Gemeinschaft und Bildung nachhaltiger Entwicklung in der frühkindlichen Bildung. Können wir Kinder im Miteinander für die Zukunft stärken?


Hausarbeit, 2020

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gemeinschaft und Bildung nachhaltiger Entwicklung
2.1 Gemeinschaft
2.2 Gemeinschaft in der Kindertageseinrichtung
2.3 Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE)
2.4 Bildung nachhaltiger Entwicklung in der Kindertageseinrichtung

3. Das Lernen in gemeinschaftlichen Projekten

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

Die Kindertageseinrichtung legt als erste regelmäßig besuchte Gemeinschaft mit gleichberechtigten Gruppenmitgliedern den Grundstein der Basisbildung zur Gemeinschaftsfähigkeit eines Kindes. Deshalb ist es wichtig, wie Erzieherinnen die Kinder in ihrem Wohlgefühl in der Kita-Gemeinschaft im Freispiel und bei angeleiteten Tätigkeiten unterstützen und stärken können, denn die Basis für die Entwicklung von Werthaltungen und Grundfertigkeiten werden in derfrühen Kindheit gelegt.

Kinder werden heutzutage nicht nur individuellen Hindernissen ausgesetzt, sondern sie sehen sich auch mit Herausforderungen konfrontiert, die durch die globalen Prozesse auf sie zukommen werden. Viele Ressourcen werden in absehbarer Zeit ausgeschöpft sein und das Klima ändert sich merklich durch die gewohnten Lebensweisen. Aber auch die zunehmende Ungerechtigkeit zwischen vielen Ländern muss auf globale Dimensionen zurückgeführt und die solidarische Ethik nicht nur auf die eigene Nation beschränkt werden. Daher ist die Stärkung der Persönlichkeit, der Sozialkompetenzen und des Gemeinschaftsgefühls von enormer Wichtigkeit (vgl. Pausewang, 2012, S. 15). Die Kinder brauchen Orientierung und Erfahrungsräume zu gesellschaftlichen Werten - insbesondere auch zu nachhaltiger Entwicklung. Auch Erzieherinnen stehen den Herausforderungen der globalen Entwicklungen gegenüber und können mit sozialen und ökologischen Handelsmuster das Denken und Handeln der Kinder beeinflussen.

Zum Aufbau einer starken Persönlichkeit tragen gut entwickelte Sozialkompetenzen deutlich bei. Damit Kinder Sozialkompetenzen so entwickeln, dass sie ihren Persönlichkeitsaufbau stärken, aber zugleich auch andere möglichst nicht in ihrer Entwicklung beeinträchtigen, benötigen die Kinder eine sensible und verantwortungsvolle pädagogische Begleitung. Zudem benötigen sie einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn, um Werte wie Solidarität, Hilfsbereitschaft und Empathie zu entwickeln und zu reflektieren (vgl. ebd. S. 19).

Doch wie lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Einrichtungen des Elementarbereichs umsetzen? Welche Projekte können genutzt werden, um aus einer Kindertageseinrichtung ein Lernort für zukunftsorientiertes Denken und Handeln zu machen? Wie kann man die Persönlichkeitsbildung und die sozialen Fähigkeiten stärken und prägen, um Kinder zu nachhaltigem Denken anzuregen? Und welche Rolle spielt der Gemeinschaftssinn in diesem Zusammenhang? Zunächst wird ein Überblick der Be- grifflichkeiten Gemeinschaft und Bildung nachhaltiger Entwicklung gegeben und diese werden dann auf den Elementarbereich bezogen. Das Lernen in gemeinschaftlichen Projekten wird der Ausgangspunkt für das dritte Kapitel sein. Ein Fazit mit kurzem Ausblick schließen die Arbeit ab.

2. Gemeinschaft und Bildung nachhaltiger Entwicklung

2.1 Gemeinschaft

Menschen, insbesondere Kinder, sind dann besonders glücklich, wenn sie zur gleichen Zeit ihre Grundbedürfnisse nach Gebundenheit und nach Wachstum stillen, das heißt, wenn sie in der Gemeinschaft mit anderen über sich hinauswachsen können (Hüther, 2017, S. 49).

