Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Journalism, Journalism Professions

Der Journalist in den Printmedien: Wandel des Berufverständnisses und Berufsbildes durch technische Innovation

Title: Der Journalist in den Printmedien: Wandel des Berufverständnisses und Berufsbildes durch technische Innovation

Term Paper , 2001 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lars-Marten Nagel (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Journalist in den Printmedien und die Wandlung seines Berufsverständnisses sind Thema dieser Ausarbeitung. Die Aufgabenstellung muss vorab konkretisiert werden, denn die Formulierung beinhaltet eine nicht zu bewältigende Fülle von Ereignissen, die im Laufe der Geschichte des Journalismus weltweit zu Wandlungen im Berufsbild und -verständnis geführt haben.
Die Untersuchung bezieht sich auf den Wandel im Berufsbild, der im technischen Fortschritt seinen Ursprung hat. Zwei Parameter müssen klar definiert werden, um die Stoffmenge im Rahmen der Anforderungen einer Hausarbeit zu halten: Die zeitliche und die territoriale Eingrenzung des Untersuchungsraums.
Den zeitlichen Schwerpunkt stellt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Die territoriale Begrenzung umfasst Deutschland. Als Nebenschauplatz muss der angloamerikanische Raum genannt werden, weil viele technische Neuerung dort ihren Ursprung haben. Für die „Neuen Bundesländer“ beginnt die Betrachtung erst mit der Wiedervereinigung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Entwicklungsschritte der Presse- und Nachrichtentechnik

2.1 Entwicklung der Druck- und Satztechnik

Vom Handsatz zum Fotosatz / Von der Weinpresse zum Offsetrotationsdruck

2.2 Entwicklung der Übertragungstechnik

Vom berittenen Boten zur E-Mail und Netzwerktechnik

3. Computer und Netzwerktechnik in den Redaktionen

3.1 Produktionssysteme und Redaktionssysteme

3.2 Chronologie der computerbasierten Redaktion

4. Neue Technik und ihre Wirkung auf die Arbeit der Journalisten

4.1 Umbruch und Layout

4.2 Redigieren am Bildschirm

4.3 Die Bedeutung der Selektion

4.4 Der Kreativaspekt

4.5 Computerbasierte Informationssuche / Recherche Online

5. Die Leipziger Volkszeitung als Exempel

5.1 Das technische Equipment

5.2 Veränderung der journalistischen Arbeit

5.3 Qualifikationsprofil für Redakteure

5.4 Akzeptanz und negative Erfahrungen

6. Pro und Contra technischer Innovation

6.1 Vorteile der Neuen Technik

6.2 Risiken der Neuen Technik

7. Exkurs: Das Multimediazeitalter

8. Schlusswort / Fazit

9. Glossar

9.1 Übersicht der Graphiken

9.2 Literaturnachweis

9.3 Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des journalistischen Berufsbildes in den deutschen Printmedien im Kontext des technischen Fortschritts seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die zunehmende Elektronisierung der Redaktionen – von den ersten computergestützten Satzsystemen bis hin zu modernen digitalen Redaktionssystemen und Online-Recherchewerkzeugen – das Berufsverständnis, die Arbeitsabläufe und die Anforderungsprofile an Redakteure verändert hat.

  • Historische Entwicklung der Druck- und Nachrichtentechnik.
  • Einfluss technischer Neuerungen auf den redaktionellen Arbeitsalltag und die Qualitätssicherung.
  • Praktische Fallstudie der "Leipziger Volkszeitung" als Modell für eine moderne Redaktionsorganisation.
  • Diskussion der Auswirkungen von Rationalisierungsdruck und technischer Innovation auf das Berufsprofil.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Selektion

Der Anschluss der Agenturen an die Redaktionssysteme führte zu einer Inflation der Meldungen, Beiträgen und Fotos, die täglich in die Redaktionen eingehen. Eine Tageszeitung wie die Leipziger Volkszeitung empfängt etwa 1500 Fotos und 2500 Agenturmeldungen pro Tag. Je mehr Agenturen (dpa, ap, reuters, afp, sid usw.) von der Zeitung abonniert sind, umso mehr Sendungen sind stündlich zu sichten.

Insgesamt gibt es weltweit 180 Nachrichtenagenturen, die täglich 13 Millionen Wörter verbreiten. Verschärft wird die Entwicklung durch die steigende Zahl der Beiträge der Freien Mitarbeiter und das umfangreiche Informationsangebot der anderen Medien sowie des Internets.

Die Redakteure müssen bei der Selektion sorgfältig und schnell sein. Was für katastrophale Auswirkungen hätte es, wenn die Agenturmeldung über den Rücktritt eines Ministers von einem Redakteur übersehen würde und deshalb kein Beitrag zum Thema erschiene. Die Peinlichkeit für die Zeitung wäre kaum auszumalen.

