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Benachteiligte Stadtquartiere. Wie Quartiersmanagement Kriminalität, Gewaltverbrechen und Segregationsprozessen autoritativ begegnet

Titel: Benachteiligte Stadtquartiere. Wie Quartiersmanagement Kriminalität, Gewaltverbrechen und Segregationsprozessen autoritativ begegnet

Hausarbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jacqueline Horn (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit geht es darum, Quartiersmanagement als autoritative Methode zur Bewältigung von Problemlagen in benachteiligten Stadtquartieren zu bekräftigen, am Beispiel Fischbacherberg in Siegen (NRW). Abgehängte beziehungsweise benachteiligte Stadtquartiere sind ein Sammel- und Ausgangspunkt von zum Beispiel Folgen der Arbeitslosigkeit (exemplarisch dazu "die Marienthalstudie"), Altersarmut sowie Kriminalität und leiden unter Segregationsprozessen.

"Laut Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ist Quartiersmanagement ein strategischer Ansatz zum systematischen Aufbau von selbsttragenden und nachhaltig wirksamen personellen und materiellen Strukturen zur Entwicklung des Quartiers." Quartiersmanagement ist ein lokalpolitischer Ansatz, um die Lebensqualität der Menschen dieser Viertel zu steigern. [...] Bei der Recherche ist aufgefallen, dass Anwohner umliegender Stadtteile Siegens neidisch auf die Förderung des Fischbacherbergs waren. Ein insgesamt negatives Bild dieser Gegend hat sich etabliert. Versucht wird zu belegen, warum das Förderprogramm Soziale Stadt kein Fehler war und der Neid damit unbegründet ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Quartiersmanagement

Stärken und Schwächen von QM

Der Fischbacherberg Siegen (NRW)

Förderung im Bereich Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf und Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf im Rahmen des Bund-Länder-Programms

Neid auf die Förderung des Fischbacherbergs von Anwohnern umliegender Stadtteile

Zusammenfassung und Vorschau

Fazit

Quellenangaben

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Quartiersmanagement als autoritatives Instrument zur Bewältigung komplexer Problemlagen in benachteiligten Stadtquartieren. Anhand des Fallbeispiels „Fischbacherberg“ in Siegen analysiert die Autorin, wie durch städtebauliche Maßnahmen und soziale Konzepte der Aufwertungsprozess in einem ehemals stigmatisierten Stadtteil gelang und warum Kritik oder Neid durch umliegende Quartiere aus einer objektiven Perspektive nicht gerechtfertigt sind.

  • Grundlagen und Definition des Quartiersmanagements (QM)
  • Analyse von Stärken und Schwächen der QM-Methodik
  • Strukturelle Entwicklung und Förderung am Beispiel Fischbacherberg
  • Soziale Dynamiken, Stigmatisierung und der Umgang mit Neiddebatten
  • Die Rolle staatlicher Programme (Soziale Stadt) bei der Quartiersaufwertung

Auszug aus dem Buch

Quartiersmanagement

Der Begriff Quartiersmanagement wird in verschiedenen Zusammenhängen und unterschiedlicher Betrachtungsweise gebraucht. Es werden u.a. Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf (Bund-Länder-Programm, Soziale Stadt) 4 , die „Gemeinwesenarbeit als Kern-Kompetenz von Quartiersmanagement“5 oder auch das „Vor-Ort-Büro“ 6 mit 'Stadtteilmanager' und 'Stadtteilarbeiter' 7 im Kontext des Managements genannt.

Nikolai Goldschmidt konkretisiert den Begriff in seiner Diplomarbeit, indem er ihn trennt und die einzelnen Worte definiert. Hier gehe ich nur auf den Wortteil Quartier ein, weil es für den Terminus Management eine klarere Definition gibt.

„In jedem Fall bezeichnet ein Quartier einen begrenzten Raum, der aber nicht unbedingt mit den politischen Grenzen eines Stadtteils identisch sein muss, aber kann. Vielmehr definiert sich ein Quartier über den Menschen, der dort lebt. Wie in einer Herberge, die geprägt und ausgefüllt wird von dem Menschen (man denke einmal an das Bild der `Herbergsmutter` und ihrer Gäste), der dort gerade wohnt, erklärt sich das Quartier über die Art und Weise des Zusammenlebens der Menschen, der Möglichkeiten und Ausgestaltung ihrer Lebensverwirklichung (durch finanzielle und persönliche Ressourcen) und der Nachbarschaft (vgl. u.a. Grimm Hinte, 2004: 49; Bruhns Mack, 2001: 9).“8

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Quartiersmanagement als Methode zur Problemlösung in benachteiligten Stadtgebieten und stellt die Forschungsfrage am Beispiel des Fischbacherbergs.