Gemeinschaft, ein Begriff, der auf den lateinischen Terminus communitas zurückgeht, auf die gemeine Einheit (comm-unitas) verweist und zunächst dasjenige bezeichnet, was nicht eigen ist. Er steht damit im Gegensatz zum Partikularen oder Vereinzelten (vgl. Esposito, 2005, S. 14).

Unter Gemeinschaft kann grundlegend eine Gruppierung von Individuen verstanden werden, die etwas verbindet oder die etwas teilt. Gemeinsamkeiten wie Ideen, Ziele und Interessen oderauch die Herkunft, sind Merkmale dieser Gruppierungen. Der Begriff der Gemeinschaft beinhaltet vielfältige Ausprägungen wie Familien, Vereine, Freundeskreise, Studentenverbindungen, Religionsgemeinschaften, bewirtschaftete Gemeingüter oder aber auch virtuelle Kollektive. All diese Kooperationen implizieren idealerweise ein gemeinsames Handlungsziel, gegenseitigen Respekt und Wertschätzung sowie ein kollektives Handlungsmuster als grundlegende Kriterien (vgl. Grundmann/Osterloh, 2019, S. 1).

Der Gemeinschaftsbegriff ist überwiegend positiv besetzt und im Alltagsbewusstsein mit Metaphern wie Verbundenheit, Vertrautheit und Wärme verknüpft (vgl Baumann, 2001, S. 7). Die Vorstellung einer Gemeinschaft liefert das Idealbild einer sozialen Ordnung (vgl. Schäfer/Thompson, 2019, S. 9).

In seinem Buch „Gemeinschaft und Gesellschaft“ geht Ferdinand Tönnies davon aus, dass „Gemeinschaft der natürliche und ursprüngliche Zustand des Zusammenlebens von menschlichen Individuen ist. Es ist gekennzeichnet von realen und organischen Leben. Die vollkommenste und engste Form der Gemeinschaft ist die Familie, denn sie stellt den Naturzustand, also den Ausgangspunkt menschlichen Zusammenlebens dar“ (Tönnies, 2005, S. 7f.). Diese Begriffsbestimmung ist geprägt vom rasanten technischen Fortschritt des 19. Jahrhunderts und vermittelte eine romantische Vorstellung von solidarischer Dorfgemeinschaft und familialerWärme (vgl. Niekrenz, 2011, S. 24).

Kompetenzen wie Empathie, soziale Integration, Respekt, Solidarität, Loyalität und Hilfsbereitschaft werden mit dem Begriff des Gemeinschaftssinnes in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaften werden zum größten Teil in der Kindheit entwickelt und gefestigt. Die aktuelle Brisanz der Themen Diversität, Inklusion, Vielfalt und Nachhaltigkeit fordern ein Umdenken zur Anerkennung der Gleichwertigkeit, trotz Unterschiede hinsichtlich der kulturellen und persönlichen Orientierungen und der sozioökonomischen Unterschiede (vgl. Ziegeler, 2019, S. 2).

Da der Mensch ein Beziehungswesen ist, spielt sich fast sein ganzes Leben in verschiedenen sozialen Gruppen ab. Dazu gehören bspw. die Familie, der Kindergarten, die Spielgruppe, die Schule, Freundeskreise, (Sport)- Vereine, Nachbarschaft und Arbeitsteams. Daher liegt es nahe, dass das Selbstbild eines Menschen oft von der Rückmeldung abhängt, die er von seinen Mitmenschen aus diesen verschiedenen Gruppierungen erhält (vgl. Pausewang/Strack-Rathke, 2009, S. 18).

