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Homeoffice. Eine rechtliche Betrachtung

Die rechtlichen Vorgaben für die Einführung und Durchsetzung des Homeoffice

Title: Homeoffice. Eine rechtliche Betrachtung

Term Paper , 2021 , 12 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Nadine Haas (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour
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In dieser Arbeit liegt der Fokus auf arbeitsrechtlichen Fragestellungen im Hinblick auf Homeoffice. Zu diesem Zweck wird zuerst der theoretische Hintergrund beleuchtet, indem eine Begriffsbestimmung vorgenommen sowie auf aktuelle Studien eingegangen wird. Anschließend befasst sich der Hauptteil, das dritte Kapitel mit den rechtlichen Aspekten zum Thema Homeoffice. Dabei wird sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite eingegangen und hinterfragt, inwieweit es sich bei den bislang geltenden Regelungen um einen sachgerechten Ausgleich der unterschiedlichen Interessensparteien handelt.

Viele Arbeitnehmer wünschen sich im Homeoffice arbeiten zu können, damit die Arbeit flexibler und selbstbestimmter gestaltet werden kann. Häufig fallen durch Homeoffice Pendelzeiten weg und so kann die Erwerbsarbeit besser mit den Aktivitäten in der Freizeit oder den Verpflichtungen der Familie vereinbart werden. Auch für Arbeitgeber kann es eine Erleichterung darstellen, sofern kein eigener Arbeitsplatz für Arbeitnehmer im Betrieb mehr zur Verfügung gestellt werden muss und so Kosten gespart werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einordnung

Begriffsbestimmungen

Aktuelle Studien

3. Rechtliche Aspekte zum Thema Homeoffice

Rechtliche Vorgaben des Arbeitgebers zur Einführung von Homeoffice

Rechtlicher Anspruch des Arbeitnehmers auf Homeoffice

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung von Homeoffice aus Sicht des Arbeitgebers sowie die Möglichkeiten von Arbeitnehmern, einen Anspruch auf mobiles Arbeiten durchzusetzen.

  • Rechtliche Grundlagen der Weisungsbefugnis bei der Anordnung von Homeoffice
  • Unterscheidung zwischen verschiedenen Formen der Telearbeit
  • Analyse der Arbeitsschutzpflichten und Gefährdungsbeurteilungen im häuslichen Umfeld
  • Rechtliche Grenzen der Mitbestimmung und individueller Ansprüche
  • Ausblick auf zukünftige gesetzliche Entwicklungen zur Verankerung von Homeoffice

Auszug aus dem Buch

Rechtliche Vorgaben des Arbeitgebers zur Einführung von Homeoffice

Arbeitgeber müssen in Zeiten von Corona und der Einführung von alternierendem Homeoffice zusätzlich dafür sorgen, dass eine entsprechende technische Ausstattung vorhanden ist, den Schutz sensibler Daten gewährleisten und einige rechtliche Vorgaben beachten. Vor der Pandemie kam wohl kaum ein Unternehmen auf die Idee, seine Mitarbeiter zu „zwingen“ die Arbeitsleistungen fast ausschließlich von zuhause aus zu erbringen. Nach § 106 S. 1 GewO kann der Arbeitgeber „Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzlichen Vorschriften festgelegt sind“ (ebd., S. 474). Das bedeutet, ein Arbeitgeber kann Homeoffice im Grunde nur anordnen, sofern dies im Einzelarbeitsvertrag oder in Kollektivverträgen geregelt ist oder zumindest in einer entsprechenden Vereinbarung. Der Arbeitsort kann lediglich per Weisung festgelegt werden, sofern dieser nicht (vorher) vertraglich vereinbart ist.

