Die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) hat eine vielfältige Diskussion über die Umsetzbarkeit der marxistischen Grundideologie in ein politisches System ausgelöst. Allem voran stellt sich die Frage wie es zur Auflösung der DDR und das Scheitern der in ihr umgesetzten Form des marxistischen Sozialismus kam. Die Gründe hierfür sind sehr umfangreich und kaum innerhalb eines Aufsatzes befriedigend darzulegen. Diese Arbeit widmet sich daher einem Teilaspekt der Betrachtungsebene. Dargelegt werden soll ein Verständnis für den Begriff des Egoismus und sein möglicher Einfluss auf die Gesellschaft in der DDR und UDSSR. Im weiteren soll die Frage behandelt werden, wie der Egoismus zum Scheitern der politischen und wirtschaftlichen Systeme dieser Länder beigetragen hat und welche Konsequenzen sich hieraus für die gegenwärtigen politischen und sozialen Verhältnisse ergeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Annäherung an den Begriff des Egoismus
2.a. Die Evolution des Begriffs Egoismus
2.b. Die Struktur des Egoismus
3. Aussagen der marxistischen Sicht zum Bild des Menschen
4. Das Menschenbild der UDSSR und DDR und die Kritik daran
4.a. Interpretation und Anpassung eines marxistischen Menschenbildes in der DDR und UDSSR
4.b. Kritik an dem Menschenbild der UDSSR und DDR
4.c. Schlussfolgerungen für das Scheitern der UDSSR und DDR
5. Schlussfolgerungen und Denkansätze
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Begriff des Egoismus und dessen Einfluss auf die politischen Systeme des Marxismus unter besonderer Berücksichtigung der DDR und UDSSR, um die Ursachen für deren Scheitern aus einer anthropologisch-sozialistischen Perspektive zu beleuchten.
- Verständnis des Egoismus im historischen und philosophischen Kontext
- Analyse des marxistischen Menschenbildes
- Untersuchung der Diskrepanz zwischen ideologischem Anspruch und sozialistischer Realität
- Bewertung des Einflusses individueller Egoismen auf die Systemstabilität
- Diskussion über aktuelle gesellschaftliche Transformationsprozesse
Auszug aus dem Buch
Die Struktur des Egoismus
Um den Begriff des Egoismus eigenständig in seiner Struktur erfassen zu können, ist seine Verknüpfung innerhalb verschiedenen Forschungsbereiche erforderlich. Auf unterschiedliche Weise wird der Egoismus durch die Philosophie, Biologie, Soziologie, Psychologie und durch die Wirtschaftswissenschaften erforscht und beurteilt. Auch ist diesem Begriff die Verbindung mit den Arbeiten der Forschungszweige zu den Begriffen Instinkt, Selbsterhaltung, Aggression, Persönlichkeit, Charakter, Selbständigkeit, Individualismus, Freiheit und Selbstverwirklichung immanent.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Wiedervereinigung und die Fragestellung nach dem Scheitern des marxistischen Sozialismus unter Einbeziehung des Begriffs Egoismus.
2. Annäherung an den Begriff des Egoismus: Historische und theoretische Herleitung des Egoismus-Begriffs von der Antike bis hin zu modernen wirtschaftswissenschaftlichen Modellen.
3. Aussagen der marxistischen Sicht zum Bild des Menschen: Analyse des marxistischen Ansatzes zur schöpferischen Kraft des Menschen und der Kritik an der kapitalistischen Entfremdung.
4. Das Menschenbild der UDSSR und DDR und die Kritik daran: Untersuchung der Umsetzung der marxistischen Lehre in den realsozialistischen Staaten und deren inhaltliche Defizite.
5. Schlussfolgerungen und Denkansätze: Zusammenfassende Einschätzung des Scheiterns der Systeme und Ausblick auf aktuelle Herausforderungen im Umgang mit Egoismus und gesellschaftlicher Verantwortung.
Schlüsselwörter
Egoismus, Marxismus, DDR, UDSSR, Menschenbild, Sozialismus, Individualismus, Entfremdung, Wirtschaftsethik, Arbeit, Klassengesellschaft, Systemtransformation, Selbsterhaltung, Freiheit, Gesellschaftsordnung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Rolle des Egoismus innerhalb marxistischer Gesellschaftsmodelle auseinander und analysiert, inwiefern dieser Faktor zum Scheitern von DDR und UDSSR beigetragen hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die philosophische Definition von Egoismus, das marxistische Menschenbild, die historische Realität des Sozialismus in der DDR und UDSSR sowie die ökonomische und soziale Dynamik der menschlichen Natur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Missachtung individueller, egoistischer Grundbedürfnisse und die mangelhafte Integration eines ganzheitlichen Menschenbildes wesentliche Gründe für das Scheitern der sozialistischen Versuche waren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene philosophische, psychologische und wirtschaftsethische Ansätze (u.a. Kant, Hegel, Marx, Fromm, Maslow) miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Definition des Egoismus, der marxistischen Kritik am Kapitalismus sowie der konkreten Interpretation und Umsetzung dieser Theorien in den realsozialistischen Staaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Egoismus, Sozialismus, Entfremdung, Systemtransformation und menschliche Selbsterhaltung.
Warum scheiterten laut dem Autor DDR und UDSSR?
Die Systeme scheiterten primär daran, dass sie das marxistische Ideal nicht realisieren konnten, da sie das Individuum und dessen Bedürfnisse ignorierten und stattdessen auf Zwang und Doktrin setzten.
Welche Relevanz hat die Thematik für die heutige Zeit?
Der Autor zieht Parallelen zwischen der damaligen Zeit und modernen Phänomenen wie globalem Wettbewerb und ökonomischem Druck, um vor einem ungehemmten Neo-Liberalismus zu warnen.
- Quote paper
- Lothar Mohrmann (Author), 2002, Egoismus und das marxistische Menschenbild - Egoismus und Aspekte seines Einflusses auf die politischen Systeme des Marxismus am Beispiel der DDR und UDSSR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9866