen Gyges darlegen und wie er zu seiner Königsherrschaft kam. Danach wird die Version von Glaukon ausgeführt. An dieser Version knüpft die Autorin das Thema über unsichtbare Ringe an, welches ein wichtiger Bestandteil der Geschichte des Gyges bei Glaukon ist. Hierauf folgt dann die Version des Herodots, die im Anschluss daran mit der Version des Glaukons verglichen wird.

Obwohl die Geschichten beide von Gyges handeln, ist der Charakter in den jeweiligen Geschichten anders und wirkt sich auf die Taten des Gyges aus. In beiden Geschichten begeht Gyges ungerechte Taten in verschiedener Weise. Der Gerechtigkeit in Glaukons Version widmet die Autorin ein eigenes Kapitel. Anschließend erläutert Sie die Auffassung der Gerechtigkeit von Epikur und vergleicht diese mit der Auffassung von Glaukon. Der Vergleich der beiden mit Sokrates ist ebenfalls interessant und wird im darauffolgenden Kapitel kurz behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Der historische Gyges

3.Gyges in den Geschichten

3.1 Bei Platon

3.2 Der Ring als Machtsymbol

3.3 Bei Herodot

4.Unterschiede der Geschichten

5.Die Gerechtigkeit bei Glaukon

6.Epikurs Auffassung von Gerechtigkeit

7.Vergleich Sokrates, Glaukon und Epikur

8.Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung, ob Gerechtigkeit ein erstrebenswertes Gut an sich oder lediglich ein notwendiges Übel darstellt, indem sie die konträren Positionen von Sokrates, Glaukon und Epikur anhand der Gyges-Sage analysiert.

  • Historische Einordnung der Figur Gyges
  • Vergleichende Analyse der Gyges-Erzählungen bei Platon und Herodot
  • Die Funktion des Rings als Machtsymbol und Katalysator für Ungerechtigkeit
  • Gerechtigkeit als Kompromiss (Glaukon) vs. Mittel zum Seelenfrieden (Epikur)
  • Die Konzeption der Gerechtigkeit als Seelenfunktion bei Sokrates

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Ring als Machtsymbol

Der Ring des Gyges, der ihn unsichtbar werden lässt, ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Glaukon behauptet, dass es keinen Unterschied macht, ob ein Mensch gerecht oder ungerecht ist, denn er wird durch die Macht ungerechte Handlungen vollziehen. Hätte man zwei Ringe des Gyges und würde einen Ring einem gerechten und einen Ring einem ungerechten Menschen geben, so würden beide ungerechte Handlungen vollziehen.

Unsichtbarkeit verleiht einer Person Macht. Dieses Phänomen ist bereits in der griechischen Mythologie wiederzufinden. Hades, der Gott der Unterwelt, besitzt einen Helm, der ihn unsichtbar werden lässt. Dieser Helm ist, wie der Herrscherblitz von Zeus, ein Machtsymbol. Hades wird oft als hinterlistiger Gott beschrieben und sein Helm ist ein Hilfsmittel für seine ungerechten Taten.

Auch in den heutigen Filmen wird Unsichtbarkeit mit Macht assoziiert. In der Trilogie „der Herr der Ringe“ geht es ebenfalls um einen Ring, „einen Ring, um sie alle zu knechten“. Dieser Ring lässt den Träger unsichtbar werden. Der Ring verleiht dem Träger große Macht, doch hat dieser auch schlechte Auswirkung auf den Charakter des Trägers. Der Ring verdunkelt den Geist des Trägers und verleitet ihn zu bösen und ungerechten Handlungen. Gollum, ein Träger des Ringes, töten seinen besten Freund, um den Ring zu bekommen. Auch der Ring des Gyges verleitet ihn zu bösen Taten, Mord und Herrschaftsraub.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Vorstellung der antiken Philosophen und der zentralen Fragestellung bezüglich der Natur der Gerechtigkeit.

2.Der historische Gyges: Darstellung der historisch belegten Lebensdaten und der Mermnaden-Dynastie des lydischen Königs.

3.Gyges in den Geschichten: Untersuchung der literarischen Überlieferungen durch Platon und Herodot sowie der symbolischen Bedeutung des Rings.

4.Unterschiede der Geschichten: Gegenüberstellung der moralischen Motive und Charakterdarstellungen von Gyges in den verschiedenen Werken.

5.Die Gerechtigkeit bei Glaukon: Analyse der Auffassung, dass Gerechtigkeit lediglich ein gesellschaftlicher Kompromiss aus Furcht vor Unrecht ist.

6.Epikurs Auffassung von Gerechtigkeit: Beschreibung der Gerechtigkeit als Mittel zum Zweck, das Sicherheit und Seelenfrieden ermöglicht.

7.Vergleich Sokrates, Glaukon und Epikur: Kontrastierung der verschiedenen philosophischen Herangehensweisen an das Wesen der Gerechtigkeit.

8.Schluss: Zusammenfassende Bewertung der Theorien und persönliche Einschätzung zur ethischen Relevanz der Gerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, Gyges, Platon, Herodot, Epikur, Sokrates, Macht, Unrecht, Ring, Unsichtbarkeit, Vertragstheorie, Seelenfrieden, Philosophie, Antike, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die philosophische Debatte über das Wesen der Gerechtigkeit anhand der Erzählung des Königs Gyges und vergleicht dabei verschiedene antike Denkansätze.

Welche Philosophen stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Ansichten von Platon (bzw. Sokrates und Glaukon) sowie Epikur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob Gerechtigkeit ein innerer Wert für den Menschen ist oder lediglich ein notwendiges, äußeres Instrument zur Vermeidung von Übel.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, um die verschiedenen Interpretationen der Gyges-Geschichte und die daraus resultierenden ethischen Theorien gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Gegenüberstellung der verschiedenen Gyges-Versionen, der Rolle von Macht und Unsichtbarkeit sowie der detaillierten Analyse der Gerechtigkeitstheorien von Glaukon und Epikur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gerechtigkeit, Macht, Vertragstheorie, Seelenfrieden, ethische Normen und die symbolische Rolle des Rings.

Welchen Unterschied sieht Glaukon zwischen einem gerechten und einem ungerechten Menschen?

Glaukon argumentiert, dass beide letztlich gleich handeln würden, wenn sie die uneingeschränkte Macht hätten, ungerecht zu sein, ohne dabei Konsequenzen fürchten zu müssen.

Wie unterscheidet sich Epikurs Gerechtigkeitsbegriff von dem des Glaukon?

Während Glaukon Gerechtigkeit als einen reinen Kompromiss zwischen schwächeren Menschen sieht, betrachtet Epikur sie als ein zweckmäßiges Mittel, das dem Individuum Sicherheit und dauerhaften Seelenfrieden verschafft.

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Details

Title
Die Gyges Geschichte. Ist die Gerechtigkeit ein Gut oder ein Übel?
College
University of Constance
Grade
1,3
Author
Madeleine Friedrich (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V986273
ISBN (eBook)
9783346350725
ISBN (Book)
9783346350732
Language
German
Tags
Platon Gyges Gerechtigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Madeleine Friedrich (Author), 2020, Die Gyges Geschichte. Ist die Gerechtigkeit ein Gut oder ein Übel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/986273
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