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Die Lehrer-Schüler-Interaktion im Unterricht. Unterrichtsplanungen und Analyse des Verhaltens von Lehrern und Schülern

Title: Die Lehrer-Schüler-Interaktion im Unterricht. Unterrichtsplanungen und Analyse des Verhaltens von Lehrern und Schülern

Internship Report , 2021 , 33 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Diese Arbeit analysiert die Interaktion zwischen Schüler und Lehrer. In der klassischen Interaktionsanalyse konnten Studien festlegen, dass bestimmte Verhaltensweisen von Lehrkräften in einem signifikanten Verhältnis zur Entwicklung von Schülerleistungen stehen. Die Lehrer-Schüler- Interaktion (L-S-I) stellt ein zentrales Vehikel für positive Ergebnisse wie zum Beispiel Motivation dar, zudem spielen die Lehrkräfte eine der wichtigsten Rollen im Bildungsprozess.

Unter Interaktion ist die Wechselwirkung zu verstehen. In Verbindung mit dem Unterricht, ist mit der Wechselwirkung die durch Kommunikation vermittelten wechselseitigen Beziehungen zwischen Personen und die daraus ergebende wechselseitige Beeinflussung ihrer Einstellungen, Erwartungen und Handlungen gemeint.

Die Praktikantin hat sich für den Beobachtungsschwerpunkt Interaktion entschieden, da sie im Rahmen des Praktikums bereits zu Beginn feststellen konnte, dass das Lehrerverhalten und das Schülerverhalten sich gegenseitig beeinflussen. Sie konnte beobachten, dass der Lehrer, der ein freundschaftliches Verhältnis zu den Schülerinnen und Schülern (SuS) hat, einer deutlich geringeren Lernbereitschaft gegenübersteht, als ein Lehrer, der sich eher distanziert zu seinen SuS verhält. Der Lehrer, der sich Späße mit den SuS erlaubt, als Unterrichtseinstieg etwas von seinem Alltag erzählt, mit den SuS über aktuelle Themen redet und einen guten Zugang zu den SuS hat, kämpft deutlich mehr mit Unterrichtsstörungen, als die Lehrkraft, die sich nur auf den Unterricht fokussiert und nicht vom Unterrichtsstoff abweicht.

Ebenso ist die Beteiligung und das Interesse am Unterricht der Lernenden geringer, die eine freundschaftliche Beziehung zu der Lehrkraft haben. Besonders auffällig ist dabei, dass die SuS versuchen diese Situation auszunutzen, indem sie vom Unterrichtsstoff ablenken und dem Lehrer Fragen stellen, die nicht zum Unterricht gehören. Dabei ist auch zu erwähnen, dass der Lehrer wiederholt mit erhöhter Stimme die SuS auffordern muss leise zu sein. Die SuS, die ein distanziertes Verhältnis zu der Lehrkraft haben, verfolgen den Unterricht mit Interesse und beteiligen sich aktiv am Unterricht. Weiterhin konnte die Praktikantin beobachten, dass sowohl die Persönlichkeit der Lehrer, als auch der Führungsstil einen Einfluss auf die Lernbereitschaft und somit auf das Schülerverhalten hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Beobachtungsschwerpunkt „Interaktion“

1.1 Auswahl des Beobachtungsschwerpunktes

1.2 Lehrer-Schüler-Interaktion

1.3 Transaktionales Modell der Lehrer-Schüler-Interaktion

2 Hospitationsprotokoll

2.1 Bedingungsanalyse

2.2 Synoptische Darstellung

2.3 Reflexion unter Berücksichtigung des Schwerpunktes

3 Unterrichtsplanung und -analyse

3.1 Unterrichtsentwurf „Inventar“

3.1.1 Bedingungsanalyse

3.1.2 Didaktische Analyse

3.1.3 Verlaufsplanung & Methodenbegründung

3.1.4 Synoptische Planung

3.2 Unterrichtsentwurf „Bilanz“

3.2.1 Bedingungsanalyse

3.2.2 Synoptische Darstellung der Unterrichtsstunde

3.2.3 Reflexion der Unterrichtsstunde

3.3 Zusatzauftrag zur Kompensation einer verpassen Seminarsitzung

3.3.1 Bedingungsanalyse

3.3.2 Didaktische Analyse

3.3.3 Verlaufsplanung & Methodenbegründung

3.3.4 Synoptische Planung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient der Dokumentation und Reflexion von Erfahrungen im Rahmen des Eignungs- und Orientierungspraktikums im Fach Wirtschaftspädagogik, wobei der Fokus auf der Analyse der Lehrer-Schüler-Interaktion liegt.

  • Analyse der Dynamik in Lehrer-Schüler-Interaktionen
  • Anwendung des transaktionalen Modells nach Nickel
  • Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten im Bereich Betriebswirtschaftslehre
  • Reflexion des eigenen Lehrverhaltens und der Wahrnehmung durch Lernende
  • Vergleich von Beobachtungen in verschiedenen Unterrichtssituationen

Auszug aus dem Buch

1.3 Transaktionales Modell der Lehrer-Schüler-Interaktion

Mit der kognitiven Wende in der Psychologie wurden auch bei der L-S-I zunehmend komplexe Prozesse berücksichtigt. Die sozialpsychologische Interaktionsforschung analysiert die sozialen Beziehungen von Lehrern und Schülern als Beziehung sozialen Handelns. Die zentrale Annahme der sozialpsychologischen Interaktionsforschung ist, dass sich Lehrer und Schüler in der Interaktion gegenseitig beeinflussen.

