In dieser Ausarbeitung handelt es sich um die Basiskompetenzen der Beratung, das diagnostische Vorgehen im Beratungsprozess. Abschließend wird eine ausgewählte Beratungsmethode praxisorientiert dargestellt. Um auf die Grundkompetenzen der Beratung einzugehen, soll vorerst der Begriff Kompetenz sowie der Begriff Beratung erläutert werden. Um in Erfahrung zu bringen, welche spezifischen Aufgaben bei der Beratung zu lösen sind und somit die Kernkompetenzen der Beratung zu beschreiben, folgt eine Skizzierung von Beratung.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1: Basiskompetenzen der Beratung
Aufgabe 2: Diagnostisches Vorgehen im Beratungsprozess
Aufgabe 3: Auswahl und Darstellung der Beratungsmethode
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, grundlegende Kompetenzen für eine professionelle gesundheitspädagogische Beratung zu identifizieren und diese anhand eines konkreten Fallbeispiels in ein strukturiertes diagnostisches sowie methodisches Vorgehen zu übersetzen.
- Definition und Kernkompetenzen professioneller Beratung
- Struktur eines diagnostischen Beratungsprozesses
- Anwendung der SMART-Kriterien zur Zielformulierung
- Integration evidenzbasierter Verfahren in die Handlungsplanung
- Personenzentrierte Beratung nach C. R. Rogers im praktischen Kontext
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 3: Auswahl und Darstellung der Beratungsmethode
Die Grundeinstellung und Haltung gegenüber von Frau Müller lehnt sich bei der Beratung an den personenzentrierten Ansatz nach C. R. Roger an. Dabei sollen Frau Müller Empathie, Wertschätzung und Akzeptanz entgegengebracht werden. Im Folgenden die Grundannahmen des personenzentrierten Ansatzes auf einen Blick:
• „Der Mensch ist von Natur aus positiv und prosozial orientiert, er kann zukunftsorientiert und rational handeln.
• Der Mensch hat ein Grundbedürfnis nach positiver Wertschätzung durch Andere wie durch sich selbst.
• Das menschliche Verhalten wird durch seine Tendenz zur Selbstaktualisierung bestimmt. Diese drängt den Menschen dazu, seine Fähigkeiten im Rahmen seiner Möglichkeiten in optimaler Weise zu entfalten.
• Wahrnehmungen und Erfahrungen sind grundsätzlich dem Bewusstsein zugänglich.
• Voraussetzung für die Selbstaktualisierung ist ein ungestörtes Selbstkonzept („Kongruenz“). Bei einem gestörten Selbstkonzept („Inkongruenz“) werden Wahrnehmungs und Erlebensinhalte verzerrt oder ignoriert.
• Durch die Förderung der Selbstexploration kann dieses Ignorieren und Verzerren von Wahrnehmungen und Erfahrungen überwunden werden und die Persönlichkeitsentwicklung bzw. -entfaltung kann gefördert werden.
• Wesentliche Bedingung hierfür ist das Beziehungsangebot des Beratenden, das durch die Realisierung förderlicher Beratervariablen in der Beziehungsgestaltung erfahrbar wird: Akzeptanz und positive Wertschätzung („Wärme“), Kongruenz („Echtheit“) und Empathie („einfühlendes Verstehen“).
• In Abgrenzung zu anderen Ansätzen ist davon auszugehen, dass für die Entwicklungsförderung Erinnerungen nicht gedeutet oder interpretiert werden müssen. Annahmen über spezifische Persönlichkeitsstrukturen oder Übertragungsprozesse sind als spekulativ zu bewerten und für den Veränderungsprozess nicht erforderlich.
• Der Beratungsprozess ist empirisch evaluierbar (Schleider und Huse 2011, S. 42– 43).“
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Basiskompetenzen der Beratung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Kompetenz und Beratung und definiert zwölf zentrale Basiskompetenzen für professionelle Berater im Gesundheitswesen.
Aufgabe 2: Diagnostisches Vorgehen im Beratungsprozess: Hier wird der strukturierte Ablauf einer Beratung von der Situationsanalyse über die Zielsetzung bis hin zur Evaluation anhand eines Fallbeispiels detailliert dargestellt.
Aufgabe 3: Auswahl und Darstellung der Beratungsmethode: Das Kapitel fokussiert auf den personenzentrierten Ansatz nach C. R. Rogers, dessen Grundannahmen und Anwendungsphasen im Kontext der Fallarbeit erläutert werden.
Schlüsselwörter
Gesundheitspädagogik, Beratung, Basiskompetenzen, Diagnostik, Situationsanalyse, SMART-Kriterien, Handlungsplanung, Evaluation, Personenzentrierter Ansatz, Selbstaktualisierung, Kongruenz, Empathie, Gesundheitsberatung, Verhaltensänderung, Ressourcenorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an eine professionelle gesundheitspädagogische Beratung und deren praktischer Umsetzung durch Methoden und diagnostische Standards.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Beratungskompetenzen, die diagnostische Prozesssteuerung und die Anwendung des personenzentrierten Ansatzes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Beratungsprozess theoretisch fundiert zu skizzieren und die Anwendung dieser Methoden beispielhaft an einer Klientin (Frau Müller) zu demonstrieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fallstudienbasierte Analyse angewandt, die durch Literaturrecherche und die Anwendung standardisierter Fragebögen (wie SF-36) ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung notwendiger Beratungs-Basiskompetenzen, die methodische Struktur der Problemanalyse und Zieldefinition sowie die theoretische Herleitung des personenzentrierten Beratungsansatzes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gesundheitspädagogik, Beratungskompetenzen, Diagnostik, Zielorientierung und der personenzentrierte Ansatz.
Welche Rolle spielt die Situationsanalyse im Fallbeispiel?
Sie dient als erste Phase, um den Gesundheitszustand und das Problem der Klientin (Frau Müller) durch Interviews und standardisierte Fragebögen explizit zu erfassen.
Warum wird im Fallbeispiel ein Ziel nach SMART-Kriterien definiert?
Die SMART-Kriterien stellen sicher, dass die Ziele der Klientin spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sind, was die Überprüfbarkeit des Fortschritts ermöglicht.
An welcher Stelle stößt der personenzentrierte Ansatz an seine Grenzen?
Der Ansatz stößt an Grenzen, wenn Klienten wenig motiviert sind oder spezifische, direkte Handlungsanweisungen und Informationen benötigen.
- Arbeit zitieren
- Igor Samsonov (Autor:in), 2020, Ansätze und Strategien der gesundheitspädagogischen Beratung und Intervention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/987413