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Antisemitismus in der 1. Republik am Beispiel des "Satiremagazins" Kikeriki. Eine Analyse

Título: Antisemitismus in der 1. Republik am Beispiel des "Satiremagazins" Kikeriki. Eine Analyse

Trabajo de Seminario , 2020 , 36 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Gregor Reigner (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Diese Arbeit soll untersuchen, wie über Juden in der 1. Republik in "humoristischer" Weise berichtet wurde, welche Stereotype vermittelt wurden und sich dadurch in der Bevölkerung verfestigten. Dadurch soll nachgewiesen werden, wie sich der Antisemitismus in der österreichischen Kultur verfestigte – wobei es dafür erforderlich ist, dass ich mich kritisch mit dem Kulturbegriff befasse.

Das Ziel ist es Einblicke zu liefern, wie über antisemitische Stereotype im Alltag gesprochen wurde und welchen Stellenwert dieser in der Öffentlichkeit hatte. Hierzu soll das deutschnationale "Satiremagazin" Kikeriki eingehend untersucht werden. Eine Zeitschrift, die mittels "Humor" rechtes Gedankengut in der Bevölkerung verbreiten wollte. Ebenso soll untersucht werden, ob auch neue Stereotype erfunden beziehungsweise etabliert wurden.

Ziel wäre es nachzuweisen, wie über Juden abseits seriöser Berichterstattung gesprochen bzw. berichtet wurde. Diese "Satire" könnte den völkermörderischen Antisemitismus des Nationalsozialismus bereits früh in der österreichischen Bevölkerung verankert haben. Ebenso kann gezeigt werden, wie die verschiedenen Formen des Antisemitismus „satirisch“ verwendet und kombiniert wurden und welches Bild von Juden damit geschaffen wurde. Hierzu ist es allerdings erforderlich, kurz auf die unterschiedlichen Formen des Antisemitismus einzugehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Forschungsstand

Forschungsfrage

Formen von Antisemitismus und Problematik

Antisemitismus im „Satiremagazin“ Kikeriki

Der Gegensatz Christentum und Judentum im Kikeriki

Verschwörungstheorien im Kikeriki

Subtiler Antisemitismus

Kikeriki und der Antisemitismus des Nationalsozialismus

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die in der 1. Republik populäre Zeitschrift „Kikeriki“, um nachzuweisen, wie durch „humoristische“ Berichterstattung antisemitische Stereotype im Alltag verfestigt und als Instrument der politischen Agitation genutzt wurden. Dabei liegt der Fokus auf der Diskursanalyse und der Untersuchung, inwiefern das Blatt den Boden für den nationalsozialistischen Antisemitismus bereitete.

  • Analyse antisemitischer Stereotype im „Kikeriki“ zwischen 1919 und 1933
  • Untersuchung der Verknüpfung von Humor mit politischem und rassistischem Antisemitismus
  • Darstellung der Rolle des Magazins als Wegbereiter für nationalsozialistische Ideologien
  • Erforschung der diskursiven Konstruktion von Juden als „Gefahr“ oder „Plage“
  • Kritische Reflexion über die Wirkung von Satire auf die gesellschaftliche Stimmung

Auszug aus dem Buch

Subtiler Antisemitismus

Juden werden allerdings nicht nur als Verbrecher oder Verschwörer dargestellt. Eine weitere Form des „kulturellen“ Antisemitismus besteht darin, dass der Kikeriki die Juden generell als dumm beschreibt. In der Ausgabe vom 8. September 1929 ist eine Geschichte über einen Juden abgedruckt, der in einem Kaffeehaus mit Musikern diskutiert und hierbei keine Ahnung von Mozart und dessen musikalischem Werk hat. Der Jude wird hier als dumm dargestellt, da er keine Ahnung von der österreichischen Musik hat. Da er aber nicht einmal den populären Mozart kennt, werden die Juden hier de facto auch als „kulturfern“ dargestellt; die Juden hätten keine Ahnung von Kultur. Dadurch schwingt bei dieser Geschichte nicht nur eine abwertende Haltung gegen Juden mit, sie werden hierdurch auch im Vergleich zu den ÖsterreicherInnen als minderwertig (da angeblich dümmer) dargestellt. Dies erleichtert einen radikalen Antisemitismus in der Bevölkerung, da das Vorgehen und Ausrauben „unkultivierter“ Völker leichter fällt (siehe Kolonialismus) als bei „kultivierten“, „gleichberechtigten“ Völkern. Im Grunde klingt hier schon die Vorstellung der Juden als „Untermenschen“ mit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Antisemitismus in der 1. Republik ein und identifiziert den „Kikeriki“ als zentrales Medium zur Verbreitung dieser Ideologie durch das Vehikel der Satire.

Forschungsstand: Dieses Kapitel verortet den „Kikeriki“ innerhalb der christlich-sozialen Publizistik und beleuchtet die Wandlung des Blattes hin zum völkisch-antisemitischen Sprachrohr ab 1890.

