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Die intensive Nutztierhaltung aus wirtschaftsethischer Sicht. Eine Analyse

Title: Die intensive Nutztierhaltung aus wirtschaftsethischer Sicht. Eine Analyse

Research Paper (undergraduate) , 2020 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Hackl (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Situation innerhalb der Intensivtierhaltungsbetriebe zu analysieren, um sie anschließend mit wirtschaftsethischen Aspekten bewerten zu können. Der Fokus liegt hierbei auf der Bewertung des moralischen Handelns der Unternehmen und der Nachhaltigkeit in Bezug auf die Auswirkungen der Massentierhaltung auf Menschen und Tiere. Ziel ist es auch, die Position der Unternehmen darzustellen und deren Interessen und unternehmerischen Entscheidungen zu diskutieren. Konkret werden dabei die äußeren Einflüsse auf die Nutztierhaltungsbetriebe beschrieben und die Handlungsoptionen, welche den Unternehmen in Bezug auf ihre strategischen Entscheidungen zur Verfügung stehen, aufgezeigt.

In den vorangegangenen Abschnitten wurde bereits ein kurzer Überblick über die vorliegende Arbeit geschaffen und deren Ziele erläutert. Zur thematischen Unterstützung des Lesers und zum besseren Verständnis der Zusammenhänge innerhalb der Studienarbeit, folgt im zweiten Absatz eine Darstellung der allgemeinen Rahmenbedingungen innerhalb der Intensivtierhaltung. Neben einer Begriffserläuterung wird hier zudem auf die hauptbetroffenen Tiere dieser Haltungsform näher eingegangen und deren Haltungsbedingungen erläutert. Des Weiteren wird in diesem Kapitel die Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung, kurz Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) als rechtlicher Rahmen für die Nutztierhalter vorgestellt.

Dadurch soll dem Leser ein erster Überblick über diese Form der Nutztierhaltung gegeben werden. Im darauffolgenden Hauptteil wird die intensive Nutztierhaltung aus wirtschaftsethischer Sicht betrachtet. Hier werden der Begriff der Wirtschaftsethik definiert und die wirtschaftsethischen Aspekte dargelegt. Ein wesentlicher Teil des Hauptteils beschäftigt sich zudem mit der Situation der Unternehmen, welche eine intensive Nutztierhaltung betreiben und welchen Handlungsoptionen ihnen für die Reaktion auf die äußerlichen Einflüsse zur Verfügung stehen. Im letzten Teil dieser Studienarbeit erfolgt eine Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse aus dem Hauptteil, woraufhin ein abschließendes Fazit folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 ZIELE DER ARBEIT

1.2 AUFBAU UND STRUKTUR DER ARBEIT

2 ALLGEMEINES ZUR INTENSIVEN NUTZTIERHALTUNG

2.1 DEFINITION

2.2 HAUPTBETROFFENE TIERARTEN IN DER INTENSIVTIERHALTUNG

2.3 TIERSCHUTZ-NUTZTIERHALTUNGVERORDNUNG (TIERSCHNUTZTV)

3 INTENSIVTIERHALTUNG AUS WIRTSCHAFTSETHISCHER SICHT

3.1 DEFINITION WIRTSCHAFTSETHIK

3.2 WIRTSCHAFTSETHISCHE ASPEKTE

3.2.1 moralisch korrektes Handeln

3.2.2 Nachhaltigkeit

3.3 DIE SITUATION DER UNTERNEHMEN

4 ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDES FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Betrieben der Intensivtierhaltung unter wirtschaftsethischen Gesichtspunkten. Dabei wird analysiert, inwiefern die ökonomischen Entscheidungen der Unternehmen mit moralischen Werten und ökologischer sowie sozialer Nachhaltigkeit in Einklang stehen oder mit diesen kollidieren.

  • Analyse der Rahmenbedingungen und Haltungsformen der Intensivtierhaltung.
  • Bewertung des moralischen Handelns landwirtschaftlicher Unternehmen im Kontext von Gewinnmaximierung.
  • Untersuchung der ökologischen und sozialen Auswirkungen, insbesondere hinsichtlich Treibhausgasemissionen und Antibiotikaresistenzen.
  • Diskussion von Handlungsoptionen für Unternehmen zwischen Wettbewerbsdruck und ethischer Verantwortung.
  • Kritische Würdigung der gesetzlichen Mindestanforderungen (TierSchNutztV).