Ein weiterer Trend zeigt sich, bei der Fülle des Angebots an Agenturtexten gehen die Eigenbeiträge der Zeitung zurück. Es bietet sich an, den Rechercheur, den Korrespondenten und die Edelfeder zu "outsourcen" und die teuren Gehälter zu sparen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung definiert den Untersuchungsrahmen auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland und skizziert die methodische Eingrenzung auf den Einfluss technischer Innovationen auf das journalistische Berufsbild.

2. Entwicklungsschritte der Presse- und Nachrichtentechnik: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Druck-, Satz- und Übertragungstechnik und zeigt den Weg von mechanischen Verfahren bis zur computergesteuerten Produktion auf.

3. Computer und Netzwerktechnik in den Redaktionen: Hier wird der systemische Charakter moderner Redaktions- und Produktionssysteme erläutert und die chronologische Einführung computerbasierter Arbeitsplätze in deutschen Redaktionen nachgezeichnet.

4. Neue Technik und ihre Wirkung auf die Arbeit der Journalisten: Dieses Kapitel analysiert detailliert, wie technologische Neuerungen den Arbeitsalltag – von Layout über Korrektorat bis hin zur Online-Recherche – verändern und welche Auswirkungen dies auf den Stellenwert kreativer journalistischer Arbeit hat.

5. Die Leipziger Volkszeitung als Exempel: Anhand eines Interviews mit der Chefredaktion der LVZ werden die praktischen Konsequenzen einer voll digitalisierten Redaktionsumgebung und die veränderten Qualifikationsanforderungen an das Personal beleuchtet.

6. Pro und Contra technischer Innovation: Eine abwägende Darstellung, die den Chancen der gesteigerten Leistungsfähigkeit und Aktualität die Risiken einer übersteuerten Rationalisierung und des Qualitätsverlustes gegenüberstellt.

7. Exkurs: Das Multimediazeitalter: Der Ausblick beschäftigt sich mit den Anforderungen an den Online-Journalismus und der Entstehung neuer Berufsbilder in den multimedialen Medienlandschaften.

8. Schlusswort / Fazit: Die Zusammenfassung betont die Notwendigkeit einer funktionalen Definition des Journalistenberufs und mahnt an, dass Technik lediglich ein Werkzeug bleiben darf, um den journalistischen Auftrag im demokratischen Prozess zu erfüllen.

Schlüsselwörter

Journalismus, Printmedien, Redaktionssysteme, technische Innovation, Berufsbild, Rationalisierung, Informationsmanagement, Agenturmeldungen, Online-Recherche, Zeitungsdruck, Layout, Computertechnologie, Medienwandel, Selektion, Qualifikationsprofil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Transformation des Berufsverständnisses von Journalisten in Printmedien unter dem direkten Einfluss von technischen Innovationen im Redaktionsalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung von Druck- und Satztechniken, der Übergang zu elektronischen Redaktionssystemen sowie die daraus resultierenden Veränderungen in den journalistischen Arbeitsabläufen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, wie die zunehmende Elektronisierung und der Zwang zur Rationalisierung das Anforderungsprofil und den Arbeitsalltag von Printjournalisten beeinflussen und ob das Endprodukt Zeitung darunter qualitativ leidet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer literaturbasierten Analyse technischer und medienwissenschaftlicher Grundlagen basiert die Arbeit auf einem geführten Experteninterview mit der Chefredaktion der Leipziger Volkszeitung (LVZ).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung, die Auswirkungen auf klassische Tätigkeiten wie Layout und Korrektorat, die veränderte Rolle der Selektion sowie eine praktische Fallstudie zur Implementierung von Redaktionssystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Rationalisierung, Redaktionssysteme, Berufswandel, Informationsmanagement und technischer Fortschritt in der Medienproduktion.

Wie hat sich die Verantwortung für das Layout verändert?

Durch die Einführung integrierter Redaktionssysteme wurde die früher eigenständige "Vorstufe" weitgehend weg rationalisiert, sodass die Verantwortung für Seitengestaltung und Layout direkt auf die Journalisten übergegangen ist.

Warum ist die Selektionsfähigkeit heute wichtiger denn je?

Da Journalisten durch die Flut von Agenturmeldungen, Internetinformationen und Bilddaten täglich vor einer riesigen Datenmenge stehen, ist die Fähigkeit, diese Mengen schnell und präzise in nutzbares Wissen zu filtern, eine zentrale Kernkompetenz geworden.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Der Journalist in den Printmedien: Wandel des Berufverständnisses und Berufsbildes durch technische Innovation
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Course
Grundlangen des Printjournalismus
Grade
1,7
Author
Lars-Marten Nagel (Author)
Publication Year
2001
Pages
26
Catalog Number
V9870
ISBN (eBook)
9783638164672
ISBN (Book)
9783638826679
Language
German
Tags
Journalistik Journalismus KMW Journalisten Berufsverständnis Berufsbild Leipziger Volkszeitung Redaktion Redaktionssysteme Zeitung Medien Computer Selbstverständnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars-Marten Nagel (Author), 2001, Der Journalist in den Printmedien: Wandel des Berufverständnisses und Berufsbildes durch technische Innovation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9870
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint