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Der "Classical Hollywood Sound" in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil I und II. Auswirkung auf die Weltdarstellung und die Rezeption der Handlung

Titre: Der "Classical Hollywood Sound" in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil I und II. Auswirkung auf die Weltdarstellung und die Rezeption der Handlung

Thèse de Bachelor , 2020 , 57 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sarah Michel (Auteur)

Musicologie - Musique contemporaine
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Résumé Extrait Résumé des informations

Aufbauend auf Jamie Lynn Websters Dissertation zum Thema "The Music of Harry Potter: Continuity and Change in the First Five Films" wird in dieser Arbeit untersucht, inwiefern sich Desplats Anwendung des Classical Hollywood Sound Modells auf die Weltdarstellung und die Rezeption dieser und der Handlung in Teil I und II auswirkt.

David Yates filmdramaturgische Vorstellungen für die letzten beiden Harry Potter Filme unterscheiden sich sehr von der schulzentrierten Handlung in den Filmen HP J-6. Sie stellen zwei verschiedene Ebenen des Kampfes gegen Voldemort dar: Während in Teil l die psychologische Ebene im Kampf gegen ihn im Vordergrund steht und das Bild einer kalten, nichtmagischen, dystopischen Welt abseits von Hogwarts vermittelt wird, erfolgt in Teil ll die bewaffnete Konfrontation im magischen Umfeld in der Schlacht um Hogwarts. Desplats zum Großteil prinzipientreue Arbeitsweise unterstützt diese unterschiedlichen Weltdarstellungen und trägt dazu bei, dass die Zuschauenden tiefer in die Filmwelt eintauchen und somit am Geschehen teilhaben können. Wie eine inhaltliche Zusammenfassung beider Harry Potter Filme zeigt, finden sich Yates filmdramaturgische Ideen nicht nur musikalisch wieder, sondern sind bereits in der Handlung angelegt. Da Filmmusik nicht unberührt von Produktionsvorgaben bzw. Vorstellungen der RegisseurInnen und dem individuellen Stil der KomponistInnen bleibt, werden in Kapitel 2 außerdem allgemeine Informationen über die Filmproduktion und den Komponisten der beiden letzten Filme, Alexandre Desplat, gegeben.

Claudia Gorbman spricht der Filmmusik des Classical Hollywood Sounds eine fast schon hypnotische Wirkung zu, die es dem Publikum ermöglicht, in das Filmgeschehen einzutauchen, Szenen miteinander zu verknüpfen und die vermeintlich störenden technischen Aspekte, wie beispielsweise Schnitte, auszublenden. In Kapitel 3 werden zunächst die Grundzüge von Gorbmans Modell vorgestellt. Darauf aufbauend werden in Kapitel 4 mithilfe ihres Modells und ausgewählten Beispielen Teil l und Teil ll aufgearbeitet. Die Analyse erfolgt in manchen Kategorien kombiniert, wenn eine Trennung der Filme nicht zielführend ist. Weiterhin wird dabei zweitrangig überprüft, wie sich Desplats Vertonung im Vergleich zu seinen Vorgängern verhält. Das Fazit liefert neben der Zusammenfassung der Analyseergebnisse einen Ausblick auf weitere Vergleichsmöglichkeiten, die aus Platzgründen keinen Eingang in diese Arbeit gefunden haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE FILMISCHE ADAPTION VON HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES – INHALT UND PRODUKTIONSGESCHICHTE

