Der mediale Umgang mit Glyphosat. Eine Inhaltsanalyse unter Berücksichtigung des Framing Paradigmas


Akademische Arbeit, 2020

26 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

TABELLENVERZEICHNIS

1 Einleitung

2 Glyphosat
2.1 Was ist Glyphosat?
2.2 Aktueller Forschungsstand

3 Das Framing-Paradigma
3.1 Grundlagen
3.2 Frame Theorie nach Robert Entman
3.3 Medienframes im Kontext des Framing-Paradigmas

4 Methodik
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Erhebungsverfahren

5 Auswertung der Inhaltsanalyse
5.1 Zeit Online
5.2 New York Times
5.3 Vergleich

6 Schlussbetrachtung

ANHANG

LITERATURVERZEICHNIS

Abstract

Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit war es, die mediale Berichterstattung über Glyphosat unter Berücksichtigung des Framing-Paradigmas zu vergleichen. Die theoretische Grundlage bildeten die von Entman definierten Funktionen zur Bestimmung eines Frames. Folglich wurden jeweils fünf Zeitungsartikel der New York Times und der Zeit per qualitativer Inhaltsanalyse untersucht und tabellarisch festgehalten. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede in der ländervergleichenden Berichterstattung. Sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte als auch die eingesetzten Medienframes heben sich voneinander ab. Während die amerikanischen Zeitungsartikel einem konsistenten deskriptiven Rahmen folgen, zeichnet sich die deutsche Berichterstattung durch einen mehrheitlich ablehnenden Frame gegenüber Glyphosat aus.

Gender-Erklärung

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Hausarbeit die Sprachform des generischen Maskulinums angewandt. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1: Funktionen eines Frames in fünf Artikeln der Zeit Online zu Glyphosat

Tabelle 2: Funktionen eines Frames in fünf Artikeln der New York Times zu Glyphosat

1 Einleitung

Das zur Unkrautbekämpfung verwendete Pestizid Glyphosat ist ein kontroverses Thema. Das Pflanzenschutzmittel steht seit einem veröffentlichten Bericht der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) unter Verdacht, krebserregende Stoffe zu beinhalten. Obwohl die Forschungsgrundlage bis zum aktuellen Zeitpunkt unklar ist, gab es vermehrt Stimmen, die ein Verbot von Glyphosat forderten (vgl. Spiegel 2019: o.S). Im September 2019 beschloss die Bundesregierung ein Aktionsprogramm, welches die verbindliche Beendigung der Anwendung von Glyphosat zum 31. Dezember 2023 vorsieht. Das entsprechende Gesetz, für das geplante Verbot des Pestizids soll in den kommenden Monaten folgen (vgl. Spiegel 2019: o.S.). Dem vorausgegangen war eine langwierige öffentliche Debatte über das Unkrautvernichtungsmittel. Eine Umfrage in Deutschland ergab, dass rund 59 Prozent der Befragten den Einsatz vom Unkrautvernichtungsmittel ablehnen (vgl. NABU 2017: o.S.).

In einer öffentlichen Debatte nehmen Massenmedien eine zentrale Rolle in der Berichterstattung und der Meinungsbildung der Bevölkerung ein. Um der umfassenden Informationsfunktion nachzukommen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Medien notwendig. Vor diesem Hintergrund ist der mediale Umgang mit Glyphosat interessant. Decken sich die Inhalte mit dem Forschungsstand und gibt es Unterschiede zwischen den Berichterstattungen? Welche Frames werden von den ausgewählten Medien dabei gesetzt? So wird im Folgenden untersucht, inwiefern sich die Berichterstattungen in Deutschland und den USA hinsichtlich zu Glyphosat unterscheiden. Beispielhaft für die Medienlandschaften der Länder werden dafür Artikel von meinungsführenden Printmedien betrachtet. Im Falle der USA ist dies die New York Times und für Deutschland die Zeit. Den theoretischen Hintergrund für diese vergleichende Analyse bildet das Framing-Paradigma. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Glyphosat, folgt die theoretische Grundlage dieser Arbeit, welche das Konzept des Framing- Paradigmas erörtert und dessen Anwendung in der kommenden Analyse erklärt. Daran schließt sich der methodische Teil mit der Inhaltsanalyse der Zeitungsartikel und der Vergleich dieser an. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse zusammengetragen und bewertet. Diese Hausarbeit dient der Analyse verschiedener Zeitungsartikel unter Berücksichtigung des Framing-Paradigmas, um die Schwerpunkte der medialen Berichterstattung zu beleuchten.

