Frauen und Medizin vor Gericht. Das Kindsmorddelikt im 18. und frühen 19. Jahrhundert


Hausarbeit, 2012

19 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Aufbau, Inhalt und Ziel dieser Arbeit
1.2 Forschungsstand

2. Rechtsgeschichtliche Perspektive
2.1 Strafrechtliche Definition von ,Kindsmord‘
2.2 Entwicklung des Paragraphen § 217 aF (Kindestötung)
2.3 Emotionale Wirkung des Kindsmorddeliktes

3. Sozialgeschichtliche Perspektive
3.1 Charakteristika der Kindsmörderinnen
3.2 Die Tatmotive

4. Die Kindsmord-Debatte im Zuge der Aufklärung
4.1 Die Mannheimer Preisfrage von 1780
4.2 Maßnahmen zur Verhütung des Kindsmords

5. Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Deine [die des Kindes] Mutter - o im Busen Hölle! - Einsam sitzt sie in dem All der Welt, Durstet ewig an der Freudenquelle, Die dein Anblick fürchterlich vergällt, Ach, in jedem Laut von dir erwachet Toter Wonne Qualerinnerung, Jeder deiner holden Blicke fachet Die unsterbliche Verzweifelung.

Hölle, Hölle, wo ich dich vermisse, Hölle, wo mein Auge dich erblickt, Eumenidenruten deine Küsse, Die von seinen Lippen mich entzückt, Seine Eide donnern aus dem Grabe wieder, Ewig, ewig würgt sein Meineid fort, Ewig - hier umstrickte mich die Hyder; - Und vollendet war der Mord - [...]

Seht, da lag es - lag im warmen Blute, Das noch kurz im Mutterherzen sprang, Hingemetzelt mit Erinnysmute, Wie ein Veilchen unter Sensenklang; - - „1 2

Dieses Zitat stammt aus dem klassischen moralisierenden Gedicht „Die Kindsmörderin“ (1782) des bekannten deutschen Dichters Friedrich Schiller, der das Schicksal einer Kindsmörderin schildert und beleuchtet geradezu repräsentativ welche wichtige Rolle das Thema des Kindsmords in der Literatur des 18. Jahrhunderts spielte.

1.1 Aufbau, Inhalt und Ziel dieser Arbeit

Die Tat der Kindestötung galt schon seit langem als schweres Verbrechen, allerdings wurde das Delikt erst im 16. Jahrhundert systematisch verfolgt und streng bestraft. Es gibt unterschiedliche Gründe für solch eine Entwicklung und Ziel dieser vorliegenden Arbeit ist es, den besonderen Wandel im 18. Jahrhundert innerhalb der Debatte um die Kindstötung zu erörtern, sowie aufzuzeigen, inwiefern der Kindsmord eine so wichtige Schlüsselfunktion im Verlauf der Aufklärung innehatte. Damit dies möglich ist, sollen zwei verschiedene Untersuchungsschwerpunkte gebildet werden. Im ersten Abschnitt handelt es sich um rechtsgeschichtliche Aspekte des Kindsmorddelikts und beschäftigt sich besonders mit der Entwicklung von Gesetzgebung und Rechtsprechung. Im zweiten Teil werden sozialgeschichtliche Aspekte der Kindstötung behandelt, welche die Täterinnen und die Tatmotive in das Zentrum der Betrachtung stellen. Anschließend wird speziell auf die Diskussion der Kindstötung im 18. Jahrhundert eingegangen, indem gesellschaftliche und ideologische Hintergründe dargestellt sowie Verhütungsmaßnahmen aufgezeigt werden, die letztendlich zur Entstehung einer neuen Kindsmordinterpretation im aufgeklärten Absolutismus führen. Zum Schluss werden die aufgezeigten Ergebnisse in einem abschließenden Fazit zusammengefasst.

