Im Rahmen dieser Ausarbeitung wird ein Versuch gewagt, die Soziale Arbeit messbar zu machen und bezugnehmend auf das Thema herauszufinden, inwieweit sich die Trennung oder Scheidung von Eltern auf ihre Kinder im Alter von unter 16 Jahren auswirkt, also ob es eine Korrelation zwischen der Trennung oder Scheidung von Eltern und psychischen Auffälligkeiten bei deren Kindern gibt.
Durch den demographischen Wandel und eine stärkere Ökonomisierung und weiteren Faktoren, unterliegt die Soziale Arbeit einem stetigen Wandel. Die Soziale Arbeit muss heute mehr marktgerecht agieren als AdressatInnen gerecht, um den Menschen so zu unterstützen, dass er in der Gesellschaft standhalten kann. Die quantitative und qualitative Forschung kann aufgrund ihrer Erhebungen deutlich machen, wie wichtig die Profession der Sozialen Arbeit ist und wie dringend sie benötigt wird. Durch die Erhebungen kann aufgezeigt werden, welche sozialen Problemlagen in Deutschland herrschen und was für Bedürfnisse die AdressatInnen besitzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Relevanz der Forschungsfrage für die Soziale Arbeit
1.3 Hintergrund der Forschungsthematik
2 Forschungsgegenstand & Forschungsstand
3 Methodologische Positionierung
3.1 Quantitative Forschung
3.2 Qualitative Forschung
3.3 Was folgt daraus für unsere Studie?
4 Forschungsdesign
4.1 Erhebungsmethode
4.2 Erhebungsform
5 Ablauf der Forschung & theoretische Grundlagen
5.1 Fragebogen
5.2 Auswertung
6 Stichprobe und Feldzugang
6.1 Stichprobe
6.2 Feldzugang
7 Reflexion des Arbeitsprozesses der Gruppe
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ, ob und welche psychischen Auffälligkeiten bei Kindern unter 16 Jahren nach einer Trennung oder Scheidung ihrer Eltern von diesen wahrgenommen werden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern eine Korrelation zwischen der elterlichen Trennungssituation und dem Auftreten kindlicher Auffälligkeiten besteht, um daraus Bedarfe für die Soziale Arbeit abzuleiten.
- Wahrnehmung psychischer Auffälligkeiten durch getrenntlebende Eltern
- Methodische Gegenüberstellung von quantitativer und qualitativer Sozialforschung
- Einsatz eines standardisierten Fragebogens als Erhebungsinstrument
- Einbezug einer Kontrollgruppe zur validen Vergleichsanalyse
- Reflexion ethischer Aspekte bei sensiblen Forschungsthemen
Auszug aus dem Buch
1.1 Forschungsfrage
Unsere präzise Forschungsfrage lautet: Nehmen die Eltern bei ihren Kindern unter 16 Jahren nach der Trennung oder Scheidung vom Lebenspartner psychische Auffälligkeiten wahr? Wenn ja, welche sind diese? Unter psychischen Auffälligkeiten verstehen wir verschiedene Symptome und Merkmale bei einem Menschen, welche mit einem Risiko verbunden sind zu einer psychischen Erkrankung zu führen. Diese könnten zum Beispiel emotionaler Rückzug, beschleunigter Entwicklungsverlauf, Verlustängste, Leistungsnachlass, Konzentrationsschwächen etc. sein (Vgl. Walper 2011). Für das Alter der Kinder in der Forschungsfrage haben wir uns entschieden, da wir denken, dass das Alter gerade in so einer Situation eine ausschlaggebende Rolle spielt und je nach Altersgruppe andere Hilfsangebote benötigt werden und andere Sichtweisen auf das Geschehene existieren. Zudem denken wir, dass das Bewusstsein in verschiedenen Altersgruppen ganz unterschiedlich ist und ältere Kinder einen größeren Schutzmechanismus besitzen als jüngere Kinder, was dazu führt, dass wir vermuten, dass psychische Belastungen bei minderjährigen Kindern häufiger vorkommen als bei älteren, welches zusätzlich ein Ziel darstellt, dies durch diese Forschung herauszufinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik und Begründung der Relevanz für die Soziale Arbeit unter Berücksichtigung des Triple-Mandats.
2 Forschungsgegenstand & Forschungsstand: Darstellung der statistischen Verbreitung von Scheidungen und deren Belastungspotenzial für Kinder auf Basis bestehender Studien.
3 Methodologische Positionierung: Vergleich zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsansätzen sowie Begründung für die Wahl der quantitativen Methode.
4 Forschungsdesign: Erläuterung der gewählten Erhebungsmethode und -form unter Einbeziehung einer Kontrollgruppe.
5 Ablauf der Forschung & theoretische Grundlagen: Beschreibung des Fragebogenaufbaus sowie der verwendeten Auswertungssoftware.
6 Stichprobe und Feldzugang: Detaillierung des Auswahlverfahrens mittels Clusterstichprobe und des Zugangs zum Feld über Schulen.
7 Reflexion des Arbeitsprozesses der Gruppe: Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vorgehensweise und den Erkenntnissen aus der Zusammenarbeit.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Trennung, Scheidung, Kinder, psychische Auffälligkeiten, Quantitative Sozialforschung, Fragebogen, Eltern, Erziehungsberatung, Kontrollgruppe, Clusterstichprobe, Entwicklungspsychologie, Kindeswohl, Familien-Mediation, Belastungsfaktoren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob Eltern nach einer Trennung oder Scheidung psychische Auffälligkeiten bei ihren Kindern unter 16 Jahren wahrnehmen und wie diese sich äußern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Auswirkungen elterlicher Trennungssituationen auf das psychische Wohlbefinden von Kindern und die Wahrnehmung dieser Symptome durch die Eltern als Experten.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, eine Korrelation zwischen der Trennung der Eltern und psychischen Auffälligkeiten der Kinder zu prüfen und daraus Hilfebedarfe für die Soziale Arbeit zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine quantitative Forschungsstrategie, konkret ein standardisiertes schriftliches Fragebogenverfahren in einer Querschnittsstudie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die methodologische Begründung der Forschungsentscheidungen, das Forschungsdesign, die theoretischen Hintergründe sowie die Planung der Stichprobengewinnung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Trennung, Scheidung, psychische Auffälligkeiten und quantitative Sozialforschung geprägt.
Warum wurde eine Kontrollgruppe in das Design aufgenommen?
Die Kontrollgruppe dient dem Vergleich zwischen Kindern aus getrenntlebenden Familien und Kindern aus zusammenlebenden Familien, um zu prüfen, ob Auffälligkeiten spezifisch auf die Trennung zurückzuführen sind.
Warum wurde die Clusterstichprobe als Auswahlverfahren gewählt?
Dieses Verfahren wurde gewählt, da keine vollständigen Register über die Grundgesamtheit vorliegen und die Befragung über Schulen als Gruppen (Cluster) am effizientesten erscheint.
- Arbeit zitieren
- Celina Poetz (Autor:in), 2018, Forschungskonzeption für eine Sozialforschung. Psychische Auffälligkeiten bei Kindern unter sechzehn Jahren durch eine Trennung oder Scheidung der Eltern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992385