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Le Bons "Psychologie der Massen" an der Börse. Wie Marktanomalien durch das massenpsychologische Phänomen erklärt werden können

Título: Le Bons "Psychologie der Massen" an der Börse. Wie Marktanomalien durch das massenpsychologische Phänomen erklärt werden können

Trabajo Escrito , 2020 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Martina Süss (Autor)

Psicología - Psicología social
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In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich Le Bons "Psychologie der Massen" auf das Herdenverhalten an der Börse der Neuzeit übertragen lässt und wie Marktanomalien durch das massenpsychologische Phänomen erklärt werden können.

Gustave Le Bons Ansichten in seinem Werk über die „Psychologie der Massen“ sind nach über 120 Jahren noch immer aktuell und allgegenwärtig. Nach den Erfahrungen der letzten Dekaden muss man zugestehen, dass sich ein erstaunlich hohes Maß der Aussagen von Le Bon, auch unter den Bedingungen der modernen Welt, bestätigt haben. Obwohl Le Bon in seinem Werk das Hauptaugenmerk auf Volksmassen und auf politische Einflüsse gelegt hat, kann man massenpsychologische Phänomene nach den gleichen Grundmechanismen auch in der heutigen Zeit in vielen modernen Bereichen, wie beispielsweise den Finanzmärkten, wiederfinden.

Seit jeher versuchen Wissenschaftler die Börsenkurse zu erklären und zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren. Reine Kapitalmarkttheorien, die davon ausgehen, dass die Kurse ausschließlich durch rationale Größen, wie Angebot und Nachfrage beeinflusst werden, werden zunehmend in Frage gestellt. Man geht davon aus, dass auch das Verhalten der Menschen in großem Maße ausschlaggebend ist. Deswegen untersucht man heute das Börsengeschehen auch nach psychologischen Gesichtspunkten und spricht dabei von „Behavioral Finance“. Eine Beobachtung dieser jungen Forschungsrichtung ist, dass es auch an den Finanzmärkten zu massenpsychologischen Verhaltensanomalien, in Form von Herden, kommen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Le Bons „Psychologie der Massen“

2.1 Charakterisierung der Masse

2.2 Eigenschaften der Masse

2.3 Ansteckungstheorie

3 Behavioral Finance

3.1 Verhaltensanomalien

3.2 Herdenverhalten

4 Zusammenfassender Vergleich

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragbarkeit der massenpsychologischen Thesen von Gustave Le Bon auf moderne Finanzmärkte, um zu erklären, wie psychologische Phänomene das irrationale Herdenverhalten von Investoren beeinflussen und zu Marktanomalien führen.

  • Grundlagen der Massenpsychologie nach Le Bon
  • Psychologische Mechanismen von Ansteckung und Suggestion
  • Behavioral Finance als Erklärungsansatz für Börsenanomalien
  • Ursachen und Auswirkungen von Herdenverhalten an Finanzmärkten
  • Synchronisation des Anlegerverhaltens durch Emotionen statt Fundamentaldaten

Auszug aus dem Buch

2.1 Charakterisierung der Masse

Le Bon charakterisiert eine Masse nicht im gewöhnlichen Wortsinn, als eine zufällige Vereinigung Einzelner ohne einen bestimmten Zweck (Le Bon, 2009, S. 29f). Er bezeichnet sie vielmehr als eine organisierte oder psychologische Masse, die unter dem Einfluss gewisser Reize entsteht und in der die bewusste Persönlichkeit jedes Einzelnen schwindet, das unbewusste Wesen vorherrscht, die Gedanken und Gefühle der Individuen geleitet werden durch die Beeinflussung und Übertragung in der gleichen Richtung und jeder Einzelne zur unverzüglichen Verwirklichung der eingeflößten Ideen neigt (Le Bon, 2009, S. 37). Man könnte sagen, das Heterogene versinkt im Homogenen (Schülein & Wirth, 2011, S. 343). Le Bon verwendet hierfür oft das Wort „Gemeinschaftsseele“, die durch die Umformung zur Masse entsteht (Le Bon, 2009, S. 32). Die Beeinflussbarkeit des Einzelnen durch Suggestion erklärt Le Bon mit Hilfe einer Analogie zur Hypnose, da in den zur Masse vereinigten Individuen besondere Eigenschaften hervorgerufen werden, die dem alleinstehenden Einzelnen völlig widersprechen (Le Bon, 2009, S. 36). Sigmund Freud, der sich mit Le Bons Schilderung der Massenseele beschäftigte, erklärt sich das Auftauchen neuer Eigenschaften damit, dass in der Masse Bedingungen herrschen, die es dem Individuum gestatten, die Verdrängung seiner unbewussten Triebregungen abzuwerfen, also unter diesen Umständen das Schwinden des Gewissens oder Verantwortlichkeitsgefühls (Freud, 2014, S. 37). Le Bon und Freud beschreiben also demnach das Wesen der Masse als überwiegend negativ.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, inwieweit Le Bons Theorien auf modernes Herdenverhalten an der Börse anwendbar sind, und führt in die Behavioral Finance ein.