1.2 Forschungsstand

Es sind viele Werke zur Gerichtsmedizinforschung entstanden. Für die Beschäftigung mit Kindsmord im 18. Jahrhundert ist die Publikation „Kindsmord“3, das einen starken sozial- und rechtsgeschichtlichen Forschungsansatz hat sowie sich besonders am Beispiel Preußen befasst von Kerstin Michalik, die noch eine Reihe weiterer Aufsätzen veröffentlichte, unabdingbar. Die Ausgabe von Esther Fischer-Homberger unter dem Titel „Medizin vor Gericht“4 stellt die Geschichte der Medizin detailliert dar. Auf diesem Gebiet gilt ebenfalls Otto Ulbricht als Experte mit seinem umfassenden Werk „Kindsmord und Aufklärung in Deutschland“5. Der Verfasser Wilhelm Wächterhäuser hat mit dem Buch „Das Verbrechen des Kindesmordes im Zeitalter der Aufklärung“6 sich als Standardwerk etabliert, da es eine sehr aufschlussreiche Sammlung von Quellen zur Strafrechtsgeschichte aufweist. Wolfgang Dürwald liefert mit „Kindstötung“7 ein breites Pitaval zusammengestellt aus Fachzeitschriften des 19. Jahrhunderts. Es gibt weitere Quelleneditionen und Publikationen, die jedoch sehr regional bestimmt sind, wie zum Beispiel „Das Kind in meinem Leib“8, das öffentliche Dokumente zu Sittlichkeitsdelikte und Kindsmord in Sachsen-Weimar-Eisenach edierte oder „Das Dorf im Verhör“9 von Regina Schulte, die Brandstifter, Kindsmörderinnen und Wilderer vor dem Gericht Oberbayerns untersuchte. Das Sammelband „Kindstod und Kindstötung“10 von Frank Häßler leistet mit wertvollen Beiträgen einen guten Überblick rund um den Kindsmord oder den Aufsatz „Anatomische Sektion und Gerichtsmedizin“11 von Gerhard Ammerer stellt eine gute Überblicksdarstellung. Weitere Arbeiten sind „Frauen vor Gericht“12 von Richard van Dülmen, „Kindsmord und Neonatizid“13 von Marita Metz-Becker, die das Thema aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive beleuchtet, „Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord“14 von Markus Meumann, der sich auf die Situation unversorgter Kinder in der frühneuzeitlichen Gesellschaft allgemein befasst und jede Menge andere wissenschaftliche Forschungsarbeiten.

2. Rechtsgeschichtliche Perspektive

Anhand des verstärkten Interesses, das die Öffentlichkeit an dem Kindsmorddelikt und seiner Bestrafung gezeigt hat, lässt sich der Wandel der zeitgenössischen Einstellung zu Sinn und Zweck der Strafe beziehungsweise zum Verhältnis von Schuld und Vergeltung feststellen. Im folgenden Abschnitt soll die Entwicklung zum strafrechtlichen Denken und zur Rechtspraxis behandelt und letztendlich das Kindsmorddelikt als ein „Kristallisationspunkt der Bestrebungen um eine Humanisierung des Strafrechts“15 dargestellt werden.

2.1 Strafrechtliche Definition des Delikts ,Kindsmord‘

Im Strafgesetzbuch (StGB) der Bundesrepublik Deutschland 16 werden die Straftaten gegen das Leben im sechszehnten Abschnitt geregelt, worunter das Delikt der Kindestötung als minder schwerer Fall des Totschlags (§213) subsumiert wird. Die spezielle Privilegierung der Kindestötung, welche in der alten Fassung (aF) des StGB noch im Paragraphen § 217 geregelt war, wurde durch Artikel 1. Nr. 35 des 6. Strafrechtsreformgesetzes vom 26.01.1988 aufgehoben. Die Streichung wurde damit begründet, dass die Vorschrift des § 217 aF nicht mehr zeitgemäß und praktisch verfassungswidrig sei.17

Zum Kindestötungsdelikt § 217 aF hieß es:

„(1) Eine Mutter, welche ihr nichteheliches Kind in oder gleich nach der Geburt tötet, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsentzug von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.“18

Nach dieser Gesetzesregelung, galt die Kindestötung als einen privilegierten Tötungsdelikt, denn durch die im § 217 aF formulierten Sonderbestimmungen, wird das Strafrecht zwischen einer außerehelichen und einer verheirateten Mutter deutlich unterschieden. Eine Ehefrau, die ihr Neugeborenes tötet wurde demzufolge nach dem § 212 Totschlag oder § 211 Mord mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.19