Nickel versucht im Rahmen seines transaktionalen Modells die Erkenntnisse der bisherigen pädagogisch-psychologischen sowie sozial- und persönlichkeitspsychologischen Forschungen zu integrieren. In Anlehnung an den damaligen Forschungsstand umfasst das Modell drei Hauptkomponenten, die intrapersonale Bedingungsvariablen, den soziokulturellen Bezugsrahmen sowie die ständige Präsenz von Rückmeldeprozessen (s. Abb. 1).

Lehrer und Schüler nehmen gleichermaßen Einfluss auf den Interaktionsverlauf, sie bildet sich aus einer ständig wechselseitigen Verhaltenssteuerung, welche durch Erwartungen an den jeweils anderen bereits im Vorfeld in eine bestimmte Richtung gelenkt wird. Die Wahrnehmung und Handlungsplanung innerhalb der L-S-I wird durch die intrapersonalen Bedingungsvariablen verändert. Zur Erklärung der Abbildung 1 (S.5) wird mit dem Verhalten des Lehrers begonnen. Das geäußerte Verhalten in einer bestimmten Situation wird durch Faktoren des soziokulturellen Bezugsrahmens bestimmt. Die Ausbildung bestimmter kognitiver Schemata im Sinne von bestimmten Erziehungseinstellungen setzt sich aus der sozialen Lernvergangenheit des Lehrers, den gegenwärtigen sozialen Erfahrungen und den objektiven Einflüssen zusammen. Sie stellen für den Lehrer Konzepte dar, wie er sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat.

Zusammenfassung der Kapitel

Beobachtungsschwerpunkt „Interaktion“: Theoretische Herleitung des Interaktionsbegriffs und Vorstellung des transaktionalen Modells der Lehrer-Schüler-Interaktion.

Hospitationsprotokoll: Praktische Beschreibung und Beobachtung einer Unterrichtssituation an einem Berufskolleg inklusive einer ersten Reflexion.

Unterrichtsplanung und -analyse: Detaillierte Planung, Durchführung und Nachbereitung zweier Unterrichtsentwürfe zu den Themen „Inventar“ und „Bilanz“ sowie ein Zusatzauftrag.

Fazit: Reflexion der persönlichen Entwicklung und Erkenntnisse aus dem Praktikum bezüglich des Berufsbildes des Lehrers.

Schlüsselwörter

Lehrer-Schüler-Interaktion, Transaktionales Modell, Berufskolleg, Unterrichtsplanung, Bedingungsanalyse, Didaktische Analyse, Betriebswirtschaftslehre, Inventar, Bilanz, Sozialpsychologie, Unterrichtsstörung, Lehrerverhalten, Schülerverhalten, Praktikum, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert Erfahrungen und Beobachtungen während des Eignungs- und Orientierungspraktikums mit einem spezifischen Fokus auf die Lehrer-Schüler-Interaktion im Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Interaktionsprozesse im schulischen Kontext, die theoretische Einbettung in das transaktionale Modell sowie die praktische Unterrichtsvorbereitung und -durchführung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Lehrkraft, die Analyse von Interaktionsmustern und die methodische Planung von Unterrichtseinheiten im Fach Betriebswirtschaftslehre.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es werden methodische Ansätze der didaktischen Analyse nach Klafki sowie sozialpsychologische Modelle zur Interaktionsanalyse genutzt, um Unterrichtsbeobachtungen zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Hospitationsprotokolle, detaillierte Unterrichtsentwürfe zu den Themen Inventar und Bilanz sowie deren synoptische Planung und Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lehrer-Schüler-Interaktion, didaktische Analyse, Unterrichtsplanung und betriebswirtschaftliche Themen wie Bilanz und Inventar charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Lehrer-Schüler-Interaktion bei verschiedenen Lehrkräften?

Die Arbeit verdeutlicht, dass das Lehrerverhalten – etwa durch unterschiedliche Führungsstile – maßgeblich die Motivation und das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler beeinflusst.

Welche Rolle spielt die Bedingungsanalyse in der Unterrichtsvorbereitung?

Die Bedingungsanalyse dient dazu, die Lerngruppe und die situativen Rahmenbedingungen genau zu erfassen, um den Unterricht didaktisch fundiert und zielgruppenorientiert zu gestalten.

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Details

Title
Die Lehrer-Schüler-Interaktion im Unterricht. Unterrichtsplanungen und Analyse des Verhaltens von Lehrern und Schülern
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
33
Catalog Number
V991540
ISBN (eBook)
9783346354372
ISBN (Book)
9783346354389
Language
German
Tags
Eignungs- und Orientierungspraktikum Beobachtungsschwerpunkt Interaktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Die Lehrer-Schüler-Interaktion im Unterricht. Unterrichtsplanungen und Analyse des Verhaltens von Lehrern und Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/991540
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