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Die Entstehung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung in der frühen Kindheit

Unterstützungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit durch stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen

Titel: Die Entstehung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung in der frühen Kindheit

Bachelorarbeit , 2019 , 58 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Susanne Hudák (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie kann die Soziale Arbeit zur Entwicklung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung im Kontext stationärer Mutter-Kind-Einrichtungen beitragen? Um dies klären zu können, wird zunächst die Bindungstheorie erläutert und dabei auf die untergeordnete Fragestellung dieser Arbeit eingegangen, welche Faktoren eine sichere Bindungsbeziehung zwischen Mutter und Kind beeinflussen. Anschließend werden die Folgen unsicherer Bindungsmuster in der frühen Kindheit benannt. Das Aufgabenspektrum sowie gesetzliche Grundlagen stationärer Mutter-Kind-Einrichtungen werden im nächsten Schritt vorgestellt und abschließend folgt der Kernpunkt dieser Arbeit: Es werden Möglichkeiten beleuchtet, wie die Soziale Arbeit die Entstehung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung im Rahmen stationärer Mutter-Kind-Einrichtungen unterstützen kann.

Die Gestaltung der Arbeitsbeziehung zwischen Fachkraft und Klientin und die Auseinandersetzung mit bereits vorhandenen Interventionsprogrammen dienen als theoretische Vorüberlegungen, die in einem von der Autorin entwickelten, theoretischen Konzept münden. Dieses Konzept, welches als Basis die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Bindungstheorie nutzt, stellt einen Entwurf für die Umsetzung in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen dar.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Mütter ihr eigenes Bindungsmuster an ihre Kinder weitergeben, liegt bei bis zu 85 %. Da bei unsicheren Bindungsstilen nachhaltige Folgen wie emotionale oder soziale Störungen nicht selten vorkommen, ist der Anteil an unsicher gebundenen Mutter-Kind-Dyaden in klinischen und sozialen Arbeitsbereichen dementsprechend hoch. Wenn die Beziehung der Dyade schwerwiegend gestört ist und die Versorgung des Kindes nicht mehr sichergestellt werden kann, ist eine Trennung oftmals unumgänglich. In solchen Fällen müssen die betroffenen Kinder außerhäuslich untergebracht werden. 2016 gab es in Deutschland rund 230000 Kinder, die in Pflegefamilien, Kinderheimen oder sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht werden mussten. Eine Hilfeleistung in Form einer stationären Mutter-Kind-Einrichtung kann die Möglichkeit bieten, eine Trennung zu vermeiden und die Mütter beim Aufbau einer sicheren Bindung zu ihrem Kind zu unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Bindung zwischen Mutter und Kind

2.1 Bindungstheorie

2.2 Determinanten einer sicheren Mutter-Kind-Bindung

2.3 Folgen unsicherer Bindungsbeziehungen im frühen Kindesalter

3 Stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen

3.1 Rechtliche Grundlagen

3.2 Auftrag und Leistungsspektrum

4 Einflussmöglichkeiten der Sozialen Arbeit auf die Mutter-Kind-Bindung

4.1 Arbeitsbeziehung zwischen Bezugsbetreuerin und Klientin

4.2 Handlungsoptionen

4.2.1 Vorhandene Programme

4.2.2 Konzeptualisierung in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Soziale Arbeit die Entstehung einer sicheren Bindung zwischen Mutter und Kind im Rahmen stationärer Mutter-Kind-Einrichtungen fördern kann. Dabei wird analysiert, inwiefern Fachkräfte durch gezielte Interventionen und eine reflektierte Arbeitsbeziehung dazu beitragen können, transgenerationale Bindungsmuster zu unterbrechen und die Feinfühligkeit der Mütter zu stärken.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und deren Relevanz in der Sozialen Arbeit
  • Einflussfaktoren auf die Qualität der Mutter-Kind-Bindung
  • Rolle und Auftrag stationärer Mutter-Kind-Einrichtungen
  • Methoden der Sozialen Arbeit wie Videoanalyse und ressourcenorientierte Beratung
  • Konzeptentwicklung zur Förderung der Feinfühligkeit in stationären Settings

Auszug aus dem Buch

4.1 Arbeitsbeziehung zwischen Bezugsbetreuerin und Klientin

In der Zusammenarbeit mit benachteiligten Klientinnen, wie sie in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen zu finden sind, kommt der Position der Sozialarbeiterinnen und insbesondere der Bezugsbetreuerinnen eine äußerst bedeutsame Rolle zu. Umfangreiches Fachwissen über die Bedeutung qualitativ hochwertiger Beziehungen, frühkindliche Entwicklungsprozesse, die frühe Förderung der Mutter-Kind-Bindung und Techniken der Selbstreflexion sind unverzichtbare Kompetenzen, die Sozialarbeiterinnen in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen mitbringen sollten. Nicht zu vernachlässigen ist die Bindungstheorie, die als elementares methodisches Hintergrundwissen und zeitgleich als Instrument dient, um die Arbeitsbeziehung zu analysieren, thematisieren und optimieren (vgl. Gahleitner 2017, S. 290 ff.).