Unter Kindestötung bzw. Kindsmord wurde also die vorsätzliche Tötung eines nichtehelichen Neugeborenen durch die eigene Mutter verstanden, wobei der außergewöhnliche psychische Zustand der Mutter während und nach der Geburt, d.h. eine verminderte Zurechnungsfähigkeit aufgrund des Geburtsakts, speziell in Form von strafmildernden Bedingungen berücksichtigt wurde.20

2.2 Entwicklung des Paragraphen § 217 aF (Kindestötung)

Es ist erstaunlich, dass die Gesetzgebung noch bis 1998 dem gleichen Stand wie Mitte des 19. Jahrhunderts entsprach, denn der § 217 aF ist auf das frühere Reichsstrafgesetzbuch von 1871 begründet, welches die Deliktsformulierung aus dem preußischen StGB von 1851 übernahm.21 Hier heißt es noch im § 217:

„Eine Mutter, welche ihr uneheliches Kind in oder gleich nach der Geburt vorsätzlich tötet, wird mit Zuchthaus nicht unter drei Jahren bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnisstrafe nicht unter zwei Jahren ein.“22

Obwohl, seit Anfang des 19. Jahrhunderts für den Kindsmord hohe Zuchthausstrafen vorgesehen waren, wurde dieser Tatbestand trotzdem ausdrücklich privilegiert, denn demgegenüber stand auf die Tötung eines ehelichen Kindes die Todesstrafe, welche noch aus dem bis dahin herrschenden gesamtdeutschen Recht ihren Ursprung fand.23

Der Kindsmord wurde nämlich in dem 1532 verabschiedeten Gesetzeswerk „die Peinliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. und des Heiligen Römischen Reichs“24 (PGO), auch kurz die ,Carolina‘ genannt, allgemein wie einen Verwandtenmord behandelt25. So wird die „Straff der weiber so jre kinder tödten“ im Artikel 131 PGO beschrieben:

„Item welches weib jre kind, das leben vnd glidmaß empfangen hett, heymlicher boßhafftiger williger weiß ertödtet, die werden gewonlich lebendig begraben vnnd gepfelt, Aber darinnen verzweiffelung zuuerhütten, mögen die selben übeltthätterinn inn welchem gericht die bequemlicheyt des wassers darzu vorhanden ist, ertrenckt werden. Wo aber solche übel offt geschehe, wollen wir die gemelten gewonheyt des vergrabens vunnd pfehlens, vmb mer forcht willen, solcher boßhafftigen weiber auch zulassen, oder aber das vor dem erdrencken die übelthätterin mit glüenden zangen gerissen werde, alles nach radt der rechtuerstendigen.“26

Die Carolina stellte eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Gerichtsmedizin dar, denn wie im obigen Zitat ebenfalls gezeigt, forderte sie anhand des Artikels 219 PGO in entsprechenden Fällen zusätzlich die Stellungnahme von sogenannten Sachverständigen der medizinischen Fakultäten27 und sie bildete zum ersten Mal eine einheitliche Rechtsgrundlage für die Verfolgung und Bestrafung von Kindsmord im 16. Jahrhundert. Dass die Tötung von Neugeborenen im Mittelalter von Seiten der weltlichen Obrigkeiten toleriert wurde, könnte darauf zurückzuführen sein, dass das kindliche Leben gering geschätzt wurde und Kindstötungen als Mittel der Geburtenkontrolle akzeptiert wurden. Allerdings wurde die Tat von kirchlichen Obrigkeiten bereits mit Bußstrafe verurteilt. Die häufigste Form der kirchlich geahndeten „Infantizids“28 war die Erdrückung oder Erstickung von Säuglingen im Bett der Eltern. Ferner wurden in den kirchlichen Quellen noch der Tod von Kleinkindern durch Verbrennungen, Verbrühungen und Ertrinken erwähnt.29

[...]


1 Vgl. SCHILLER, Friedrich: Die Kindsmörderin, in: ders.: Sämtliche Werke, 5 Bde., Bd. 1: Gedichte, Dramen

2 5. Aufl., München 1973, S. 52-56, S. 55.

