Der Einsatz von digitalen Medien in der Grundschule. Chancen und Risiken


Hausarbeit, 2017

14 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medienausstattung und Medienbesitz
2.1. Die KIM-Studie: Medienausstattung allgemein
2.2. Medien im Alltag von Grundschulkindern
2.3. Medienausstattung in der Grundschule

3. Chancen von Medien in der Grundschule
3.1. Lernförderlicher Einsatz digitaler Medien im Unterricht- Medienkompetenz
3.1.1 Medienpass NRW
3.1.2 Das Medienlehr- und Lehrmodell
3.2. Tableteinsatz im Unterricht

4. Risiken von Medien in der Grundschule

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Schaut man sich unseren Alltag an, gibt es eine zunehmende Veränderung des Verhaltens der Menschen untereinander. Läuft man durch die Straßen oder benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel, schauen viele Menschen nur noch auf ihre Smartphones, um Nachricht zu tippen, Musik zu hören, zu telefonieren oder ein Spiel zu spielen. Auch im privaten Bereich befinden sich mittlerweile eine Vielzahl weiterer digitaler Medien, wie zum Beispiel Fernseher, Spielkonsolen, Tablets oder Laptops bzw. Computer. Jeder von uns benutzt diese Medien und sie gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Wir widmen ihnen in unserem Alltag viel Aufmerksamkeit und viele davon sind für uns nicht mehr wegzudenken.

Auch bereits in der Primarstufe kommen im Unterricht zunehmend Computer und Tablets zum Einsatz. Somit werden die Kinder bereits ab einem Alter von 6 Jahren damit konfrontiert. Umso wichtiger ist es, diese digitalen Medien richtig einzusetzen und darüber aufzuklären welche Gefahren und Risiken sich dahinter verstecken könnten. Durch den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) 2016, die nicht nur den Einsatz von digitalen Medien, sondern auch das Lernen über digitale Medien vorgibt, wird die Relevanz dieses Themas nochmals deutlich hervorgehoben.

Oftmals wird mit dem Einsatz im Unterricht von digitalen Medien im Primarbereich etwas Negatives assoziiert. Mit dieser Hausarbeit sollen besonders die Chancen von Medieneinsatz in der Grundschule aufgezeigt werden, da diese oftmals in den Hintergrund geraten oder das breite Spektrum der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten weitgehend unbekannt sind. Besonders zur Zeiten der Integration und Inklusion stellen die digitalen Medien, wie zum Beispiel Computer und Tablets eine große Chance im Bereich der Primarstufe dar.

Um eine Vorstellung zu bekommen, wird zunächst ein grober Überblick über die Medienausstattung und den Medienbesitz im Alltag der Kinder im Primarbereich aufgezeigt. Daran anschließend erfolgt eine Beschreibung der Medienausstattung und Nutzung in der Schule. Dabei wird sich auf die sogenannte „KIM-Studie" von 2016 bezogen. In dieser Studie wurde der Medienumgang von Kindern zwischen sechs und 13 Jahren erforscht. Da hier die positiven Aspekte vom Einsatz digitaler Medien in der Primarstufe aufgezeigt werden sollen, befasst sich der Hauptteil mit den Chancen der digitalen Medien. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Da der digitale Medieneinsatz natürlich nicht nur positive Aspekte mit sich bringt, werden auch die Risiken von Medien in der Primarstufe kurz aufgezeigt.

In einem abschließenden Fazit werden die herausgearbeiteten Chancen und Risiken nochmals aufgegriffen und die Ergebnisse zusammengefasst.

2. Medienausstattung und Medienbesitz

Fernsehen, Smartphone, Spielkonsolen, Internetzugang und Tablets gehören fast in jedem Haushalt zur Grundausstattung. Sie werden zu vielerlei Zwecken benutzt. Besonders steht der Freizeitaspekt im Vordergrund. Hiermit ist das Spielen am Computer, Spielkonsolen und der allgemeine Umgang mit dem Smartphone gemeint. Allerdings werden sie auch viel zum Arbeiten, Recherchieren, Lernen oder Schreiben von Texten für die Schule oder Universität benutzt. Mittlerweile verfügt das Internet über eine Vielzahl von Lernprogrammen, die heruntergeladen oder direkt im Internet zum Lernen verwendet werden können.

Im Folgenden wird konkret auf die Medienausstattung und den Medienbesitz von Grundschulkindern, sowohl im Alltag als auch in der Schule eingegangen.

2.1. Die KIM-Studie: Medienausstattung allgemein

Die KIM-Studie bezieht sich zum einen auf persönliche- mündliche Befragungen von ca. 1200 Kindern (im Alter zwischen sechs und 13 Jahren) und zum anderen auf einen schriftlichen Fragebogen der Haupterzieher bzw. Eltern (vgl. KIM-Studie 2016, 3). Die Studie wurde bereits zum elften Mal veröffentlicht und zeigt „repräsentative Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern in Deutschland" (Ebd. 2016, 79).

