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Umgang der Multitasking-Literatur mit der Ergodizitätsannahme

Titel: Umgang der Multitasking-Literatur mit der Ergodizitätsannahme

Bachelorarbeit , 2020 , 55 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: BSc Psychologie Udo Klaus (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Trifft in der Forschung die Ergodizitätsannahme zum Thema Multitasking zu? Ziel der Bachelorarbeit ist die Analyse des Umganges von Forschungsartikeln mit jener Annahme, also abzuschätzen, in wie viel % der Artikel eine Interpretation vorgenommen wird, für die die Daten keine Grundlage liefern, indem vom Zusammenhang zwischen Personen auf den vermuteten Zusammenhang innerhalb der Personen geschlossen wird. Dazu wurden in wissenschaftlichen Datenbanken nach empirischen Publikationen aus dem Jahrgang 2019 zum Thema Multitasking gesucht, welche über Korrelationen von mindestens einem Maß für Leistung in Multitasking mit mindestens einer anderen Variablen berichteten. Die Stichprobe lag bei 31 Artikeln (n = 31) und der Datensatz wurde anhand von Merkmalen der Artikel erstellt. Die beobachteten Häufigkeiten in Kontingenztabellen zeigten, dass in den Diskussionsteilen der Artikel Ergodizität explizit häufiger thematisiert wurde und ohne Datengrundlagen in den Artikeln häufiger über Ergodizität kommuniziert wurde. Eine Generalisierung der Ergebnisse ist aufgrund der Einschränkung auf einen einzelnen Jahrgang jedoch nicht möglich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Begriffsverständnis

2.1.1 Ergodizität

2.1.2 Multitasking

2.2 Aktuelle Forschungsbeiträge zum Thema Ergodizität und Multitasking

2.3 Forschungsfrage

2,4 Hypothesen

3 Methode

3.1 Stichprobe

3.2 Messinstrumente

3.3 Untersuchungsdesign

3.4 Durchführung

3.4.1 Datenanalyse

3.4.2 Statistische Verfahren

4 Ergebnisse

4.1 Voraussetzungsprüfungen

4.2 Deskriptive Befunde

4.2.1 Kontingenztabellen

4.2.2 Chi-Quadrat

4.2.3 Chi-Quadrat nach Pearson

4.2.4 Exakter Test nach Fisher

4.2.5 Odds-Verhältnis

4.2.6 Phi-Koeffizienten

4.3 Ergebnisse der Hypothesentests

5 Diskussion

5.1 Interpretation in Bezug auf die Hypothesen

5.2 Theoretische und praktische Implikationen

5.3 Grenzen und Schwächen der Forschungsarbeit

5.4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Umgang der kognitionspsychologischen Multitasking-Literatur mit der Ergodizitätsannahme. Ziel ist es, zu ermitteln, inwieweit Forschungsartikel unzulässige Schlüsse vom Zusammenhang zwischen Personen auf den Zusammenhang innerhalb einer Person ziehen, und ob diese Annahme explizit thematisiert oder durch fundierte Datengrundlagen gestützt wird.

  • Analyse der Ergodizitätsannahme in der Multitasking-Forschung
  • Untersuchung der within-person versus between-person Problematik
  • Statistische Auswertung von Forschungsartikeln des Jahrgangs 2019
  • Überprüfung der thematischen Behandlung in Haupt- und Diskussionsteilen
  • Vergleich von Ergodizitätsannahmen mit vorhandenen Datengrundlagen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Ergodizität

Ergodizität (griechisch: Werk und Weg) wurde ursprünglich in der mathematischen Ergodentheorie untersucht. Der Begriff geht auf den Physiker Ludwig Boltzmann zurück, der diese Eigenschaft eines dynamischen Systems im Zusammenhang mit der statistischen Theorie der Wärme untersuchte. Die Ergodizität bezieht sich auf das mittlere Verhalten eines Systemes. Ein solches System wird in der Mathematik als Funktion beschrieben, welche die zeitliche Entwicklung des Systems abhängig von seinem aktuellen Zustand bestimmt. Zur Berechnung kann die Entwicklung über einen längeren Zeitraum verfolgt und über die Zeit gemittelt werden oder man kann alle möglichen Zustände betrachten und über diese mitteln. Streng ergodisch wird ein System genannt, wenn die Zeitmittel und Ensemble-Mittel mit der Wahrscheinlichkeit eins zum gleichen Ergebnis führen. Als schwach ergodisch wird ein System bezeichnet, wenn in beiden Fällen nur der Erwartungswert und die Varianz übereinstimmen und Momente höherer Ordnung vernachlässigt werden.