3 MICHALIK, Kerstin: Kindsmord. Sozial- und Rechtsgeschichte der Kindstötung im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert am Beispiel Preußen, Pfaffenweiler 1997. Aufsätze: Dies.: Vom „Kindsmord“ zur Kindstötung: Hintergründe der Entwicklung des Sondertatbestandes der Kindstötung (§ 217) im 18. und 19. Jahrhundert, in: Feministische Studien 12:1 (1994), S. 44-55.; Dies.: Die Diskussion um die Kindstötung: Kindsmordprävention im Spannungsfeld von Bevölkerungspolitik, Strafrechtsreform und bürgerlicher Selbstinszenierung, in: Das Volk im Visier der Aufklärung. Studien zur Popularisierung der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert, Veröffentlichungen des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte, Bd. 1, hrsg v. CONRAD, Anne, Hamburg 1998, S. 143-161.

4 FISCHER-HOMBERGER, Esther: Medizin vor Gericht. Zur Sozialgeschichte der Gerichtsmedizin, Darmstadt 1988.

5 ULBRICHT, Otto: Kindsmord und Aufklärung in Deutschland, Oldenbourg 1990.

6 WÄCHTERHÄUSER, Wilhelm: Das Verbrechen des Kindesmordes im Zeitalter der Aufklärung. Eine rechtsgeschichtliche Untersuchung der dogmatischen, prozessualen und rechtssoziologischen Aspekte, Quellen und Forschungen zur Strafgeschichte, Bd. 3, Berlin 1973.

7 DÜRWALD, Wolfgang (Hrsg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval zusammengestellt aus Fachzeitschriften des 19. Jahrhunderts, Bd. 3 Kindstötung, Leipzig 1990.

8 WAHL, Volker: „Das Kind in meinem Leib“. Sittlichkeitsdelikte und Kindsmord in Sachsen-Weimar-Eisenach unter Carl August. Eine Quellenedition 1777-1786, Weimar 2004.

9 SCHULTE, Regina: Das Dorf im Verhör. Brandstifter, Kindsmörderinnen und Wilderer vor den Schranken des bürgerlichen Gerichts Oberbayern 1848-1910, Reinbek bei Hamburg 1989.

10 HÄßLER, Frank: Kindstod und Kindstötung, Berlin 2008.

11 AMMERER, Gerhard: Anatomische Sektion und Gerichtsmedizin. Zur Rolle der Ärzte in den Strafverfahren und den Diskursen um den Kindsmord im 18. Jahrhundert, in: Anatomie. Sektionen einer medizinischen Wissenschaft im 18. Jahrhundert, hrsg. v. HELM, Jürgen, Stuttgart 2003, S. 241-270.

12 DÜLMEN, Richard van: Frauen vor Gericht. Kindsmord in der Frühen Neuzeit, Frankfurt am Main 1991.

13 METZ-BECKER, Marita: Kindsmord und Neonatizid. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Geschichte der Kindstötung, Marburg 2012.

14 MEUMANN, Markus: Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord. Unversorgte Kinder in der frühneuzeitlichen Gesellschaft, Ancien Régime, Aufklärung und Revolution, Bd. 29, Oldenbourg 1995.

15 Vgl. WÄCHTERHÄUSER, Wilhelm: Das Verbrechen des Kindesmordes im Zeitalter der Aufklärung. Eine rechtsgeschichtliche Untersuchung der dogmatischen, prozessualen und rechtssoziologischen Aspekte, Quellen und Forschungen zur Strafgeschichte, Bd. 3, Berlin 1973, S. 5.

16 Die Tat der Kindestötung wird bekanntlich aufgrund der zeitlichen Einordnung in den früheren Jahrhunderten und ihrer damaligen Einstellung bzw. ihres Verständnisses gegenüber der Tat sowie den harten Strafbedingungen als ,Kindsmord‘ genannt, wobei der anfängliche noch vorherrschende Begriff „Kindermord“ von den Zeitgenossen wegen der pluralischen Zusammensetzung rasch als unpassend empfunden wurde, vgl. Art. Kindermörderin, in: Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 11, Leipzig 1873, S. 743f.;[http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GK04837] (Zugriff: 12.04.13).