2 Glyphosat

2.1 Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist sowohl weltweit als auch in Deutschland der meist verwendete Wirkstoff zur Bekämpfung von Unkraut. Das Pflanzenschutzmittel zählt zu den Totalherbiziden und ist unter den Markennamen „Roundup“ oder „Glyfos“ bekannt. Totalherbizide sind Inhaltsstoffe, die störende Pflanzen abtöten sollen (vgl. Schulte und Theuvsen 2015: 270). Pflanzen nehmen Glyphosat vor allem über die Blätter auf. Von dort gelangt der Wirkstoff in den Organismus und blockiert die Produktion von Aminosäuren, was zu einem gezielten Absterben der Pflanze führt (vgl. Spiegel 2019: o.S.).

Seit der erstmaligen Zulassung im Jahre 1974, hat sich der Inlandsabsatz mehr als verhundertfacht, so dass in Deutschland mittlerweile 76 Handelsprodukte zugelassen wurden, die diesen Wirkstoff enthalten. Hierzulande werden jährlich bis zu 6000 Tonnen des Wirkstoffes verwendet und 40 Prozent der gesamten Ackerfläche damit behandelt (vgl. Steinmann 2013: 48-9). Der bekannteste Hersteller von Glyphosat ist Monsanto, der im Jahr 2018 von der Bayer AG aufgekauft wurde. Mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent, ist das Tochterunternehmen immer noch Weltmarktführer. Nachdem das Patent im Jahr 2000 abgelaufen ist, gibt es inzwischen viele weitere Firmen, die den Wirkstoff Glyphosat anbieten (vgl. Spiegel 2019: o.S.). „Zunächst wurde die Chemikalie vor allem vor der Aussaat verwendet, um Äcker von Unkraut zu befreien. Doch seitdem es gentechnisch veränderte Pflanzen gibt, die gegen Glyphosat resistent sind, kann es auch nach der Saat eingesetzt werden“ (Zeit Online 2019: o.S.; Hervorhebung durch den Verf.). Das macht die Anwendung simpel und effektiv einsetzbar.

Zu den Vorteilen des Herbizids zählen, neben der Unkrautvernichtung, höhere Ertragseffekte und geringere Produktionskosten, welche insgesamt zu einem bedeutend höheren Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe führen (vgl. Schulte und Theuvsen: 272). Neben dem Vorwurf krebserregende Stoffe zu beinhalten, kritisieren Umweltschützer vor allem die vermeintlich negative Wirkung auf Insekten und der damit einhergehenden ökologischen Vielfalt (vgl. Spiegel 2018: o.S.).

2.2 Aktueller Forschungsstand

Nachdem in Kapitel 2.1 eine Einführung zum Thema Glyphosat gegeben wurde, folgt nun ein kurzer Überblick zum aktuellen Forschungsstand. Dies ist notwendig, um die spätere Inhaltsanalyse und die daraus resultierenden Medienframes inhaltlich bewerten zu können. Die Grundlage für den aktuellen Forschungsstand bieten verschiedene anerkannte politische Institutionen, die im Folgenden näher behandelt werden. Ausgangspunkt für die Beurteilung von Glyphosat waren zahlreiche wissenschaftliche Studien, die von den jeweiligen Behörden ausgewertet wurden (vgl. Zeit Online 2019: o.S.).