Eine von vielen Herausforderungen für die Professionellen ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz in der Beziehung zu ihren Klientinnen herzustellen. In der Sozialen Arbeit sind Beziehungsprozesse häufig komplex und antinomisch, da sie einerseits einem Machtgefälle und formalen Vorgaben unterliegen und andererseits ein persönliches Einlassen und ein Zulassen von Intimität erfordern. Die Fachkräfte sollten Nähe zulassen können und zugleich um deren Grenzen wissen. Diese Nähe in der Arbeitsbeziehung ist vor allem gekennzeichnet durch Verlässlichkeit, einfühlende Fürsorge und einer Orientierung an Gerechtigkeit. Die Bezugsbetreuerinnen sollten also eine Balance zwischen Ausübung der professionellen Rolle und dem Zulassen persönlicher Beziehungen finden, um sowohl Vertrauen, als auch eine erfolgreiche Arbeitsbeziehung aufbauen zu können (vgl. Gahleitner 2017, S. 299 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Mutter-Kind-Bindung ein und begründet die Notwendigkeit der Unterstützung durch die Soziale Arbeit in stationären Einrichtungen.

2 Die Bindung zwischen Mutter und Kind: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie sowie die Faktoren für eine sichere Bindungsentstehung und die Folgen bei Bindungsstörungen erläutert.

3 Stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen: Dieses Kapitel beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen, den pädagogischen Auftrag und das Leistungsspektrum der stationären Unterbringung.

4 Einflussmöglichkeiten der Sozialen Arbeit auf die Mutter-Kind-Bindung: Hier werden Methoden der Arbeitsbeziehung und konkrete Interventionsoptionen, insbesondere Videoanalysen, für die tägliche Praxis konzeptualisiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Wirksamkeit feinfühligkeitsfördernder Maßnahmen durch Fachkräfte in stationären Settings.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Mutter-Kind-Bindung, stationäre Einrichtung, Soziale Arbeit, Feinfühligkeit, Videoanalyse, Bindungsstörungen, transgenerationale Weitergabe, Bezugsbetreuung, frühe Kindheit, Interventionsprogramme, psychische Gesundheit, Elternkompetenz, Bindungsqualität, Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Fachkräfte der Sozialen Arbeit in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen dazu beitragen können, eine sichere Bindung zwischen Mutter und Kind aufzubauen oder zu stabilisieren.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind die Bindungstheorie, die spezifischen Herausforderungen in stationären Einrichtungen, die Bedeutung mütterlicher Feinfühligkeit sowie die Gestaltung professioneller Arbeitsbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie die Soziale Arbeit durch spezifische Unterstützungsmöglichkeiten im stationären Kontext die Entwicklung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung gezielt fördern kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Konzepterarbeitung verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur Bindungstheorie sowie den Vergleich bestehender Interventionsprogramme, um daraus ein eigenes, auf stationäre Einrichtungen zugeschnittenes Konzept zu entwickeln.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bindung, die Beschreibung des stationären Settings und die methodische Herleitung eines Konzeptes zur Feinfühligkeitsförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Bindungstheorie, stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen, Feinfühligkeit, Videoanalyse, soziale Unterstützung und transgenerationale Weitergabe.

Welche Rolle spielt die Videoanalyse in diesem Konzept?

Die Videoanalyse wird als zentrales Werkzeug empfohlen, um Müttern eine objektive Außenperspektive auf ihr eigenes Interaktionsverhalten zu ermöglichen und gemeinsam mit der Betreuerin feinfühlige Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Warum ist das PBQ-Instrument für die Arbeit relevant?

Der Postpartum-Bonding-Questionnaire (PBQ) dient als hilfreiches, niederschwelliges Instrument zur Feststellung von Hinweisen auf eine gestörte Mutter-Kind-Bindung, was den pädagogischen Handlungsbedarf verdeutlicht.

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Details

Titel
Die Entstehung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung in der frühen Kindheit
Untertitel
Unterstützungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit durch stationäre Mutter-Kind-Einrichtungen
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Note
1,0
Autor
Susanne Hudák (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
58
Katalognummer
V988208
ISBN (eBook)
9783346334756
ISBN (Buch)
9783346334763
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mutter-Kind-Bindung Bindungstheorie Mutter-Kind-Einrichtungen Bindungsstile Bindungsmuster
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Hudák (Autor:in), 2019, Die Entstehung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung in der frühen Kindheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988208
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Leseprobe aus  58  Seiten
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