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Der Pflegeprozess - Ist er am Ende?

Title: Der Pflegeprozess - Ist er am Ende?

Term Paper , 2001 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Michaela Baumann (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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In der Pflegezeitschrift "Die Schwester, Der Pfleger", Ausgabe 2/01 fand ich Anfang des Jahres einen Aufsatz über den Pflegeprozess von Andreas Fischbach, "Vom Ende des Pflegeprozesses" der mich einwenig verunsicherte. Andreas Fischbach, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie und Lehrer für Pflegeberufe, stud. soz., stellt eine meiner Meinung nach wagemutige These über den, seiner Meinung nach am Ende stehenden Pflegeprozess auf. Für die Ablehnung des Pflegeprozesses seitens der Pflege führt er folgende Aspekte auf:

· Das subsumtionslogische Verfahren des Pflegeprozesses
· Die eingeschränkte Autonomie der Pflegeberufe
· Die Verleugnung der intuitiven beruflichen Erfahrung bei gleichzeitiger Bevormundung der Pflegenden in ihrer Berufspraxis
· Die Unverträglichkeit des Pflegeprozesses mit der Forderung nach ganzheitlicher Pflege durch Reduktion des Menschen zum Problemkomplex (statische Auffassung vom Menschen)
· Die fehlende Differenzierung zwischen Aufgaben und Problemen.
(A. Fischbach, 2001, 173)

Als mögliche Lösung oder Ablösung des Pflegeprozesses schlägt Andreas Fischbach Fallbesprechung oder Patientenorientierte Mitarbeiterbesprechungen vor und eine verbesserte Pflegedokumentation.

Als Fazit schreibt er:

"Der Begriff Pflegeprozess ist nur noch haltbar, wenn man damit zum Ausdruck bringen will, dass die professionelle Beziehung zwischen Pflegenden und Gepflegten eine dynamische, dem Wandel unterliegende Form der Interaktion ist und ein spezielles Geflecht von wechselseitig mehr oder weniger abhängiger Menschen darstellt, das der besonderen Beachtung und Reflexion bedarf." (A. Fischbach, 2001, 175)

Folgend habe ich mir zum Ziel gesetzt die These von Andreas Fischbach unter die Lupe zu nehmen. Zur Strukturierteren Darstellung werde ich mich im ersten Teil am Verlauf der Phasen des Pflegeprozesses orientieren und den Pflegeprozess Revue passieren lassen. Vorab werde ich eine kurze Definition das Pflegeprozesses anführen. Im zweiten Teil meiner Arbeit möchte ich dann auf die Aspekte zu sprechen kommen, die Andreas Fischbach für die Ablehnung des Pflegeprozesses seitens der Pflege für verantwortlich hält und kurze Ausführungen geben inwieweit ich sie für dem Prozess entsprechend halte. Zum Abschluss meiner Arbeit möchte ich meinen persönlichen Gesamteindruck vom Pflegeprozess schildern mit der Antwort darauf ob der Prozess meiner Meinung nach am Ende ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

3 Die Phasen

3.1 Diagnosephase

3.1.1 Einleitungsphase

3.1.2 Pflegeanamnese

3.2 Planungsphase

3.3 Ausführungsphase

3.4

3.5 Bewertungsphase

3.5.1 Prozessesbeendigung und Gesamtbewertung

4 Aspekte im Vergleich

4.1 Subsumationslogisches Verfahren des Pflegeprozesses

4.2 Eingeschränkte Autonomie der Pflegeberufe

4.3 Berufliche Erfahrung contra Bevormundung

4.4 Patient als Problemkomplex

4.5 Fehlende Differenzierung zwischen Aufgaben und Problemen

4.6 Fallbesprechung als mögliche Lösung

4.7 Fazit von Andreas Fischbach

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der These von Andreas Fischbach auseinander, der das Ende des Pflegeprozesses postuliert. Ziel ist es, die von Fischbach vorgebrachten Argumente gegen den Pflegeprozess zu analysieren, dem Verlauf der Prozessphasen gegenüberzustellen und abschließend eine eigene Einschätzung zur Relevanz und Zukunft des Pflegeprozesses zu formulieren.

