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Einsatzmöglichkeiten der Medienverbünde im Literaturunterricht der Grundschule

Am Beispiel des Medienverbundes "Superflashboy" von Salah Naoura unter Berücksichtigung der sechs Dimensionen der Medienerziehung

Titel: Einsatzmöglichkeiten der Medienverbünde im Literaturunterricht der Grundschule

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lidija Filipovic (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit soll der zentralen Fragestellung nachgegangen werden, wie Medien und insbesondere Medienverbünde für das literarische Lernen im Deutschunterricht der Grundschule genutzt werden können, um einen kompetenten Umgang mit Medien zu schulen. Neben der Klärung von grundlegenden Begrifflichkeiten wird im weiteren Verlauf der exemplarische Medienverbund Superflashboy vom erfolgreichen zeitgenössischen Kinderbuchautor Salah Naoura hinzugezogen. Da hierzu zum einen der Kinderroman und zum anderen das Kinderhörspiel existieren, wird insbesondere das Medium Hörspiel fokussiert betrachtet. Neben einer literatur- und medienwissenschaftlichen Analyse dieses Medienverbunds werden im weiteren Verlauf auch didaktische Einsatzmöglichkeiten diesbezüglich thematisiert, die sich an den von Gapski zusammengestellten Dimensionen der Medienerziehung orientieren.

In der heutigen Gesellschaft gewinnen die Medien zunehmend an Bedeutung, denn „[s]ie sind Gegenstand und Träger von Bildungsprozessen, Produkt- und Prozesstechnologien der Medienwirtschaft, Konsum- und Kulturgut sowie Kommunikationskanäle politischer Prozesse in unserer Gesellschaft“ (Gapski 2006). Insbesondere die Alltagswelt der Kinder und Jugendlichen hat sich unter den medialen Einflüssen stark verändert. Aus diesem Grund stellen Medien einen bedeutsamen Faktor der kulturellen Sozialisation dar, die sich als „eine aktive Auseinandersetzung des Individuums mit seiner sozialen und dinglichen Umwelt“ (Süss/Lampert/Trültzsch-Wijnen 2018) beschreiben lässt. Diese zunehmenden Veränderungen machen es demnach erforderlich, eine Medienpädagogik anzustreben und als festen Bestandteil des Bildungsauftrags anzusehen, um die Schüler_innen zu einem kompetenten Umgang medialer Angebote zu befähigen.
Obwohl die alltägliche Präsenz der Medien eine Thematisierung im Unterricht erforderlich macht und auch einen didaktischen Mehrwert leisten kann, zeigen zahlreiche Studien, dass digitale Medien insbesondere im Deutschunterricht „immer noch eine eher untergeordnete Rolle“ (Frederking/Albrecht 2016) spielen und das Buch nach wie vor einen beachtlichen Stellenwert im Schulalltag und insbesondere im Literaturunterricht einnimmt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Mediensozialisation und Medienkompetenz

2.2 Allgemeine Strukturmerkmale der Hörmedien

2.3 Grundlagen der Analyse von Print- und Hörmedien

3 Medienwissenschaftliche Analyse von Superflashboy

3.1 Analyse des Printmediums

3.2 Der Verbund von Print- und Hörmedium

4 Didaktische Überlegungen zur Medienerziehung nach Gapski

4.1 Die kognitive Dimension

4.2 Die ethische Dimension

4.3 Die soziale Dimension

4.4 Die affektive Dimension

4.5 Die ästhetische Dimension

4.6 Die Handlungsdimension

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Medienverbünden für das literarische Lernen im Deutschunterricht der Grundschule. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein kompetenter Umgang mit Medien durch die gezielte Einbindung von Kinderroman und Kinderhörspiel gefördert werden kann, unter Berücksichtigung der sechs Dimensionen der Medienerziehung nach Gapski.

  • Medienverbünde in der Kinderliteratur
  • Mediensozialisation und Medienkompetenz
  • Intermediale Lektüre und Vergleich von Print- und Hörmedien
  • Didaktische Einsatzmöglichkeiten im Grundschulunterricht
  • Fächerübergreifende Medienpädagogik

Auszug aus dem Buch

3.1 Analyse des Printmediums

Der Kinderroman Superflashboy von Salah Naoura aus dem Jahre 2018 richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und handelt von einem gewöhnlichen Jungen namens Torben-Henrik, der seinem Lieblingssuperhelden, Flashboy, begegnet.