Stimmt der Arbeitnehmer der Einführung des vorübergehenden Homeoffice zu, ist das für den Arbeitgeber unproblematisch. Schwieriger wird es hingegen, wenn kein gegenseitiges Einvernehmen darüber besteht (vgl. ebd., S. 473f). Zwar verfügt der Arbeitgeber mit der Anordnung mehr oder weniger über die Wohnung seiner Mitarbeiter, was prinzipiell als „Eingriff in die Unverletzlichkeit der Wohnung“ (ebd., S. 475) gewertet werden kann, allerdings stellt sich die Rechtslage in der aktuellen Situation anders dar. Denn der Arbeitgeber hat grundsätzlich die Pflicht für die Gesundheit seiner Mitarbeiter Sorge zu tragen. Das Risiko von Ansteckungen wird vermieden, indem ein Teil der Belegschaft nicht im Betrieb, sondern von zuhause aus arbeitet. Aus diesem Grund kann während solch einer Gefährdung, wie der aktuellen, die Anordnung des Arbeitens von zuhause aus als billiges Ermessen iSv § 106 S. 1 GewO gedeutet werden. Der Arbeitgeber kann aktuell also anweisen, dass die Arbeitsleistung teilweise oder vollständig im Homeoffice erbracht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz von Homeoffice ein und benennt die arbeitsrechtliche Fragestellung des Assignments unter dem Einfluss der Corona-Pandemie.

2. Theoretische Einordnung: Hier werden zentrale Begriffe der Telearbeit definiert und der aktuelle Stand der Forschung sowie Studien zu Chancen und Risiken des Homeoffice zusammengefasst.

3. Rechtliche Aspekte zum Thema Homeoffice: Dieses Kapitel analysiert die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers, die rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung von Homeoffice sowie die (begrenzten) Ansprüche der Arbeitnehmer.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Homeoffice in Deutschland aktuell primär auf dem Ermessen des Arbeitgebers beruht und ein genereller Rechtsanspruch noch fehlt.

5. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen, Studien und Gesetzeskommentare.

Schlüsselwörter

Homeoffice, Arbeitsrecht, Telearbeit, Weisungsbefugnis, GewO, Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilung, New Work, Corona-Pandemie, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Direktionsrecht, Betrieb, Arbeitsvertrag, Rechtslage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Analyse der Homeoffice-Einführung in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf das Direktionsrecht des Arbeitgebers und die Rechte der Arbeitnehmer.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen Begriffsbestimmungen der Telearbeit, rechtliche Vorgaben für Arbeitgeber, Aspekte des Arbeitsschutzes und die Frage nach einem generellen Rechtsanspruch auf Homeoffice.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, inwieweit die aktuelle Rechtslage einen sachgerechten Ausgleich der Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Homeoffice darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der aktuelle Studien, Fachbeiträge und arbeitsrechtliche Kommentierungen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im dritten Kapitel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Anordnungsmöglichkeiten durch Arbeitgeber nach § 106 GewO und die Anforderungen an den Arbeitsschutz im häuslichen Umfeld detailliert erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Homeoffice, Direktionsrecht, Arbeitsschutz, Telearbeit und die rechtliche Ausgestaltung des Arbeitsortes definiert.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf das Direktionsrecht des Arbeitgebers aus?

Während der Pandemie kann die Anordnung von Homeoffice teilweise als billiges Ermessen nach § 106 GewO gewertet werden, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, sofern dies verhältnismäßig ist.

Existiert in Deutschland aktuell ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf Homeoffice?

Nein, nach aktueller Rechtslage besteht in Deutschland kein genereller Rechtsanspruch auf das Arbeiten im Homeoffice; dies unterliegt grundsätzlich dem Ermessen des Unternehmens.

Welche Rolle spielt die Gefährdungsbeurteilung im Homeoffice?

Der Arbeitgeber ist auch bei der Tätigkeit im Homeoffice für den Arbeitsschutz verantwortlich und muss Gefährdungsbeurteilungen erstellen und Mitarbeiter hinsichtlich Ergonomie und Entgrenzung unterweisen.

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Details

Title
Homeoffice. Eine rechtliche Betrachtung
Subtitle
Die rechtlichen Vorgaben für die Einführung und Durchsetzung des Homeoffice
Course
Changemanagement und Arbeitsrecht
Grade
1.3
Author
Nadine Haas (Author)
Publication Year
2021
Pages
12
Catalog Number
V990297
ISBN (eBook)
9783346351852
ISBN (Book)
9783346351869
Language
German
Tags
Homeoffice Home-Office Rechtliche Aspekte Homeoffice Recht auf Homeoffice Arbeitsrecht in Zeiten von Corona Home-Office in der Corona-Pandemie Homeoffice-Vereinbarung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Haas (Author), 2021, Homeoffice. Eine rechtliche Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990297
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