Bei der Recherche um den aktuellen Forschungsstand des Pflanzenschutzmittels, ergibt sich ein heterogenes Bild. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte 2015 einen Bericht, in dem der Inhaltsstoff als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wurde. Daraufhin haben Behörden weltweit die Risiken von Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung geprüft und kamen zu dem Ergebnis gekommen, der sei Stoff nicht krebserregend. Unter diesen namenhaften Behörden waren unter anderem: das deutsche Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR), die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die US- amerikanische Umweltbehörde EPA, die europäische Chemikalienagentur (ECHA), sowie das Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) der WHO (vgl. Spiegel 2019: o.S.). Grundlage für diese Beurteilung bildeten rund 800 ausgewertete wissenschaftliche Studien (vgl. Zeit Online 2019: o.S.). Die unterschiedlichen Ergebnisse lassen sich durch die verschiedenen Herangehensweisen der Behörden erklären. „Die Forscher des JMPR haben versucht, ein konkretes Risiko abzuschätzen, gemessen daran, welche Mengen Glyphosat in die Umwelt gelangen und welcher Dosis der Mensch durchschnittlich ausgesetzt ist. Diesen Schwerpunkt hatten auch das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit gelegt. Die IARC hingegen interessierte sich rein für die Substanz, nicht dafür, wie das Risiko je nach Anwendung aussieht.“ (Zeit Online 2016: o.S.).

Im Dezember 2019 wurden Berichte veröffentlicht, die nahe legen, dass der Hersteller Monsanto verdeckt wissenschaftliche Studien mitfinanziert hat. Dem ARD-Magazin Monitor sowie der Organisation LobbyControl legen demnach Dokumente vor, in welchen einer der führenden Agrarwissenschaftler in mindestens zwei deutschen Studien, die positiven finanziellen Effekte von Glyphosat hervorhebt. Die Bayer AG bezog daraufhin Stellung und betonte die Unabhängigkeit der Wissenschaft. In den USA war die finanzielle Beteiligung Monsantos an Studien bereits bekannt. (vgl. Tagesschau 2019: o.S.).

Momentan gibt es keinen wissenschaftlichen Konsens über Glyphosat, weshalb keine finalen Schlussfolgerungen abgeleitet werden können. Es bleibt festzuhalten, dass auf aktueller Forschungsgrundlage keine Aussage darüber getroffen werden kann, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs besteht (in Bezugnahme auf das konkrete Risiko für den Menschen). Die große Mehrheit der ausgewerteten Studien beurteilen den Unkrautvernichter als nicht krebserregend (vgl. Zeit Online 2019: o.S.). Trotzdem bleibt zu klären, inwieweit diese Studien durch die Mitfinanzierung von Monsanto beeinflusst wurden. Zurzeit werden die Forschungsergebnisse zu den Inhaltsstoffen und Roundup als Produkt wiederholt ausgewertet und neu beurteilt. „In dem Streit um die Deutung der Forschungsergebnisse geht es auch darum, wie die Institutionen arbeiten, welche Studien sie heranziehen dürfen und müssen und wie die Bewertung am Ende erfolgt“ (Zeit Online 2019a: o.S.).

3 Das Framing-Paradigma

Die Framing-Forschung hat ihren Ursprung in der Beobachtung und beschäftigt sich mit der Frage, aus welcher Perspektive ein Thema behandelt wird und welche Aspekte des Themas hervorgehoben bzw. vernachlässigt werden (vgl. Bonfadelli und Marr 2008: 136). In den vergangenen Jahren hat der Framing-Ansatz an Beliebtheit gewonnen und ist in der Politikwissenschaft, Soziologie sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft wiederzufinden. Dieser verbindet verschiedene theoretische und methodische Forschungsparadigmen, um die Erkenntnisse verschiedener Forschungsfelder zu integrieren (vgl. Zillich 2011: 148). Der Framing-Ansatz bildet die spätere Grundlage dieser Hausarbeit und dient zur Inhaltsanalyse von Zeitungsartikeln zum Thema Glyphosat.