2.1 Inhaltliche Zusammenfassung von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil I und II

2.2 Produktionsgeschichte und ästhetische Entscheidungen

3 DER CLASSICAL HOLLYWOOD SOUND – EIN MODELL VON CLAUDIA GORBMAN

3.1 Musikalische Richtlinien zur Erschaffung der kinematographischen Welt

3.2 Musikalische Richtlinien für einen strukturellen Zusammenhalt

4 DER CLASSICAL HOLLYWOOD SOUND IN HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES TEIL I UND II

4.1 Musikalische Richtlinien zur Erschaffung der kinematographischen Welt in Teil I und II

4.1.1 Invisibility

4.1.2 „Inaudibility“

4.1.3 Signifier of Emotion

4.2 Musikalische Richtlinien für einen strukturellen Zusammenhalt in Teil I und II

4.2.1 Narrative Cueing

4.2.2 Formal and Rhythmic Continuity

4.2.3 Unity

4.2.4 Breaking the Rules

5 DAS MUSIKALISCHE ENDE DER HARRY POTTER SAGA – FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendung des theoretischen Modells des "Classical Hollywood Sound" von Claudia Gorbman auf die Filmmusik der letzten beiden Harry-Potter-Filme, komponiert von Alexandre Desplat. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie die Filmmusik zur Gestaltung der kinematographischen Welt beiträgt und welche strukturellen Funktionen sie innerhalb der Narration erfüllt, insbesondere im Hinblick auf die dystopische Atmosphäre und die Charakterentwicklung in den beiden abschließenden Teilen der Filmreihe.

  • Analyse der Musik nach dem theoretischen Modell von Claudia Gorbman
  • Untersuchung der filmischen Produktionsgeschichte und ästhetischer Entscheidungen
  • Evaluation der musikalischen Gestaltung von Realität und Dystopie
  • Analyse der narrativen und strukturellen Funktionen der Filmmusik
  • Vergleich der musikalischen Mittel zur Kontinuität und Kohärenz

Auszug aus dem Buch

3 DER CLASSICAL HOLLYWOOD SOUND – EIN MODELL VON CLAUDIA GORBMAN

„Music in film mediates,“ schreibt Claudia Gorbman in ihrer Studie zum Classical Hollywood Sound. „Its nonverbal and nondenotative status allows it to cross all varieties of ,borders‘: between levels of narration (diegetic/nondiegetic), between narrating agencies (objective/subjective narrators), between viewing time and psychological time, between points in diegetic space and time (as narrative transition)“ (1987: 30). Wie Gorbman treffend zusammenfasst, spielt Musik eine wichtige Rolle beim Erzählen von Geschichten. Bereits im antiken Griechenland wurden Dramen mit Musik unterlegt (vgl. ebd.: 33), sodass es nicht verwunderlich ist, dass diese auch in Filmen Verwendung findet. Filmmusik schafft es, Botschaften an Menschen zu transportieren, da sie immer einen Effekt hat, egal auf welche Art und Weise sie in einem Film vorkommt. Auch wenn die Möglichkeiten der Unterlegung eines Films mit Musik vielfältig sind, sind im Classical Hollywood Film immer wieder gleiche oder ähnliche musikalische Eigenschaften festzustellen, die Gorbman zu Richtlinien des Classical Hollywood Sounds ausarbeitete.

Bei diesen Richtlinien handelt es sich lediglich um eine Sammlung von Konventionen und Optionen, da es weder einen prototypischen Film noch eine prototypische Filmmusik gibt. Das implizite Modell umfasst verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit Erzählstrukturen, Länge, Organisation räumlicher und zeitlicher Dimensionen, Bearbeitung, Ton, Aufnahme und Abmischung (vgl. ebd.: 71), doch stets mit dem Ziel, Bild und Musik in Einklang zu bringen, um den Zuschauenden eine möglichst hohe Identifikation mit dem Visuellen zu bieten und ein vollständiges Eintauchen in die Geschichte zu begünstigen (vgl. ebd.: 7). Claudia Gorbman entwickelte dafür sieben Kategorien (vgl. ebd.: 70-99): 1. Invisibility, 2. „Inaudibility“, 3. Signifier of Emotion, 4. Narrative Cueing, 5. Formal and Rhythmic Continuity, 6. Unity, 7. Breaking the Rules.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Harry-Potter-Franchise ein und stellt die wissenschaftliche Relevanz der Filmmusikanalyse im Kontext des Classical Hollywood Sound dar.

