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Objektive Hermeneutik. Fallanalyse anhand eines Unterrichtstranskripts

Titel: Objektive Hermeneutik. Fallanalyse anhand eines Unterrichtstranskripts

Hausarbeit , 2020 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Luisa Sofia Garrido Bernardi (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit geht es um die Vorstellung des Konzepts der Objektiven Hermeneutik und die Anwendung von diesem auf ein Fallbeispiel. Kommunizieren ist für Schule und Unterricht grundlegend und konstitutiv, denn beide sind durch eigene Kommunikationsformen geprägt. Beispielsweise ist es üblich, dass sich SchülerIn im Unterricht melden, wenn diese etwas sagen möchten und warten, bis man von dem Lehrer oder der Lehrerin drangenommen wird.

Der Kommunikation und einer funktionierenden Gesprächskultur kommt damit für den Unterricht eine zentrale Bedeutung zu, vor allem vor dem Hintergrund, dass jede Situation in gewisser Weise mehrdeutig ist. Wie Lehrpersonen mit den SchülerInnen und die SchülerInnen mit den Lehrpersonen möglicherweise sprechen, und sie sich gegenseitig adressieren, soll an einem Transkript eines Unterrichtsauftaktes veranschaulicht und analysiert werden.

Als Grundlage der Analyse soll das Konzept der objektiven Hermeneutik dienen, das zu Beginn vorgestellt wird. Im Anschluss an die Analyse wird ein kritischer Blick auf das Handeln des Lehrers in dem vorgestellten Fall geworfen. Abgerundet wird die Hausarbeit durch eine Reflexion, in der es darum gehen soll, welche Konsequenzen die Autorin selbst, als zukünftige Lehrperson, aus dem Vorgestellten zieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Konzept der objektiven Hermeneutik

1. Grundannahmen

2. Prinzipien der objektiv-hermeneutischen Textinterpretation

a) Kontextfreiheit

c) Sequenzialität

d) Extensivität

e) Sparsamkeit

III. Fallanalyse nach der objektiven Hermeneutik

1. Unterrichtstranskript

2. Analyse

IV. Reflexion

1. Fazit zum Fallbeispiel

2. Persönliche Konsequenzen für den späteren Lehrerberuf

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert einen Unterrichtsauftakt mittels der objektiven Hermeneutik, um die Kommunikationsstrukturen und das Lehrerhandeln in einer schulischen Situation kritisch zu untersuchen und daraus Konsequenzen für das eigene professionelle Lehrerhandeln abzuleiten.

  • Grundlagen und Prinzipien der objektiven Hermeneutik
  • Methodik der sequenziellen Textanalyse
  • Analyse eines spezifischen Unterrichtstranskripts
  • Reflexion des Lehrerhandelns und der Gesprächskultur
  • Ableitung persönlicher Konsequenzen für den Lehrerberuf

Auszug aus dem Buch

a) Kontextfreiheit

Das erste Prinzip stellt die Kontextfreiheit dar. Es besagt, dass bei der Interpretation eines Textes der Kontext des Gesamten fürs Erste nicht hinzugezogen werden darf (Pilz 2007: S. 566), sondern zunächst gedankenexperimentell überlegt werden soll, in welche Kontexte die vorliegende Textstelle eingeordnet werden könnte. Man spricht hier auch vom Geschichtenerzählen (Oevermann 1983: S. 236). Dennoch darf der Kontext nicht vollständig ignoriert werden, weswegen er systematisch nachgeordnet wird (Wernet 2009: S. 21). Man interpretiert eine Textstelle dementsprechend erst und konfrontiert die Interpretation anschließend mit ihrem Kontext. Dadurch werden die Besonderheiten eines Falles hervorgehoben (ebd.: S. 22). Damit soll vermieden werden, dass Texte lediglich aus ihrem Kontext heraus verstanden werden und die Textanalyse zu einer Kontextanalyse wird (Wernet 2009: S. 22). Man geht mit einer gewissen Naivität an den Text dran und versucht so größtmögliche Unabhängigkeit zum Kontext zu wahren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Kommunikation für den Unterricht dar und führt in das Ziel ein, den Unterrichtsauftakt mittels objektiver Hermeneutik zu analysieren und zu reflektieren.

II. Das Konzept der objektiven Hermeneutik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundannahmen des Interpretationsverfahrens sowie die fünf zentralen Prinzipien zur methodisch kontrollierten Textauswertung.

III. Fallanalyse nach der objektiven Hermeneutik: Hier erfolgt die detaillierte Untersuchung des Unterrichtstranskripts, wobei die Äußerungen des Lehrers und der Schüler sequenziell interpretiert werden.

IV. Reflexion: Der abschließende Teil bewertet das Fallbeispiel kritisch und zieht persönliche Konsequenzen für die eigene zukünftige Rolle als Lehrperson.

Schlüsselwörter

Objektive Hermeneutik, Textinterpretation, Unterrichtstranskript, Gesprächskultur, Lehrerhandeln, Fallanalyse, Sequenzialität, Kontextfreiheit, Wörtlichkeit, Extensivität, Sparsamkeit, Professionalisierung, Lehrerberuf, Unterrichtskommunikation, Sozialwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Interaktionsprozesse während eines Unterrichtsauftaktes durch die Anwendung einer hermeneutischen Analysemethode.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der objektiven Hermeneutik, deren Anwendung auf Unterrichtstranskripte sowie die Reflexion pädagogischen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse eines konkreten Gesprächsverlaufs ein tieferes Verständnis für Lehrerhandeln zu entwickeln und daraus eigene professionelle Konsequenzen zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die Methode der objektiven Hermeneutik angewandt, die auf fünf spezifischen Interpretationsprinzipien (Kontextfreiheit, Wörtlichkeit, Sequenzialität, Extensivität, Sparsamkeit) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten, sequenziellen Analyse des Unterrichtstranskripts, bei der einzelne Aussagen des Lehrers und der Schüler hinsichtlich ihrer latenten Sinnstrukturen untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Objektive Hermeneutik, Unterrichtskommunikation und Lehrerprofessionalisierung definieren.

Warum wird im Transkript das Schülerarbeitszimmer erwähnt?

Der Lehrer nutzt den Hinweis auf das Schülerarbeitszimmer als Sanktionsdrohung, um die von ihm geforderte Gesprächskultur durchzusetzen, was auf eine gewisse Unsicherheit seinerseits hindeutet.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Svantje im Unterricht?

Die Aufforderung an Svantje, den Text vorzulesen, wird als eine Mischung aus Lob und indirektem Druck interpretiert, da sie zwar hervorgehoben wird, ihr aber faktisch keine Wahl gelassen wird.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Objektive Hermeneutik. Fallanalyse anhand eines Unterrichtstranskripts
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Luisa Sofia Garrido Bernardi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V993050
ISBN (eBook)
9783346361837
ISBN (Buch)
9783346361844
Sprache
Deutsch
Schlagworte
objektive hermeneutik fallanalyse unterrichtstranskripts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Sofia Garrido Bernardi (Autor:in), 2020, Objektive Hermeneutik. Fallanalyse anhand eines Unterrichtstranskripts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993050
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Leseprobe aus  11  Seiten
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