Forschungsfrage: Hier werden die Ziele der Arbeit definiert, insbesondere die Untersuchung der im Alltag verbreiteten antisemitischen Stereotype und der methodische Ansatz der Diskursanalyse.

Formen von Antisemitismus und Problematik: Das Kapitel diskutiert die begrifflichen Herausforderungen bei der Definition von Antisemitismus und warnt vor einer simplifizierenden Verwendung von Kulturbegriffen.

Antisemitismus im „Satiremagazin“ Kikeriki: Einleitend wird der methodische Rahmen der Quellenuntersuchung zwischen 1919 und 1933 dargelegt und die Absicht des Blattes skizziert, durch Wiederholung von Stereotypen das Denken der Leser zu beeinflussen.

Der Gegensatz Christentum und Judentum im Kikeriki: Hier wird der religiöse Antisemitismus als Werkzeug zur Konstruktion eines „Fremdbildes“ analysiert, wobei Christen als „gut“ und Juden als „verdorben“ und „Antichristen“ gezeichnet werden.

Verschwörungstheorien im Kikeriki: Dieses Kapitel zeigt auf, wie das Blatt durch die Behauptung einer angeblichen „Judenpresse“ und wirtschaftlicher Dominanz das Feindbild einer jüdischen Weltverschwörung festigte.

Subtiler Antisemitismus: Es wird untersucht, wie durch die Darstellung von Juden als „dumm“ oder „kulturfern“ eine schleichende Entmenschlichung betrieben wurde, um sie als minderwertig zu markieren.

Kikeriki und der Antisemitismus des Nationalsozialismus: Das abschließende Hauptkapitel beleuchtet die Verschärfung des Tons in den 1930er Jahren und die direkte inhaltliche Übereinstimmung der antisemitischen Rhetorik des „Kikeriki“ mit der NSDAP.

Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass der „Kikeriki“ kein bloßes Unterhaltungsmedium war, sondern den radikalen Antisemitismus in der 1. Republik aktiv vorantrieb und den Boden für den späteren Nationalsozialismus ebnete.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Kikeriki, 1. Republik, Nationalsozialismus, Diskursanalyse, Stereotype, Judenbild, Verschwörungstheorien, Hetze, Völkischer Nationalismus, Entmenschlichung, Satire, Mediengeschichte, Österreich, Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle des österreichischen „Satiremagazins“ Kikeriki als Medium, das antisemitische Vorurteile in der 1. Republik verbreitete und den gesellschaftlichen Nährboden für nationalsozialistische Ideologien bereitete.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen verschiedene Formen des Antisemitismus (religiös, wirtschaftlich, rassistisch), die Verwendung von Verschwörungstheorien, der Gebrauch von Humor zur Diskreditierung sowie die Entmenschlichung von Juden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass der „Kikeriki“ Antisemitismus systematisch im Alltag verankerte, indem er jüdische Mitbürger durchgängig als Gefahr für das christliche und „rein deutsche“ Österreich darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet primär einen sozialwissenschaftlichen Ansatz der Diskursanalyse, um zu untersuchen, wie über Juden geschrieben wurde und welche Stereotype in den Texten des Magazins rezipiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Ausgaben zwischen 1919 und 1933, beleuchtet die Kombination von Wirtschafts-, Religions- und Rassenantisemitismus und zeigt die inhaltliche Nähe zur NS-Rhetorik auf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Begriffe wie Antisemitismus, Diskursanalyse, Kikeriki, Stereotype, Entmenschlichung und 1. Republik sind zentral, da sie den methodischen und historischen Rahmen der Studie abstecken.

Warum wird im „Kikeriki“ oft von einer „jüdischen Plage“ gesprochen?

Die Verwendung solcher Begriffe zielte darauf ab, Juden als unnatürliche Gefahr oder Krankheit darzustellen, deren „Bekämpfung“ legitimiert werden sollte, was eine direkte Parallele zur Rhetorik des Nationalsozialismus bildet.

Inwiefern hat die Satire des Blattes politisch gewirkt?

Indem das Blatt antisemitische Botschaften als „humoristisch“ maskierte, konnten diese leichter in den Alltag der Bevölkerung eindringen und wiederholt werden, wodurch Vorurteile tief im kollektiven Denken verankert wurden.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „Kikeriki“ nach 1933?

Der Autor argumentiert, dass der „Kikeriki“ nach der Übernahme durch die NSDAP 1933 vollends als nationalsozialistisches Propagandainstrument fungierte und Adolf Hitler als „Erlöser“ inszenierte.

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Detalles

Título
Antisemitismus in der 1. Republik am Beispiel des "Satiremagazins" Kikeriki. Eine Analyse
Universidad
University of Vienna
Calificación
1,0
Autor
Gregor Reigner (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
36
No. de catálogo
V990118
ISBN (Ebook)
9783346351715
ISBN (Libro)
9783346351722
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichte Zeitgeschichte Österreich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gregor Reigner (Autor), 2020, Antisemitismus in der 1. Republik am Beispiel des "Satiremagazins" Kikeriki. Eine Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990118
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