Quartiersmanagement: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Quartiersmanagements und ordnet ihn in den Kontext der Sozialpolitik und der Stadtentwicklung ein.

Stärken und Schwächen von QM: Hier werden die Potenziale des Quartiersmanagements zur sozialen Aktivierung gegenüber den Risiken, wie der Unvorhersehbarkeit menschlichen Handelns oder finanzieller Abhängigkeiten, abgewogen.

Der Fischbacherberg Siegen (NRW): Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Fischbacherbergs, von der militärischen Nutzung über den Leerstand bis hin zur städtebaulichen Transformation.

Förderung im Bereich Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf und Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf im Rahmen des Bund-Länder-Programms: Dieser Abschnitt beschreibt die Einbettung des Stadtteils in staatliche Förderprogramme wie „Soziale Stadt“.

Neid auf die Förderung des Fischbacherbergs von Anwohnern umliegender Stadtteile: Die Autorin analysiert die soziale Wahrnehmung des Quartiers und setzt sich kritisch mit der Missgunst gegenüber der geförderten Aufwertung des Fischbacherbergs auseinander.

Zusammenfassung und Vorschau: Es erfolgt eine Rekapitulation der bisherigen Maßnahmen und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Standorts.

Fazit: Das Fazit bekräftigt den Erfolg des Quartiersmanagements und schlussfolgert, dass die Aufwertungsergebnisse auf das Engagement der Bewohner zurückzuführen sind.

Quellenangaben: Eine Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Quartiersmanagement, Fischbacherberg, Soziale Stadt, Stadtteilaufwertung, Segregationsprozesse, Stadtentwicklung, Gemeinwesenarbeit, Präventive Sozialpolitik, Soziale Brennpunkte, Bürgerbeteiligung, Infrastruktur, Stadtteilbüro, Nordrhein-Westfalen, Finanzielle Förderung, Sozialraum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirksamkeit von Quartiersmanagement als Methode, um in benachteiligten Stadtteilen sozialen Problemen, Kriminalität und Segregation entgegenzuwirken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Stadtentwicklung, die Implementierung staatlicher Förderprogramme, die Rolle der Gemeinwesenarbeit und die soziale Dynamik innerhalb von Quartieren.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Autorin?

Die Autorin untersucht, wie Quartiersmanagement autoritativ zur Aufwertung eines Stadtteils beiträgt und ob der Neid der Anwohner umliegender Gebiete aufgrund dieser Förderung berechtigt ist.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Methodik basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung bestehender Konzepte und einer qualitativen Analyse des spezifischen Fallbeispiels Fischbacherberg in Siegen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Einordnung des Quartiersmanagements, dessen Stärken und Schwächen sowie die praktische Anwendung und Evaluation am Beispiel Fischbacherberg.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Begriffe sind Quartiersmanagement, Soziale Stadt, Stadtteilaufwertung, Bürgeraktivierung und soziale Inklusion.

Wie bewertet die Autorin den "Neid" der Anwohner aus umliegenden Stadtteilen?

Sie bewertet den Neid als unbegründet, da die Erfolge am Fischbacherberg nicht auf Zufall basieren, sondern das Ergebnis eines aktiven Engagements der dort lebenden Bewohner und gezielter Maßnahmen sind.

Was war ein entscheidender Faktor für die Aufwertung des Fischbacherbergs?

Ein entscheidender Faktor war laut Arbeit die systematische Zusammenarbeit von Bürgern und staatlichen Stellen sowie die Umsetzung eines integrierten Handlungskonzepts.

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Details

Titel
Benachteiligte Stadtquartiere. Wie Quartiersmanagement Kriminalität, Gewaltverbrechen und Segregationsprozessen autoritativ begegnet
Hochschule
CVJM-Kolleg Kassel
Veranstaltung
Modul B 6
Note
1,3
Autor
Jacqueline Horn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V990286
ISBN (eBook)
9783346353375
ISBN (Buch)
9783346353382
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quartiersmanagement autoritativ Prävention Neid Brennpunkt Soziale Stadt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Horn (Autor:in), 2016, Benachteiligte Stadtquartiere. Wie Quartiersmanagement Kriminalität, Gewaltverbrechen und Segregationsprozessen autoritativ begegnet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990286
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Leseprobe aus  14  Seiten
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