17 Vgl. ESER, Albin, in: Schönke/Schröder RN 1, 15ff. vor § 213 und § 217, S. 1816, 1821f. und 1826.

18 Z. n. DÜRWALD, Wolfgang (Hrsg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval zusammengestellt aus Fachzeitschriften des 19. Jahrhunderts, Bd. 3 Kindstötung, Leipzig 1990, S. VII.

19 Vgl. MICHALIK, Kerstin: Vom „Kindsmord“ zur Kindstötung: Hintergründe der Entwicklung des Sondertatbestandes der Kindstötung (§ 217) im 18. und 19. Jahrhundert, in: Feministische Studien 12:1 (1994), S. 44.

20 Vgl. DÜRWALD, Wolfgang (Hrsg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval zusammengestellt aus Fachzeitschriften des 19. Jahrhunderts, Bd. 3 Kindstötung, Leipzig 1990, S. VII.

21 Vgl. MICHALIK, Kerstin: Vom „Kindsmord“ zur Kindstötung: Hintergründe der Entwicklung des Sondertatbestandes der Kindstötung (§ 217) im 18. und 19. Jahrhundert, in: Feministische Studien 12:1 (1994), S. 45.

22 Z. n. DÜRWALD, Wolfgang (Hrsg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval zusammengestellt aus Fachzeitschriften des 19. Jahrhunderts, Bd. 3 Kindstötung, Leipzig 1990, S. X.

23 Vgl. MICHALIK, Kerstin: Vom „Kindsmord“ zur Kindstötung: Hintergründe der Entwicklung des Sondertatbestandes der Kindstötung (§ 217) im 18. und 19. Jahrhundert, in: Feministische Studien 12:1 (1994), S. 45.

24 Lateinisch: „Constitutio Criminalis Carolina“ (CCC).

25 Über die Bestrafung für Verwandtenmord, siehe hierzu Artikel 137 PGO, in: KAUFMANN, Arthur (Hrsg.): Die Peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karls V. von 1532 (Carolina), 6. Aufl., Reclam, Stuttgart 1996, S. 90f.; vgl. WÄCHTERHÄUSER, Wilhelm: Das Verbrechen des Kindesmordes im Zeitalter der Aufklärung. Eine rechtsgeschichtliche Untersuchung der dogmatischen, prozessualen und rechtssoziologischen Aspekte, Quellen und Forschungen zur Strafgeschichte, Bd. 3, Berlin 1973, S. 16.

26 Z. n. KAUFMANN, Arthur (Hrsg.): Die Peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karls V. von 1532 (Carolina), 6. Aufl., Reclam, Stuttgart 1996, S. 87.

27 Vgl. DÜRWALD, Wolfgang (Hrsg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval zusammengestellt aus Fachzeitschriften des 19. Jahrhunderts, Bd. 3 Kindstötung, Leipzig 1990, S. IX.

28 Die mittelalterlichen kirchlichen Instanzen haben in ihren Bußbüchern und Strafverzeichnissen verschiedene Formen von Kindstötungen unter der Rubrik ,Infantizid‘ oder ,Homozid‘ geführt, vgl. MICHALIK, Kerstin: Sozial- und Rechtsgeschichte der Kindstötung im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert am Beispiel Preußen, Pfaffenweiler 1997, S. 28.

29 Vgl. MICHALIK, Kerstin: Sozial- und Rechts ge schichte der Kindstötung im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert am Beispiel Preußen, Pfaffenweiler 1997, S. 28f.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Frauen und Medizin vor Gericht. Das Kindsmorddelikt im 18. und frühen 19. Jahrhundert
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V992502
ISBN (eBook)
9783346354808
ISBN (Buch)
9783346354815
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauen, medizin, gericht, kindsmorddelikt, jahrhundert
Arbeit zitieren
Rosanna Meier (Autor), 2012, Frauen und Medizin vor Gericht. Das Kindsmorddelikt im 18. und frühen 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992502

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