Als sich Torben-Henrik an Fasching als Flashboy verkleidet, wird er auf dem Heimweg nach der Schule vor den Augen seines besten Freundes Mehmet von zwei Männern in einem Auto entführt. Als diese auf eine Mauer zusteuern, auf der ein Tunnel abgebildet ist, bangt Torben-Henrik um sein Leben. Doch kurz darauf findet er sich in einer anderen Welt wieder und wird vor einem fremden Haus abgesetzt, vor dessen Tür ein Roboter auf ihn wartet. Es stellt sich heraus, dass er für den Superhelden Flashboy gehalten wird, der an diesem Tag die Schule geschwänzt haben soll und von Petrowitsch und Nitrowitsch von der Schulbehörde nun nach Hause gebracht wurde. Nachdem der Roboter Rob-X3 ihn zur Bestrafung vierzig Liegestütze machen lässt und daraufhin verwundert ist, dass diese ohne Probleme durchgeführt werden, schickt sie den vermeintlichen Flashboy in sein Zimmer. Dort begegnet Torben-Henrik seinem Lieblingssuperhelden, der sich aufgrund eines Tests in Lebensrettung im Schrank versteckt hatte. Ihnen fällt auf, dass sie sich äußerlich stark ähneln, was sich darauf zurückführen lässt, dass sich die Superhelden-Eltern ihr Kind aus einer Datenbank mit genetischen Vorbildern aus der Menschenwelt aussuchen können, welches dupliziert wird. Während ihrer Unterhaltung stellen beide fest, dass der jeweils Andere die Eigenschaften besitzt, die in der eigenen Familie sehr geschätzt werden. Während Torben-Henrik stark ist und problemlos die Liegestützen schafft, ist Flashboy musikalisch und beherrscht die chinesische Sprache. Aus diesem Grund beschließen beide, ihre Identität zu tauschen. Sie finden Gefallen an dem Leben des anderen und beeinflussen es nachhaltig. Torben-Henrik besteht beispielsweise den Test in Lebensrettung und befreit Hero-City vom fiesen Bürgermeister Dr. Glibber, wodurch Flashboy zu Superflashboy ernannt wird. Flashboy hingegen sorgt dafür, dass Torben-Henriks Ansehen unter seinen Mitschüler_innen steigt, indem er seine Superkräfte vorführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Medien in der Alltagswelt von Kindern und definiert die Zielsetzung, Medienverbünde für das literarische Lernen in der Grundschule nutzbar zu machen.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert medienpädagogische Grundlagen wie Mediensozialisation, Medienkompetenz sowie strukturelle Merkmale von Hörmedien und Printmedien.

3 Medienwissenschaftliche Analyse von Superflashboy: Das Kapitel analysiert den Roman Superflashboy unter narrativen Gesichtspunkten und untersucht den Verbund mit dem zugehörigen Hörspiel sowie die Unterschiede in der Medialität.

4 Didaktische Überlegungen zur Medienerziehung nach Gapski: Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, das Werk anhand der sechs Dimensionen der Medienerziehung (kognitiv, ethisch, sozial, affektiv, ästhetisch, Handlungsdimension) in der Grundschule didaktisch umzusetzen.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit einer integrativen Medienerziehung im Fachunterricht und betont das Potenzial von Medienverbünden für ganzheitliche Lehr- und Lernkonzepte.

Schlüsselwörter

Medienverbund, Mediensozialisation, Medienkompetenz, Literarisches Lernen, Superflashboy, Salah Naoura, Grundschule, Deutschunterricht, Hörspiel, Kinderroman, Medienerziehung, Intermedialität, Didaktik, Mediale Bildung, Literaturunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Nutzung von Medienverbünden, speziell am Beispiel des Kinderbuchs und Hörspiels „Superflashboy“, um das literarische Lernen im Grundschulunterricht zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Medienpädagogik, der Vergleich zwischen literarischen Printmedien und Hörmedien sowie die praktische Umsetzung von Medienerziehung im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Grundschüler_innen durch die Auseinandersetzung mit einem Medienverbund einen kompetenten Umgang mit verschiedenen Medienformen erlernen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt medien- und literaturwissenschaftliche Analysen zur Untersuchung des Primärmedienverbunds sowie die didaktischen Dimensionen nach Harald Gapski als theoretischen Rahmen für Unterrichtsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans und des Hörspiels, der Vergleich ihrer medialen Strukturen sowie die systematische Erarbeitung von Unterrichtsvorschlägen anhand der sechs Dimensionen der Medienerziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienverbund, Medienkompetenz, literarisches Lernen, Medienerziehung und Grundschuldidaktik charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung von Printmedium und Hörspiel für die Arbeit eine wichtige Rolle?

Die Unterscheidung ist zentral, da die unterschiedlichen Medialitäten – etwa die Erzählerinstanz im Buch vs. die direkte Inszenierung im Hörspiel – gezielt genutzt werden können, um bei Schülern Kompetenzen in der Rezeption und Gestaltung zu fördern.

Welche Rolle spielt die Einbeziehung der sechs Dimensionen der Medienerziehung nach Gapski konkret?

Sie dienen als strukturgebende Kategorien, um die didaktischen Potenziale des Medienverbunds operationalisierbar zu machen und eine ganzheitliche Förderung der Medienkompetenz im Unterricht sicherzustellen.

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Details

Titel
Einsatzmöglichkeiten der Medienverbünde im Literaturunterricht der Grundschule
Untertitel
Am Beispiel des Medienverbundes "Superflashboy" von Salah Naoura unter Berücksichtigung der sechs Dimensionen der Medienerziehung
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Kinderliteratur im Medienverbund
Note
1,3
Autor
Lidija Filipovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V989824
ISBN (eBook)
9783346352088
ISBN (Buch)
9783346352095
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderliteratur Medien Medienverbund Medienerziehung Literatur- und Mediendidaktik Salah Naoura
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lidija Filipovic (Autor:in), 2020, Einsatzmöglichkeiten der Medienverbünde im Literaturunterricht der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989824
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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