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Anteilnahme der Soldaten am Familienleben in Feldpostbriefen des Ersten Weltkriegs. Getrennt und doch beisammen

Título: Anteilnahme der Soldaten am Familienleben in Feldpostbriefen des Ersten Weltkriegs. Getrennt und doch beisammen

Trabajo Escrito , 2020 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Época de las guerras mundiales
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Diese Hausarbeit widmet sich der Männer- und Vaterrolle im Spiegel von Feldpostbriefen. Gegenstand der Betrachtung sind ausschließlich Familien mit noch minderjährigen Kindern und um ein möglichst breites gesellschaftliches Abbild zu erlangen, wird die Korrespondenz verschiedener Familien beschränkt auf die Sicht des Vaters, mit einbezogen. Um sich der Antwort auf diese Fragestellung anzunähern, wird zunächst die Bedeutung von Feldpostbriefen während des Ersten Weltkrieges und als Quelle für die Forschung eruiert. Als einziges Kommunikationsmittel zwischen Heimat und Front fungierten die Briefe als "support unit" für die Familie. Wie gestaltete sich der Inhalt von Feldpostbriefen? Was konnte der schriftliche Austausch leisten und wo lagen die Grenzen dieses Mediums?

Im Verlauf des Ersten Weltkriegs wurden auf deutscher Seite über 13 Millionen Soldaten in den Krieg eingezogen, darunter viele Familienväter. Durch die Abwesenheit der Männer veränderte sich die Familienstruktur für Mütter und Kinder grundlegend. Die Mehrbelastung für Mütter, die neben der Kindererziehung nun auch für den Lebensunterhalt und die Lebensmittelbeschaffung verantwortlich waren, wird häufig in Forschungsarbeiten thematisiert. Jüngere Beiträge widmen sich insbesondere den Kriegserfahrungen von Kindern und ihrer Wahrnehmung der elterlichen Rolle innerhalb der "Soldatenfamilie". Auch die Auswirkungen vaterlosen Aufwachsens für Kinder und daraus resultierende generationelle Langzeitauswirkungen waren Gegenstand von Forschungsbeiträgen. Immer wieder wird die These aufgestellt, dass die Familie für Väter nur ein "Nebenschauplatz" gewesen sei und die lange Trennung durch den Krieg zur gegenseitigen Entfremdung von ehelich-familiären Beziehungen geführt hätte.

Doch trotz der oft sehr großen räumlichen Distanz zwischen Heimat und Front waren Väter nicht vollkommen aus dem Familienalltag verschwunden. Von der Front aus standen sie mittels Feldpostbriefen in Kontakt mit ihren Familien und übten weiterhin ehelichen und väterlichen Einfluss aus. Die erzieherischen Ansprüche der Väter standen vereinzelt schon in der Betrachtung. Jedoch fehlt ein Gesamtüberblick darüber, wie Väter von der Front aus noch Einfluss auf ihre Familie nahmen und versuchten, ihrer Rolle als Vater und Ehemann gerecht zu werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Feldpostbriefen im Ersten Weltkrieg

3. Eheliche Anteilnahme in Feldpostbriefen

3.1 Materielle Unterstützung

3.2 Ratschläge

3.3 Emotionale Unterstützung

4. Väterliche Anteilnahme in Feldpostbriefen

4.1 Erziehung

4.2 Bildung

4.3 Emotionale Unterstützung

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktive Teilhabe von Soldaten an ihrem Familienleben während des Ersten Weltkriegs durch die Analyse von Feldpostbriefen, um der These von der Familie als bloßem „Nebenschauplatz“ entgegenzuwirken.

  • Rolle der Feldpost als „support unit“ und Kommunikationsmedium.
  • Eheliche Anteilnahme durch finanzielle Absicherung und emotionale Stütze.
  • Väterliche Erziehungs- und Bildungsansprüche aus der Ferne.
  • Versuch der Aufrechterhaltung familiärer Hierarchien und Normalität.
  • Analyse des Vaterbildes und der Geschlechterrollen in der Kriegszeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Materielle Unterstützung