Auch die Psychologie beschäftigt sich zunehmend mit dem Begriff der Ergodizität. Die Ergodizitätsannahme erstreckt sich auf alle Populationsmomente wie Mittelwerte, Varianzen, Kovarianzen und so weiter. Molenaar (2004) hat darauf hingewiesen, dass eine Verallgemeinerung von der Bevölkerung zum Individuum nur dann angebracht ist, wenn eine spezifische mathematisch-statistische Bedingung, die als Ergodizität bezeichnet wird, erfüllt ist. Kurz gesagt: Die Anwendung des Konzepts der Ergodizität auf das Psychologische Phänomen impilziert, dass alle Populationsmomente mit den entsprechenden individuellen Momenten identisch sein müssen. Dies bedeutet, dass strukturelle Veränderungen im Laufe der Zeit fehlen müssen, Entwicklungsprozesse per Definition nicht ergodisch sind uns alle Momente innerhalb der Person über Individuen hinweg identisch sein müssen. Daraus ergibt sich für die Ergodizität, dass alle Individuen über dieselben Mittelwerte verfügen, jeder Mensch durch die gleiche Menge an Varianz gekennzeichnet ist, die Kopplung zwischen zwei Variablen von Individuen gleich ist und gleiche Kovarianzen aufzeigen. Hamaker (2012) plädiert in seiner Arbeit deshalb an Forscher „innerhalb-Person“ zu denken, da für die Ergodizität erforderlichen Einschränkungen sehr unwahrscheinlich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Zufalls und die Bedeutung der Ergodizitätsannahme in der empirischen Psychologie ein und begründet die Wahl des Themas Multitasking für die Untersuchung.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Ergodizität und Multitasking, beleuchtet aktuelle Forschungsbeiträge und leitet daraus die spezifischen Forschungsfragen und Hypothesen ab.

3 Methode: Der Methodenteil beschreibt die Vorgehensweise bei der Selektion von 31 relevanten Artikeln des Jahrgangs 2019, das Evaluationsinstrument zur Kodierung der Inhalte sowie die angewandten statistischen Verfahren wie Chi-Quadrat-Tests und Odds-Verhältnisse.

4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der statistischen Analysen vorgestellt, einschließlich der Voraussetzungsprüfungen, deskriptiven Befunde, Kreuztabellen sowie der Überprüfung der fünf aufgestellten Hypothesen.

5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen, diskutiert die theoretischen und praktischen Implikationen, beleuchtet Grenzen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Ergodizität, Ergodizitätsannahme, Multitasking, within-person, between-person, Psychologie, empirische Forschung, Datengrundlage, statistische Analyse, Kognitionspsychologie, Literaturanalyse, Korrelation, Forschungsartikel, methodische Validität, Diskussionssteil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Umgang der psychologischen Forschungsliteratur zum Thema Multitasking mit der sogenannten Ergodizitätsannahme, welche voraussetzt, dass Ergebnisse von Gruppenmessungen direkt auf das Individuum übertragbar sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die mathematisch-statistischen Grundlagen der Ergodizität, die kognitionspsychologische Forschung zum Multitasking sowie die kritische Reflexion methodischer Standards bei der Interpretation statistischer Zusammenhänge.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob und wie in der aktuellen Forschungsliteratur zum Thema Multitasking mit der Ergodizitätsannahme umgegangen wird, insbesondere ob unzulässige Schlüsse von zwischen-personellen Zusammenhängen auf inner-personelle Prozesse gezogen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine korrelative, beobachtende empirische Studie. Der Autor untersuchte ein Subset von 31 Forschungsartikeln aus dem Jahr 2019 mithilfe eines kategorialen Codierungsschemas und wertete die Daten mittels Chi-Quadrat-Tests und Odds-Verhältnissen statistisch aus.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und Aufarbeitung des Forschungsstandes, die detaillierte Darstellung des methodischen Vorgehens sowie die Präsentation der Ergebnisse der statistischen Hypothesenprüfung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ergodizitätsannahme, within-person Problematik, Multitasking, Forschungsqualität und statistische Signifikanz charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen within-person und between-person Varianz für die Autor von Bedeutung?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da eine Verwechslung dieser beiden Ebenen laut Hamaker (2012) zu einer falschen Interpretation von Daten führt, indem fälschlicherweise allgemeine Gesetzmäßigkeiten für das Individuum postuliert werden, für die die Daten keine Grundlage liefern.

Welches wichtige Ergebnis liefert die Studie bezüglich der Diskussion von Ergodizität in Artikeln?

Die Studie ergab, dass die Ergodizitätsannahme in den meisten Artikeln kaum thematisiert wird. Wenn sie thematisiert wurde, dann meist eher in den Diskussionsteilen als in den Ergebnisteilen, was auf eine nachgelagerte Reflexion hinweist.

Was schließt der Autor aus den Ergebnissen für künftige Forschung?

Der Autor fordert eine stärkere Sensibilisierung der Forschenden für die Ergodizitätsannahme und empfiehlt, zukünftige Studien durch Längsschnittuntersuchungen und Metaanalysen auf eine breitere und solidere empirische Basis zu stellen.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umgang der Multitasking-Literatur mit der Ergodizitätsannahme
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,2
Autor
BSc Psychologie Udo Klaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
55
Katalognummer
V991105
ISBN (eBook)
9783346354976
ISBN (Buch)
9783346354983
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Multitasking-Literatur Multitasking literature Ergodizitätsannahme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BSc Psychologie Udo Klaus (Autor:in), 2020, Umgang der Multitasking-Literatur mit der Ergodizitätsannahme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991105
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Leseprobe aus  55  Seiten
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