Diese Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Das erste Kapitel gibt einen einführenden Überblick zur Thematik, formuliert die Problemstellung und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau dieser Arbeit. Im zweiten Kapitel findet die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Personalintegration statt. Es werden zu Beginn wichtige Begrifflichkeiten definiert. Anschließend werden die Ziele der Personalintegration beschrieben, in weiterer Folge werden die drei Ebenen der Personalintegration, die verschiedenen Integrationsstrategien sowie die vier Phasen, die ein Mitarbeiter zu durchlaufen hat, dargestellt.
Praktische Maßnahmen der Personalintegration, die zeitliche Abfolge sowie die negativen Auswirkungen einer nicht gelungenen Personalintegration beschließen dieses Kapitel. Im dritten Kapitel werden die unternehmensspezifischen Daten - insbesondere zur Unternehmensstrategie, zu den personalwirtschaftlichen Zielen sowie den derzeit bestehenden Methoden der Personalintegration - der GIWOG dargestellt. Im vierten Kapitel erfolgt ein Abgleich der bereits eingesetzten Personalintegrationsmaßnahmen mit den theoretisch möglichen Maßnahmen und der sich daraus ergebenden Abweichung. In weiterer Folge wird ein Modell mit konkreten praktischen Maßnahmen vorgestellt. Das fünfte Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der vorliegenden Arbeit und einem Ausblick ab.
Während viele Unternehmen bei der Suche von neuen und für die Organisation passenden Mitarbeitern große Anstrengungen unternehmen und beträchtliche finanzielle Mittel aufwenden, wird die nachfolgende Zeit der Personalintegration vielfach unterschätzt oder als lästige Aufgabe empfunden. ”Häufig bekommen Mitarbeiter nach der Vertragsunterzeichnung das Gefühl, das Unternehmen habe das Interesse an ihnen verloren.” Dieses Verhalten ist verwunderlich, denn das ”Finden” geeigneter Mitarbeiter ist nur der erste Schritt im Rekrutierungsprozess, während die optimale Einführung neuer Mitarbeiter in das Unternehmen, sowohl in fachlicher als auch auf sozialer Ebene erst den langfristigen, auch wirtschaftlichen Nutzen sicherstellt. Es ist sinnvoll, wenn Unternehmen bereit sind in die professionelle und umfassende Personalintegration zu investieren. Diese Aufgabe ist im Regelfall federführend vom Personalmanagement wahrzunehmen. Allerdings wird dies nur
als gemeinschaftliches Anliegen und in harmonischer Zusammenarbeit zwischen Personalund Fachbereich erfolgreich zu erfüllen sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Formulierung der Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2 Entwicklung der Personalarbeit
2 Theoretische Grundlagen zur Personalintegration
2.1 Definitionen und Abgrenzungen
2.2 Ziele der Personalintegration
2.3 Die drei Ebenen der Personalintegration: fachliche-, soziale- und wertorientierte Integration
2.3.1 Die fachliche Integration
2.3.2 Die soziale Integration
2.3.3 Die wertorientierte Integration
2.4 Integrationsstrategien
2.5 Die Phasen der Personalintegration
2.5.1 Vorbereitungsphase
2.5.2 Orientierungsphase
2.5.3 Integrations- und Lernphase
2.5.4 Durchdringungsphase
2.6 Praktische Maßnahmen zur Personalintegration
2.6.1 Potentielle Konflikte und der Umgang mit diesen
2.7 Zeitliche Abfolge des Integrationsprozesses
2.8 Auswirkungen einer mangelhaften Personalintegration
3 Das Unternehmen GIWOG
3.1 Personalentwicklungsstrategie
4 Entwicklung eines GIWOG-spezifischen Integrationsmodells
4.1 Abgleich der eingesetzten Instrumente, der Erwartungen und der theoretischen Möglichkeiten
4.2 Modellbildung und Festlegung konkreter Maßnahmen und Verantwortlichkeiten
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines formalisierten Personalintegrationskonzepts für die gemeinnützige Bauvereinigung GIWOG. Basierend auf einer theoretischen Fundierung und einer Ist-Analyse der bestehenden Abläufe soll ein Modell erarbeitet werden, das sowohl die Unternehmenskultur als auch die spezifischen Anforderungen der GIWOG berücksichtigt, um neue Mitarbeiter optimal in die Organisation einzugliedern.
