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Ultras im deutschen Fußball. Ein Bezug zur Lebenskunstphilosophie von Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann

Titre: Ultras im deutschen Fußball. Ein Bezug zur Lebenskunstphilosophie von Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann

Dossier / Travail , 2017 , 7 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Liam Oels (Auteur)

Pédagogie - Général
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Viele Menschen haben Negativbilder vor Augen, wenn sie von Ultragruppierungen hören. Nicht selten werden sie mit Gewalt oder Konflikten mit der Polizei assoziiert und mit den gewaltbereiten Hooligans, welche sich überhaupt nicht für den Sport selber interessieren, gleichgestellt oder verwechselt. Doch was ist überhaupt ein Ultra? Dieser Frage geht die folgende Arbeit nach.

Neben einer Klärung dieser Frage geht sie dabei auch auf die Lebenskunstphilosophie von Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik Ultragruppierungen

2. Wilhelm Schmids und Fellmanns Aspekte der Lebenskunst

3. Analyse der Ultragruppierungen mithilfe der Definition von Lebenskunst nach Schmid und Fellmann

4. Reflexion der pädagogischen Relevanz der Thematik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Ultragruppierungen im deutschen Fußball durch die theoretische Brille der Lebenskunstphilosophie nach Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann, um zu ergründen, inwiefern die Zugehörigkeit zu einer Ultragruppe als gelebte Lebensform verstanden werden kann und welche pädagogischen Implikationen sich daraus ergeben.

  • Phänomenologie und Selbstverständnis von Ultragruppierungen
  • Theoretische Fundierung der Lebenskunst nach Fellmann und Schmid
  • Die Ultragruppe als Lebensform im Gegensatz zu Lebensstil und Lifestyle
  • Gruppendynamik, Wertevermittlung und pädagogische Ambivalenzen

Auszug aus dem Buch

3.

Betrachtet man nun diese Aspekte der Lebenskunst Schmids und Fellmanns im Hinblick auf Ultras, wird erkennbar, dass sich einiges wiederfinden lässt. Das persönliche Glück der Ultras ist nicht nur – wie viele denken – der Verein, der unterstützt wird. Vielmehr ist es die Gemeinschaft, welche eine solche Gruppenzugehörigkeit bietet.

Ultra zu sein steht unter anderem auch für Zusammenhalt und Solidarität. Es geht primär um Gruppendynamik und Teamgeist, wo jedes Mitglied unabhängig von seiner Herkunft respektiert und anerkannt wird. Ultras leben zwar für den Verein, der sieben Tage die Woche unterstützt wird, und dem nahezu alles – sei es die Familie oder Freizeitgestaltung – untergeordnet wird, jedoch geht es hierbei um viel mehr als um den Sport.

Was häufig aufgrund der negativen Eigenschaften untergeht ist die Kreativität, die innerhalb einer Ultragruppe entfaltet wird: Gemeinsam werden Woche für Woche aufwändige Choreographien erstellt, welche das WIR – Gefühl und somit das Gefühl des gebraucht werden stärken.

Zudem vertreten Ultras Werte, die sich gegen die gesellschaftlich gefestigten Normen wenden: Sie lehnen die gegenwärtig herrschende Kommerzialisierung und die Konsumgesellschaft strikt ab.

Es werden keine Fanartikel des eigenen Vereins gekauft und es wird regelmäßig gegen ständig steigende Ticketpreise protestiert.

Menschen, die beispielsweise in der Gesellschaft Probleme haben, Anschluss und Integrität zu erhalten, haben mit der Ultragruppe ein soziales Auffangbecken, eventuell sogar einen Familienersatz.

Ihnen werden Werte geboten, an denen sie sich orientieren und ihr Leben anpassen können. Werte, die moralisch vertretbar sind und mit denen das Individuum sein persönliches Glück finden kann, und sich nicht nur den Erwartungen der Gesellschaft unterordnet.

Stellt man nun hier die Frage nach einem guten, gelungenen Leben, lässt sich diese Frage in Bezug auf einige Aspekte sicher mit „ja“ beantworten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik Ultragruppierungen: Das Kapitel führt in das Selbstverständnis der Ultras ein und grenzt diese von gewaltbereiten Hooligans sowie anderen Subkulturen ab.

2. Wilhelm Schmids und Fellmanns Aspekte der Lebenskunst: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Lebenskunst dargelegt, insbesondere die Differenzierung zwischen Lebensform, Lebensstil und Lifestyle.

3. Analyse der Ultragruppierungen mithilfe der Definition von Lebenskunst nach Schmid und Fellmann: Dieser Teil verknüpft das Leben als Ultra mit der Theorie und identifiziert Ultra-Sein als eine spezifische Lebensform.

4. Reflexion der pädagogischen Relevanz der Thematik: Abschließend werden die Chancen und Gefahren einer solchen Gruppenmitgliedschaft kritisch beleuchtet und in einen pädagogischen Kontext gesetzt.

Schlüsselwörter

Ultras, Fußball, Lebenskunst, Wilhelm Schmid, Ferdinand Fellmann, Lebensform, Subkultur, Gruppendynamik, Solidarität, Kommerzialisierung, pädagogische Relevanz, Identität, Soziales Auffangbecken, Werte, Stadionkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Leben und die Gruppendynamik von Fußball-Ultras auf Basis philosophischer Ansätze zur Lebenskunst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Subkultur-Phänomen "Ultras", die philosophische Bestimmung eines "guten Lebens" und die soziale Funktion von Vereinszugehörigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, ob und wie die Ultras-Kultur als eine Form der Lebenskunst nach Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann klassifiziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutische Analyse durchgeführt, bei der Begriffe der Lebenskunstphilosophie auf das Phänomen Ultras angewendet werden, ergänzt durch ein Experteninterview.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Lebenskunst und die anschließende Anwendung dieser Theorie auf das Leben und die Werte eines Ultras.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebensform, Solidarität, Kommerzialisierungskritik und soziale Integration charakterisiert.

Wie unterscheidet Schmid laut der Arbeit zwischen Lebensform und Lifestyle?

Eine Lebensform ist laut Schmid ein beständigerer, sinnstiftender Aufenthalt, während ein Lifestyle eher oberflächlich und kurzlebig ist.

Welche pädagogische Gefahr sieht der Autor in Ultragruppierungen?

Der Autor warnt vor dem Verlust des Realitätssinns und einer möglichen Radikalisierung, bei der abweichende Werte außerhalb der eigenen Gruppe nicht mehr toleriert werden.

Warum fungieren Ultragruppen oft als "Auffangbecken"?

Sie bieten Menschen, denen es an familiärem oder sozialem Rückhalt mangelt, feste Normen, eine klare Identität und ein Gemeinschaftsgefühl.

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Résumé des informations

Titre
Ultras im deutschen Fußball. Ein Bezug zur Lebenskunstphilosophie von Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann
Université
University of Cologne
Note
1,7
Auteur
Liam Oels (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
7
N° de catalogue
V990526
ISBN (ebook)
9783346375445
Langue
allemand
mots-clé
ultras fußball bezug lebenskunstphilosophie wilhelm schmid ferdinand fellmann
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Liam Oels (Auteur), 2017, Ultras im deutschen Fußball. Ein Bezug zur Lebenskunstphilosophie von Wilhelm Schmid und Ferdinand Fellmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990526
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