Diese Studienarbeit beschreibt die historische Entwicklung der Krankenpflege in Deutschland sowie die Entwicklungen in der Akademisierung des Pflegeberufes innerhalb Deutschlands unter der Bezugnahme auf die Biographie von Sabine Bartholomeyczik.
Die Ausbildung innerhalb der Krankenpflegeberufe war in Deutschland innerhalb des letzten Jahrhunderts zahlreichen Veränderungen und Modifikationen unterworfen. Im Gegensatz dazu hat sich die Akademisierung des Pflegeberufes hierzulande erst in den letzten 25-30 Jahren, einsetzend mit dem Pflegenotstand der 80er-Jahre, entwickelt.
Gründe hierfür bietet die historische Entwicklung des Berufsbildes. Die aktuell bestehenden Bestrebungen der Akademisierung sind dabei nicht unwesentlich auf einige wenige bestrebte Pflegekräfte zurück zu führen, die sich schon frühzeitig für eine akademische Qualifizierung von Pflegekräften, analog bestehender Verfahren im Ausland, einsetzten.
Inhaltsverzeichnis
1 Hinführung
2 Vorgehensweise
3 Historische Entwicklungen
3.1 Historische Entwicklung des Pflegeberufes
3.1.1 Das Pflegeberufereformgesetz
3.2 Historische Entwicklung der Pflegewissenschaft und Akademisierung der Pflege
4 Sabine Bartholomeyczik
4.1 Etappen der Ausbildung
4.2 Etappen der Beschäftigungsverhältnisse
4.3 Inhalte ausgewählter Projekte
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Akademisierung des Pflegeberufs in Deutschland, wobei die Biografie und das pflegewissenschaftliche Wirken von Sabine Bartholomeyczik als zentraler Bezugspunkt dienen. Ziel ist es, den Transformationsprozess von der traditionellen Ausbildung hin zu akademisierten Qualifizierungsmodellen unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen wie dem Pflegeberufereformgesetz aufzuzeigen.
- Historische Evolution des Pflegeberufs und der Pflegewissenschaft
- Einfluss der Akademisierung auf die Pflegequalität
- Analyse aktueller gesetzlicher Reformen (PlfBRefG)
- Biografische Würdigung der Pionierarbeit von Sabine Bartholomeyczik
- Forschungsschwerpunkte: Arbeitsbedingungen, Demenzversorgung und pflegerische Diagnostik
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Das Pflegeberufereformgesetz
Gegenwärtig wandelt sich der qualitative und quantitative Bedarf an Pflege, sodass sich auch veränderte Anforderungen an Pflegekräfte ergeben. Zeitgleich ist der bestehende Fachkräftemangel im Bereich des Pflegesettings eklatant. Diese Problemstellung ergibt sich aus der Attraktivität des Berufes und den derzeit vorherrschenden Arbeitsbedingungen. Konsekutiv erscheint eine Anpassung von Handlungs- und Ausbildungsprofilen obligat. Die Komplexität des pflegerischen Arbeitssettings hat daher zur generellen und politischen Diskussion geführt, ob die zurzeit vorherrschende Qualifikation beruflich Pflegender durch eine dreijährige Ausbildung (vgl. Kapitel 2.1) ausreichend ist (vgl. Jacobs et al., S. 38).
Das am 17.07.2017 beschlossene und am 24.07.2017 veröffentlichte Gesetz zur Reform der Pflegeberufe sieht aus den genannten Gründen auch die Eventualität einer hochschulischen Pflegeausbildung vor, welche auch die grundständige Ausbildung beinhaltet (vgl. PflBRefG, §37-39, S.2593 f.). Fokussiertes Ziel ist, dass die Ausbildung/ das Studium den Absolventen zu den unmittelbaren Tätigkeiten an den zu Pflegenden aller Generationen befähigt (vgl. ebd., §37, Abs. 1, S.2593). Weiterhin soll das Studium Kompetenzen basierend auf Wissenschaft und Methodik zur selbstständigen, umfassenden und prozessorientierten Pflege der zu Pflegenden fördern und ausbilden (vgl. ebd., §37, Abs. 2, S. 2593). Zusätzlich zu den in der grundständigen Ausbildung erworbenen Kompetenzen befähigt das Studium weiterführend zur Steuerung und Gestaltung hochkomplexer Pflegeprozesse durch wissenschaftsbasierte und wissenschaftsorientierte Alternativen. Hinzukommend erhält der Absolvent ein grundständiges Wissen über die Grundlagen der Pflegewissenschaft, des gesellschaftlich-institutionellen Rahmens sowie des normativ-institutionellen Systems und über die Weiterentwicklung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Ziel ist es, dass er diese eigenverantwortlich mitgestalten kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Hinführung: Das Kapitel skizziert die Notwendigkeit der Akademisierung in der Pflege und ordnet die aktuelle Gesetzeslage sowie die historische Ausgangssituation ein.