Aus dem Bewusstsein heraus, weiterhin als ‚Ernährer der Familie‘ zu fungieren, war jegliche materielle Daseinsvorsorge die evidenteste Form ehelicher Unterstützung. Aus vielen Briefen geht hervor, dass die Männer regelmäßig Geld in die Heimat schickten – häufig einen wesentlichen Anteil ihres Gehalts („Ich werde Dir am 1.4. mindestens 300 M schicken, Du kannst dann Floer gleich bezahlen. Vorgestern sandte ich Dir 500 M, 400 bringe zur Sparkasse. Mutter erhält zum 1. April 70 M Zinsen.“). Auch kleine Geldzahlungen wurden den Briefen gerne beigelegt („Liebe Anna, ich legte Dir heute einen 5 M-Schein bei, hoffentlich habt Ihr ihn erhalten. […] Ihr könnt es notwendiger gebrauchen als ich.“; „[…] will ich Dir herzlich danken für die 10 M, die ich eben erhielt.“). Das Bemühen der Männer um die finanzielle Absicherung ihrer Familien, selbst wenn es nur symbolischer Natur war, wurde als Liebesbeweis verstanden („Da ist doch deine große Liebe zu uns stärker als ein Gott.“) Und auch Männer brachten das Geld mit „schönem Gefühl“ zur Post, weil sie wussten, ihr Geld sinnvoll zu verwenden und nicht zu „versaufen und dafür ihre Familien darben zu lassen“. Männer versuchten auch von der Front aus, den Überblick über die Finanzen zu bewahren und ihre Frauen zum richtigen Umgang mit Geld anzuhalten. („Bekommst Du auch meine Löhnung, wenn nicht bewirb Dir darum, hast Du meine rückständige Löhnung von den letzten Monat 15,90 Märk von der 4.ten Kompanie erhalten? wenn nicht schreibe hin.“). Neben Geld machten auch verschickte Lebensmittel einen Großteil der materiellen Unterstützung aus und gewannen mit Fortdauer des Kriegs an Bedeutung. Denn oft war „das ganze Denken […] nur darauf gerichtet“, die nächste Mahlzeit zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Partizipation von Soldaten am Familienleben im Ersten Weltkrieg und hinterfragt die These der totalen Entfremdung.

2. Die Bedeutung von Feldpostbriefen im Ersten Weltkrieg: Das Kapitel erläutert die Rolle der Feldpost als zentrales Beziehungsmedium und Kommunikationsinstrument unter erschwerten Kriegsbedingungen.

3. Eheliche Anteilnahme in Feldpostbriefen: Es wird analysiert, wie Soldaten durch finanzielle Zuwendungen, Ratschläge und emotionale Anteilnahme ihre Rolle als Ehemann trotz Distanz ausfüllten.

4. Väterliche Anteilnahme in Feldpostbriefen: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie Väter durch erzieherische Briefe und Bildungsanreize Einfluss auf ihre Kinder nahmen und diese auf das Erwachsenenleben vorbereiteten.

5. Schluss: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Soldaten trotz räumlicher Trennung intensiv in familiäre Belange eingebunden blieben.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Feldpostbriefe, Soldatenfamilie, Vaterrolle, Familienalltag, Ehe, Erziehung, Bildungsauftrag, emotionale Unterstützung, Kommunikation, Front und Heimat, Geschlechterrollen, Männerrolle, Briefwechsel, Familienhierarchie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Soldaten während des Ersten Weltkriegs trotz ihrer räumlichen Abwesenheit von der Front durch Feldpostbriefe weiterhin aktiv am Familienleben und an der Kindererziehung partizipierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die materielle Unterstützung der Familie, die Aufrechterhaltung der ehelichen Kommunikation sowie väterliche Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen durch schriftliche Korrespondenz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die These zu hinterfragen, dass die Familie für Väter im Krieg nur ein „Nebenschauplatz“ war, und aufzuzeigen, wie intensiv die Verbindung zwischen Front und Heimat tatsächlich aufrechterhalten wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse von Feldpostbriefen verschiedener Familien, um Einstellungen, erzieherische Ansprüche und die gelebte Rollenwahrnehmung der Soldaten zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die eheliche Anteilnahme (Finanzen, Rat, Emotionen) und die väterliche Anteilnahme (Erziehung, Bildung, emotionale Teilhabe an der Entwicklung der Kinder).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Feldpostbriefe, Soldatenfamilie, Vaterrolle, Kriegsalltag, Geschlechterbeziehungen und Erziehung.

Wie versuchten Väter von der Front aus, ihren erzieherischen Pflichten nachzukommen?

Väter gaben schriftliche Ratschläge, korrigierten Lernleistungen, stellten Bildungsanreize und ermahnten ihre Kinder, die Mutter im Kriegsalltag zu unterstützen und Verantwortung zu übernehmen.

Warum spielt das „Wir-Gefühl“ eine so große Rolle in den Briefen?

Das „Wir-Gefühl“ diente dazu, trotz der widrigen Umstände des Krieges und der räumlichen Trennung eine Normalität aus Friedenszeiten zu suggerieren und das emotionale Band zur Familie stabil zu halten.

Welchen Stellenwert hatten materielle Güter wie Lebensmittelpakete?

Sie waren Ausdruck des fortdauernden väterlichen „Ernährer-Anspruchs“ und ein praktischer Liebesbeweis, um die existenzielle Not in der Heimat durch Lebensmittelknappheit zu lindern.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der „Entfremdung“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Bild einer vollständigen Entfremdung zu relativieren ist, da die Soldaten durch die Briefe weiterhin einen signifikanten und aktiven Einfluss auf das Familiengefüge ausübten.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Anteilnahme der Soldaten am Familienleben in Feldpostbriefen des Ersten Weltkriegs. Getrennt und doch beisammen
Universidad
University of Bonn
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
23
No. de catálogo
V992000
ISBN (Ebook)
9783346354310
ISBN (Libro)
9783346354327
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erster Weltkrieg Feldpostbriefe Familienleben Vaterrolle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Anteilnahme der Soldaten am Familienleben in Feldpostbriefen des Ersten Weltkriegs. Getrennt und doch beisammen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992000
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