3.1 Grundlagen

Unter Framing versteht man einen Deutungsrahmen, der das Einbetten eines Themas in einem bestimmten Bedeutungsfeld ermöglicht (vgl. Matthes 2007: 17). Robert Ent- man bezeichnet Framing als „scattered conceptualization“ und „fractured paradigm“ (Entman 1993: 51).

Jedoch gibt es keine allgemeingültige Definition des Begriffs „Framing“ und so fasst Bertram Scheufele die Kernaussagen der verschiedenen Definitionen wie folgt zusam- men:„Frames kann man als Interpretationsmuster verstehen, die helfen, neue Informationen sinnvoll einzuordnen und effizient zu verarbeiten. Framing ist der Vorgang, bestimmte Aspekte zu betonen, also salient zu machen, während andere in den Hintergrund treten.“ (Scheufele 2003: 46). Nach seiner Auffassung wird Framing in horizontale und vertikale Ebenen eingeteilt. Während die horizontale Ebene in drei Bereiche unterteilt wird, nämlich in Journalisten bzw. das Mediensystem, den Rezipienten bzw. die Bevölkerung sowie Akteure bzw. Gruppen und Organisationen in der Politik und Wirtschaft, wird zwischen der kognitiven und textlichen Ebene in der Vertikale unterschieden (vgl. Scheufele 2003: 47). Des Weiteren hebt Scheufele zwei Richtungen von Framing hervor, die für die Soziologie relevant sind, die interpretative Soziologie sowie Deutungsmuster-, Diskursmuster- und Rahmen-Konzepte (vgl. Scheufele 2003: 38).

Das Rahmen-Konzept stammt aus dem Jahre 1974 von Erving Goffman. Dieser gilt, mit seinem soziologischen Beitrag zum Thema, als einer der wichtigsten Vertreter des Framings. Er widmet sich dem Problem der Situationsdeutung und fokussiert „(...) die Organisation der Erfahrung in der Alltagspraxis“ (Scheufele 2003: 43). Die Grundannahme beruht auf der Frage, die sich jeder Mensch alltäglich stellt:„Was geht hier eigentlich vor?“ (Goffman 1980: 35). Um diese Frage zu beantworten, benutzen wir sogenannte Rahmen als Organisationsprinzipien für soziale Ereignisse (Goffman 1980: 19). Als Beispiel nennt Scheufele die Abtreibung einer Frau. Dies können wir als Mord oder auch als Akt der Emanzipation interpretieren, da die Frau eine freie Entscheidung getroffen hat. Die Antwort für den Rezipienten lautet entsprechend des angelegten Rahmens (vgl. Scheufele 2003: 43). Goffman unterscheidet dabei zwischen „primären Rahmen“ und „Theaterrahmen“ (Goffman 1980: 31ff, 143ff). Die für diese Hausarbeit relevanten sozialen primären Rahmen betreffen soziale Zusammenhänge, die als zielgerecht, gesteuert und intendiert gelten.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass je nach Frame, unterschiedliche Sinne erzeugt und Erwartungen geweckt werden. Diese „(...) kann man daher als Sinn- oder Erwartungsgrenzen verstehen.“ (Scheufele 2003: 43).

3.2 Frame Theorie nach Robert Entman

Ein weiterer wichtiger Vertreter ist Robert M. Entman, welcher 1993 seine Arbeit zum Thema Framing veröffentlichte. „Framing essentially involves selections and salience.“ (Entman 1993: 52). Entman stellt direkt zu Beginn die grundlegende Relevanz der Selektion und Hervorhebung bestimmter Informationen für das Thema Framing klar. Dies kann insofern auf die Massenmedien bezogen werden, da Journalisten die Funktion innehaben, Informationen zu selektieren und Schwerpunkte in der ausgewählten Thematik zu setzen. Ausgehend von seiner Definition, lassen sich vier verschiedene Framing Funktionen innerhalb eines Frames unterscheiden. „To frame is to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in a communicating text, in such a way to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation, and/or treatment recommendation for the item described.“ (Entman 1993: 52).

