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Zwischen Subjekt und Objekt. Feministische Motive in Christa Wolfs "Kassandra"

Titre: Zwischen Subjekt und Objekt. Feministische Motive in Christa Wolfs "Kassandra"

Dossier / Travail , 2013 , 17 Pages , Note: 1

Autor:in: Marion Koppenberger (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Die vorliegende Arbeit behandelt die DDR-Autorin Christa Wolf und ihr Werk "Kassandra". Dabei liegt der Fokus vornehmlich auf der feministischen Ausrichtung der Autorin und darauf wie diese in ihrer Erzählung umgesetzt wird. Die gestellte Forschungsfrage lautet demnach: Welche feministischen Konzepte werden von Christa Wolf in ihrem Roman "Kassandra" aufgenommen und wie werden sie literarisch repräsentiert?

Die Annahme, dass es sich bei Kassandra um einen feministischen Roman handelt, beruht auf den folgenden Hypothesen:
Kassandra ist der feministischen Literatur zuzurechnen, aufgrund der zeitlichen Ansiedlung am Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat, der Frau als Objekt auf der Suche nach Autonomie, der Utopie einer alternativen Lebensform am Beispiel der Frauen des Skamandros und der Präsentation verschiedener Frauentypen und Beziehungsmodelle.
Desgleichen lassen sich sprachlich, d.h. auf syntaktisch-grammatischer Ebene, feministische Züge erkennen, indem häufige Wechsel zwischen Subjekt und Objekt erfolgen.

Die Vorgangsweise betreffend, wird im ersten Kapitel der Arbeit der Begriff „Frauenliteratur“ definiert und Christa Wolfs Entwicklung zur Vertreterin des Feminismus sowie die Rezeption ihrer Kollegin Ingeborg Bachmann thematisiert, da Kassandra nach Nachdenken über Christa T. einen weiteren Höhepunkt im feministischen Schreiben der Schriftstellerin darstellt. Das nächste Kapitel widmet sich der Beantwortung der Forschungsfrage und damit auch der Verifizierung bzw. Falsifizierung der Hypothesen. Es soll belegt werden, dass Christa Wolf prototypisch feministische Motive in ihrer Erzählung bearbeitet und es sich um mehr als eine bloße Umdeutung des historischen Mythos aus weiblicher Perspektive handelt. Nach eingehender Untersuchung wird in der Conclusio die Forschungsfrage beantwortet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Christa Wolf als feministische Autorin

2.1 Der Begriff „Frauenliteratur“

2.2 Christa Wolfs Weg zum Feminismus

2.3 Christa Wolf und Ingeborg Bachmann

3 Beantwortung der Forschungsfrage

3.1 Matriarchat – Patriarchat

3.2 Frauen als Objekte – Subjektwerdung

3.3 Liebesbeziehungen – Frauenmodelle

3.4 Weibliche Sprache – weibliche Utopie

4 Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Christa Wolfs Werk Kassandra unter dem Aspekt feministischer Motive und analysiert, wie diese literarisch umgesetzt werden. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Aufnahme feministischer Konzepte und deren Repräsentation, wobei die Arbeit die Hypothese verfolgt, dass es sich um einen feministischen Roman handelt, der den Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat thematisiert.

  • Analyse des Begriffs der "Frauenliteratur" und Christa Wolfs Positionierung.
  • Untersuchung der Identifikation der Autorin mit Ingeborg Bachmann.
  • Beleuchtung des Konflikts zwischen Matriarchat und Patriarchat.
  • Betrachtung der Subjektwerdung der Protagonistin und ihrer Rolle als Frau.
  • Erörterung von Liebesbeziehungen und Sprachstrukturen als Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Matriarchat – Patriarchat

In den Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra und der Erzählung selbst sucht Christa Wolf nach einer anderen, einer nicht tötenden Weise zu leben und zu schreiben. Dafür wendet sie sich archaischen, matriarchalischen Mustern zu und versucht eine Ästhetik zu schaffen, die sich nicht am männlichen Werk und Genie-Begriff orientiert. Ihre Neubearbeitung des Mythos, indem sie eine aus männlicher Sichtweise tradierte Figur umdeutet und ihre Kritik an der Geschichtsschreibung der griechischen Mythologie sind voll und ganz auf das Ziel ausgerichtet, die Basis für eine weibliche Geschichtsschreibung zu legen. Laut Wolf seien die Texte der griechischen Klassiker einerseits Beweis dafür, dass die Ideologie der patriarchalischen, hellenistischen Kultur jahrhundertlang versuchte jegliche Erinnerung an matriarchalische Strukturen auszulöschen und andererseits begründeten sie unsere heutige, auf dem Heldenkult aufbauende Kultur. Die Autorin zeigt einen Zusammenhang zwischen Sprachentwicklung, Heldenkult und Zerstörung des Matriarchats auf, denn in der Fabel wird der Mann zum vorbildlichen Helden stilisiert und die Frau zum Gegenstand der Erzählung degradiert.