  • Analyse der theoretischen Phasen des Pflegeprozesses
  • Kritische Reflexion der Thesen von Andreas Fischbach
  • Diskussion über Autonomie, berufliche Erfahrung und Patientenorientierung in der Pflege
  • Evaluation der praktischen Bedeutung von Pflegedokumentation und Fallbesprechungen

Auszug aus dem Buch

Subsumationslogisches Verfahren des Pflegeprozesses

„Der Pflegeprozess arbeitet unter einer festgelegten Schablone, also mit einem vorgefertigtem Raster, das in der Hauptsache und letzten Endes nichts anderes als eine schematisches Verfahren zur Problemlösung darstellt. Der in der Regel kranke Mensch wird dabei zu einem problematischen Objekt, [...] dessen Daten nur unter vorgefasste und zuvor bestimmte Indikatoren, Kategorien oder klassifizierte Begriffe ein- beziehungsweise untergeordnet werden.“ (A. Fischbach, 2001, 173)

Wenige Absätze weiter führt A. Fischbach auf, dass es „dringend eines Umdenkens im Sinne einer rekonstruktionslogisch voranschreiten objektiv- hermeneutisch- dialektischen Pflege(forschung) bedarf“ (2001, 173) Rekonstruktionslogisch beschreibt er als: „den Menschen(Patienten) selbst zur Sprache zu bringen.“ (2001, 173)

Vergleicht man nun die oben angeführten Aussagen mit den Aussagen beziehungsweise den Phasen des Pflegeprozesses so denke ich ist eine Diskrepanz zwischen beidem erkennbar. Zum einen Berücksichtigt der Pflegeprozess bei der Anamnese und allen weiteren Schritten die Wünsche des Patienten und erfasst dabei nicht nur Probleme sondern auch Ressourcen aller Aktivitäten des Lebens. Weiter lässt der Pflegeprozess in der Praxis sehr viel mehr Spielraum als in der Aussage von Andreas Fischbach erkennbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Thesen von Andreas Fischbach zum Ende des Pflegeprozesses und Formulierung der Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.

2 Definition: Erläuterung des Begriffs Pflegeprozess als dynamisches Problemlösungs- und Beziehungsgeschehen.

3 Die Phasen: Detaillierte Darstellung der vier Phasen des Pflegeprozesses von der Diagnose über Planung und Ausführung bis zur Bewertung.

4 Aspekte im Vergleich: Kritische Auseinandersetzung mit den von Fischbach kritisierten Punkten wie Subsumationslogik, Autonomie und der Behandlung des Patienten als Problemkomplex.

5 Fazit: Persönliche Schlussfolgerung, dass der Pflegeprozess trotz notwendiger Reflexion weiterhin eine unverzichtbare Hilfe für die pflegerische Qualitätssicherung darstellt.

Schlüsselwörter

Pflegeprozess, Andreas Fischbach, Pflegeanamnese, Pflegedokumentation, Pflegeplanung, Professionalisierung, Patientenorientierung, Fallbesprechung, Berufliche Erfahrung, Pflegeethik, Qualitätssicherung, Pflegepraxis, Pflegeberufe, Interaktion, Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kontroversen Diskussion über den Fortbestand und die Sinnhaftigkeit des Pflegeprozesses im Kontext moderner pflegerischer Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Struktur des Pflegeprozesses, das Verhältnis von Pflegenden zu den behandelten Patienten sowie die professionelle Autonomie in der Pflegepraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die provokante These von Andreas Fischbach, der das Ende des Pflegeprozesses fordert, kritisch zu hinterfragen und den praktischen Nutzen des Prozessmodells zu validieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie den Vergleich der Prozessphasen mit den fachlichen Argumenten von Andreas Fischbach, um Diskrepanzen und Potenziale aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Phasen des Pflegeprozesses erläutert und anschließend gezielt den Kritikpunkten Fischbachs gegenübergestellt, wobei Aspekte wie Intuition, Patientenressourcen und Dokumentationspflichten diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Pflegeprozess, Patientenorientierung, Pflegedokumentation und die Abwägung zwischen Systematik und Intuition charakterisieren.

Wie bewertet die Autorin die Forderung nach Fallbesprechungen?

Die Autorin sieht in Fallbesprechungen keinen Widerspruch zum Pflegeprozess, sondern eine sinnvolle Ergänzung, da sie den Patienten wieder stärker in den Mittelpunkt der Interaktion rücken.

Ist der Pflegeprozess laut der Autorin tatsächlich am Ende?

Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Pflegeprozess gerade in Zeiten von Qualitätssicherung und Vergleichbarkeit ein notwendiger Rahmen bleibt, sofern er reflektiert und patientenzentriert angewendet wird.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Der Pflegeprozess - Ist er am Ende?
College
University of Applied Sciences Esslingen
Grade
1
Author
Michaela Baumann (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V9895
ISBN (eBook)
9783638164870
Language
German
Tags
Pflegeprozess Ende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Baumann (Author), 2001, Der Pflegeprozess - Ist er am Ende?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9895
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