2 DIE FILMISCHE ADAPTION VON HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES – INHALT UND PRODUKTIONSGESCHICHTE: Dieses Kapitel bietet eine inhaltliche Zusammenfassung der beiden letzten Filme und beleuchtet die Entstehungsgeschichte sowie die bewussten künstlerischen Entscheidungen von Regisseur David Yates und Komponist Alexandre Desplat.

3 DER CLASSICAL HOLLYWOOD SOUND – EIN MODELL VON CLAUDIA GORBMAN: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Gorbman-Modells, bestehend aus sieben Kategorien, für die Analyse der Filmmusik erörtert.

4 DER CLASSICAL HOLLYWOOD SOUND IN HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES TEIL I UND II: Dieses Hauptkapitel wendet das theoretische Modell konkret auf die Filmmusik der untersuchten Filme an, unterteilt in Aspekte zur kinematographischen Weltgestaltung und strukturellen Kohärenz.

5 DAS MUSIKALISCHE ENDE DER HARRY POTTER SAGA – FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg der musikalischen Umsetzung sowie das erreichte Identifikationspotenzial für das Publikum.

Schlüsselwörter

Filmmusik, Classical Hollywood Sound, Claudia Gorbman, Alexandre Desplat, Harry Potter, Heiligtümer des Todes, Filmmusikanalyse, Invisibility, Inaudibility, Signifier of Emotion, Narrative Cueing, Dystopie, Kontinuität, Leitmotiv, Orchestrierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Filmmusik der beiden letzten Harry-Potter-Filme (Teil I und II) und analysiert deren Gestaltung anhand des theoretischen Konzepts des "Classical Hollywood Sound".

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die filmmusikalische Theorie (insbesondere nach Claudia Gorbman), die praktische Anwendung dieser Theorie in einem konkreten Filmbeispiel und die Analyse der Wirkung auf das Publikum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die Musik von Alexandre Desplat die dystopische und realitätsnahe Atmosphäre der letzten beiden Filme unterstützt und welche Rolle sie bei der Einbindung des Publikums spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Filmanalyse basierend auf dem Modell von Claudia Gorbman, kombiniert mit einer inhaltlichen Untersuchung der Filmmusik und der Produktionsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der musikalischen Richtlinien zur Schaffung einer kinematographischen Welt (Kategorien wie Invisibility oder Signifier of Emotion) sowie zur strukturellen Kohärenz (Kategorien wie Narrative Cueing oder Unity).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Filmmusik, Classical Hollywood Sound, Alexandre Desplat, Leitmotiv und dystopische Atmosphäre.

Wie geht die Arbeit mit dem Thema "Inaudibility" um?

Die Arbeit erklärt, wie die Musik durch geschickte Unterordnung unter das Dialoggeschehen und die Handlung dafür sorgt, dass das Publikum nicht abgelenkt wird und eine unbewusste emotionale Bindung aufbaut.

Welche Rolle spielen die "Opening" und "End Titles" in der Analyse?

Sie werden im Kapitel zum "Narrative Cueing" als entscheidende Elemente für die Etablierung des musikalischen Tons und der inhaltlichen Zusammenfassung der Filmreise diskutiert.

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Résumé des informations

Titre
Der "Classical Hollywood Sound" in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil I und II. Auswirkung auf die Weltdarstellung und die Rezeption der Handlung
Université
University of Cologne
Note
1,0
Auteur
Sarah Michel (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
57
N° de catalogue
V990079
ISBN (ebook)
9783346352446
ISBN (Livre)
9783346352453
Langue
allemand
mots-clé
Filmmusik Harry Potter Classical Hollywood Sound Alexandre Desplat Heiligtümer des Todes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Michel (Auteur), 2020, Der "Classical Hollywood Sound" in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil I und II. Auswirkung auf die Weltdarstellung und die Rezeption der Handlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990079
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Extrait de  57  pages
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