- Theoretische Grundlagen zur Personalintegration und deren Ebenen (fachlich, sozial, wertorientiert)
- Analyse der Ist-Situation und der aktuellen Personalentwicklungsstrategie der GIWOG
- Abgleich theoretischer Möglichkeiten mit unternehmensinternen Maßnahmen
- Entwicklung eines maßgeschneiderten Personalintegrationsmodells
- Definition von Verantwortlichkeiten und praktischen Einführungsschritten
Auszug aus dem Buch
2.6 Praktische Maßnahmen zur Personalintegration
Diesem Abschnitt wird ein Begriff vorangestellt, welcher die Qualität hat, sich als Zukunftskompetenz zu entwickeln, nämlich Wertschätzung. In seinem Buch beschreibt Pfob die Bedeutung des wertschätzenden Umgangs mit Mitarbeitern.
Alle Menschen streben nach Lob und Anerkennung. Fehlt diese, entsteht ein Mangel an Wertschätzung und dies ist wiederum einer der häufigsten Gründe warum Mitarbeiter in ihrem Berufsleben unzufrieden sind. Die Gleichung wäre im Grunde so einfach, Wertschätzung gleich Wertschöpfung.
Die wissenschaftliche Erklärung liefert die Hirnforschung. Während Stress, Furcht oder Zeitdruck bei den Menschen die Urinstinkte Kampf, Flucht oder Totstellen auslösen, aktiviert Wertschätzung hingegen den sogenannten Frontallappen des Großhirns. Das ist der Sitz der sozialen, emotionalen und rationalen Intelligenz. Je aktiver dieser Frontallappen seine Botenstoffe aussendet, desto höher ist die intellektuelle Leistungsfähigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Relevanz der Personalintegration und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen zur Personalintegration: Es erfolgt eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Begriffen, Zielen, Ebenen, Phasen und Strategien der Personalintegration sowie deren praktischen Aspekten.
3 Das Unternehmen GIWOG: Die Unternehmensstruktur der GIWOG wird dargestellt und die bestehende Personalentwicklungsstrategie sowie deren Ziele analysiert.
4 Entwicklung eines GIWOG-spezifischen Integrationsmodells: Der IST-Zustand wird mit theoretischen Anforderungen abgeglichen und ein konkretes, umsetzbares Integrationsmodell für die GIWOG entwickelt.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die wesentlichen Ergebnisse werden resümiert und Empfehlungen für die zukünftige Implementierung und Evaluierung des Konzepts gegeben.
Schlüsselwörter
Personalintegration, Personalmanagement, Onboarding, Mitarbeiterbindung, GIWOG, Einarbeitungsplan, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Wertschätzung, soziale Integration, Fachliche Integration, Personalbeschaffung, Mitarbeiterbefragung, Patensystem, Personalfluktuation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Einführung und Eingliederung neuer Mitarbeiter in die gemeinnützige Bauvereinigung GIWOG.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Personalintegration, die Analyse der bestehenden Prozesse bei der GIWOG sowie die Ableitung eines spezifischen, formalisierten Integrationskonzepts.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisnahen Konzepts, das eine optimale fachliche, soziale und wertorientierte Integration neuer Mitarbeiter sicherstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine Ist-Analyse (inklusive Mitarbeiterbefragung) im Unternehmen GIWOG durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die Darstellung der GIWOG als Unternehmen, den Vergleich zwischen Theorie und aktueller Praxis sowie die Modellbildung für konkrete Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Personalintegration, Onboarding, Mitarbeiterbindung, GIWOG, Einarbeitungsplan und Personalentwicklung.
Warum spielt die Wertschätzung laut Autor eine so große Rolle bei der Integration?
Laut Autor ist Wertschätzung eine "Zukunftskompetenz", die den Frontallappen des Großhirns aktiviert und damit die intellektuelle Leistungsfähigkeit und Bindung der Mitarbeiter steigert.
Welche Verbesserungspotentiale wurden durch die Mitarbeiterbefragung bei der GIWOG identifiziert?
Es wurden Defizite bei Einführungsgesprächen, der Strukturierung von Einarbeitungsplänen, den Feedbackgesprächen und der Präsentation für neue Mitarbeiter festgestellt.
- Citar trabajo
- Marvin Penz (Autor), 2020, Personaleinführung als Erfolgsfaktor. Eine Analyse anhand der gemeinnützigen Bauvereinigung GIWOG, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993494