Zudem sind viele Kinder geprägt von einem Elternhaus, welches in vielen Bereichen Werte und Perspektiven durch existenzielle Probleme verloren hat. Diese Kinder haben einen sehnlichen Wunsch nach intakten Beziehungen und Gemeinschaft, sind aber oft nicht fähig, den Gemeinschaftssinn zu entwickeln (vgl. Siggelkow, 2019, S. 1). Hierfür benötigen sie motivierte, einfühlsame und verantwortungsvolle Erzieherinnen, die ihre und die Individualität des Kindes mit einbringen können.

Im deutschen Sozialgesetzbuch wird das Ziel der Erziehung und Bildung so zusammengefasst: "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit" (§ 1 SGBVIII).

Das Miteinander und die Gemeinschaftsfähigkeit hierbei sollten durch gestärkte soziale Kompetenzen geprägt sein, da zu einer starken Persönlichkeit ein stabiles Selbstwertgefühl gehört, welches vor allem durch die Anerkennung durch andere entsteht. Die frühen sozialen Erfahrungen und Kooperationen in der Kita beeinflussen die Basisbildung der Persönlichkeit immens, da soziale Kompetenzen nichts mit kognitiver Intelligenz zu tun haben, sondern von Geburt an die soziale Entwicklung und den Aufbau der Persönlichkeit stärken (vgl. Klein, 2019, S. 25). Wenn sich diese Kooperationsbündnisse als soziale Wesen aufeinander beziehen, kann Kreativität wachsen und etwas Neues entstehen (vgl. Grundmann/ Osterloh, 2019, S. 6). Kinder, die ihre Kita-Gemeinschaft mit Begeisterung erleben, werden zuversichtlicher, ihre Selbstwirksamkeitserwartung wird steigen und sie können die Meinung anderer leichter einbeziehen und Kompromisse schließen. Zudem akzeptieren sie Veränderungen, verinnerlichen Werthaltungen und stärken sich durch die Gemeinschaft (vgl. Pausewang, 2012, S. 116).

Im nächsten Kapitel wird deshalb auf die Bedeutung der Gemeinschaft in der Kita für die Persönlichkeitsbildung eingegangen.

2.2 Gemeinschaft in der Kindertageseinrichtung

„Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er benötigt die Bindung zu Menschen und die Sicherheit in Gemeinschaften.“ (Pausewang/Strack-Rathke, 2009, S. 17).

Es ist wichtig zu wissen, dass der Mensch ein Beziehungswesen ist und das die Grundbedürfnisse Nähe, Bindung und Zugehörigkeit zu ihm gehören und sein ganzes Leben lang bestehen (vgl. Klein, 2019, S. 20f.). Auch der Individualpsychologe und Pädagoge Rudolf Dreikurs erörterte schon 1964 in seinem Buch den Stellenwert der Zugehörigkeit eines Kindes:

Das Kind ist ein soziales Wesen und sein stärkster Beweggrund ist die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Seine Sicherheit oder Unsicherheit hängen ganz davon ab, ob es sich einer Gruppe zugehörig fühlt. Dies ist sein Grundbedürfnis. Sein ganzes Tun ist darauf gerichtet, einen Platz zu finden. Von der frühesten Kindheit an ist es damit beschäftigt, Mittel und Wege zu erkunden, um ein Teil seiner Familie zu sein. (Dreikurs/Soltz, 2018, S. 24).

Kinder wollen in den Gemeinschaften, in denen sie leben, einen festen Platz finden, von Bedeutung sein und sich in irgendeiner Form einbringen und auch mitbestimmen. Kinder im Kindergartenalter sind in einer besonders sensiblen Phase für ihre körperliche, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung (vgl. Klingsporn/Mews, S. 5).

