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Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung. Das Urteil des FG Nürnbergs vom 19.9.2013 - 4 K 1613/11

Title: Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung. Das Urteil des FG Nürnbergs vom 19.9.2013 - 4 K 1613/11

Bachelor Thesis , 2016 , 42 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katja Miskewitsch (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Darstellung der aktuellen Herangehensweise an die Anforderungen einer erfolgswirksamen Erfassung von Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bilanzierungsgrundsätze des Handelsgesetzbuches haben sich seit den Anfängen der Rechnungslegung stetig gewandelt. Aus diesem Grund muss, insbesondere bei potenziellen Konflikten, eine Abgrenzung zu früheren Sichtweisen erfolgen.

Solch ein Konflikt wird in dieser Arbeit behandelt. Es erfolgte eine Entschädigungszahlung für die dauerhafte Unterlassung einer Ausweitung der Schweinezucht. Die dabei entstandene Fragestellung ist, wann die Zahlung erfolgswirksam wird beziehungsweise wie der zukünftige Zeitraum dafür festgelegt werden kann? Um diese Frage zu klären, muss die Art der Gegenleistung des Zahlungsempfängers näher betrachtet werden. Das dynamische Rechnungslegungskonzept sieht hierzu andere Anforderungen vor, als sie das deutsche HGB derzeit zu erfüllen hat. Dieser ehemalige Einfluss auf die heute geltenden Rechnungslegungsgrundsätze soll aufgezeigt werden. Für diese Betrachtung werden Interpretationen der Rechnungsabgrenzungsposten anderer europäischer Länder mit einbezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Problemstellung

II Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten als Folge einer periodengerechten Gewinnermittlung in der dynamischen Bilanztheorie

1. Leitidee der Dynamik: Gewinn als Maßstab der Wirtschaftlichkeit

2. Prinzipien der dynamischen Bilanztheorie

3. Passive Rechnungsabgrenzung als Erfolgsregulierungsposten

4. Abgrenzung zum Verständnis passiver Rechnungsabgrenzung in der ausschüttungsstatischen Bilanztheorie

III Voraussetzungen der Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten und Konkretisierung vor dem Hintergrund des Urteils des FG Nürnberg vom 19.09.13 - 4 K 1613/11

1. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag

2. Ertragsrealisierung in Abhängigkeit vom Erfüllungszeitpunkt

3. Das Kriterium der bestimmten Zeit als zentraler Ausdruck der dynamischen Bilanztheorie

IV. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten im Kontext der dynamischen Bilanztheorie, wobei der Fokus auf der Auslegung der maßgeblichen Kriterien unter Berücksichtigung eines aktuellen finanzgerichtlichen Urteils liegt.

  • Grundlagen der dynamischen Bilanztheorie und deren Prinzipien
  • Abgrenzung zwischen dynamischer Bilanzauffassung und ausschüttungsstatischen Konzepten
  • Voraussetzungen für die Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten
  • Bedeutung der Ertragsrealisierung und des Kriteriums der "bestimmten Zeit"
  • Analyse des Urteils des FG Nürnberg (19.09.2013 - 4 K 1613/11) zur bilanziellen Behandlung von Entschädigungszahlungen

Auszug aus dem Buch

1. Leitidee der Dynamik: Gewinn als Maßstab der Wirtschaftlichkeit

Das vordergründige Ziel der dynamischen Bilanztheorie stellt die Ermittlung eines vergleichbaren Periodenerfolges mittels der Erfolgsrechnung dar. Dabei ist eine genaue Abgrenzung erfolgsunwirksamer Sachverhalte der Periode grundlegend. Der dynamische Periodenerfolg ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag von Aufwand und Leistung, die verursachungsgerecht aufgeteilt werden. Dieser wird mithilfe der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt, während die Bilanz als Abgrenzungskonto, der Gewinn- und Verlustrechnung zur Abbildung von Abgrenzungsposten dient für noch nicht erfolgswirksam gewordene Ausgaben und Einnahmen als erfolgsneutrale Vor- und Nachleistungen.

Die Bilanz zeigt den Status, der sich während einer Rechnungsperiode abspielenden Bewegungen auf und wird auch als „Kräftespeicher der Unternehmung“ bezeichnet. Der Vermögens- und Schuldbegriff wird nach der dynamischen Bilanzauffassung aufgegeben.

