Diese Forschungsarbeit befasst sich mit den unterschiedlichsten Fachliteraturen der häuslichen Gewalt bei Kindern und Jugendlichen, sowie Fachliteratur über Pandemien und Soziale Arbeit in Ausnahmezuständen. Es wurde eine Online-Umfrage durchgeführt. Die quantitative Datenerhebung ist repräsentativ. Des Weiteren wurden repräsentative Studien herangezogen, welche von renommierten Instituten durchgeführt und ausgewertet wurden.
Die Ergebnisse der Forschungsarbeit bestätigen abschließend, dass die Corona-Pandemie Gewalt begünstigt. Es wird ein Anstieg von häuslicher Gewalt gegen Kinder und Jugendliche während der Corona-Pandemie verzeichnet. Auf dieser Grundlage ist es empfehlenswert, Netzwerkstrukturen und Nachbarschaftshilfe der sozial Benachteiligten zu stabilisieren. Eine weiterführende Forschung könnte sich mit wissenschaftlichen Projekten der Netzwerkstrukturen und Nachbarschaftshilfe in Krisenzeiten beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Aufbau und wissenschaftliche Grundlagen der Forschungsarbeit
2. Theoretische Fundierung
2.1 Ausnahmezustand
2.1.1 Soziale Benachteiligung
2.2 Gewalt
2.2.1 Häusliche Gewalt
2.2.2 Spirale häuslicher Gewalt
2.3 Kindeswohlgefährdung
2.3.1 Vernachlässigung
2.3.2 Körperliche und physische Misshandlung
2.3.3 Seelische und psychische Misshandlung
2.3.4 Sexuelle Gewalt
3. Forschungsdesign/ Methodik
3.1 Statistische Erhebungen
3.1.1 Studie zu Angst, Stress und Gewalt
3.1.2 Studie: Häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie
3.1.3 Online-Umfrage: Häusliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche während der Corona-Pandemie
3.1.4 Statistik: Anstieg der Beratungen durch die Nummer gegen Kummer
3.1.5 Statistik: Prof. Dr. Michael Tsokos/Gewaltschutzambulanz Charité Berlin
3.2 Forschungsinteresse
4. Forschungsergebnisse
4.1 Soziale Ungleichheit/Benachteiligung
4.2 Überforderung
5. Handlungsempfehlung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die durch die Corona-Pandemie ausgelösten Einschränkungen, wie Lockdowns und häusliche Isolation, das Risiko für häusliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche begünstigen. Im Fokus steht dabei die Analyse von Risikofaktoren wie Überforderung, sozialer Ungleichheit und Stress in der Familie.
- Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Familienleben
- Identifikation von Risikofaktoren für Gewalt an Kindern
- Analyse empirischer Daten zur Entwicklung häuslicher Gewalt
- Rolle der Sozialen Arbeit in Krisenzeiten
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Prävention
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Spirale häuslicher Gewalt
In den meisten Fällen baut sich Gewalt in Paarbeziehungen langsam und dynamisch auf. Dies wird als Gewaltspirale bezeichnet. Was zunächst mit verbalen Attacken wie z. B. Beleidigungen, Vorwürfen und Demütigungen beginnt, steigert sich zu ernsten körperlichen Übergriffen. Aus kleineren Tätlichkeiten wie z. B. dem Schubsen können schwere Verletzungen oder sexualisierte Gewalt werden, was im schlimmsten Fall mit dem Tod des Opfers endet (Newman & Newman, 2010, S. 81).
Häufig erleben Opfer nach der Attacke eine Honeymoon-Phase, in der die Beziehung gewaltfrei und ruhig verläuft.
Der Täter entschuldigt sich für die Handlungen, bittet um Verzeihung, hat oft ein schlechtes Gewissen, bemüht sich um Besserung und ordnet sich für eine gewisse Zeit unter.
Da er die Situation der Selbstwertherabsetzung nicht lange erträgt, beginnt die Gewalt erneut, nicht selten brutaler als zuvor. Der Täter stellt zur Aufwertung seines Selbstwertes seine Macht und Dominanz wieder her (Newman & Newman, 2010, S. 80). Nicht selten erleben Kinder elterliche Gewalt als Zeugen mit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Corona-Pandemie ein und erläutert deren Auswirkung auf das soziale Miteinander sowie die Entstehung der Forschungsfrage.
2. Theoretische Fundierung: Das Kapitel erläutert den Begriff des Ausnahmezustands, definiert verschiedene Gewaltformen und beleuchtet die Dynamiken von Kindeswohlgefährdung.
3. Forschungsdesign/ Methodik: Hier werden die verwendeten statistischen Studien sowie die eigene Online-Umfrage vorgestellt und das Forschungsinteresse präzisiert.
4. Forschungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Pandemie-Einschränkungen, sozialer Benachteiligung, Überforderung und dem Anstieg häuslicher Gewalt.
5. Handlungsempfehlung: Hier werden Strategien für die Soziale Arbeit entwickelt, um Familien in Krisenzeiten durch Netzwerkaufbau und Nachbarschaftshilfe zu entlasten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit breiterer Präventionsprogramme sowie besserer Zugänge zu Hilfsangeboten für Betroffene.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, häusliche Gewalt, Kindeswohlgefährdung, Soziale Arbeit, Prävention, Lockdown, soziale Benachteiligung, Überforderung, psychische Belastung, Kindesmisshandlung, häusliche Quarantäne, Netzwerkarbeit, Nachbarschaftshilfe, Risikofaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Corona-Pandemie auf das Auftreten von häuslicher Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Zusammenhänge zwischen Pandemie-Einschränkungen, familiärer Überforderung, sozialer Ungleichheit und dem Risiko von Gewalt gegen Kinder.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wirkt sich die Corona-Pandemie begünstigend auf die häusliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aus?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse bereits bestehender Studien renommierter Institute sowie eine eigene quantitative Online-Umfrage.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu Gewaltformen, eine ausführliche Methodik inklusive statistischer Erhebungen sowie die Darstellung der Ergebnisse zu Risikofaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Corona-Pandemie, häusliche Gewalt, Kindeswohl, soziale Benachteiligung, Prävention und Soziale Arbeit.
Wie unterscheidet sich die Situation während der Pandemie für Kinder?
Durch Schul- und Kitaschließungen sowie Quarantänemaßnahmen sind Kinder isolierter und haben weniger Kontakt zu Bezugspersonen, was sie in belasteten Familien einem erhöhten Risiko schutzlos aussetzt.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit laut dieser Studie?
Soziale Arbeit muss in Krisenzeiten Netzwerke stabilisieren, Nachbarschaftshilfe fördern und neue, krisengerechte Beratungszugänge (z. B. Online oder telefonisch) etablieren.
- Citation du texte
- Barbara Beck (Auteur), 2020, Häusliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche während der Corona-Pandemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992188