Die Kooperation mit anderen Kindern kann Wohlgefühl vermitteln, weil Kinder grundsätzlich die Gemeinschaft suchen und in gelingender Beziehungsgestaltung begeistert über sich hinauswachsen (vgl. Bauer, 2006, S.177). Die gegenseitige Bestärkung und Begeisterung, die das Kind in der Gruppe erfährt, wird es später in andere Gemeinschaften, wie z.B. Schule oder Vereine, mitnehmen. In den ersten sechs Lebensjahren entstehen und entwickeln sich ethische Werthaltungen und dies nicht über Theorien und Wissen, sondern über das Vorleben und das Zusammenleben in verschiedenen Gruppen und Gemeinschaften (vgl. Pausewang, 2012, S.19f.). Diese Zeitspanne beinhaltet auch den Aufenthalt in Einrichtungen des Elementarbereiches. Durch multiplexe gemeinsame Aktivitäten wie Spielen, Singen und das gemeinsame Essen in der Kindestageseinrichtung erleben die Kinder mehr und mehr eine natürliche Gemeinschaft in der Gruppe und fühlen sich angenommen, geborgen und zugehörig. Dieses Zugehörigkeitsgefühl stärkt wiederum ihr Selbstbewusstsein. Besonders durch den geregelten Tagesablauf mit den immer wiederkehrenden Ritualen und den regelmäßigen Kontaktmöglichkeiten entsteht eine angenehme, entspannte und familiäre Atmosphäre, in der das soziale Miteinander jedes Kindes geprägt wird (vgl. Pausewang/Strack-Rathke, 2009, S. 194f.). Dadurch lernen schon kleine Kinder, sich in eine Gemeinschaft einzufügen, auf andere Rücksicht zu nehmen, anderen zu helfen, zu trösten und auch Mitgefühl zu entwickeln. Zudem brauchen und suchen Kinder Sicherheit und Verlässlichkeit, um sich wiederum unbekümmert auf die zahlreichen Lernprozesse einlassen zu können (vgl. ebd., S. 17). Die Interaktion hat hierbei einen großen Stellenwert. Um Beziehungen aufzubauen und aktiv zu gestalten, gehört es für die Kinder dazu, sich selbst in die Interaktion miteinzubringen. Dadurch kann das Kind seine Wahrnehmungsfähigkeit schulen, um seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse und die der Anderen zu erkennen, sich aufeinander abzustimmen und zu regulieren. Die Beziehungen, die dabei aufgebaut werden, sind bestimmend für die selbstständige Auseinandersetzung mit der Welt. Wenn das Kind mit positiven Erlebnissen eigene Handlungsspielräume austastet und dabei die Bedürfnisse der anderen kritisch einbezieht, wird es in der Gemeinschaft stark werden. Dabei verinnerlicht es gemeinsam gelebte Werthaltungen, etwa sparsame Handhabung von Material oder wertschätzender Umgang mit Tieren und Pflanzen, welches die Grundlagen für nachhaltige Prozesse sind (vgl. Pausewang, 2012, S. 116).

2.3 Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE)

Bildung für nachhaltige Entwicklung erfordert naturwissenschaftliches und sozialwissenschaftliches Wissen - mehr aber noch natur- und sozialwissenschaftliche Denkweisen und Methoden, um komplex denken zu können. Ziel ist nicht ein Wissenskanon, sondern eine Persönlichkeit, die sich ermutigt und fähig fühlt, das eigene Leben mitzugestalten, und die überWissen und Kompetenzen verfügt, dies im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu tun (Stoltenberg, 2008, S. 33).

Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung wurde 1992 auf einer UN-Konferenz in Rio de Janeiro von 178 Staaten verabschiedet. Es handelt sich um ein normatives Leitbild, in dem sich die Staaten mit einem politischen Aktionsprogramm - der Agenda 21 - verpflichten, ihr Handeln an dem Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung auszurichten. Hintergrund hierfür waren die global zunehmende Ungleichheit sowie die wachsenden Umweltprobleme wie Klimaerwärmung und der Verlust von Artenvielfalt. Um Lösungen für diese Probleme zu entwickeln, sind gesellschaftliche Veränderungen notwendig (vgl. Fritz/Schubert, 2012, S. 4f.). Dazu ist das Um- und Neudenken von bisherigen Wirtschafts-, Lebens- und Konsummustern erforderlich. Ansatzpunkte bieten Schlüsselthemen nachhaltiger Entwicklung (z.B. Klimawandel, Ernährung, Energie) sowie die Nachhaltigkeitsstrategien: besser, anders, weniger, gerechter (vgl. BUND Misereor, 1996, S. 30f.). Die Bundesregierung Deutschland hat sich seit 2002 mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie dazu verpflichtet, politische Entscheidungen und Maßnahmen an Prinzipien nachhaltiger Entwicklung auszurichten. Die Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ steht im Zeichen der von den Staatsund Regierungschefs der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und wurde am 25. September2015 in NewYorkverabschiedet (vgl. Bundesregierung, 2016, S. 12).