In diesem Kontext wird Kassandra am konfliktreichen Übergang von Matriarchat bzw. gleichberechtigter Gesellschaft zum Patriarchat situiert. Die Protagonistin wählt die Geschichtsverweigerung und den Ausbruch aus einer Geschichte der voranschreitenden Patriarchalisierung. Dies ist gleichzeitig eine Parabel darüber, wie Gewalt entsteht und wo sie hinführt, da sich eine Parallelisierung des fortschreitenden Krieges und der Entmachtung der Frau belegen lässt. Im Lauf der Erzählung wird der Königin die Teilnahme an den Ratssitzungen verwehrt, was als Sinnbild für die Verdrängung des Weiblichen aus den Zentren der Macht verstanden werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand Kassandra vorgestellt sowie die Forschungsfrage und die zugrunde liegenden Hypothesen zur feministischen Ausrichtung definiert.

2 Christa Wolf als feministische Autorin: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Verortung der "Frauenliteratur", Christa Wolfs Entwicklung zum Feminismus und dem Einfluss Ingeborg Bachmanns auf ihr Schaffen.

3 Beantwortung der Forschungsfrage: Der Hauptteil analysiert die zentralen Motive wie den Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat, die Subjektwerdung der Frau, Liebesbeziehungen und die spezifisch weibliche Sprache im Roman.

4 Conclusio: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Kassandra ein feministisches Werk ist, kritisiert jedoch die fehlende Konsequenz in der Darstellung der Ausweglosigkeit für Frauen.

Schlüsselwörter

Christa Wolf, Kassandra, Feminismus, Frauenliteratur, Matriarchat, Patriarchat, Subjektwerdung, Ingeborg Bachmann, Mythos, Geschlechterverhältnisse, Autonomie, Literaturwissenschaft, DDR-Literatur, Sprachkritik, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Christa Wolfs Roman Kassandra unter besonderer Berücksichtigung feministischer Motive und Konzepte sowie deren literarische Repräsentation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen das Spannungsfeld zwischen Matriarchat und Patriarchat, die Problematik der weiblichen Subjektwerdung, die Darstellung von Liebesbeziehungen und die Analyse der sprachlichen Strukturen.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass es sich bei Kassandra um einen feministischen Roman handelt, der durch die Umdeutung des Mythos eine weibliche Perspektive auf Geschichte und Identität einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl inhaltliche Interpretationen als auch syntaktisch-grammatische Untersuchungen des Textes umfasst, ergänzt durch den Vergleich mit theoretischen Konzepten des Feminismus.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der matriarchalischen Strukturen, den Prozess der Subjektwerdung der Protagonistin, die kritische Betrachtung von Frauenbildern in Liebesbeziehungen sowie die Untersuchung der sprachlichen Versuche, dualistische Denkmuster zu durchbrechen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Feminismus, Christa Wolf, Kassandra, Subjektwerdung, Patriarchat und Sprachkritik definieren.

Inwiefern beeinflusst Ingeborg Bachmann Christa Wolfs Werk?

Christa Wolf sieht in Bachmann ein ästhetisches Idol; die Arbeit zeigt auf, wie Wolf Bachmanns Einfluss verarbeitet, aber auch, wo sich ihre Entwicklungen und Konzepte von Feminismus unterscheiden.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Darstellung der Protagonistin?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Protagonistin Kassandra zwar erfolgreich feministische Ideale verkörpert, Christa Wolf jedoch die Ausweglosigkeit des patriarchalen Systems für Frauen zu Gunsten einer Helden-Glorifizierung zu vorschnell auflöst.

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Résumé des informations

Titre
Zwischen Subjekt und Objekt. Feministische Motive in Christa Wolfs "Kassandra"
Université
University of Salzburg  (Germanistik)
Cours
PS Neuere deutsche Literatur I
Note
1
Auteur
Marion Koppenberger (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
17
N° de catalogue
V992504
ISBN (ebook)
9783346356284
ISBN (Livre)
9783346356291
Langue
allemand
mots-clé
Feminismus Christa Wolf Kassandra Ingeborg Bachmann Frauenliteratur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marion Koppenberger (Auteur), 2013, Zwischen Subjekt und Objekt. Feministische Motive in Christa Wolfs "Kassandra", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/992504
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Extrait de  17  pages
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