In den Haushalten ist nahezu eine „Vollausstattung bei Fernseher, Handy/Smartphone, Internetzugang sowie Computer/Laptop" (Ebd. 2016, 8) zu finden. Eine Spielekonsole findet sich in drei von vier Haushalten wieder. Das Tablet wird von 28 Prozent im Alltag benutzt und 14 Prozent verfügen über Pay-TV. Jede zehnte Familie verfügt über Streaming-Dienste wie z.B. Netflix oder Maxdome, sowie Streaming-Boxen oder Sticks. Nach Angaben der Haupterzieher besitzen allerdings die sechs bis 13-jährigen noch nicht das ganze Spektrum an Mediengeräten (Ebd. 2016, 8). „Das Gerät, das sich am häufigsten in den Kinderzimmern findet, ist das Mobiltelefon [...] und Spielkonsolen [,..](Ebd. 2016, 8).

2.2. Medien im Alltag von Grundschulkindern

Neben Freizeitaktivitäten wie Freunde treffen, drinnen und draußen Spielen oder Sport treiben, stehen die Medien ebenfalls bei den Freizeitaktivitäten oben auf der Liste. Wenn man von einer regelmäßigen Nutzung von mindestens einmal pro Woche ausgeht, dann „steht an erster Stelle das Fernsehen (96%), [...] Für drei von fünf Kindern ist die Beschäftigung mit Computer-/Konsolen-/Onlinespielen (60%) oder mit dem Handy/Smartphone (59%) eine regelmäßige Freizeitaktivität" (Ebd. 2016, 11).

Das Internet wird mindestens einmal die Woche genutzt. Der Computer wird allerdings nicht nur für Tätigkeiten im Internet genutzt, sondern auch einfach nur zum Spielen von Coupterspielen (Ebd. 2016, 11). Diese Freizeitaktivitäten werden im Bereich der Medien, wie digitale Spiele, Fernsehen, Handy/Smartphone und Konsolen von den Kindern alleine genutzt. Lediglich die Computer-, Konsolen- und Onlinespiele spielen sie oft mit Gleichaltrigen bzw. Freunden (Ebd. 2016, 14). Hinzukommt „Je älter die Kinder sind, desto eher nutzen sie die verschiedenen Medien allein" (Ebd. 2016, 14).

Aus der Studie zeigt sich, dass die wichtigste Medientätigkeit bei Kindern das Fernsehen ist. Bei den sechs bis 13-jährigen hat jedes dritte Kind einen eigenen Fernseher im Zimmer stehen. 77 Prozent der Kinder sehen fast jeden Tag fern. Die Lieblingssender der sind KIKA an erster und Super RTL an zweiter Stelle (Ebd. 2016, 43).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kinder heute in einem Umfeld aufwachsen, das ein breites Repertoire an Mediengeräten aufweist.

2.3. Medienausstattung in der Grundschule

Die Cornelsen-Trendstudie befasst sich mit der Medienausstattung an Schulen in Deutschland. Die folgenden Daten von Mai 2015 bezieht sich speziell auf den Primarbereich. Hierdurch soll ein grober Eindruck über die Medienausstattung gegeben werden.

Die heutigen Grundschulen verfügen über ein geringes Medienrepertoire. Sie haben ca. 251 Schülerinnen und Schüler und besitzen im Durchschnitt 13 Klassenräume, einen Computerraum und drei Fachräume. Außerdem sind im Durchschnitt ca. ein interaktives Whiteboard, ein Beamer, 20 Desktop- PCs und 8 Notebooks vorhanden. Es verfügen 88 Prozent der Schulen über einen Internetzugang und sogar 34 Prozent übern einen WLAN Anschluss. Tablets gehören bis auf einige vereinzelte Ausnahmen noch nicht zur Medienausstattung. (Cornelsen-Trendstudie 2015, 3).

3. Chancen von Medien in der Grundschule

Da die digitalen Medien meistens zuerst negativ im Bezug zur Schule und Unterricht auffallen, sollen hier einige positive Aspekte in den Vordergrund gerückt werden. Besonders durch den auffällig hohen Anteil am Medienrepertoire in der Freizeit der Schüler_innen im Primarbereich, sollten auch die Chancen in den Blick genommen werden.

3.1. Lernförderlicher Einsatz digitaler Medien im Unterricht - Medienkompetenz

Aufgrund der Schulvorschrift, dass jede Schule dazu verpflichtet ist, ein schulinternes Medienkonzept zu entwickeln, spielt die schulische Medienbildung in NRW eine große Rolle (vgl. Lorenz/Endberg 2015, 211).

Durch den richtigen Einsatz der digitalen Medien können viele Vorteile und Erleichterungen geschaffen werden. Im Folgenden sollen zwei lernförderliche Einsätze digitaler Medien vorgestellt werden. Außerdem soll speziell der positive Einsatz von Tablets im Unterricht angesprochen werden.

3.1.1 Medienpass NRW

Der Medienpass NRW ist unter anderem ein Gemeinschaftsprojekt der Landesregierung NRW, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der Landesanstalt für Medien. Er ist sowohl für die Grundschulen, als auch für die Sekundarstufen I online verfügbar (Ebd. 2015, 214). Er ist eine Initiative zur Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und soll diese fördern. Er setzt sich aus den drei Bausteinen „Kompetenzrahmen, Lehrplankompass und dem Medienpass“ (Ebd. 2015, 215) zusammen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Der Einsatz von digitalen Medien in der Grundschule. Chancen und Risiken
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2,0
Jahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V991405
ISBN (eBook)
9783346363299
ISBN (Buch)
9783346363305
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz, medien, grundschule, chancen, risiken
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Der Einsatz von digitalen Medien in der Grundschule. Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991405

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