Das UNESCO-Weltaktionsprogramm für Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE) wird in der Bundesrepublik Deutschland seit 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) koordiniert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Johanna Wanke wurde 2015 eine Nationale Plattform BNE gegründet, an dem auch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugendliche (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) beteiligt sind. Ziel ist es, in sechs Fachforen Maßnahmen zur konstruktiven Befestigung von BNE in allen Bildungsbereichen zu entwerfen (vgl. Durand, 2017, S. 8).

Der Nationale Aktionsplan wurde dann am 20.Juni 2017 verabschiedet und beinhaltet folgende Handlungsfelder:

1. BNE in den Bildungsplänen verankern.
2. BNE im Sinne eines institutioneilen Auftrages von Trägern etablieren.
3. BNE in die Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften integrieren.
4. BNE als Basis professionellen Handelns unterstützen.
5. Vernetzungsstrukturen zu informellen und formellen Bildungsorten aufbauen (vgl.ebd.).

Diese Handlungsfelder definieren die Basis für weitere Schritte zur Umsetzung der Idealvorstellungen der Nachhaltigkeitsziele im elementaren Bildungsbereich und haben sowohl einen inhaltlichen, als auch einen politischen Kern.

Aktuelle Ziele und Maßnahmen zur Unterstützung und Stärkung der Handlungsfelder sind auf der Webseite „Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“ unter dem Reiter „Nationaler Aktionsplan“ und „Frühkindliche Bildung“ abrufbar (vgl. NPBNE, 2020).

2.4 Bildung nachhaltiger Entwicklung in der Kindertageseinrichtung

Die weltweiten globalen Prozesse wie der Klimawandel, die Globalisierung und andere gesellschaftliche Veränderungen haben Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur. Hierbei kann die Bildung für nachhaltige Entwicklung schon im Elementarbereich zu zukunftsfähigem Handeln und kritischem Denken befähigen und sollte deshalb in der frühkindlichen Bildung als Thema fest verankert sein, da der Persönlichkeitsaufbau und das soziale Denken und Handeln gerade in der frühen Kindheit und insbesondere in den Tageseinrichtungen geprägt wird (vgl. Fritz/ Schubert, 2014, S. 4f.) Hierbei sollte der Fokus nicht nur auf die Vermittlung von Wissen in der frühen Kindheit gelegt werden, da diese für die spätere Bewältigung der Krisen eher irrelevant ist. Vielmehr muss eine kooperative Grundhaltung unseres Verhaltens spezifiziert werden. Im Vordergrund sollten deswegen in erster Linie stark machende Kompetenzen wie Ausdauer, Selbstvertrauen, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Resilienz und Selbstbehauptung stehen (vgl. Pau- sewang, 2012, S.28).

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Gemeinschaft und Bildung nachhaltiger Entwicklung in der frühkindlichen Bildung. Können wir Kinder im Miteinander für die Zukunft stärken?
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Gemeinschaft als Bildungsziel
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V990197
ISBN (eBook)
9783346351333
ISBN (Buch)
9783346351340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gemeinschaft, Gesellschaft, BNE, Frühkindliche Bildung, Zukunft, Nachhaltigkeit, Kinder, Bildung nachhaltiger Entwicklung, Soziologie
Arbeit zitieren
Silvia Di Leo (Autor), 2020, Gemeinschaft und Bildung nachhaltiger Entwicklung in der frühkindlichen Bildung. Können wir Kinder im Miteinander für die Zukunft stärken?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990197

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