Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der folgenden Forschungsfrage: "Wie beeinflussen Leistung und Prüfungsangst das akademische Selbstkonzept?". Während bereits Zusammenhänge zwischen dem Fähigkeitsselbstkonzept und der Leistung aufzuzeigen sind, besteht nun vor allem das Interesse an dem Einfluss der Prüfungsangst, welcher bislang nur wenig erforscht ist. Das Phänomen der Prüfungsangst begegnet einem in vielen verschiedenen Lebenssituationen, spätestens mit dem Eintritt in die Schule werden wir Menschen mit Prüfungen und evaluativen Situationen konfrontiert. Für Lernende ist Prüfungsangst eines der belastendsten Emotionen.
In der Grundlagenforschung und in verschiedenen Anwendungsbereichen der Psychologie ist das Thema Prüfungsangst eines der am intensivsten erforschten Themen, da es in der heutigen Gesellschaft weit verbreitet ist. Da die Beantwortung der Forschungsfrage in Form einer längsschnittlichen Untersuchung anhand einer relevanten Statistikklausur erfolgt, fällt unter den Begriff Prüfungsangst sowohl die Trait- (Allgemeine Prüfungsangst) und State-Angst (Zustandsangst), als auch die Statistik-Angst. Ziel der Arbeit ist es, noch mehr Faktoren zu untersuchen, welche das Fähigkeitsselbstkonzept beeinflussen. Des Weiteren lässt sich durch die Prüfungsangst eventuell ein Zusammenhang genauer ergründen, welcher ebenfalls für die Prüfungsangstforschung relevant ist. In den nächsten Unterkapiteln folgen genauere Definitionen, Theorien und Studien zu den verschiedenen Ängsten und dem Selbstkonzept mit der Komponente des akademischen Selbstkonzepts.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Prüfungsangst
1.1.1 State- und Trait-Angst
1.1.2 Statistikangst
1.2 Das (akademische) Selbstkonzept
1.3 Design und Hypothese
2. Material und Methode
2.1 Stichprobe
2.2 Material
2.3 Ablauf
2.4 Statistische Auswertung
3. Ergebnisse
3.1 Deskriptive Statistik
3.2 Hypothese 1
3.3 Hypothese 2
3.4 Hypothese 3
3.5 Hypothese 4
3.6 Hypothese 5
3.7 Hypothese 6
3.8 Hypothese 7
3.9 Hypothese 8
4. Diskussion
4.1 Deskriptive Daten
4.2 Hypothesen
4.3 Weitere Diskussionsaspekte
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Prüfungsangst und erbrachter Leistung auf das akademische Selbstkonzept von Studierenden in einer Längsschnittstudie während der Prüfungsphase.
- Zusammenhänge zwischen Prüfungsangst (State/Trait) und akademischem Selbstkonzept.
- Die Rolle von Statistikangst im akademischen Lernkontext.
- Untersuchung von Leistungsdaten und deren Einfluss auf die Selbstwahrnehmung.
- Anwendung von psychologischen Testverfahren wie dem STAI-G, STARS-D und SESSKO.
Auszug aus dem Buch
1.1 Prüfungsangst
Angst kann je nach Untersuchungskontext in verschiedenen Formen auftreten, was die Vielschichtigkeit der Grundemotion aufzeigt (Ekman, 1984). Fehm und Fydrich (2011) definieren Prüfungsangst als „eine anhaltende und deutlich spürbare Angst in Prüfungssituationen und/oder während der Zeit der Prüfungsvorbereitung, die den Bedingungen der Prüfungsvorbereitung und der Prüfung selbst angemessen ist“.
Die Angst, die erzeugt wird, kann sich auf der kognitiven, emotionalen, physiologischen und Verhaltensebene äußern. Verstärktes schwitzen, erhöhte Atemfrequenz, Herzklopfen, Mundtrockenheit und Übelkeit sind sympathische und parasympathische Aktivierungsreaktionen, welche sich als Angst auf physiologischer Ebene äußern (Fehm & Fydrich, 2011).
Auf der emotionalen Ebene entwickeln sich Gefühle, wie Hoffnungslosigkeit, Angst, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung. Aufschiebungs- und Vermeidungstendenzen zeigen die Verhaltensebene auf. Selbstabwertende, katastrophisierende Gedanken, welche verbunden sind mit den Gedanken über die Folgen der schlechten Leistung, zeigen Reaktionen auf kognitiver Ebene (Fehm & Fydrich, 2011).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des akademischen Selbstkonzepts und Definition der Prüfungsangst als zentrales Forschungsfeld.
2. Material und Methode: Detaillierte Beschreibung der Stichprobe, der verwendeten Erhebungsinstrumente und des Ablaufs der längsschnittlichen Datenerhebung.
3. Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen aller acht aufgestellten Hypothesen anhand der erhobenen Probandendaten.
4. Diskussion: Interpretation der statistischen Ergebnisse, Reflexion über die Signifikanz und Vorschläge für zukünftige Forschungsarbeiten in diesem Bereich.
Schlüsselwörter
Prüfungsangst, akademisches Selbstkonzept, State-Angst, Trait-Angst, Statistikangst, Leistungsangst, Leistung, Längsschnittstudie, Psychologie, SESSKO, STAI-G, STARS-D, Prokrastination, Selbstwertgefühl, Korrelationsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen Angstformen, wie Prüfungs- und Statistikangst, und dem akademischen Selbstkonzept von Studierenden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die psychologischen Auswirkungen von Prüfungssituationen, die Genese des akademischen Selbstkonzepts und deren Wechselwirkung mit Leistungsergebnissen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie Prüfungsangst und Leistung das akademische Selbstkonzept von Studierenden beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Längsschnittstudie mit 18 Probanden durchgeführt, deren Daten mittels Korrelationsrechnungen in IBM SPSS Statistics analysiert wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu den Konstrukten sowie die methodische Umsetzung der Datenerhebung und die anschließende statistische Ergebnisauswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Prüfungsangst, Selbstkonzept, Statistikangst, Längsschnittstudie und Leistungsbewertung.
Warum wurde gerade die Statistikklausur als Messzeitpunkt gewählt?
Die Statistikklausur wurde gewählt, da Statistik als angstbesetztes Fach gilt und somit einen idealen Kontext bietet, um Angstkonzepte und deren Auswirkungen auf das Selbstbild zu messen.
Welche Limitationen werden in der Diskussion genannt?
Die Autorin weist vor allem auf die geringe Stichprobengröße und die Konzentration auf nur eine einzige Klausursituation hin, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse einschränkt.
- Arbeit zitieren
- Johanna Giere (Autor:in), 2020, Der Zusammenhang von Prüfungsangst und Leistung. Der Einfluss auf das akademische Selbstkonzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992346