2 Le Bons „Psychologie der Massen“: Dieses Kapitel erläutert die massenpsychologischen Grundlagen, insbesondere die Definition, Eigenschaften der Masse sowie die Theorie der emotionalen Ansteckung.

2.1 Charakterisierung der Masse: Hier wird der Begriff der psychologischen Masse definiert, bei der das Individuum seine bewusste Identität zugunsten einer Gemeinschaftsseele verliert.

2.2 Eigenschaften der Masse: Der Abschnitt beleuchtet die primär negativen Attribute einer Masse, wie Triebhaftigkeit und den Mangel an kritischem Geist.

2.3 Ansteckungstheorie: Diese Theorie beschreibt, wie einfache, überschwängliche Emotionen in einer anonymen Menge auf Individuen übertragen werden und kollektives Handeln auslösen.

3 Behavioral Finance: Hier wird die Relevanz der Psychologie für die Finanzmärkte hervorgehoben und die klassische, rein rationale Theorie in Frage gestellt.

3.1 Verhaltensanomalien: Das Kapitel erklärt, wie Heuristiken als mentale Abkürzungen bei der Informationsverarbeitung zu Fehlentscheidungen der Marktteilnehmer führen können.

3.2 Herdenverhalten: Hier wird analysiert, warum sich Investoren in unsicheren Situationen am Verhalten anderer orientieren, was zu irrationalen Marktbewegungen führt.

4 Zusammenfassender Vergleich: Dieses Kapitel verknüpft die historischen Thesen von Le Bon mit heutigen Beobachtungen an den Finanzmärkten und identifiziert Analogien wie die „Leitwölfe“.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Le Bons Thesen weiterhin hochrelevant sind und die Dynamik von Finanzmärkten durch massenpsychologische Prozesse maßgeblich mitbestimmt wird.

Schlüsselwörter

Massenpsychologie, Börse, Behavioral Finance, Herdenverhalten, Gustave Le Bon, Verhaltensanomalien, Massenseele, Ansteckungstheorie, Finanzmärkte, Anlegerverhalten, Heuristiken, Spekulationsblasen, Marktteilnehmer, Psychologie, Gruppendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit der klassischen massenpsychologischen Theorien von Gustave Le Bon auf das Verhalten von Anlegern an modernen Finanzmärkten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Massenpsychologie, der Behavioral Finance, den Ursachen für Herdenverhalten und der emotionalen Steuerung von Marktteilnehmern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, zu analysieren, ob und wie Le Bons Konzepte, wie die „Massenseele“ oder die „Ansteckungstheorie“, das heutige irrationale Verhalten an der Börse erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine Literaturanalyse durchführt und sozialpsychologische Konzepte auf aktuelle finanzwissenschaftliche Phänomene überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Le Bons Thesen, eine Einführung in die Behavioral Finance und einen direkten Vergleich beider Bereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Massenpsychologie, Herdenverhalten, Behavioral Finance, Ansteckungstheorie und Finanzmarktanomalien.

Wie unterscheidet sich das Herdenverhalten an der Börse von Le Bons ursprünglicher Massendefinition?

Während Le Bon die Masse als oft politisch motiviert betrachtete, findet an den Finanzmärkten die Zweckgemeinschaft primär in Form von Herden statt, die durch Gewinnstreben und Unsicherheit motiviert sind.

Welche Rolle spielen Medien oder Analysten im Kontext des Herdenverhaltens?

Diese fungieren laut der Arbeit als „Leitwölfe“, deren Empfehlungen oder Nachrichten Emotionen kanalisieren und somit das irrationale Herdenverhalten der Anleger massiv verstärken können.

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Detalles

Título
Le Bons "Psychologie der Massen" an der Börse. Wie Marktanomalien durch das massenpsychologische Phänomen erklärt werden können
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Martina Süss (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
10
No. de catálogo
V989265
ISBN (Ebook)
9783346348296
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gustave Le Bon Massenpsychologie Psychologie der Massen Börse Finanzmärkte Herdenverhalten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martina Süss (Autor), 2020, Le Bons "Psychologie der Massen" an der Börse. Wie Marktanomalien durch das massenpsychologische Phänomen erklärt werden können, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989265
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