Der Vergleichbarkeitsgrundsatz sagt aus, dass die Erfolgsrechnung ein gutes Maß zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit ist, soweit sie absolut richtig ist, wobei praktische Anwendbarkeit aber entscheidender sei. Der Periodengewinn soll dabei mit anderen Perioden und mit dem Gewinn verwandter Unternehmen vergleichbar sein. Die daraus resultierenden Informationen eignen sich zur Steuerung des Unternehmens und zur Rechenschaftslegung.

Zusammenfassung der Kapitel

I Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der passiven Rechnungsabgrenzung ein und erläutert die Relevanz der dynamischen Bilanztheorie anhand steuerrechtlicher Fragestellungen.

II Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten als Folge einer periodengerechten Gewinnermittlung in der dynamischen Bilanztheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der dynamischen Bilanzauffassung sowie deren Abgrenzung zur ausschüttungsstatischen Bilanztheorie detailliert dargestellt.

III Voraussetzungen der Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten und Konkretisierung vor dem Hintergrund des Urteils des FG Nürnberg vom 19.09.13 - 4 K 1613/11: In diesem Hauptteil erfolgt die Analyse der spezifischen Kriterien für Rechnungsabgrenzungsposten, illustriert durch die konkrete Rechtsprechung.

IV. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit prägnant in Thesenform zusammen.

Schlüsselwörter

Passive Rechnungsabgrenzungsposten, Dynamische Bilanztheorie, Periodengerechte Gewinnermittlung, Realisationsprinzip, Ertragsrealisierung, Bestimmte Zeit, Entschädigungszahlung, Grunddienstbarkeit, FG Nürnberg, Bilanzrecht, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Vorsichtsprinzip, Wirtschaftlichkeit, Periodenvergleichbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) vor dem Hintergrund der dynamischen Bilanztheorie und deren Anwendung in der Rechtsprechung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische und theoretische Herleitung der dynamischen Bilanz, die rechtlichen Voraussetzungen für RAP sowie die Auslegung kritischer Merkmale wie der "bestimmten Zeit".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der dynamischen Bilanztheorie und ihre Auswirkungen auf die heutige Auslegung von Rechnungsabgrenzungskriterien zu untersuchen, insbesondere bei komplexen Entschädigungszahlungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und rechtsbasierte Analyse, die betriebswirtschaftliche Bilanztheorien mit aktueller finanzgerichtlicher Rechtsprechung verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Voraussetzungen für die Bildung von passiven RAP (Einnahme vor dem Stichtag, Ertragsrealisierung, Zeitbestimmtheit) im Detail diskutiert und kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie dynamische Bilanztheorie, Rechnungsabgrenzungsposten, Ertragsrealisierung, Zeitbestimmtheit und Rechtsprechung maßgeblich geprägt.

Wie unterscheidet sich die dynamische von der ausschüttungsstatischen Bilanz?

Die dynamische Bilanz zielt auf die Ermittlung des vergleichbaren Periodenerfolgs ab, während die ausschüttungsstatische Bilanz primär auf die Sicherung eines entziehbaren Betrags zum Gläubigerschutz ausgerichtet ist.

Welche Rolle spielt das Urteil des FG Nürnberg im Text?

Das Urteil dient als konkrete Fallstudie, um die Problematik der "bestimmten Zeit" bei der Abgrenzung von Entschädigungszahlungen für Unterlassungsleistungen praktisch zu erörtern.

Warum wird das Kriterium der "bestimmten Zeit" so kontrovers diskutiert?

Es dient der Objektivierung der Gewinnermittlung, ist aber in der Praxis oft schwer kalendermäßig exakt zu bestimmen, was zu unterschiedlichen Auslegungstendenzen zwischen Finanzverwaltung und Rechtsprechung führt.

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Details

Title
Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung. Das Urteil des FG Nürnbergs vom 19.9.2013 - 4 K 1613/11
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
1,7
Author
Katja Miskewitsch (Author)
Publication Year
2016
Pages
42
Catalog Number
V990442
ISBN (eBook)
9783346352859
ISBN (Book)
9783346352866
Language
German
Tags
bilanzierung rechnungsabgrenzungsposten rechtsprechung urteil nürnbergs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Miskewitsch (Author), 2016, Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung. Das Urteil des FG Nürnbergs vom 19.9.2013 - 4 K 1613/11, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990442
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