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Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu

Titel: Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu

Hausarbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Cassandra Götz (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird zunächst der Begriff der Bildung im Vergleich zur Ausbildung analysiert. Daraufhin wird das Leben von Pierre Bourdieu aufgezeigt und die Begriffe wie Kapital und Habitus genauer erklärt. Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Bildungsungleichheiten in Deutschland entstehen, nach der Meinung von Pierre Bourdieu.

Ob im Alltag mit Freunden und Familie im Beruf oder in der Schule, sind kleine manchmal auch größere Ungleichheiten zwischenmenschlicher aber auch finanzieller Art zu beobachten. Am häufigsten sind Ungleichheiten allerdings in der Bildung zu erkennen. Denn schon im Grundschulalter wird klar wer später einmal ein Gymnasium besuchen darf und wer eher auf eine Real-, oder Gesamtschule geht. Dabei fällt auf, das immer mehr sozial schwächere Kinder einen niedrigeren Schulabschluss bekommen als sozial starke. Dies ist ein Problem das nicht neu aufgetaucht ist, sondern schon eine sehr lange Zeit in unserer Gesellschaft für Unruhen sorgt. In den 50er und 60er Jahren Entwickelte sich der Bereich der Bildung stark weiter und es gab sowohl negative als auch positive Veränderungen.

Ein klar positiver Aspekt ist die Verbesserung des Bildungssystems besonders in Realschulen und Gymnasien. Die Schüler haben verbesserte Möglichkeiten einen guten Abschluss zu erlangen. Ein negativer Aspekt ist nach wie vor die Ungleichheit. Immer noch sind die Bildungschancen von der sozialen Herkunft der einzelnen Schüler stark abhängig. So ist deutlich zu erkennen das ein privilegierter Schüler eher ein Gymnasium besuchen wird als ein nicht ganz so privilegiertes Kind. Doch wie kommen diese Ungleichheiten zustande? Woran kann es liegen das sozial schwache Menschen einen niedrigeren Bildungsgrad haben als sozial höher gestellte? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit geraumer Zeit viele Wissenschaftler, darunter auch Pierre Bourdieu. Der Soziologe setzte sich vor allem im 20. Jahrhundert mit den Bildungsungleichheiten auseinander und versuchte seine Ergebnisse am französischen Bildungssystem durchzusetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bildung / Ausbildung

3 Pierre Bourdieu

4 Soziale Schichten nach Bourdieu

5 Kapital

5.1 kulturelles Kapital

5.1.1 Inkorporiertes Kulturkapital

5.1.2 Objektiviertes Kulturkapital

5.1.3 Institutionalisiertes Kulturkapital

5.2 Soziales Kapital

5.2.1 Soziale Reproduktion

5.3 Ökonomisches Kapital

5.4 Zwischenfazit

6 Habitus

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung von Bildungsungleichheiten in Deutschland unter Rückgriff auf die soziologischen Konzepte von Pierre Bourdieu, um zu verstehen, wie soziale Herkunft Bildungschancen determiniert.

  • Abgrenzung der Begriffe Bildung und Ausbildung
  • Biografischer Abriss und soziologischer Ansatz von Pierre Bourdieu
  • Theorie der sozialen Schichten und deren Lebensstile
  • Analyse der verschiedenen Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial)
  • Bedeutung des Habitus-Konzepts für die soziale Positionierung

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Inkorporiertes Kulturkapital

Das Inkorporierte Kulturkapital beschreibt die persönliche Bildungsarbeit. Hierbei spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. Umso mehr Zeit das Individuum investiert um sich weiterzuentwickeln und zu bilden, umso höher wird der Ertrag an kulturellen Kapital. Es wird persönliche Anstrengung, viel Ehrgeiz und Arbeit erwartet. Das Inkorporierte Kulturkapital ist durch keine andere oder weitere Person zu erlangen (vgl Dörpinghaus und Uphoff 2012, S.117 ff). Wo Zeit vorhanden ist und das Individuum in seinen Lernprozessen unterstütz wird ist es somit einfacher sich Bildung anzueignen.

