Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Filmwirtschaft als eine der elf vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) definierten Teilbranchen der Kreativwirtschaft auseinander. Mit Hilfe einiger Kennzahlen und Informationen zur Struktur dieser Branche wird ein erster Einblick in die deutsche Filmwirtschaft gegeben.
Des Weiteren wird die Begrifflichkeit der Konvergenz in ihrer Konnotation erläutert. Um die Konvergenzentwicklungen der Filmwirtschaft und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette der Filmwirtschaft besser nachvollziehen zu können, wird zunächst ein Überblick über die Wertschöpfungskette der deutschen Filmwirtschaft selbst gegeben. Daran anschließend liegt der Fokus vor allem auf der Erläuterung der betroffenen Teile der Wertschöpfungskette hinsichtlich der Content-Generierung und Content-Verwertung. Ergänzend werden auch weitere Schnittstellen zu anderen Teilbranchen berücksichtigt und kurz vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Die Begrifflichkeit „Konvergenz“
1.2. Überblick über die Filmwirtschaft als Teilbranche der Kreativindustrie
2. Die Wertschöpfungskette der Filmwirtschaft
2.1 Konvergenzentwicklungen hinsichtlich der Content-Generierung
2.2 Konvergenzentwicklungen hinsichtlich der Content-Verwertung
2.2.1 primäre Content-Verwertung
2.2.2 sekundäre Content-Verwertung
2.3 Weitere Schnittstellen zu anderen Teilbranchen
2.3.1 Dienstleistungen und Produkte der Filmwirtschaft für andere Teilbranchen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitigen Wertschöpfungszusammenhänge der Filmwirtschaft mit anderen Teilbranchen der Kreativwirtschaft unter dem Aspekt der Konvergenz. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Konvergenzentwicklungen die Prozesse der Content-Generierung und Content-Verwertung beeinflussen und welche Schnittstellen dabei zu anderen Branchen entstehen.
- Strukturelle Analyse der Wertschöpfungskette der deutschen Filmwirtschaft.
- Untersuchung von Konvergenzphänomenen bei der Stoffentwicklung und Content-Generierung.
- Differenzierung zwischen primärer und sekundärer Content-Verwertung.
- Analyse der Schnittstellen zu Branchen wie Buchmarkt, Musikwirtschaft und Gamesindustrie.
- Evaluation der Rolle digitaler Technologien bei der Verzahnung von Teilbranchen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Konvergenzentwicklungen hinsichtlich der Content-Generierung
Dieses Kapitel zeigt Konvergenzentwicklungen hinsichtlich der Content-Generierung, die in der Filmherstellungsphase der Pre-Produktion zu verorten ist, auf.
Bis auf den Kunstmarkt können mit Bezug auf die Content-Generierung Schnittstellen zwischen der Filmwirtschaft auf der einen und allen anderen Teilbranchen auf der anderen Seite gefunden werden.
Zur Teilbranche Buchmarkt zählen neben den Schriftsteller und Schriftstellerinnen, die Buchverlage sämtlicher Sparten, der Buchhandel, Literaturagenten, Übersetzer und Buchbinder. Im Rahmen der Content-Generierung für die Filmwirtschaft kommt den Schriftstellern und Schriftstellerin, teilweise vertreten durch Literaturagenten und Buchverlage, eine bedeutende Rolle zu: „Erfolgreiche Romane sind in den letzten Jahren ein riesiges Reservoir am Material für kommerzielle Filme gewesen. Tatsächlich ist es inzwischen für die Verlage ein wesentlich ökonomischer Faktor, das Material eines erfolgreichen Romans auch als Film zu verwerten. Manchmal scheint es fast so, als existiere der populäre Roman (im Gegensatz zur elitären Prosakunst) nur als erster Entwurf für den Film.“
Neben dem eigens für einen Film geschriebenen Manuskript handelt es sich bei der Buchadaption um die gängigste Form der Stoffgenerierung, zumal diese in der Regel auch im Gewand des Films sehr erfolgsversprechend ist. Dabei ist es meist nebensächlich, ob es sich um klassische Romanvorlagen (wie beispielsweise Jane Eyre, James Bond - Skyfall, The Hobbit oder The Great Gatsby) handelt oder die Verfilmung aktueller Bestseller (The Hunger Games, Girl With The Dragon Tattoo, Glück, Russendisco etc.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Struktur der deutschen Filmwirtschaft ein und definiert den Begriff der Konvergenz im Kontext der Kreativwirtschaft.
2. Die Wertschöpfungskette der Filmwirtschaft: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Stufen der Filmproduktion und analysiert die konvergenten Schnittstellen zur Content-Generierung, Verwertung sowie zu weiteren Dienstleistungen anderer Kreativbranchen.
Schlüsselwörter
Filmwirtschaft, Kreativwirtschaft, Konvergenz, Wertschöpfungskette, Content-Generierung, Content-Verwertung, Medienkonvergenz, Digitalisierung, Stoffentwicklung, Buchadaption, Gamesindustrie, Musikwirtschaft, Schnittstellen, Filmproduktion, Crossmedia.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Konvergenzentwicklungen auf die Wertschöpfungskette der Filmwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Generierung und Verwertung von Inhalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Analyse der Film-Wertschöpfungsstufen sowie die Identifikation von Schnittstellen zu anderen Teilbranchen wie der Literatur-, Musik-, Software- und Werbewirtschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Zusammenwachsen verschiedener Medien und Industrien (Konvergenz) die Filmbranche verändert und welche Synergien dabei entstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine strukturierte Analyse von Brancheninformationen und Wertschöpfungsnetzwerken, gestützt durch Fachliteratur und Daten des Bundesministeriums für Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erläutert detailliert die Phasen Pre-Produktion, Produktion und Post-Produktion und wie diese mit externen Inhalten und Dienstleistungen verknüpft sind.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Filmwirtschaft, Konvergenz, Wertschöpfungskette, Content-Verwertung und Crossmedia-Strukturen.
Wie unterscheidet sich die primäre von der sekundären Content-Verwertung?
Die primäre Verwertung umfasst die direkte Nutzung des Films (Kino, TV, DVD), während die sekundäre Verwertung die Nutzung des Filmstoffs in anderen Branchen (z.B. Games, Bücher, Merchandise) beschreibt.
Welche Rolle spielen digitale Technologien?
Digitale Technologien fungieren als Treiber der Konvergenz, da sie Prozesse schneller und effizienter machen und die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen lassen.
- Citar trabajo
- Lotte Kerls (Autor), 2012, Auswirkungen der Konvergenzentwicklungen auf die Wertschöpfungskette der Filmwirtschaft. Content-Generierung, Content-Verwertung und Schnittstellen zu anderen Teilbranchen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/987191