Besonders interessant für die spätere Analyse sind folgende Ausführungen zu den Funktionen der Frames. Zum einen definieren Frames Probleme, sie stellen heraus was ein / der Verursacher eines Problems getan hat (define problems). Weiter stellen sie die Ursachen des Problems fest (diagnose causes). Frames fällen aber auch, laut Entman, moralische Urteile und bewerten dabei das Handeln der Verursacher (make moral judgments). Letztendlich schlagen Frames auch eine Lösung für das Problem vor und geben Aussicht auf dessen möglichen Effekte (suggest remedies). Entman betont, dass ein einzelner Satz in einem Text gleich alle Funktionen beinhalten kann, jedoch verweist er darauf, dass ein Frame eines Textes auch nicht notwendig immer alle Funktionen erfüllt (vgl. Entman 1993: 52).

3.3 Medienframes im Kontext des Framing-Paradigmas

Da die mediale Berichterstattung ein zentraler Bestandteil für diese Hausarbeit darstellt, wird auf die Wirkungsweise von Medienframes genauer eingegangen.

„Media frames, largely unspoken and unacknowledged, organize the world both for journalists who report it and, in some important degree, for us who rely on their reports. Media frames are persistent patterns of cognition, interpretation, and presentation, of selection, emphasis, and exclusion, by which symbol-handlers routinely organize discourse, whether verbal or visual.“ (Gitlin 1980: 7). Mit dieser Definition stellt Todd Gitlin den hohen Stellenwert von Medienframes in der alltäglichen Welt dar.

Entman unterteilt dabei den Kommunikationsprozess von Medieninhalten in vier Stufen. Zunächst gibt es den Kommunikator (Communicator), welcher bewusst oder unbewusst darüber entscheidet, was und vor allem wie etwas thematisiert wird. Die zweite Stufe beinhaltet den Text (Text). Dieser diktiert die Benutzung oder das Weglassen gewisser Schlüsselwörter, Phrasen und Informationen, gefolgt von dem Empfänger (Receiver), welcher mit dem Frame des Kommunikators übereinstimmt oder nicht. Die letzte Stufe beinhaltet die sogenannte Kultur (Culture), worunter der öffentliche Konsens eines Themas verstanden wird (vgl. Entman 1993: 52-3).

In Bezug auf Glyphosat kann das Meinungsbild durch das Aufzählen oder Weglassen von Vor- und Nachteilen entscheidend beeinflusst werden. Schlüsselwörter wie giftig, krebserregend oder Wundermittel framen bewusst oder unbewusst den Rezipienten, welcher diese dann mit seinem bestehenden Rahmen abgleicht und daraus eine Befürwortung oder Ablehnung der Thematik ableitet. Zuletzt entsteht dadurch die zuvor genannte Kultur, was demzufolge bedeutet, wie die Meinung der breiten Öffentlichkeit zu einer bestimmten Thematik ist und welche Haltung daraus resultiert. Das Themengebiet der Medienframes erhält durch die breite Zugänglichkeit eine besondere Relevanz für das alltägliche Leben. Im Folgenden soll analysiert werden, ob es Unterschiede in der Berichterstattung zum Pflanzenschutzmittel gab und welche Medienframes dabei angewandt wurden.

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Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Der mediale Umgang mit Glyphosat. Eine Inhaltsanalyse unter Berücksichtigung des Framing Paradigmas
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,0
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V990631
ISBN (eBook)
9783346364906
ISBN (Buch)
9783346364913
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang, glyphosat, eine, inhaltsanalyse, berücksichtigung, framing, paradigmas
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Der mediale Umgang mit Glyphosat. Eine Inhaltsanalyse unter Berücksichtigung des Framing Paradigmas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990631

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