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Das Mercedes-Benz-Museum Stuttgart. Ein Firmenmuseum als Geschichtsvermittler?

Title: Das Mercedes-Benz-Museum Stuttgart. Ein Firmenmuseum als Geschichtsvermittler?

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maria Tzoulaki (Author)

Didactics - History
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In dieser Hausarbeit wird die Geschichtsvermittlung im Mercedes-Benz-Museum thematisiert. Der Fokus ist hierbei darauf gelegt worden, inwiefern sich ein Firmenmuseum als Geschichtsvermittler für den Geschichtsunterricht eignet.

Museen sind Institutionen, die weltweit bekannt und für die Vermittlung verschiedener Bereiche wie Kunst, Geschichte oder Technologie zuständig sind. Dennoch ist die Vielfalt von Museen sehr groß und weist unterschiedliche Ausstellungsstrategien, Vermittlungsprinzipien und Vorgehensweisen auf. Generell lässt sich der Aufgabenbereich von Museen ziemlich simpel definieren: "Museen sammeln, bewahren, erforschen, stellen aus und vermitteln." Tatsächlich gehören diese fünf Bereiche zu den Kernaufgaben eines Museums, die der deutsche Museumsbund auch so festgelegt hat.

Überdies dienen Museen nach einer Definition des internationalen Museumsrates ICOM (International Council of Museum) "Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken." Wie MARION R. GRUBER treffend feststellt, tragen Museen somit als Kommunikatoren einen erheblichen Beitrag zum lebenslangen Lernen in unserer Gesellschaft bei, wobei sich zwei unterschiedliche Formen von Vermittlung feststellen lassen, nämlich zum einen die personale und zum anderen die mediale Vermittlung.

Gerade in der Museumspädagogik wird Technologie im heutigen Zeitalter als Hauptmedium genutzt, da technologisch unterstütztes Lernen im Museum alle Aktivitäten der Wissensvermittlung mit digitalen Medien umfasst. Generell geht es im Zusammenhang mit Museen oftmals explizit um die Vermittlung von Geschichte, die in verschiedenen Museen häufig zu finden ist, da sich vor allem geschichtliche Museen meist mit bestimmten Epochen internationaler oder auch regionaler Geschichte beschäftigen. Geht man nun zurück zur Digitalisierung und Technologie lassen sich diese Aspekte in einem bestimmten Museum sehr ausgeprägt wiederfinden, nämlich im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Firmenmuseen und ihre Eigenschaften

3. Das Mercedes-Benz-Museum

3.1 Allgemeine Informationen

3.2 Ausstellungskonzept

3.2.1 Rundgänge

3.2.2 Barrierefreiheit

4. Museumspädagogik und Vermittlung

4.1 Ein Überblick

4.2 Museumspädagogik, Vermittlung und Angebote für Schüler*innen im Mercedes-Benz-Museum

4.2.1 Museumspädagogik und Vermittlung

4.2.2 Angebote für Schüler*innen

5. Weitere Angebote des Museums

5.1 Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte

5.2 Gottlieb-Daimler-Geburtshaus

6. Schlussbetrachtung

7. Quellen-, Literatur- und Abbildungsverzeichnis

7.1 Quellen

7.2 Literatur

7.3 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart hinsichtlich seiner Funktion als Vermittler von Geschichte. Dabei wird analysiert, inwieweit das Museum als Firmenmuseum eine Brücke zwischen der Unternehmensgeschichte und der historischen Aufbereitung schlägt und wie es museumspädagogische Konzepte sowie Barrierefreiheit einsetzt, um Wissen effektiv an verschiedene Zielgruppen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, zu vermitteln.

  • Analyse des Mercedes-Benz-Museums als Firmenmuseum
  • Evaluation des Ausstellungskonzepts und der architektonischen Vermittlungsstrategie
  • Untersuchung museumspädagogischer Ansätze und Angebote für Schulklassen
  • Betrachtung der Barrierefreiheit als Inklusionsfaktor
  • Einordnung weiterer Firmenstandorte wie der Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte

Auszug aus dem Buch

3.2 Ausstellungskonzept

„Die Verbindung zwischen Architektur, Ausstellungsgestaltung und Exponat ist im Mercedes-Benz-Museum so weit gediehen, dass eins das andere symbiotisch bedingt. Keiner der Elemente spielt sich in den Vordergrund, keine Disziplin führt ein Eigenleben. Der Dialog zwischen Architektur, Ausstellungsgestaltung, Medien und Exponaten wirkt selbstverständlich und ermöglicht ein durchgehendes Narrativ.“

Das Ausstellungskonzept im Mercedes-Benz-Museum ist klar strukturiert und durchdacht, denn es ist so konzipiert, dass die Automobil- und Zeitgeschichte in zwei verbundenen Rundgängen veranschaulicht wird. Anhand der Leitexponate des Museums, lässt sich durch visuelle Eindrücke eine Verbindung zu Geschichte und Vergangenheit herstellen. Zusätzlich stellt die Innovationskraft der Marke Mercedes-Benz eine Verbindung zur Zukunft her, da die fortlaufende Entwicklung der Automobilindustrie selbstverständlich fest im Alltag vieler Menschen verankert ist. Die Internetseite selbst bezeichnet ihr Ausstellungskonzept sogar als „einzigartiges Museumskonzept“, da durch den gut zweistündigen Weg durch das Museum die Besucher*innen eine einzigartige Zeitreise durch die über 120-jährige Automobilgeschichte erleben. Schon der architektonische Aufbau des Museums ist mit Metaphern versehen, die den Besucher*innen weitere Eindrücke verschaffen sollen.