2 Vorgehensweise: Hier wird das methodische Vorgehen der Arbeit dargelegt, welches auf der Analyse von Fachliteratur, biografischen Daten und einer Internetrecherche basiert.
3 Historische Entwicklungen: Dieses Kapitel beleuchtet die medizinisch-pflegerische Historie von der Antike bis zur Gegenwart sowie die Entstehung der Pflegewissenschaft.
3.1 Historische Entwicklung des Pflegeberufes: Darstellung der Entwicklung von den Anfängen der Krankenpflege bis hin zur modernen Berufsausübung und gesetzlichen Regelungen.
3.1.1 Das Pflegeberufereformgesetz: Analyse der Reformziele des Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe bezüglich der Verzahnung von Ausbildung und Studium.
3.2 Historische Entwicklung der Pflegewissenschaft und Akademisierung der Pflege: Analyse der Professionalisierung durch die Etablierung wissenschaftlicher Disziplinen und Studiengänge im nationalen und internationalen Vergleich.
4 Sabine Bartholomeyczik: Biografie der Pflegewissenschaftlerin, die ihren beruflichen Werdegang und ihren maßgeblichen Einfluss auf die Disziplin darstellt.
4.1 Etappen der Ausbildung: Beschreibung der akademischen Qualifizierungsphasen von Bartholomeyczik.
4.2 Etappen der Beschäftigungsverhältnisse: Übersicht über die beruflichen Stationen in Forschung und Lehre.
4.3 Inhalte ausgewählter Projekte: Detaillierte Betrachtung der Forschungsschwerpunkte wie Arbeitsbedingungen, Ernährungssituationen und Demenzforschung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Akademisierung als essenzieller Schritt zur Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Pflege.
Schlüsselwörter
Akademisierung, Pflegeberuf, Pflegewissenschaft, Sabine Bartholomeyczik, Pflegeberufereformgesetz, Pflegeausbildung, Versorgungsforschung, Pflegequalität, Professionalisierung, Arbeitsbedingungen, Demenz, Assessmentinstrumente, Gesundheitswesen, Medizinhistorie, Pflegedurchführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektstudienarbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert den historischen Prozess der Akademisierung des Pflegeberufs in Deutschland und verdeutlicht dies beispielhaft am Lebensweg und der Forschungsleistung von Sabine Bartholomeyczik.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Pflegewissenschaft, der rechtlichen Reformierung durch das Pflegeberufereformgesetz (PlfBRefG) sowie spezifischen Forschungsprojekten zur Arbeitsbelastung und Versorgungsqualität.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Einfluss von Pionieren wie Bartholomeyczik auf die Professionalisierung und die Einführung akademischer Qualifikationswege in Deutschland aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Arbeit, die biografische Analysen mit der Auswertung von Fachliteratur, Forschungsberichten und gesetzlichen Rahmenbedingungen kombiniert.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Pflegeberufs, die Entstehung der Pflegewissenschaft, die Auswirkungen neuer Gesetze sowie eine detaillierte Darstellung von Forschungsprojekten aus den Bereichen Arbeitsschutz und Patientenfürsorge.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Akademisierung, Pflegeberufereformgesetz, Pflegewissenschaft, Arbeitsbedingungen in der Pflege und Versorgungsforschung.
Warum ist das Wirken von Sabine Bartholomeyczik für das Thema so bedeutend?
Bartholomeyczik gilt als Pionierin der deutschen Pflegewissenschaft, die durch ihre Promotion und Habilitation maßgeblich dazu beitrug, Pflege als eigenständige wissenschaftliche Disziplin zu etablieren.
Welche Rolle spielt das Pflegeberufereformgesetz für die Akademisierung?
Das Gesetz bietet erstmals die Möglichkeit, eine pflegerische Ausbildung mit einem Studium zu kombinieren, was einen bedeutenden Schritt weg von bloßen Modellvorhaben hin zur Regelversorgung darstellt.
- Arbeit zitieren
- Patrick Dormann (Autor:in), 2020, Die Akademisierung des Pflegeberufes in Deutschland unter Mitwirkung von Sabine Bartholomeyczik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993208