Auszug aus dem Buch

3.2.1 moralisch korrektes Handeln

Unter dem Begriff „Moral“ werden wiederkehrende Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien von Individuen, Gruppen oder Kulturen verstanden. Die Moral regelt dabei, was man in einer sozialen Gemeinschaft tun oder nicht tun darf und ermöglicht es dem Menschen sein Leben im Hinblick auf ein gerechtes solidairisches Zusammenleben bewusst gestalten zu können. Handlungen sind demnach moralisch korrekt, wenn sie sich nach diesen Konventionen, Normen, Idealen und Werten richten. Zu beachten ist dabei jedoch, dass diese nicht allgemeingültig sind, sondern kulturell geprägt sind und zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen variieren können. Zu beachten ist auch, dass moralische Normen im Gegensatz zu rechtlichen Normen rechtsstaatlich nicht erzwingbar sind. Moralische Grundsätze eines Individuums werden durch die Übernahme von moralischen Werten aus der sozialen Umgebung gebildet. Beispiele hierfür können sein: Elternhaus, Freunde, Schule, Kirche oder Fernsehen. Diese moralischen Regeln werden im Laufe der Entwicklung des Individuums erweitert, verändert oder sogar verworfen. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass die Moral nicht ausschließlich von der Persönlichkeit, sondern auch von der Situation, in welcher sich die Person gerade befindet, abhängt. Dem zufolge, sind Menschen sowohl zu „bösen“ als auch zu „guten“ Taten fähig.

In Bezug auf Unternehmer, welche eine intensive Nutztierhaltung betreiben, bedeutet dies, dass die Moral jedes einzelnen Unternehmers unterschiedlich ausgeprägt ist. Daher kann das, was für den einen bereits moralisch verwerflich ist, nämlich das massenhafte Halten von Nutztieren unter äußerst beengten Raumverhältnissen, für den anderen als nicht moralisch verwerflich und als das Mittel zum Zweck begründet werden, um seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Unumstritten ist jedoch, dass es gegen den ethischen Grundsatz verstößt, sofern es sich bei der Haltungsform und eine nicht artgerechte Tierhaltung handelt. Inwieweit dies bei Betrieben der Massentierhaltung, welche sich an die gesetzlichen Vorschriften aus der TierSchNutztV halten zutrifft, ist wissenschaftlich nicht bewiesen, da wie bereits in Kapitel 2.3. die natürlichen Bedürfnisse der Tiere gesetzlich nicht festgelegt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftliche Kritik an der Massentierhaltung und definiert das Ziel, diese Form der Tierhaltung aus wirtschaftsethischer Sicht zu bewerten.

2 ALLGEMEINES ZUR INTENSIVEN NUTZTIERHALTUNG: Hier werden der Begriff der Intensivtierhaltung, die betroffenen Tierarten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung dargestellt.

3 INTENSIVTIERHALTUNG AUS WIRTSCHAFTSETHISCHER SICHT: Dieses Kapitel analysiert moralische Handlungsweisen, Nachhaltigkeitsdimensionen und die wirtschaftliche Situation der Unternehmen im Wettbewerbsdruck.

4 ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDES FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die moralische Verantwortung sowie die Notwendigkeit für eindeutigere gesetzliche Tierschutzregelungen.

Schlüsselwörter

Intensivtierhaltung, Massentierhaltung, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit, Tierwohl, Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, TierSchNutztV, Gewinnmaximierung, Antibiotikaresistenzen, ökologische Folgen, soziale Verantwortung, unternehmerisches Handeln, Wettbewerb, Landwirtschaft, moralisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethischen Konflikten und ökonomischen Hintergründen der industriellen Nutztierhaltung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Analyse der Haltungsbedingungen, die Anwendung wirtschaftsethischer Prinzipien auf landwirtschaftliche Unternehmen sowie die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Situation in Intensivtierhaltungsbetrieben zu analysieren und kritisch zu prüfen, inwieweit das Handeln dieser Unternehmen aus wirtschaftsethischer Sicht vertretbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen Aspekten sowie der Auswertung von Statistiken, Verordnungen und aktuellen Berichten zur Tierhaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden wirtschaftsethische Aspekte wie moralisches Handeln und Nachhaltigkeit beleuchtet sowie die verschiedenen Handlungsoptionen von Unternehmen unter Berücksichtigung von Märkten und Gesetzen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Massentierhaltung, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit, Tierwohl, Antibiotikaresistenzen und unternehmerisches Handeln.

Inwiefern beeinflusst die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung das unternehmerische Handeln?

Sie bildet den rechtlichen Rahmen für Mindestanforderungen an die Haltung, wobei jedoch aufgezeigt wird, dass diese oft als Minimalstandards dienen und Spielräume für betriebswirtschaftliche Optimierungen lassen.

Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit bei der Bewertung der Tierhaltung?

Nachhaltigkeit wird in ökonomischer, ökologischer und sozialer Dimension untersucht, wobei insbesondere die ökologischen Folgen (Treibhausgase, Ammoniak) und gesundheitliche Risiken durch Antibiotika kritisch bewertet werden.

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Details

Title
Die intensive Nutztierhaltung aus wirtschaftsethischer Sicht. Eine Analyse
College
University of Applied Sciences Deggendorf
Grade
1,0
Author
Alexandra Hackl (Author)
Publication Year
2020
Pages
26
Catalog Number
V987975
ISBN (eBook)
9783346347091
ISBN (Book)
9783346347107
Language
German
Tags
Massentierhaltung Wirtschaftsethik Intensivtierhaltung Ethik Wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Hackl (Author), 2020, Die intensive Nutztierhaltung aus wirtschaftsethischer Sicht. Eine Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/987975
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