Allerdings darf man nicht vergessen, das die nutzbare Zeit, die für das inkorporierte Kulturkapital benötigt wird auch stark von der ökonomischen Seite der Familie oder einem selbst abhängig ist. Denn nicht jeder hat ausreichend genug finanzielle Mittel, um sich dem Arbeitsmarkt komplett oder teilweise zu entziehen und sich weiterzubilden zu können. Es ist somit also auch kein greifbarer Zustand im Gegensatz zum ökonomischen Kapital. Betrachtet man dann noch die Vererbung des Inkorporieren Kapitals fällt auf das man nichts Konkretes hinterlassen kann, wie beispielsweise beim ökonomischen Kapital ein Haus oder sein Vermögen. Allerdings können in der Familie durch das Vermitteln von inkorporiertem Kulturkapital soziale Strukturen entstehen, welche sich in Sprache oder durch künstlerisches Interesse äußert. Wichtig ist dabei das dies ein unbewusster Prozess ist (vgl. ebd., S. 177 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Problematik der Bildungsungleichheit in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen dieser Disparitäten aus Sicht von Pierre Bourdieu.

2 Bildung / Ausbildung: In diesem Kapitel wird der Versuch unternommen, den Bildungsbegriff von einer bloßen Ausbildung abzugrenzen und die philosophischen sowie pädagogischen Dimensionen von Bildung aufzuzeigen.

3 Pierre Bourdieu: Dieses Kapitel liefert einen biografischen Überblick über den französischen Soziologen und erläutert seinen Werdegang sowie die Entstehung seiner zentralen wissenschaftlichen Arbeiten.

4 Soziale Schichten nach Bourdieu: Es wird die Einteilung der Gesellschaft in drei Schichten erläutert, wobei jede Schicht spezifische Lebensstile und finanzielle Spielräume aufweist.

5 Kapital: Dieses Kapitel bildet den theoretischen Hauptteil und definiert Kapital als akkumulierte Arbeit, die den Individuen zur sozialen Positionierung dient.

6 Habitus: Der Habitus wird als System von Grenzen und als sozial erworbene Grundhaltung zur Welt beschrieben, die das Handeln und Denken eines Individuums maßgeblich prägt.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die anhaltende Relevanz von Bourdieus Theorien für die heutige Bildungsungleichheit in Deutschland.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Pierre Bourdieu, Kapital, Habitus, soziales Kapital, kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital, soziale Schichtung, Bildungsabschluss, Inkorporiertes Kulturkapital, soziale Reproduktion, Bildungschancen, Sozialisation, Gesellschaftsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen von Bildungsungleichheiten in der deutschen Gesellschaft und nutzt dafür die theoretischen Konzepte des französischen Soziologen Pierre Bourdieu.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind der Bildungsbegriff, die verschiedenen Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial) sowie das Konzept des Habitus als prägende Struktur menschlichen Handelns.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es zu erörtern, wie Bildungsungleichheiten nach der Meinung von Pierre Bourdieu entstehen und warum die soziale Herkunft die Bildungschancen nachhaltig beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um die zentralen Begriffe und Konzepte Bourdieus auf das Bildungssystem zu beziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine biografische Einordnung Bourdieus, die Schichtungstheorie und eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Kapitalformen und des Habitus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bildung, Kapital, Habitus, soziale Schichten und Bildungsungleichheit.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Bildung und Ausbildung?

Bildung wird als ein Prozess der Selbstentwicklung und der Welterschließung verstanden, während Ausbildung zielgerichtet auf Abschlüsse und berufliche Verwertbarkeit ausgerichtet ist.

Was macht das Habitus-Konzept so wichtig für die Analyse?

Der Habitus dient als Vermittlungsinstanz zwischen den gesellschaftlichen Schichten, da er die Grenzen des Denkbaren und Machbaren für ein Individuum definiert und somit soziale Muster erklärt.

Inwiefern ist das kulturelle Kapital vererbbar?

Kulturelles Kapital ist in inkorporierter Form (Wissen, Fähigkeiten) an unbewusste Erziehungsprozesse gebunden und in objektivierter Form (materielle Güter) als Erbe übertragbar.

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Details

Titel
Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Cassandra Götz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V989089
ISBN (eBook)
9783346348784
ISBN (Buch)
9783346348791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungsungleichheiten deutschland gründe theorie pierre bourdieu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cassandra Götz (Autor:in), 2018, Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989089
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Leseprobe aus  13  Seiten
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