Die Führungen beginnen in der obersten Ebene des Museums, von welcher die Besucher*innen sich für den Anfang zwischen zwei Rundgängen entscheiden können, die in weiten Kurven durch die Sammlungen des Museums verlaufen und am Ende wieder zum Ausgangspunkt führen. Beide Wege sind so angeordnet, dass sie metaphorisch über neun Ebenen eine Doppelhelix darstellen, um die Erbanlage der Marke Mercedes-Benz zu verdeutlichen. In der eben dieser Doppelhelix schraubt sich das zentrale Narrativ, das die Entwicklung der Marke mit der deutschen Geschichte und der Weltgeschichte verbindet, von der obersten Ebene herunter. Der Helixstrang kann immer wieder gewechselt werden und setzt keineswegs einen geregelten und festgelegten Rundgang voraus. Dadurch wird den Besucher*innen ermöglicht, verschiedene Erfahrungsebenen miteinander zu verknüpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Museen als Vermittler von Wissen ein und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle des Mercedes-Benz-Museums als Geschichtsvermittler.

2. Firmenmuseen und ihre Eigenschaften: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Firmenmuseums und beleuchtet dessen Entwicklung von einer reinen Sammlung zur modernen Corporate-Museums-Landschaft.

3. Das Mercedes-Benz-Museum: Es werden allgemeine Informationen zum Museum, sein architektonisches Konzept, die Rundgänge sowie die Maßnahmen zur Barrierefreiheit detailliert vorgestellt.

4. Museumspädagogik und Vermittlung: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung museumspädagogischer Arbeit, gefolgt von der praktischen Anwendung im Mercedes-Benz-Museum, insbesondere im Bereich der Zielgruppenansprache und Schulangebote.

5. Weitere Angebote des Museums: Dieses Kapitel betrachtet externe Standorte wie die Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte und das Geburtshaus als ergänzende, außermuseale Bildungsorte.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das Museum ein exzellentes Instrument des History Marketings ist, jedoch als reine Geschichtsvermittlung im wissenschaftlichen Sinne hinter den unternehmenseigenen Zielen zurücksteht.

7. Quellen-, Literatur- und Abbildungsverzeichnis: Dieser Abschnitt listet alle verwendeten Quellen, Literaturangaben und Bildnachweise auf.

Schlüsselwörter

Mercedes-Benz-Museum, Firmenmuseum, Museumspädagogik, Geschichtsvermittlung, Ausstellungskonzept, Barrierefreiheit, Automobilgeschichte, History Marketing, Unternehmensgeschichte, Bildungsarbeit, Wissensvermittlung, Identitätsbildung, Corporate Museum, Vermittlungsstrategie, Didaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart als ein spezielles Firmenmuseum und bewertet dessen Rolle als Vermittler von Geschichte für verschiedene Besuchergruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Museumspädagogik, dem Ausstellungskonzept, der Barrierefreiheit sowie dem Einsatz von History Marketing zur Markenidentifikation.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwiefern das Mercedes-Benz-Museum als Geschichtsvermittler fungiert und ob die Angebote, insbesondere für Schulklassen, tatsächlich historischen Bildungsansprüchen gerecht werden oder eher dem Marketing dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Vorgehensweise, bei der Definitionen aus der Museumswissenschaft auf das Fallbeispiel Mercedes-Benz-Museum angewendet und kritisch überprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Konzepts (Rundgänge, Architektur), der museumspädagogischen Methoden und der spezifischen Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler sowie ergänzender Standorte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Firmenmuseum, History Marketing, Barrierefreiheit, Museumspädagogik und Markenbildung geprägt.

Inwiefern spielt Barrierefreiheit eine Rolle für das Museum?

Das Museum legt großen Wert auf physische und intellektuelle Barrierefreiheit, was durch spezielle Führungen für Menschen mit Behinderungen und technologische Unterstützung (z.B. für Hörgeräte) unterstrichen wird.

Warum wird ein Besuch für den Geschichtsunterricht differenziert betrachtet?

Obwohl das Museum Geschichte vermittelt, liegt der Fokus primär auf der Unternehmens- und Markengeschichte. Für den klassischen Geschichtslehrplan bietet es daher weniger Tiefe als außermuseale Orte wie das Geburtshaus von Gottlieb Daimler.

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Details

Title
Das Mercedes-Benz-Museum Stuttgart. Ein Firmenmuseum als Geschichtsvermittler?
College
University of Tubingen
Grade
1,0
Author
Maria Tzoulaki (Author)
Publication Year
2020
Pages
22
Catalog Number
V992186
ISBN (eBook)
9783346355928
ISBN (Book)
9783346355935
Language
German
Tags
mercedes-benz-museum stuttgart firmenmuseum geschichtsvermittler Museumspädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Tzoulaki (Author), 2020, Das Mercedes-Benz-Museum Stuttgart. Ein Firmenmuseum als Geschichtsvermittler?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992186
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